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Medien im Deutschunterricht

Daily Soaps

Title: Medien im Deutschunterricht

Seminar Paper , 2009 , 23 Pages

Autor:in: Daniela Wolters (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Sie begleiten schätzungsweise dreizehn Millionen Deutsche1 jeden Tag und lassen für ca. 30 Minuten in einen Alltag eintauchen, der durch ein Drehbuch vorbestimmt ist. Sie lenken von eigenen Problemen in Beruf, Partnerschaft und Familie ab und lassen hauptsächlich 14-29 jährige mit ihren Darstellern mitfühlen. Die Daily Soaps haben sich erfolgreich im deutschen Fernsehprogramm etabliert und sind für viele Zuschauer nicht mehr wegzudenken. Sie bestimmen das Vorabendprogramm und auch das Familienleben in vielen deutschen Haushalten, denn die Soaps avancieren sehr schnell zu einem wichtigen Bestandteil im täglichen Leben. Die Darsteller werden dann wie eigene Familienmitglieder in die Tagesplanung einbezogen, um die weitere Entwicklung in Sachen Liebe, Betrug, Verrat und verbotene Leidenschaften nicht zu verpassen. In den Daily Soaps wird eine Lebenswirklichkeit inszeniert, die den Zuschauer fasziniert und die in der Lage ist ihn jeden Tag von neuem zu fesseln. Der Soapfreund begleitet seine Darsteller in allen Lebenslagen und fühlt bei jedem Schicksalsschlag oder neuen Liebe mit. Die eigene Wirklichkeit tritt in den Hintergrund, wenn täglich zur gleichen Sendezeit gestritten, geliebt, betrogen und verlassen wird. Die Entwicklung dieser Art der Unterhaltung lässt sich kontinuierlich verfolgen und ist zudem mehr als erstaunlich. Diesen Erfolg, den die Serien erfahren, verdanken sie auch zum großen Teil den Jugendlichen, die ihren Fernsehlieblingen die Treue halten. Genau diese Zielgruppe soll in dieser Arbeit im Mittelpunkt stehen und die Frage, ob die Daily Soaps aus dem privaten Bereich auch Einzug in den Deutschunterricht finden sollte? Müssen die gestellten Szenen mit ungewissem Ausgang didaktisch aufbereitet werden, um sie mit SchülerInnen zu diskutieren oder sollte das Phänomen Soap Opera als Trash-TV im Privaten eines jeden Einzelnen verborgen bleiben? Welchen Einfluss nimmt die Daily Soap auf die Schülerinnen und inwieweit müssen wir als LehrerInnen diese Entwicklung verstehen oder gar darauf eingehen?
Selbst wenn man der Meinung ist, dass die Soaps zu trivial sind und in keiner Weise einen Lerneffekt in sich tragen, so kommt man doch an diesem Phänomen nicht mehr vorbei. Deshalb soll diese Arbeit sich mit dem populären Fernsehen beschäftigen, in der die Daily Soaps den Schwerpunkt bilden. Die vorangegangenen Fragen sollen die Grundlage bilden, um am Ende durch die Auseinandersetzung mit dem Thema eine Tendenz für den Deutschunterricht zu erkennen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einfluss neuer Medien auf Jugendliche

3. Medien im Deutschunterricht

4. Populäres Fernsehen - Schwerpunkt: Die Daily Soap

4.1 Chance oder Seifenblase für den Deutschunterricht?

4.2 Unterrichtsbeispiele

4.3 Einbettung in den Rahmenlehrplan

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Daily Soaps als Unterrichtsgegenstand im Fach Deutsch, um die Medienkompetenz Jugendlicher zu fördern und ihre Lebenswirklichkeit stärker in den Unterricht einzubeziehen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie das Phänomen Daily Soap didaktisch aufbereitet werden kann, um SchülerInnen zu motivieren und einen bewussten Umgang mit diesem Medium zu erlernen, ohne dabei klassische Bildungsziele zu vernachlässigen.

  • Einfluss moderner Medien auf das Alltagsverhalten von Jugendlichen
  • Strukturanalyse populärer Fernsehformate, insbesondere der Daily Soap
  • Didaktische Möglichkeiten zur Integration von Daily Soaps im Deutschunterricht
  • Förderung der Medienkompetenz und kritischen Rezeption durch aktive Medienarbeit
  • Verknüpfung von populärkulturellen Inhalten mit lehrplanrelevanten Lernzielen

Auszug aus dem Buch

4. Populäres Fernsehen - Schwerpunkt: Die Daily Soap

Beim Aufschlagen der Programmzeitschrift fällt sofort das dominierende Genre der sich wöchentlich oder täglich wiederholenden Serien ins Auge. Neben diesen Serien gibt es eigentlich nur die Fernseh- oder Spielfilme, die eine flächendeckende Serienlandschaft zur Zeit noch verhindern. Dabei sind verschiedene Serientypen zu unterscheiden, die „Mehrteiler, die Serien mit Endlosgeschichten und die Serien mit einzelnen abgeschlossenen Episoden“11. Es fällt schwer diese Genres noch eindeutig voneinander abzugrenzen, da sie einem dynamischen Prozess unterliegen und so Mischformen zustande kommen. Doch zum besseren Verständnis werde ich hier trotzdem eine Unterscheidung vornehmen.

