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Der Mann, der schneller zieht als sein Schatten

Die Darstellung der Heldenfigur in ’Lucky Luke - Die Gesetzlosen`

Title: Der Mann, der schneller zieht als sein Schatten

Seminar Paper , 2010 , 12 Pages , Grade: 1

Autor:in: Martina Morger (Author)

American Studies - Literature
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Lucky Luke, den einsamen Comic-Cowboy, kennt man aus Kindertagen und verbindet damit ein spannendes und leichtes Lesevergnügen. Die Stories sind einfach zu lesen und gerade wegen der Dalton-Brüder immer sehr lustig. Nebst diesen Bänden von ‚Lucky Luke‘ werden natürlich auch andere Comicgeschichten gelesen. Vor allem Superhelden hatten in der Geschichte der Comics ihren Erfolg. Superhelden-Comics sind aber nicht nur in der heutigen Zeit beliebt, sondern auch in früheren Jahrzenten wurden sie oft gelesen. Während des zweiten Weltkrieges gab es insgesamt 160 verschiedene Superheldentitel von mehr als zwei Dutzend Verlagen. Mit einer Gesamtauflage von 300 Millionen Heften und einem jährlichen Umsatz von 30 Millionen Dollar etablierten sich zu jener Zeit die Superhelden in ihren Comics. In dem hier untersuchten Band ‚Lucky Luke - Die Gesetzlosen‘ aus dem Jahr 1954 wird nun der Blick auf die Rolle des Lucky Lukes als Held geworfen.
Der von Morris und René Goscinny herausgebrachter Comic ‚Lucky Luke‘ ist im eigentlichen Superhelden-Genre nicht zu verordnen, die Hauptfigur besitzt jedoch Eigenschaften, welche sie als Superhelden kennzeichnen. Um nun diese Überschneidung genauer zu analysieren, wird in dieser Arbeit in einem ersten Schritt der Superheld an sich charakterisiert und definiert, um in einem zweiten diese Eigenschaften auf Lucky Luke im Comic-Band ‚Die Gesetzlosen‘ anzuwenden. Dieser Comic stellt die Auseinandersetzungen zwischen dem Westerner Lucky Luke und seinen Gegenspielern, den Daltons dar. Es wird untersucht, inwieweit sich Lucky Luke einem Superhelden annähert. Daraus ergeben sich die folgenden Forschungsfragen: Ist Lucky Luke ein typischer Superheld? Wie äussern sich seine Heldeneigenschaften im Comic-Band? Durch diese Analyse wird die Figur ‚Lucky Luke‘ präziser eingeordnet und ins Verhältnis zum typischen Superhelden gesetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Superheld

3. Der Superheld ‚Lucky Luke‘?

3.1 Powers

3.2 Identity

3.3 Mission

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Comicfigur Lucky Luke, speziell im Band „Die Gesetzlosen“, als Superheld klassifiziert werden kann. Durch die Anwendung theoretischer Definitionsmerkmale des Superhelden-Genres – namentlich „Powers“, „Identity“ und „Mission“ nach Peter Coogan – soll die Figur des einsamen Cowboys präziser in den Kontext populärkultureller Heldenfiguren eingeordnet werden.

  • Charakterisierung des klassischen Superhelden-Begriffs
  • Analyse der Fähigkeiten von Lucky Luke als potenzielle „Powers“
  • Untersuchung der Identitätskonstruktion bei Lucky Luke
  • Bewertung der moralischen Intention (Mission) der Figur
  • Vergleich zwischen Western-Archetyp und Superhelden-Genre

Auszug aus dem Buch

3.1 Powers

Der typische Superheld besitzt bezüglich seiner Figur und seiner Kräfte eine ungewöhnliche Abstammung. Das Paradebeispiel ist hier Superman, er stammt sogar von einem fernen Planeten. Genau wie eine göttliche Abstammung erfüllt dies praktischerweise eine doppelte Funktion: „Einerseits erklärt sie die außergewöhnlichen Kräfte und Fähigkeiten, die ihren Besitzer als Heroen auszeichnen und zu seinen übermenschlichen Taten befähigen. Andererseits begründet sie auch seine ausgeprägte soziale Aussenseiterstellung“. Bezüglich der Abstammung der Superkräfte lässt sich bei manchen Superhelden die Erlangung durch Unfall, zum Beispiel durch ein fehlgeschlagenes Experiment, beobachten. Das offensichtlichste Merkmal eines Superhelden sind jedoch seine speziellen und übernatürlichen Superkräfte an sich.

