Der Holocaust und die Moderne


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

35 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Social Engineering (Bauman) und Biopolitik (Foucault)

Rassenhygiene und Eugenik als Exempel moderner Biopolitik und des Social Engineerings des modernen Staates

Analyse des Holocaust mit Hilfe der Bio-Macht und des Social Engineering

Grenzen der Bio-Macht und des Social Engineerings als Explikation der Shoa, Kritik an

beiden Konzeptionen und Ausblick einer möglichen Erweiterung der Analyse des Holocausts

Quellenverzeichnis

„Der Holocaust war kein Bild an der Wand, sondern ein Fenster, durch das
Dinge sichtbar wurden, die normalerweise unentdeckt bleiben. Und was zum
Vorschein kam, geht nicht nur die Urheber, die Opfer und die Zeugen des
Verbrechens etwas an, sondern ist von größter Bedeutung für alle, die heute
leben und auch in Zukunft leben wollen “[1]

Vorwort

Viel wurde und wird diskutiert über den Zusammenhang von moderner Vergesellschaftung, von modernen, aufgeklärten Geist und dem Holocaust. Zygmunt Bauman versuchte in seinem Buch Dialektik der Ordnung (1989/1992) diesen Zusammenhang herauszuarbeiten und somit zugleich aus dem komplexen Feld historischer Fakten, philosophischer, soziologischer und psychologischer Betrachtungen mögliche Antworten auf die auch über sechzig Jahre danach so dringenden Fragen nach dem Warum und der Verhinderung einer möglichen Wiederholung zu finden.

Mit der Metapher des Fensters versuchte Zygmunt Bauman das einzufangen, was Holocaust für ihn bedeutet. Demnach ist der Holocaust kein einfaches faktenreiches Bild einer historische Schrecklichkeit, einer vergangenen vorzivilisatorischen Barbarei, welches uns heute kaum noch berührt bzw. berühren muss, so wie es einem die weitverbreitete Forderung nach einem Schlussstrich in der deutschen Gesellschaft vor Augen führt, sondern ein Fenster, ein Blick auf das, was uns selber einnimmt, uns selber betrifft. Bauman meint damit nicht nur Schuld und Verantwortung und das Gewahrwerden der Leiden der Opfer und die Dimensionen der Verbrechen, sondern auch die Rückkopplung auf uns selbst. Bauman verdeutlicht mit der Metapher des Fensters und dem Blick hinaus, dass wir sehen müssen, wie direkt der Holocaust, wie direkt Auschwitz mit unserer Gesellschaft, unseren Denksystemen, mit der Moderne verwurzelt ist und das wir aus diesem Zusammenhang und seine Bedeutung für uns und die Zukunft lernen müssen. In genau diesem Sinne gilt noch immer der kategorische Imperativ Adornos „ (...) ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts ähnliches geschehe“ (Negative Dialektik). Nun ist es richtig und wichtig, diese Bedeutung immer wieder hervorzuheben, doch können sich Gesellschafts- und Sozialwissenschaften nicht darauf ausruhen, sondern müssen dazu beitragen, das „Unbegreifbare“ greifbar, verstehbar zu machen. So kritisiert auch Wolfgang Sofsky: „Allzu eilfertig ist man mit dem Topos der Unverstehbarkeit bei der Hand, um die Wahrnehmungssperre zu rechtfertigen, das das Weltbild in Ordnung hält.“[2] Was Sofsky wohl damit meint, ist die Unverstehbarkeit als Ideologie. Der Holocaust wird in einen Kreisel der Schrecklichkeit und Barbarei gesperrt, von der eigenen Vergesellschaftung abgetrennt und für unerklärbar bestimmt. Dahinter verbirgt sich aber häufig ein Nicht-verstehen-wollen oder die Abwehr von Schuld oder Verantwortung.

In der vorliegenden Arbeit soll versucht werden, anhand der Dialektik der Ordnung von Zygmunt Bauman den Zusammenhang von moderner Vergesellschaftung und dem Holocaust aufzuzeigen. Dabei sollen die Ausführungen Baumans zum Social Engineering in Verbindung mit den Ausführungen Michel Foucaults zur Bio-Macht gesetzt werden und für eine mögliche Analyse des Zusammenhangs fruchtbar gemacht werden. Ziel der Arbeit ist, dem Rahmen dieser Analyse abzustecken und Grenzen der „baumanschen-foucaultschen Folie“ aufzuzeigen.

Social Engineering (Bauman) und Biopolitik (Foucault)

