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Das Neugeborenen-Hörscreening als Chance zur Früherfassung und Herausforderung für die interdisziplinären Fachgruppen

Titel: Das Neugeborenen-Hörscreening als Chance zur Früherfassung und Herausforderung für die interdisziplinären Fachgruppen

Bachelorarbeit , 2010 , 52 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sibylle Mayer-Rieckh (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Hintergrund: Kinder, die mit einer Hörstörung geboren werden, haben bei unzureichender Diagnostik und Indikationsstellung weit schlechtere Voraussetzungen, eine adäquate Hör-, Sprach- und Kommunikationskompetenz zu entwickeln als Normalhörende. Um Hörstörungen zu erkennen, werden in einigen Krankenhäusern Österreichs Früherkennungsuntersuchungen angeboten.
Ziel der Arbeit ist es, zu eruieren, wie verbreitet diese Hörtests im Neugeborenenalter sind bzw. wie die Vorgehensweise bei auffälligen Befunden aussieht. Ein weiteres Bestreben ist, herauszufinden, ob bei frühkindlichen Hörstörungen interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Abklärung, Versorgung und Förderung betrieben wird.
Methode: Es wurden an großen Kliniken Österreichs sechs Interviews geführt, bei denen allgemeine Fragen zum Neugeborenen-Hörscreening (z.B.: Art der Testung, Zeitpunkt des Screenings, Dokumentation der Ergebnisse, Vor- und Nachteile) bzw. zur Kooperation mit anderen Berufsgruppen gestellt und miteinander verglichen worden sind.
Ergebnisse: An fünf von sechs befragten Kliniken werden Hörtests in den ersten Lebenstagen durchgeführt, wobei die Daten nicht in allen Kliniken elektronisch gespeichert werden. Weiters gibt es eine Kooperation mit anderen Disziplinen, die jedoch unterschiedlich aussieht.
Schlussfolgerungen: Zur Verbesserung der Situation ist dringend die Einführung eines gesetzlich vorgeschriebenen Neugeborenen-Hörscreenings zu fordern. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sollte in Zukunft noch forciert werden, um eine bestmögliche Entwicklung hörgeschädigter Kinder zu erreichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ANATOMIE UND PHYSIOLOGIE DES OHRES

