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Baumpflege in Österreich - Eine Zustandsanalyse seit der ÖNORM L 1122

Title: Baumpflege in Österreich - Eine Zustandsanalyse seit der ÖNORM L 1122

Diploma Thesis , 2010 , 135 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: DI Christoph Klingan (Author)

Biology - Ecology
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Summary Excerpt Details

„Baumpflege in Österreich – Eine Zustandsanalyse seit der ÖNORM L 1122“ ist ein Versuch, anhand von Umfragen unter allen Beteiligten und anhand von Fallbeispielen einen Überblick über die alltägliche Baumpflegepraxis und die Herausforderungen an die Zukunft zu geben. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile: Der erste Teil zeigt einen Überblick über die Baumpflege in Österreich, indem die Beteiligten (Besitzer – Sachverständige – Pfleger) an der Baumpflege in Form von Online-Umfragen ihr Bild des Pflegezustandes darlegen, da es bis heute keine Datenbank gibt, die vergleichende Analysen erlaubt. Im zweiten Teil werden reelle Beispiele gebracht, die stellvertretend für den Baumpflegezustand in Österreich vom privaten Garten bis zum öffentlichen Bauauftrag stehen sollen. Im dritten Teil wird versucht, mit Hilfe eines Maßnahmenpaketes für die österreichische Baumpflege eine Renaissance des Straßen- und Stadtbaumes einzuleiten. Die Maßnahmenvorschläge sollen zur weiteren Diskussion anregen, da es eine Wende der derzeitigen Pflegepraxis geben muss, um Bäume, die älter als 60 Jahre sind, zu erhalten, denn es gibt kaum alte Stadtbäume, die keine großen Stammwunden aufweisen und ausreichend optimierte Standorte zur Verfügung haben.

"Tree care in Austria - A state analysis since the ÖNORM L 1122" is an attempt to give an overview of the everyday practice of tree care and it’s future challenges on the basis of surveys of all stakeholders and of case studies. The work is divided into three parts. The first part outlines tree care in Austria on the basis of data collected in online-investigations from relevant stakeholders (owners - experts – arborists) who were requested to assess the existing status of tree care, since there still is no database available that would allow some comparative analysis. In the second part practical case studies are given that may serve as representative examples of the status of tree care ranging from the private garden up to the handling of tree care in public construction contracts. The third part tries to initiate a renaissance of the Austrian urban trees. The proposed measures are meant to stimulate further discussions, as a change of the current caring practice seems to be inevitable. A change that allows to conserve trees older than 60 years as there are hardly any old city trees that do not have considerable large trunk wounds and that grow on sufficiently optimized sites.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arbeitsmethoden

