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Die Demokratie ist die beste aller Staatsformen

Title: Die Demokratie ist die beste aller Staatsformen

Essay , 2009 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Mirco Böhm (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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„Es heißt ja, Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - mit Ausnahme all der anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ Beschreibt Churchill hier noch unterkühlt und in seiner gewohnt sarkastischen Art seine Einstellung zur Demokratie, ertönt andernorts mittlerweile recht unverblümt das Loblied auf diese Herrschaftsform, da ist von einer „der bedeutendsten Zivilisationsleistungen der Menschheit“ die Rede, und „die neue Generation der Deutschen“, die ja auf diese Regierungsform aufbaut, „gehört zu den demokratischsten, humansten und fortschrittlichsten Völkern der Welt“. Aber ist ein solcher Vulkan der Superlativen überhaupt gerechtfertigt, ist die Demokratie wirklich die beste aller Staatsformen? Um dies zu erfahren, muss zunächst erst einmal festgestellt werden, was Demokratie überhaupt ist, inwiefern sie sich anderen Staatsformen gegenüber abhebt, im positiven wie auch im negativen Sinne, und ob schlussendlich die Vorteile derart überwiegen, dass andere Modelle chancenlos verblassen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Demokratie?

3. Anders als die anderen?

Vergleich mit anderen Staatsformen

4. Abwägung und Bilanz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch den Anspruch, dass die Demokratie die beste aller Staatsformen darstellt, indem sie deren theoretische Grundlagen hinterfragt, sie mit anderen Modellen vergleicht und die Spannung zwischen demokratischen Idealen und realpolitischen Herausforderungen im Kapitalismus analysiert.

  • Definition und Legitimationsgrundlagen der Demokratie
  • Vergleichende Analyse der Staatsformen
  • Stabilität und Leistungsfähigkeit demokratischer Systeme
  • Spannungsfeld zwischen Demokratie und kapitalistischer Profitmaximierung

Auszug aus dem Buch

3. Anders als die anderen? Vergleich mit anderen Staatsformen

Aufgrund dieses breiten Handlungsspielraumes wird schnell klar, dass eine konkrete Beurteilung über die Demokratie an sich recht schwierig scheint. Zumal sie sich auch nicht wirklich klar gegenüber anderen Staatsformen abgrenzen lässt. Zwar lassen sich einige sehr wertvolle Eigenschaften wohl nur in der Demokratie ausmachen, wie z.B. verlässlichere Freiheits- und Sicherheitschancen, die Möglichkeit, seine Führer nicht nur zu ernennen, sondern auch wieder abzuwählen, dies obendrein sogar fast ausnahmslos unblutig („Einer der vielen Vorteile der Demokratie ist das niedrige Blutaufkommen bei Änderung der Machtverhältnisse. Es ist Brauch, die Vorgänger am Leben zu lassen, meist findet sich sogar irgendein Amt, eine Art Restposten.“), die längere Lebensdauer der Staatsform, die tief verwurzelte Rechtsstaatlichkeit sowie „das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Eindämmung krasser sozialer Ungleichheit“.

Andere Eigenschaften wie z.B. Wohlstand entspringen jedoch nicht der Demokratie selbst, sondern wurzeln in einer relativ niedrigen Staatsquote und hohen Investitionen in das Bildungswesen, was eben auch in autoritären oder halbautoritären Varianten des „ostasiatischen Wohlfahrtsstaates“ zu beobachten ist. Außerdem sind keineswegs nur Demokratien allein politisch stabil, auch autoritäre Regime, insbesondere solche „mit charismatischen Führungen und umfassender Patronage“ können stabil sein. Überdies können auch beide Systeme vergehen, Autokraten geputscht werden und Demokratien kippen, wie z.B. der Zusammenbruch der Weimarer Republik belegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, ob die Demokratie trotz ihrer Kritikpunkte als die beste aller Staatsformen bezeichnet werden kann.

2. Was ist Demokratie?: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Anforderungen an eine Demokratie, wie freie Wahlen und Volkssouveränität, und beleuchtet deren Legitimationsgrundlage.

3. Anders als die anderen? Vergleich mit anderen Staatsformen: Hier wird die Demokratie im Vergleich zu autokratischen Systemen betrachtet und kritisch hinterfragt, ob sie sich in ihren Leistungen tatsächlich eindeutig abhebt.

4. Abwägung und Bilanz: Das abschließende Kapitel diskutiert die Realität der Demokratie im Spannungsfeld wirtschaftlicher Interessen und zieht ein Fazit über ihre praktische Anwendbarkeit.

Schlüsselwörter

Demokratie, Staatsformen, Volkssouveränität, Rechtsstaatlichkeit, Kapitalismus, Wohlfahrtsstaat, politische Legitimation, Gewaltenteilung, Machtwechsel, Autokratie, soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Systemstabilität, politische Willensbildung, Herrschaftsform.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Prüfung der Demokratie als Staatsform und hinterfragt, ob sie tatsächlich die "beste" aller möglichen Alternativen darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Demokratie, der Vergleich zu autokratischen Regimen und das Spannungsverhältnis zwischen demokratischen Idealen und den Zwängen des Kapitalismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, inwiefern sich die Demokratie von anderen Staatsformen abhebt und ob ihre Vorteile die praktischen Defizite in der Realität rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine essayistische Auseinandersetzung, die auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich von Staatsformen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition der Demokratie, eine vergleichende Analyse mit anderen Herrschaftsformen und eine kritische Bilanz der aktuellen Herausforderungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Text charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Demokratie, Volkssouveränität, Rechtsstaatlichkeit, Kapitalismus und politische Legitimation beschreiben.

Welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen für die Demokratie?

Der Autor argumentiert, dass wirtschaftliche Macht, insbesondere im Kapitalismus, demokratische Prozesse gefährden kann, wenn Profitmaximierung über soziale Grundrechte gestellt wird.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur "idealen" Staatsform?

Der Autor schließt sich dem Churchill-Zitat an: Die Demokratie ist zwar nicht ideal, aber eine bessere Alternative zu finden, ist in der Praxis äußerst schwierig.

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Details

Title
Die Demokratie ist die beste aller Staatsformen
College
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaften)
Course
Das Wissen des Staates
Grade
1,7
Author
Mirco Böhm (Author)
Publication Year
2009
Pages
7
Catalog Number
V153447
ISBN (eBook)
9783640657087
ISBN (Book)
9783640657056
Language
German
Tags
Demokratie Staatsform Polittheorie Ideologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mirco Böhm (Author), 2009, Die Demokratie ist die beste aller Staatsformen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153447
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