2.1 Äußeres Ohr

2.1.1 Anatomischer Aufbau und Funktion

2.2 Mittelohr

2.2.1 Anatomischer Aufbau und Funktion

2.3 Innenohr

2.3.1 Anatomischer Aufbau und Funktion

2.4 Hörnerv und zentrales Hörsystem

2.4.1 Anatomischer Aufbau und Funktion

2.5 Entwicklung und Reifung des Hörorgans

2.6 Frühkindliche Hörentwicklung

3 KINDLICHE HÖRSTÖRUNGEN

3.1 Epidemiologie kindlicher Hörstörungen

3.2 Formen von Hörstörungen

3.3 Grade von Hörstörungen

3.4 Folgen kindlicher Hörstörungen

4 MUTTER-KIND-PASS-UNTERSUCHUNG

4.1 Allgemeine Informationen

4.2 Untersuchungsumfang

4.3 Wer führt die Untersuchung durch?

4.4 Vorgeschriebene Untersuchungen des Hörvermögens

5 HÖRSCREENING: VORSORGEUNTERSUCHUNG AUF HÖRSTÖRUNGEN

5.1 Allgemeines

5.2 Neugeborenen-Hörscreening

5.3 Prinzip des Neugeborenen-Hörscreenings

6 OBJEKTIVE HÖRPRÜFUNGEN IM RAHMEN DES NEUGEBORENEN HÖRSCREENINGS

6.1 Otoakustische Emissionen (OAEs)

6.2 Elektrische Reaktionsaudiometrie (ERA)

6.2.1 Frühe Auditorisch evozierte Potenziale (FAEPs) in der ERA

6.3 Bedeutung der Untersuchungsergebnisse

7 FRÜHKINDLICHE HÖRSTÖRUNG – EINE INTERDISZIPLINÄRE AUFGABE?

7.1 Familienzentriertes LinzerInterventionsprogramm (FLIP)

7.2 HÖRT! HÖRT! Die Hörfrühförderstelle am FÖZ

8 METHODIK

8.1 Auswahl der Interviewpartner

8.2 Rahmenbedingungen

8.3 Interviewleitfaden

9 ERGEBNISSE

9.1 Neugeborenen-Hörscreening: Ja oder Nein? Ein- oder beidseitig? Seit wann?

9.2 Wo und von wem werden die Screenings durchgeführt?

9.3 Handelt es sich um ein generelles Hörscreening oder um ein Risiko-Hörscreening?

9.4 Wie viele Tage nach der Geburt wird gescreent?

9.5 Welches Gerät wird verwendet?

9.6 Was wird gemessen?

9.7 Wie schaut das Vorgehen bei unauffälligem Screening aus?

9.8 Wie schaut das Vorgehen bei auffälligem Screening aus?

9.9 Werden auffällige Kinder dokumentiert? Wie?

9.10 Welche Vorteile und Nachteile beinhaltet das Screening?

9.11 Gibt es eine Kooperation mit anderen Disziplinen?

9.12 Was wäre noch wünschenswert?

10 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Verbreitung und Vorgehensweise des Neugeborenen-Hörscreenings an österreichischen Kliniken, analysiert die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei der Versorgung hörgeschädigter Kinder und evaluiert die Notwendigkeit gesetzlicher Standards zur Früherkennung.

  • Status quo des Neugeborenen-Hörscreenings in österreichischen Kliniken
  • Interdisziplinäre Versorgungsmodelle für hörgeschädigte Kinder
  • Methoden der objektiven Hörprüfung (OAEs und ERA)
  • Folgen kindlicher Hörstörungen auf die Sprachentwicklung
  • Optimierungsmöglichkeiten in der Dokumentation und Nachsorge

Auszug aus dem Buch

3.2 Formen von Hörstörungen

Hörstörungen lassen sich aufgrund ihrer Form bzw. Lokalisation wie folgt einteilen:

§ Periphere Hörstörungen:

- Schallleitungsschwerhörigkeit: Störung des Schalltransports bis zum ovalen Fenster des Mittelohrs; betrifft Außen- und Mittelohr

- Schallempfindungsschwerhörigkeit: Störung der Reizaufnahme und Reizumwandlung aufgrund einer Läsion im Innenohr, am Hörnerv und/oder der Hörbahn inkl. Hörrinde

- Kombinierte Schwerhörigkeit: gleichzeitig bestehende Schallleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit

§ Auditorische Neuropathie: Störung der Schallverarbeitung und -weiterleitung durch die inneren Haarsinneszellen und/ oder den Hörnnerv zum Gehirn

§ auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung: Störung der Hörverarbeitung, Aufbereitung und Auswertung der auditiven Information „zwischen dem Innenohr und dem Gehirn“ (höhere Hörbahnstrukturen)

§ Psychogene Hörstörung: psychische Fehlreaktion bei Normalbefund des peripheren und zentralen Hörsystems

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Früherkennung von Hörstörungen im Neugeborenenalter und formuliert Hypothesen zur aktuellen Versorgungssituation in Österreich.

2 ANATOMIE UND PHYSIOLOGIE DES OHRES: Dieses Kapitel beschreibt den anatomischen Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Gehörs von der Ohrmuschel bis zur zentralen Hörbahn.

3 KINDLICHE HÖRSTÖRUNGEN: Das Kapitel behandelt die Epidemiologie, verschiedene Formen, Schweregrade sowie die weitreichenden Entwicklungsfolgen kindlicher Hörstörungen.

4 MUTTER-KIND-PASS-UNTERSUCHUNG: Es wird ein Überblick über die Vorsorgeuntersuchungen in Österreich gegeben und die aktuelle Einordnung der Hörprüfung im Mutter-Kind-Pass diskutiert.

5 HÖRSCREENING: VORSORGEUNTERSUCHUNG AUF HÖRSTÖRUNGEN: Der Fokus liegt hier auf dem Prinzip und der Notwendigkeit von Screening-Verfahren zur frühzeitigen Identifikation hörgeschädigter Kinder.