2.1. Aufgabenstellung

2.2. Auswahl der Teilnehmer/innen

2.3. Wahl der Befragungsmethode

2.4. Erstellung der Fragebögen und Pretests

3. Durchführung der Befragung

3.1. Durchführung der Befragung

3.2. Erfolgskontrolle der Befragung

4. Ergebnisse der Umfragen und Interpretation

4.1. Werden die Ziele der Baumpflege der ÖNORM L 1122 in Österreichs Städten erreicht?

4.2. Wer führt die Baumpflege im öffentlichen Raum durch?

4.3. Wie viele Bäume stehen in Ihrer Gemeinde auf öffentlichem Grund?

4.4. Wie viele Straßenbäume haben Sie zu erhalten?

4.5. Wie viele Baumpflegefirmen werden durch die Gemeinden pro Jahr beauftragt?

4.6. Ausführungsvorschriften für Baumpflegebetriebe

4.7. Anwendung der Normen

4.8. Verkehrssicherheitsüberprüfung

4.9. Sichtkontrolle

4.10. Überprüfung der Pflegemaßnahmen

4.11. Anzahl der Pflegemaßnahmen

4.12. Untersuchungsgeräte für weiterführende Untersuchung

4.13. Baumalter

4.14. Düngemethoden

4.15. Düngemittelprodukte

4.16. Beseitigung von Bodenverdichtung

4.17. Maßnahmen gegen die Bodenverdichtung

4.18. Bodenaustausch

4.19. Baumscheibenentsiegelung

4.20. Belüftungs- und Entwässerungsanlagen

4.21. Unterpflanzung

4.22. Wurzelvorhang

4.23. Lichtraumprofil

4.24. Grünastschnitt

4.25. Wundbehandlungsstoffe

4.26. Kroneneinkürzungen

4.27. Gekappte, eingekürzte Kronen und die fachgerechte Pflege gekappter Kronen

4.28. Entwässerungsrohre

4.29. Baumwunden

4.30. Starkastschnitte

4.31. Grobastschnitte

4.32. Rindenschäden

4.33. Stammschutz

4.34. Kronensicherungsysteme

4.35. GALK-Straßenbaumliste

4.36. Baumscheiben-, Baumstreifengrößen

4.37. Versorgungsleitungen

4.38. Baumschutz auf Baustellen

4.39. Schutz gegen Anfahrschäden an Stadtbäumen

4.40. Kontrolle der Pflegemaßnahmen

4.41. Baumwertberechnungen im Schadensfall

4.42. Vitalität

4.43. Änderung der Baugesetze

4.44. Öffentlichkeitsarbeit

4.45. Eigene Änderungsvorschläge

4.46. Baumkataster

4.47. Fazit

5. Stellungnahmen von Baurechtsexperten und den verantwortlichen Landesräten aus den Bundesländern

5.1. Stellungnahme aus dem Burgenland

5.2. Stellungnahme aus Kärnten

5.3. Stellungnahme aus Niederösterreich

5.4. Stellungnahme aus Oberösterreich

5.5. Stellungnahme aus Salzburg

5.6. Stellungnahme aus der Steiermark

5.7. Stellungnahme aus Tirol

5.8. Stellungnahme aus Vorarlberg

5.9. Stellungnahme aus Wien

5.10. Fazit

6. Reelle Beispiele versus Umfrageergebnisse

6.1. Wie wird in Österreich geplant?

6.2. Wie wird in Österreich gebaut?

6.3. Baumpflege an der L 2137 – Die Lindenstraße in Tulln

6.4. Die fehlende Allee von Villach bis Lienz

6.5. Leitungsbau in Österreich

6.6. Baumschutz bei öffentlichen Aufträgen

6.7. Baumpflege in einem Wiener Privatgarten

7. Schlussfolgerungen

7.1. Spielt die Standortoptimierung in der Baumpflege nur eine untergeordnete Rolle?

7.1.1. Die Standortoptimierung als Basis eines gesunden Baumbestandes

7.1.2. Verlängerung der Lebenserwartung durch Standortoptimierung

7.2. Die ÖNORMEN L 1121 und L 1122 – Zahnlose Instrumente gegen das Kettensägenmassaker?

7.3. Baumpflege oder Sachbeschädigung?

7.3.1. Der Baum als volkswirtschaftliches Vermögen

7.3.2. Wird dieses Vermögen durch falsche Baumpflege zerstört?

7.4. Bonsai-Gefäße in Pflanztrögen oder gesunde Stadtbäume in einem großen Wurzelraum?

7.5. Brauchen wir ein Bundesbaumschutzgesetz in Österreich?

8. Empfehlungen – 12 Bausteine für eine bessere Baumpflege

8.1. Baustein 1 – Vermittlung des Baumwertes durch öffentlichkeitswirksame Aktionen

