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Fußball-Diplomatie

Unter dem Leitfaden "Fußball-Diplomatie" werden exemplarisch vier Fälle der Sport- bzw. Fußballgeschichte untersucht

Titre: Fußball-Diplomatie

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2002 , 25 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Löwer (Auteur)

Politique - Autres sujets de politique internationale
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Sport kann viel sein. Sport kann verbinden, dann wieder trennen oder einfach nur Sport sein. Unter dem Leitfaden "Fußball-Diplomatie" werden exemplarisch vier Fälle der Sport- bzw. Fußballgeschichte untersucht. Zuerst der sogenannte Fußballkrieg, der nach einem Qualifikationsspiel zur Fußballweltmeisterschaft in Mexiko 1970 zwischen Honduras und El Salvador ausbrach. Der zweite Fall untersucht die Weltmeisterschaft in Argentinien 1978. Eine Militärjunta regiert das Land und alle "zivilisierten" Nationen prangern die menschenunwürdigen Verhältnisse an. Jedoch kein Land unternimmt etwas konstruktives. Wieso? Die letzten beiden Fälle hängen mit der WM in Korea/Japan 2002 zusammen. Japan und Korea, die beiden asiatischen Erzfeinde, richten gemeinsam ein Weltmeisterschaft aus. Nur des Sportes wegen? Und schließlich versucht Südkorea, die "Achsenmacht" Nordkorea symbolisch an der Weltmeisterschaft partizipieren zu lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Der Fußballkrieg – Vom Spielfeld zum Schlachtfeld

1. Das Rückspiel – El Salvador gegen Honduras

2. Eine Woche zuvor – Das Hinspiel

3. Die Beziehungen der beiden Länder zueinander vor den beiden Weltmeisterschaftqualifikationsspielen

4. Der Krieg – Der Verlauf, das Ende und die Folgen

III. Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien – Der Fußball ist frei, die Bevölkerung unterdrückt

1. Die Situation Argentiniens vor der Weltmeisterschaft

2. Das Interesse deutscher Konzerne und der deutschen Regierung an Argentinien

3. Die Versuche der Junta, die Realisierung der Weltmeisterschaft zu ermöglichen

4. Die Stellung der FIFA zur Junta und den Menschenrechtsverletzungen

5. Gewalt und Folter – Und keiner sieht hin?

6. Der gekaufte Sieg

IV. Die Weltmeisterschaft in Korea und Japan

1. Die gemeinsame Geschichte beider Länder

2. Mong-Jong Chung – Der Initiator der koreanischen Bewerbung

3. Die Beziehungen zwischen Japan und Südkorea

4. Diplomatische Schwierigkeiten im Vorfeld der WM

V. Nordkorea als Gastausrichter bei der Weltmeisterschaft Korea/Japan?

1. Die allgemeine Situation beider Länder

2. Die Konkreten Pläne zur Einbeziehung Nordkoreas

VI. Schlussbetrachtungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselspiel zwischen Fußball und Politik anhand von vier spezifischen historischen Ereignissen. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit der Sport als diplomatisches Mittel zur Brückenbildung fungieren kann oder politisch instrumentalisiert wird.

  • Der „Fußballkrieg“ zwischen El Salvador und Honduras (1969).
  • Die Instrumentalisierung der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien durch die Militärjunta.
  • Die diplomatischen Spannungen und Annäherungsversuche zwischen Japan und Südkorea bei der WM 2002.
  • Die gescheiterten Bemühungen zur symbolischen Einbindung Nordkoreas in die WM 2002.

Auszug aus dem Buch

3. Die Versuche der Junta, die Realisierung der Weltmeisterschaft zu ermöglichen

Schon vor dem Putsch wurden in der FIFA Stimmen laut, die eine Verlegung der Weltmeisterschaft nach Holland und Belgien forderten, da Argentinien der WM weder wirtschaftlich noch politisch gewachsen wäre. Die Junta wollte aber die Weltmeisterschaft unter allen Umständen austragen, alleine um die Außendarstellung des Landes in der Welt zu verbessern. Auch wenn es innerhalb der Junta Differenzen gab, ob die Umsetzung wirklich möglich sei, wurde die Weltmeisterschaft im Juli 1976 zu einer Angelegenheit von nationalem Interesse proklamiert. Von der dreiköpfigen Junta wurde mit der Ente Autárquico Mundial ´78 (EAM 78) ein Organisationskomitee ins Leben gerufen. EAM 78 erwischte allerdings einen denkbar schlechten Start. Der Präsident des Organisationskomitees General Actis wurde auf dem Weg zu seiner ersten Pressekonferenz ermordet. Actis galt innerhalb der Junta als zu sparsam bei den Ausgaben für die Weltmeisterschaft. Das neue Argentinien sollte sich während des Turniers der Welt gut präsentieren. Zehn Prozent des Staatshaushaltes wurden in die Renovierung und den Neubau von Stadien investiert. Dazu wurde ein Pressezentrum für zweitausendfünfhundert Journalisten errichtet, der Flughafen der Hauptstadt Buenos Aires grunderneuert und ein TV-System für Farbbilder installiert (Schulze-Marmeling/Dahlkamp; Fußballweltmeisterschaften; Göttingen 2001; S. 244-245).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in das zentrale Thema der Arbeit ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Einfluss des Fußballs auf politische Prozesse anhand von vier ausgewählten Fallbeispielen.

