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Exegese zu Genesis 2,4b-7. Die Erschaffung des Menschen

Title: Exegese zu Genesis 2,4b-7. Die Erschaffung des Menschen

Term Paper , 2015 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Theology - Biblical Theology
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Die vorliegende Hausarbeit widmet sich der Auslegung der alttestamentlichen Schöpfungserzählung in Genesis 2,4b-7 und beleuchtet deren ungebrochene Aktualität. Ziel war es, eine Auslegung zu entwickeln, die die Schöpfungserzählung vor einer fundamentalistischen Interpretation als Weltentstehungstheorie schützt und deren Wahrhaftigkeit in ihrer Wirkung und Bedeutung statt in einer historischen Faktizität verankert sieht.

Biblischer Schöpfungsglaube ist längst keine rein theologische Kontroverse mehr, sondern eine öffentliche Debatte, in welcher dieser häufig, im Zeitgeist einer säkularen Gesellschaft, als eine durch Wissenschaft und Technik überholte Perspektive mit dem Begriff des Fundamentalismus generalisiert wird. Dieser Terminus lässt sich auf eine protestantische Bewegung in Amerika zurückführen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einer wörtlichen Auslegung der Bibel der Evolutionstheorie entgegentrat und kontemporär wieder viele Sympathisanten findet, die als Vertreter eines Kreationismus das wörtliche Verständnis dieser Texte zumindest als gleichberechtigte Welterklärung verteidigen. Die Animosität zwischen Religion und Wissenschaft erscheint uns oft unüberwindbar, doch ist sie das wirklich? Ein Rückblick in die Kirchengeschichte zeigt, dass Religion und Wissenschaft keinesfalls zwangsläufige Konkurrenten sein müssen. Schon frühe Theologen wie Augustinus und Thomas von Aquin hinterfragten auch ohne Evolutionstheorie die zeitliche Dimension der Schöpfungserzählungen. Unumstößlich hingegen erscheint die christliche Grundaussage, das von Gott Geschaffen-sein, welches sich als Wesensaussage mitten auf unsere Lebenswirklichkeit richtet. Für die moderne Bibelwissenschaft generiert sich hieraus der Anspruch die Historizität der Schöpfungserzählungen kritisch zu hinterfragen, ohne deren Wahrhaftigkeit in Frage zu stellen und von den Kernaussagen des christlichen Glaubens abzukommen, was einer kompetenten Exegese der Texte Genesis eine immense Relevanz für das zukünftige Bestehen der christlichen Religion zuteil werden lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Die Welt als Schöpfung Gottes?

1 Die jahwistische Quellschrift

2 Übersetzung Genesis 2,4b–2,7

3 Historische Nachforschungen

4 Textanalayse

4.1 Vordersatz - Vers 4b

4.2 Parenthese - Vers 5

4.3 Einschaltung - Vers 6

4.4 Nachsatz - Vers 7

4.4.1 Der erste Schöpfungsakt

4.4.2 Der zweite Schöpfungsakt

4.4.3 Der Mensch, ein lebendes Wesen

5 Form- und Gattunsanalyse

6 Zusammenfassende Interpretation

7 Schöpfungsglaube – Religionspädagogischer Aspekt

7.1 Verortung im Bildungsplan

7.2 Umsetzungsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine exegetische Analyse des biblischen Textes Genesis 2,4b-7 durchzuführen, um das dort beschriebene Geschaffensein des Menschen als existenzielle Wesensaussage anstatt als rein historisches Faktenprotokoll zu deuten und pädagogisch reflektiert im schulischen Kontext zu verorten.

  • Exegese der jahwistischen Schöpfungserzählung unter Einbeziehung zeitgenössischer Kommentare.
  • Untersuchung der historischen Kontexte und Parallelen zu altorientalischen Mythen.
  • Analyse der biblischen Anthropologie und des zugrunde liegenden Menschenbildes.
  • Didaktische Überlegungen zur Vermittlung des Schöpfungsglaubens in Bildungseinrichtungen.

Auszug aus dem Buch

Die Welt als Schöpfung Gottes?