8.2. Baustein 2 – Planungshandbuch „Stadtbaum“ – Moderne Vegetationstechnik im Straßenbau durch Dienstanweisung

8.3. Baustein 3 - Facility-Management für das Stadtgrün

8.4. Baustein 4 – Das Baumpflegekonzept als Antwort auf das Billigstangebot

8.5. Baustein 5 - Änderung der standardisierten Leistungsbeschreibung für mehr Baumschutz in Österreichs Städten

8.6. Baustein 6 - Aktualisierung der ÖNORMEN und der RVS

8.7. Baustein 7 - Weitsichtige Bauleitung zur Erhaltung von Altbaumbeständen bei Bauvorhaben

8.8. Baustein 8 – Der Bebauungsplan

8.9. Baustein 9 - Baumschutzsatzungen und deren Reformbedarf

8.10. Baustein 10 - Förderungen für die Erstellung von Straßenbaumkatastern und die Erstellung einer nationalen Baumdatei als Grundlage für die Baumpflege

8.11. Baustein 11 - Die Baumpflegekoordination

8.12. Baustein 12 - Der Baumwertrechner

9. Resümee und Ausblick

10. Quellen-, Abbildungsverzeichnis

10.1. Literaturquellen

10.2. Internetquellen

10.3. Persönliche Mitteilungen

10.4. Abbildungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Status der Baumpflege in Österreich unter Berücksichtigung der ÖNORM L 1122. Ziel ist es, durch eine bundesweite Online-Umfrage unter Beteiligten und eine Analyse von Fallbeispielen Missstände in der alltäglichen Pflegepraxis aufzuzeigen und durch konkrete Maßnahmenpakete eine nachhaltige Verbesserung für den Straßen- und Stadtbaumbestand einzuleiten.

  • Zustandsanalyse der aktuellen Baumpflegepraxis in Österreich.
  • Evaluation der Einhaltung von ÖNORMEN bei Baumpflegearbeiten.
  • Identifikation von Defiziten beim Baumschutz auf Baustellen.
  • Entwicklung eines Maßnahmenpakets zur Qualitätssteigerung (12 Bausteine).
  • Untersuchung der wirtschaftlichen Bedeutung von Bäumen im urbanen Raum.

Auszug aus dem Buch

4.2. Wer führt die Baumpflege im öffentlichen Raum durch?

Abb. 5: Baumpflege und Baumschutz im urbanen Bereich ist grundsätzlich eine kommunale Aufgabe, Online-Umfrage 2009

Verantwortlich für die Baumpflege im öffentlichen Raum sind vor allem die Gartenämter und diverse Wirtschaftsbetriebe der kommunalen Verwaltungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Wert von Bäumen im urbanen Raum und hinterfragt das gegenwärtige Verhältnis der Menschen zu diesem ökologischen Kapital anhand der ÖNORM L 1121 und L 1122.

2. Arbeitsmethoden: Es wird der methodische Ansatz beschrieben, der auf standardisierten Online-Umfragen unter Gartenamtsleitern, Gerichtssachverständigen und Baumpflegebetrieben basiert.

3. Durchführung der Befragung: Dieser Abschnitt beschreibt das Design, die Durchführung und die Erfolgskontrolle der Online-Umfragen sowie die Strategien zur Sicherung einer hohen Rücklaufquote.

4. Ergebnisse der Umfragen und Interpretation: Der Hauptteil präsentiert die gewonnenen Daten zur Baumpflegepraxis, von der Verkehrssicherheitsüberprüfung über Düngemethoden bis hin zu Schutzmaßnahmen auf Baustellen, und interpretiert diese vor dem Hintergrund normativer Standards.

5. Stellungnahmen von Baurechtsexperten und den verantwortlichen Landesräten aus den Bundesländern: Es werden die Reaktionen und Einschätzungen der politischen Entscheidungsträger der verschiedenen Bundesländer zu einer möglichen rechtlichen Verankerung der Pflegestandards wiedergegeben.

6. Reelle Beispiele versus Umfrageergebnisse: Anhand konkreter Fallbeispiele in Österreich wird aufgezeigt, wie theoretische Anforderungen und praktische Umsetzung in der Baumpflege sowie bei Bauprojekten oft weit auseinanderklaffen.

7. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei insbesondere die Notwendigkeit einer Standortoptimierung und die Problematik einer "zahnlosen" Anwendung der geltenden Normen hervorgehoben werden.

8. Empfehlungen – 12 Bausteine für eine bessere Baumpflege: Es werden 12 konkrete, praxisnahe Lösungsansätze vorgeschlagen, die von der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu neuen rechtlichen Instrumenten reichen, um die Baumpflege zukunftssicher zu gestalten.

9. Resümee und Ausblick: Abschließend wird ein Fazit zur derzeitigen Situation gezogen und der Bedarf an weiterführenden Strategien sowie die Notwendigkeit einer bundesweiten Baumdatenbank unterstrichen.

10. Quellen-, Abbildungsverzeichnis: Detaillierte Auflistung der verwendeten Literatur, Internetquellen und der Bildnachweise.

Schlüsselwörter

Baumpflege, Österreich, ÖNORM L 1122, Stadtbaum, Baumschutz, Baustelle, Baumkataster, Standortoptimierung, Verkehrssicherheit, Baumchirurgie, Baumpflegekonzept, Nachhaltigkeit, Bodenverdichtung, Wurzelschutz, Stadtgrün

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit analysiert den aktuellen Zustand der Baumpflege in Österreich unter besonderer Berücksichtigung der geltenden ÖNORM L 1122 und der praktischen Umsetzung von Pflegemaßnahmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt unter anderem die Rolle von Gartenämtern, die Anwendung von Normen, den Baumschutz auf Baustellen, die Standortoptimierung sowie die wirtschaftliche Bewertung von Stadtbäumen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine belastbare Datenbasis über die aktuelle Baumpflegepraxis zu schaffen und durch ein Maßnahmenpaket (12 Bausteine) Verbesserungen für einen langlebigen und vitalen Baumbestand anzustoßen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine standardisierte Online-Befragung unter relevanten Akteuren (Gartenamtsleiter, Gerichtssachverständige, Baumpflegebetriebe) durchgeführt, ergänzt durch eine Analyse reeller Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Auswertung der Umfrageergebnisse, die Stellungnahmen politischer Entscheidungsträger sowie die kritische Gegenüberstellung von normativen Vorgaben und reeller Bau- und Pflegepraxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Baumpflege, Baumschutz, ÖNORM L 1122, Standortoptimierung, Stadtbäume und Nachhaltigkeit.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der aktuellen Baumpflege?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwischen den qualifizierten Empfehlungen der ÖNORMEN und der alltäglichen Ausführung eine deutliche Lücke besteht, was oft zu unnötigen Schäden an Bäumen führt.

Was beinhalten die vorgeschlagenen "12 Bausteine"?

Sie umfassen praxisnahe Ansätze, wie das Facility-Management für Stadtgrün, ein Baumpflegekonzept zur Qualitätssteigerung, die Einführung eines Baumwertrechners sowie eine bessere rechtliche Verankerung des Baumschutzes.

Welche Rolle spielt die Standortoptimierung laut Autor?

Sie gilt als Basis eines gesunden Baumbestands und als wirtschaftlich einzig richtige Lösung, um Fehlinvestitionen durch falsche Standortwahl zu vermeiden.

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Details

Title
Baumpflege in Österreich - Eine Zustandsanalyse seit der ÖNORM L 1122
College
University of Natural Resources and Applied Life Sciences, Vienna  (Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau)
Grade
1,0
Author
DI Christoph Klingan (Author)
Publication Year
2010
Pages
135
Catalog Number
V153278
ISBN (eBook)
9783640661640
ISBN (Book)
9783656525349
Language
German
Tags
Baumpflege ÖNORM Baumschutz Online-Umfrage Zustandsanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
DI Christoph Klingan (Author), 2010, Baumpflege in Österreich - Eine Zustandsanalyse seit der ÖNORM L 1122, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153278
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