Mit diesen Kräften ist aber auch eine gewisse Leidensfähigkeit verbunden. “Die Übermenschlichkeit des Heros zeigt sich nicht nur in seinen übernatürlichen Kräften und Fähigkeiten, die ihn zu seinen legendären Taten […] befähigen, sondern auch in seiner intensivierten Menschlichkeit und damit Leidensfähigkeit.“ Dieses tragisches Potential geht mit dem Erdulden des ihnen auferlegten Schicksals einher.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Superhelden-Comics und Formulierung der Forschungsfrage zur Einordnung von Lucky Luke als Heldenfigur.

2. Der Superheld: Theoretische Herleitung und Definition des Superhelden-Begriffs anhand verschiedener wissenschaftlicher Positionen, insbesondere unter Verwendung der Kategorien von Peter Coogan.

3. Der Superheld ‚Lucky Luke‘?: Anwendung der theoretischen Kriterien „Powers“, „Identity“ und „Mission“ auf die Figur des Lucky Luke.

3.1 Powers: Untersuchung der außergewöhnlichen Fähigkeiten des Cowboys im Vergleich zu klassischen Superkräften.

3.2 Identity: Analyse des Fehlens einer geheimen Identität oder eines Kostüms bei Lucky Luke und die daraus resultierende Einordnung.

3.3 Mission: Analyse der moralischen Motivation Lucky Lukes im Hinblick auf Gerechtigkeit und das Gesetz.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, die Lucky Luke als Westernhelden statt als Superhelden klassifiziert.

Schlüsselwörter

Lucky Luke, Superheld, Comic, Heldenfigur, Morris, René Goscinny, Peter Coogan, Western, Identität, Mission, Superkräfte, Populärkultur, Gesetzlose, Moral, Genreanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Comicfigur Lucky Luke und prüft, ob sie unter die Definition eines klassischen Superhelden fällt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition des Superhelden, die Analyse der Figur Lucky Luke und den Vergleich beider Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, inwieweit Lucky Luke Eigenschaften aufweist, die eine Einordnung als Superheld rechtfertigen oder ob er ein eigenständiger Westernheld bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Analyse durchgeführt, bei der die theoretischen Kategorien nach Peter Coogan (Powers, Identity, Mission) auf den Comic „Lucky Luke - Die Gesetzlosen“ angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition des Superhelden und deren Anwendung auf die konkreten Merkmale von Lucky Luke, unterteilt in seine Kräfte, seine Identität und seine Mission.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Lucky Luke, Superheld, Genreanalyse, Identität, Mission und Western.

Besitzt Lucky Luke laut Analyse eine geheime Identität?

Nein, die Arbeit stellt fest, dass Lucky Luke keine zweite Identität, keinen Codenamen und kein Kostüm besitzt, was ihn deutlich vom klassischen Superhelden-Archetyp abgrenzt.

Wie bewertet die Autorin die „Mission“ von Lucky Luke?

In der Kategorie „Mission“ sieht die Autorin die größte Übereinstimmung, da Lucky Luke konsequent nach moralischen Wertvorstellungen handelt und sich für das Gute sowie das Gesetz einsetzt.

Was ist das Fazit der Untersuchung?

Lucky Luke wird als „Held der Herzen“ eingestuft, kann aber streng definitorisch nicht als klassischer Superheld bezeichnet werden, da ihm unter anderem die Dynamik, die Kostümierung und die übernatürlichen Kräfte fehlen.

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Details

Title
Der Mann, der schneller zieht als sein Schatten
Subtitle
Die Darstellung der Heldenfigur in ’Lucky Luke - Die Gesetzlosen`
College
University of Zurich  (Institut für Populäre Kulturen Universität Zürich)
Course
Populäre Literaturen & Medien: Qualitative Methoden, Thema Comic
Grade
1
Author
Martina Morger (Author)
Publication Year
2010
Pages
12
Catalog Number
V153753
ISBN (eBook)
9783640663170
ISBN (Book)
9783640663262
Language
German
Tags
Lucky Luke Superheld Held Peter Coogan Die Gesetzlosen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Morger (Author), 2010, Der Mann, der schneller zieht als sein Schatten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153753
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