6 OBJEKTIVE HÖRPRÜFUNGEN IM RAHMEN DES NEUGEBORENEN HÖRSCREENINGS: Dieses Kapitel stellt die medizinisch-technischen Verfahren (OAEs und ERA) vor, die für objektive Hörprüfungen ohne aktive Mitarbeit der Kinder eingesetzt werden.

7 FRÜHKINDLICHE HÖRSTÖRUNG – EINE INTERDISZIPLINÄRE AUFGABE?: Hier werden beispielhafte interdisziplinäre Konzepte wie FLIP und das FÖZ vorgestellt, die eine ganzheitliche Betreuung hörbeeinträchtigter Kinder ermöglichen.

8 METHODIK: Dieser Teil definiert das Forschungsdesign der Arbeit, basierend auf Experteninterviews an ausgewählten österreichischen Kliniken.

9 ERGEBNISSE: Zusammenfassung der gewonnenen Daten aus den Interviews bezüglich Screening-Verfahren, Dokumentation, Kooperation und Verbesserungswünschen der Kliniken.

10 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK: Das Fazit bestätigt die aufgestellten Hypothesen und plädiert für ein flächendeckendes, gesetzlich geregeltes Neugeborenen-Hörscreening.

Schlüsselwörter

Neugeborenen-Hörscreening, Hörschädigung, Hörentwicklung, Interdisziplinarität, Früherkennung, Pädaudiologie, Mutter-Kind-Pass, Hördiagnostik, OAE, ERA, Sprachförderung, Frühförderung, Hörbahn, Versorgungsqualität, Nachsorge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Neugeborenen-Hörscreenings als Instrument zur Früherfassung von Hörstörungen und beleuchtet die damit verbundenen Herausforderungen für interdisziplinäre Fachgruppen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anatomie des Gehörs, die Epidemiologie kindlicher Hörstörungen, die diagnostischen Verfahren (OAEs, ERA), die aktuelle Situation in Österreich und die Bedeutung interdisziplinärer Förderkonzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu eruieren, wie verbreitet Hörtests bei Neugeborenen in Österreich sind, wie bei auffälligen Befunden verfahren wird und ob eine interdisziplinäre Zusammenarbeit bei Abklärung und Förderung stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung in Form von strukturierten Interviews mit Experten aus sechs großen österreichischen Kliniken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Literaturteil zu medizinischen Grundlagen und kindlichen Hörstörungen sowie einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der durchgeführten Experteninterviews präsentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Neugeborenen-Hörscreening, Hörschädigung, Interdisziplinarität, Früherkennung und Pädaudiologie geprägt.

Wie unterscheidet sich das Vorgehen bei auffälligem Screening zwischen den Kliniken?

Die Vorgehensweise variiert stark: Von der automatischen Zuweisung an eine HNO-Abteilung bis hin zur eigenverantwortlichen Terminvereinbarung durch die Eltern ohne verpflichtende zentrale Nachverfolgung.

Welche Bedeutung hat das "FLIP"-Modell in diesem Kontext?

Das Familienzentrierte Linzer Interventionsprogramm (FLIP) dient als Best-Practice-Beispiel für ein interdisziplinäres Team, das eine sehr frühe, ganzheitliche Förderung und Begleitung der betroffenen Familien anbietet.

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Details

Titel
Das Neugeborenen-Hörscreening als Chance zur Früherfassung und Herausforderung für die interdisziplinären Fachgruppen
Hochschule
FH Joanneum Graz
Note
1
Autor
Sibylle Mayer-Rieckh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
52
Katalognummer
V153351
ISBN (eBook)
9783640657254
ISBN (Buch)
9783640658022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neugeborenen-Hörscreening Hörschädigung Hörentwicklung Interdisziplinarität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sibylle Mayer-Rieckh (Autor:in), 2010, Das Neugeborenen-Hörscreening als Chance zur Früherfassung und Herausforderung für die interdisziplinären Fachgruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153351
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Leseprobe aus  52  Seiten
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