Biblischer Schöpfungsglaube ist längst keine rein theologische Kontroverse mehr, sondern eine öffentliche Debatte, in welcher dieser häufig, im Zeitgeist einer säkularen Gesellschaft, als eine durch Wissenschaft und Technik überholte Perspektive mit dem Begriff des Fundamentalismus generalisiert wird. Dieser Terminus lässt sich auf eine protestantische Bewegung in Amerika zurückführen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit einer wörtlichen Auslegung der Bibel der Evolutionstheorie entgegentrat und kontemporär wieder viele Sympathisanten findet, die als Vertreter eines Kreationismus das wörtliche Verständnis dieser Texte zumindest als gleichberechtigte Welterklärung verteidigen. Die Animosität zwischen Religion und Wissenschaft erscheint uns oft unüberwindbar, doch ist sie das wirklich? Ein Rückblick in die Kirchengeschichte zeigt, dass Religion und Wissenschaft keinesfalls zwangsläufige Konkurrenten sein müssen. Schon frühe Theologen wie Augustinus und Thomas von Aquin hinterfragten auch ohne Evolutionstheorie die zeitliche Dimension der Schöpfungserzählungen. Unumstößlich hingegen erscheint die christliche Grundaussage, das von Gott Geschaffen-sein, welches sich als Wesensaussage mitten auf unsere Lebenswirklichkeit richtet. Für die moderne Bibelwissenschaft generiert sich hieraus der Anspruch die Historizität der Schöpfungserzählungen kritisch zu hinterfragen, ohne deren Wahrhaftigkeit in Frage zu stellen und von den Kernaussagen des christlichen Glaubens abzukommen, was einer kompetenten Exegese der Texte Genesis eine immense Relevanz für das zukünftige Bestehen der christlichen Religion zuteil werden lässt.

Zusammenfassung der Kapitel

Die jahwistische Quellschrift: Das Kapitel führt in die Dreiquellentheorie ein und verortet Genesis 2 im jahwistischen Kontext, um die spezifische literarische und theologische Eigenart des Textes herauszuarbeiten.

Übersetzung Genesis 2,4b–2,7: Dieser Abschnitt bietet die Grundlage der Analyse durch die sprachlich präzise Übertragung des hebräischen Quelltextes durch Claus Westermann.

Historische Nachforschungen: Hier werden die biblischen Urgeschichten in den Vergleich mit altorientalischen Mythen wie dem Enūma eliš gesetzt, um Gemeinsamkeiten und Traditionshintergründe aufzuzeigen.

Textanalayse: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der den Text Vers für Vers dekonstruiert, um die philologischen und inhaltlichen Nuancen (Vordersatz, Parenthese, Einschaltung, Nachsatz) zu beleuchten.

Form- und Gattunsanalyse: Das Kapitel bestimmt die Gattung des Textes als Erzählung und setzt das jahwistische Weltbild zum Kontrast der priesterschriftlichen Schöpfungsgeschichte in Beziehung.

Zusammenfassende Interpretation: Hier erfolgt die Synthese der Analyseschritte, die den Schöpfungsbericht als Aufruf zur Verortung des Menschen in seiner Beziehung zu Gott interpretiert.

Schöpfungsglaube – Religionspädagogischer Aspekt: Abschließend werden praktische Ansätze und didaktische Möglichkeiten diskutiert, um die Thematik des Schöpfungsglaubens im schulischen Bildungsplan zu integrieren.

Schlüsselwörter

Exegese, Genesis, Jahwist, Schöpfungsglaube, Anthropologie, Bibelauslegung, Westermann, Urgeschichte, Lebensatem, Schöpfungsakt, Religionspädagogik, Altes Testament, Weltbild, Menschsein, Gottesbezug.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der Schöpfungserzählung in Genesis 2,4b-7 und erörtert deren Bedeutung für das moderne Verständnis des Menschseins.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Hausarbeit?

Die zentralen Felder umfassen die alttestamentliche Exegese, die vergleichende Religionsgeschichte, die biblische Anthropologie und die religionspädagogische Didaktik.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Analyse?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Text trotz seines Alters eine existenzielle Wesensaussage über den Menschen transportiert, die nicht primär naturwissenschaftlich, sondern theologisch als Beziehungsgeschehen interpretiert werden muss.

Welche exegetische Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische Vorgehensweise gewählt, die auf der literaturkritischen Gliederung von Lothar Ruppert basiert und durch eine historisch-vergleichende Methode ergänzt wird.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Textanalyse der einzelnen Verse, die Untersuchung von Wortwahl und Motiven sowie eine Form- und Gattungsbestimmung der jahwistischen Erzählung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Exegese, Jahwist, Anthropologie, Schöpfungsglaube und Bibelauslegung beschreiben.

Welche Rolle spielt Claus Westermann in dieser Analyse?

Claus Westermann dient als zentrale exegetische Autorität für die Übersetzung und Kommentierung des Urtextes.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des Schöpfungsglaubens?

Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Schöpfungsglaube rekontextualisiert werden muss, um nicht in Konflikt mit naturwissenschaftlichen Theorien zu geraten, sondern seine ethische Bedeutung als Mensch in Abhängigkeit von Gott zu entfalten.

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Details

Title
Exegese zu Genesis 2,4b-7. Die Erschaffung des Menschen
College
University of Education in Schwäbisch Gmünd
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
19
Catalog Number
V1531227
ISBN (PDF)
9783389096833
ISBN (Book)
9783389096840
Language
German
Tags
Exegese Genesis Genesis 2,4b-7 Erschaffung des Menschen Genesis 2,4b
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Exegese zu Genesis 2,4b-7. Die Erschaffung des Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1531227
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