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Was ist Krieg?

Überlegungen zu einer Definitionsproblematik am historischen Beispiel des Hundertjährigen Krieges

Titel: Was ist Krieg?

Essay , 2010 , 4 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sina Hofmann (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die „Was ist…?“-Frage ist die philosophische Frage schlechthin. Welches Objekt auch immer erfragt wird, sei es abstrakt oder gegenständlich, sei es in unserem Fall der Begriff Krieg, alle Objekte werden das gleiche Schicksal erleiden: unbeantwortet zu sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Krieg? Überlegungen zu einer Definitionsproblematik am historischen Beispiel des Hundertjährigen Krieges.

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die philosophische und historische Problematik bei der Definition des Begriffs "Krieg" zu beleuchten. Anhand des Hundertjährigen Krieges wird untersucht, warum eine universelle Wesensbestimmung des Krieges kaum möglich ist und welche Bedeutung die historische Perspektive sowie der soziale Kontext für das Verständnis von kriegerischen Konflikten haben.

  • Philosophische Grundfragen der Definition von Krieg
  • Herausforderungen der historischen Begriffsabgrenzung
  • Legitimation von kriegerischen Zuständen im Mittelalter
  • Die Bedeutung von Perspektivität bei der historischen Einordnung
  • Krieg als dynamisches, historisches Phänomen

Auszug aus dem Buch

Was ist Krieg? Überlegungen zu einer Definitionsproblematik am historischen Beispiel des Hundertjährigen Krieges.

Der Hundertjährige Krieg wird in der neueren Forschung stets mit einer gewissen Vorsicht gleichnamig betitelt. Dies jedoch nicht wegen der naheliegenden Tatsache, dass es keine einhundert Jahre waren, nein. Die Vorsicht gilt der Bezeichnung als Krieg. Im Blick auf die endlos anmutenden Definitionen des Begriffs Krieg und seine Differenzierung in Kriegstypen wie Angriffs- und Eroberungskrieg, Blitzkrieg, Religionskrieg, „alte“ und „neue“ Kriege, aber auch Banden- und Bürgerkrieg ist diese Frage durchaus berechtigt. Der Krieg Frankreichs mit England zwischen 1337 bis 1453 umfasste u.a. drei den gesamten Verlauf entscheidende Schlachten (Crécy 1346, Poitiers 1356, Agincourt 1415), Belagerungen von Burgen und Städten (Orléans 1428/29), Eroberungszüge, in Nebenschauplätzen Aufstände und Bürgerkrieg. Doch gab es auch offizielle Perioden des Friedens bzw. des Waffenstillstandes zwischen den beiden Monarchien.

Die Ansprüche der jeweiligen englischen Könige auf die französische Krone und, weit wichtiger, auf die Besitzungen in der Normandie, Gascogne und Guyenne und damit verbundene ökonomische Güter und Handelsrouten hielten den Konflikt in der Form aufrecht, dass die klassische Aussage von Carl von Clausewitz zuzutreffen scheint: Krieg ist die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln. Ist das eine Definition? Ganz offensichtlich nicht, zumal Clausewitz eine solche auch nicht beabsichtigte. Ist überhaupt die Fülle von Definitionsversuchen gerechtfertigt, oder spezifischer gefragt: braucht der Historiker eine andere Definition von Krieg als die gegenwärtige Politik? Die Problematik dessen entsteht bereits im Anfang. Wenn wir fragen „was ist..?“, fragen wir nach dem Wesen von etwas. Eine Wesensbestimmung des Krieges anzugeben, ist jedoch schier unmöglich, da wir schlicht das Spektrum des Wesens in all seinen Akzidenzien nie vollständig erfassen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist Krieg? Überlegungen zu einer Definitionsproblematik am historischen Beispiel des Hundertjährigen Krieges.: Das Kapitel führt in die philosophische Schwierigkeit ein, den Begriff Krieg allgemeingültig zu definieren, und analysiert die Komplexität des Hundertjährigen Krieges als historisches Beispiel für diese Definitionsproblematik.

Schlüsselwörter

Hundertjähriger Krieg, Definitionsproblematik, Kriegsursachen, Clausewitz, Historische Forschung, Mittelalter, Legitimation, Kriegsbegriff, Perspektivität, Politische Mittel, Konfliktanalyse, Wesensbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der grundlegenden Problematik, den Begriff "Krieg" wissenschaftlich und philosophisch präzise zu definieren, ohne dabei an historische oder kontextuelle Komplexität zu verlieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Philosophie der Begriffsbestimmung, die historische Einordnung des Hundertjährigen Krieges, die Bedeutung von Legitimation in mittelalterlichen Konflikten sowie die Rolle der Perspektive in der Geschichtsschreibung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach dem Wesen des Krieges und untersucht, ob eine universelle Definition angesichts der vielfältigen historischen Erscheinungsformen überhaupt möglich oder sinnvoll ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und begriffsanalytische Untersuchung, die historische Fallbeispiele mit theoretischen Überlegungen zur Definitionssprache verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Abgrenzung des Krieges von anderen Konfliktarten, die Notwendigkeit von Legitimation im Mittelalter und die unterschiedliche Wahrnehmung des Hundertjährigen Krieges aus englischer und französischer Sicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören "Kriegsbegriff", "Hundertjähriger Krieg", "Legitimation", "Perspektivität" und "Historische Definition".

Welche Rolle spielt Carl von Clausewitz in der Argumentation?

Die bekannte Definition von Clausewitz dient als Ausgangspunkt, um zu hinterfragen, ob diese den Kern des Krieges erfasst oder ob sie für den Historiker als Instrument ausreicht.

Wie unterscheidet sich die Wahrnehmung des Krieges in England und Frankreich?

Der Autor zeigt auf, dass der Krieg in England stärker auf Adel und Söldner begrenzt war, während er in Frankreich die gesamte nationale Ebene betraf, was die unterschiedliche Bedeutung des Terminus "Hundertjähriger Krieg" erklärt.

Warum hält der Autor eine "Wesensbestimmung" für unmöglich?

Weil der Krieg als historisches Phänomen zu dynamisch ist und seine vielfältigen Erscheinungsformen (Akzidenzien) nicht in einer starren, abstrakten Definition vollständig erfasst werden können.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist Krieg?
Untertitel
Überlegungen zu einer Definitionsproblematik am historischen Beispiel des Hundertjährigen Krieges
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
Der Hundertjährige Krieg
Note
1,0
Autor
Sina Hofmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
4
Katalognummer
V153512
ISBN (eBook)
9783640657117
ISBN (Buch)
9783640657049
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hundertjähriger Krieg Kriegstypus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sina Hofmann (Autor:in), 2010, Was ist Krieg?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153512
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Leseprobe aus  4  Seiten
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