II. Der Fußballkrieg – Vom Spielfeld zum Schlachtfeld: Dieses Kapitel analysiert den bewaffneten Konflikt zwischen El Salvador und Honduras, bei dem das Fußballspiel lediglich als Katalysator für tieferliegende sozioökonomische Spannungen diente.

III. Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien – Der Fußball ist frei, die Bevölkerung unterdrückt: Der Fokus liegt hier auf der Instrumentalisierung der WM durch die argentinische Militärdiktatur sowie der Rolle der FIFA und internationaler Unternehmen in diesem Kontext.

IV. Die Weltmeisterschaft in Korea und Japan: Hier wird die historische Belastung der Beziehungen zwischen Japan und Südkorea beleuchtet und untersucht, ob die gemeinsame Ausrichtung der WM zur Entspannung beitrug.

V. Nordkorea als Gastausrichter bei der Weltmeisterschaft Korea/Japan?: Dieses Kapitel behandelt die erfolglosen diplomatischen Versuche, den Norden Koreas symbolisch in die Weltmeisterschaft einzubeziehen.

VI. Schlussbetrachtungen: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass der Fußball zwar Rahmenbedingungen für diplomatische Kontakte schaffen kann, die eigentliche politische Gestaltung jedoch weiterhin den Akteuren der Politik vorbehalten bleibt.

Schlüsselwörter

Fußball, Politik, Sportdiplomatie, Weltmeisterschaft, Fußballkrieg, Argentinien, Militärjunta, FIFA, Japan, Südkorea, Nordkorea, Instrumentalisierung, Völkerverständigung, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Fußball und Politik und analysiert, ob der Sport als zwischenstaatliches Friedensinstrument dienen kann oder lediglich als politisches Druckmittel missbraucht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind kriegerische Auseinandersetzungen nach sportlichen Ereignissen, die Ausnutzung sportlicher Großereignisse durch Diktaturen und die Verwendung des Fußballs als Mittel der regionalen Annäherung in Asien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit Fußball tatsächlich politische Brücken schlagen kann oder ob sein Einfluss auf zwischenstaatliche Beziehungen überschätzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse politikwissenschaftlicher Relevanz, wobei vor allem Erfahrungsberichte, historische Aufarbeitungen und zeitgenössische Presseberichte ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier spezifische Fallstudien: den Fußballkrieg 1969, die WM 1978 in Argentinien sowie die Bemühungen um diplomatisches Engagement Koreas bei der WM 2002.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportdiplomatie, Instrumentalisierung, Konfliktlösung und den historischen Kontext der behandelten WM-Turniere definiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle der FIFA während der WM 1978?

Der Autor kritisiert, dass die FIFA die politischen Zustände unter der Junta ignorierte und das Turnier durch Kredite und enge Beziehungen zu den Militärmachthabern sicherte, statt ein Zeichen für Menschenrechte zu setzen.

Warum scheiterte die Einbindung Nordkoreas in die WM 2002?

Trotz Bemühungen der südkoreanischen Seite blieb eine notwendige politische Annäherung aus; die nordkoreanische Führung blockierte jegliche Kontakte und hielt die Bevölkerung zudem von Informationen über das im Süden stattfindende Ereignis fern.

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Résumé des informations

Titre
Fußball-Diplomatie
Sous-titre
Unter dem Leitfaden "Fußball-Diplomatie" werden exemplarisch vier Fälle der Sport- bzw. Fußballgeschichte untersucht
Université
University of Marburg  (Politikwissenschaft)
Cours
SE: Fußball, Politik und Medien
Note
1,7
Auteur
Thomas Löwer (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
25
N° de catalogue
V15348
ISBN (ebook)
9783638204835
ISBN (Livre)
9783638643917
Langue
allemand
mots-clé
Fußball-Diplomatie Fußball Politik Medien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Thomas Löwer (Auteur), 2002, Fußball-Diplomatie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15348
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Extrait de  25  pages
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