So gibt es auch in zunehmendem Maße die sogenannte Dokusoap. Hier wird nicht geschauspielert, sondern es stehen reale Schicksale und Lebensweisen im Vordergrund. In den problemorientierten Formaten, die Staffelweise ausgestrahlt werden, wie z.B. „Raus aus den Schulden“, „Die Supernanny“ oder „Einsatz in 4 Wänden“ werden meist Familien von einem „Experten“ beraten, wie sie Schulden in den Griff bekommen, ihre Kinder besser erziehen oder ihr Eigenheim schöner gestalten können. Der Zuschauer kann an den Problemen anderer teilhaben, ohne die Betroffenen eigentlich zu kennen. Diese Art des Voyeurismus scheint die Zuschauer zu reizen, denn diese Formate können auch schon auf eine lange Laufzeit zurückblicken und werden immer neu produziert und können als Mehrteiler bezeichnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Daily Soaps für den Alltag vieler Jugendlicher dar und begründet die Forschungsfrage, ob dieses Phänomen als ernstzunehmender Gegenstand in den Deutschunterricht integriert werden sollte.

2. Einfluss neuer Medien auf Jugendliche: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz von Internet und Fernsehen im Freizeitverhalten Jugendlicher und plädiert für einen bewussten, reflektierten Umgang mit diesen Medien.

3. Medien im Deutschunterricht: Es wird die didaktische Notwendigkeit diskutiert, moderne Medien nicht zu verweigern, sondern sie zielgerichtet als Ergänzung zu traditionellen Lehrmitteln einzusetzen.

4. Populäres Fernsehen - Schwerpunkt: Die Daily Soap: Dieser Abschnitt analysiert das Genre der Daily Soap, seine historischen Ursprünge und seine charakteristischen Merkmale wie Handlungsstränge und Cliffhanger.

4.1 Chance oder Seifenblase für den Deutschunterricht?: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit Vorbehalten von Lehrkräften gegenüber "trivialen" Medien auseinander und zeigt auf, wie diese die Lebenswelt der SchülerInnen spiegeln.

4.2 Unterrichtsbeispiele: Hier werden konkrete didaktische Methoden vorgestellt, von der Analyse der Soap-Strukturen bis hin zur eigenständigen Produktion eines Drehbuchs durch die SchülerInnen.

4.3 Einbettung in den Rahmenlehrplan: Das Kapitel verortet die Arbeit mit Daily Soaps im schulischen Kontext der Medienerziehung und zeigt Anknüpfungspunkte an den Berliner Rahmenlehrplan auf.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Daily Soaps ein wertvolles Instrument zur Motivationssteigerung und Förderung der Medienkompetenz sind, sofern sie als ergänzendes Lehrmittel eingesetzt werden.

Schlüsselwörter

Daily Soap, Medienkompetenz, Deutschunterricht, Jugendkultur, Medienerziehung, Fernsehen, Internet, Zopfdramaturgie, Cliffhanger, Unterrichtsentwurf, Lebenswirklichkeit, Mediennutzung, Schülermotivation, Fernsehkonsum, Dramapädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Einbindung von Daily Soaps in den Deutschunterricht der Sekundarstufen, um die Medienwelt der Jugendlichen produktiv für den Lernprozess zu nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Medienkonsum Jugendlicher, die strukturelle Analyse von Fernsehserien sowie die methodische Umsetzung von Medienerziehung im Rahmenlehrplan.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Daily Soaps als motivierender Einstieg in komplexe Themen dienen können und zur Schärfung des Blicks für mediale Wirkmechanismen beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Medienanalyse, um den Ist-Zustand des Medienkonsums darzustellen und darauf basierend didaktische Handlungsoptionen für Lehrkräfte abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medientheoretische Einordnung von Daily Soaps, eine kritische Diskussion ihrer Eignung für den Deutschunterricht sowie praktische Anleitungen für den Unterrichtsgebrauch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Medienkompetenz, Daily Soap, Deutschunterricht und Lebenswirklichkeit charakterisiert.

Warum wird gerade das Genre der Daily Soap als Unterrichtsgegenstand gewählt?

Aufgrund der hohen Alltagsnähe und Identifikationskraft bei Jugendlichen bietet das Genre einen idealen Anknüpfungspunkt, um über mediale Konstruktionen und Sprachgebrauch zu diskutieren.

Welchen Stellenwert nimmt die Produktion einer eigenen Soap im Unterricht ein?

Die Produktion einer eigenen Serie dient als aktivierende Projektarbeit, durch die SchülerInnen die theoretisch erlernten Merkmale des Genres, wie Cliffhanger oder Spannungsaufbau, in der Praxis selbst anwenden müssen.

Wie lässt sich die Einbindung in den Rahmenlehrplan rechtfertigen?

Die Einbindung erfolgt über den Kompetenzbereich der Medienerziehung und des Sachtextverstehens, da sie SchülerInnen zur kritischen Reflexion ihrer täglichen Medienrezeption anhält.

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Details

Title
Medien im Deutschunterricht
Subtitle
Daily Soaps
College
Technical University of Berlin
Author
Daniela Wolters (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V153132
ISBN (eBook)
9783640688456
ISBN (Book)
9783640688715
Language
German
Tags
Unterrichtsbeispiele Einfluss neuer Medien auf Jugendliche Populäres Fernsehen Daily Soap
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Wolters (Author), 2009, Medien im Deutschunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153132
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