In Dialektik der Ordnung versucht Zygmunt Bauman soziale, historische, wissenschaftliche und moralische/ethische Aspekte moderner Vergesellschaftung mit dem Holocaust in Verbindung zu bringen bzw. versucht er herauszuarbeiten, wie diese Aspekte die Bedingungen für Auschwitz wurden. Zusammenfassend lassen sich fünf wesentliche Punkte in der Argumentation Baumans konstatieren. (1.) In einem ersten Zug beschreibt Bauman bezugnehmend auf Max Webers Ausführungen zum „Geist des Kapitalismus“, wie die moderne Rationalität als gesellschaftlich durchsetztes Denkprinzip eine Bürokratie entwickelte, welche im NS-Staat die Rolle der planenden und anordnenden Verwaltungsmaschinerie im Vernichtungsprozess einnahm und viele der Täter dadurch auf (räumlich/moralisch) Distanz zu den Opfern brachte. Hieran schließen sich die Ausführungen Baumans in Ambivalenz und Moderne an, in dem er das Entstehen eines spezifisch modernen Geistes, welcher Rationalität und wissenschaftlich-technisches (Ordnungs)Denken umfasst. (2.) Dem entsprechend ist der folgenden Punkt, die Bedeutung der Wissenschaft und Technik eng mit dem ersten Punkt verknüpft. Bauman versucht nachzuzeichnen, wie mit Wissenschaft und Technik, deren Kategorien, Ordnungen und Terminologien der moderne Geist entsteht und welche Verbindungen zwischen wissenschaftlich-technischem Denken, Rassismus und staatlichen Handeln bestehen. (3.) In einem weiteren wichtigen Punkt bestimmt Bauman als eine Wesensart des modernen Genozids dessen Ausrichtung auf einen höheren Zweck, ein Ziel - der Entwurf einer anderen (besseren) Gesellschaftsordnung mit entsprechenden Konsequenzen. So schreibt Bauman: „Der moderne Massenmord ist von ganz anderer Art. Der moderne Genozid verfolgt ein höheres Ziel. Die Beseitigung des Gegners ist ein Mittel zum Zweck, eine Notwendigkeit, die sich aus der übergeordneten Zielsetzung ergibt: Dieses Ziel ist die Vision einer besseren von Grund auf gewandelten Gesellschaft. Der moderne Genozid ist ein Element des >>Social Engineering<<, mit dem eine soziale Ordnung realisiert werden soll, die dem Entwurf einer perfekten Gesellschaft entspricht. “[3] Das Social Engineering ist für Bauman das staatliche Walten ähnlich eines Gärtners im Garten. Die Bevölkerung muss geplant, umgepflügt und gestaltet werden wie ein Garten, nützliche Pflanzen gezogen, Unkraut zurückgedrängt oder vernichtet werden; dazu mehr weiter unten. (4.) Die Spezifik der Judenvernichtung versucht Bauman mit dem Verweis auf die Inkongruenz der Juden, der Juden als nicht-nationale Nation, als Gruppe „im Raum dazwischen“ zu beschreiben. Er beschreibt das historische Werden des modernen Ressentiments gegen Juden, vor allem anhand der Entwicklung des modernen Rassismus.

(5.) Der letzte Punkt in Baumans Explikationen umfasst den Bereich der Moral, bzw. der Entmoralisierung der Täter und der Ethik des Gehorsams. Aus Platzgründen seien diese wesentlichen Züge in Baumans Erläuterungen hier nur benannt.[4]

Im Folgenden soll der baumansche Ansatz des Social Engineering näher beleuchtet werden, stellt dieser doch eine Art Schnittstelle, eine Brücke in den Ausführungen Baumans dar. Social Engineering umfasst Rassismus, staatliches Handeln, ist Mittel in der Umsetzung der angestrebten Gesellschafts-/Staatsordnung und drückt die Bedeutung von Wissenschaft und modernem technisch-rationalem Geist (Medizin, Biologie, Eugenik, Rassenhygiene, Bevölkerungspolitik und Bürokratie) für die rassistische Vernichtungspraxis aus. Dem Social Engineering soll der Ansatz von Foucault über die Bio-Macht gegenübergestellt werden. Anhand der Beispiele der Rassenhygiene und Eugenik sollen beide Konzeptionen miteinander verglichen werden und zugleich als Analysefolie für mögliche Bedingungen des und für den Holocaust an sich dienen. Im Hinblick auf die Analyse sollen beide Ansätze kritisch hinterfragt werden.

Zygmunt Bauman - Moderne, Ordnung und Social Engineering

Zygmunt Bauman schreibt, eine der wichtigsten Aufgaben der Moderne ist die des Ordnens. Ordnung bedeutet die Dinge nicht als natürlich anzusehen, die Dinge zu begreifen und somit die Welt als solche zu konstruieren. Das unterscheidet die Moderne als ordnende Gesellschaft von vormodernen Gesellschaften und Denksystemen, welche die Welt als gegeben annahmen und sich als Teil dieser verstanden. Ordnung ist zugleich das Benennen von Chaos als „das Andere der Ordnung“[5]. Ordnung schafft Chaos entweder durch Dinge, die nicht begriffen und damit nicht geordnet werden können oder durch Ausgrenzung aus der Ordnung. Die Aufgabe der Ordnung klassifiziert die Welt und zerteilt und fragmentiert diese damit. So schafft die Aufgabe der Ordnung immer wieder neue Ambivalenz, alles was nicht zur Ordnung gehören kann oder will, fällt der Mehrdeutigkeit anheim und ist somit äußert widersprüchlich und bedrohlich.

Eine bedeutende Form der Ordnung ist der moderne Staat, er selbst schafft Ordnung durch seine Souveränitäts- und Definitionsmacht. Bauman bestimmt für die Moderne eine besondere Form des Staates - der Staat als Gärtner und seine Aufgabe des Social Engineering.

Die Aufgabe des Gärtnerns ist eine der wichtigsten ordnenden Aufgaben des modernen Staates. Das Bezugsobjekt ist dabei vor allem die Bevölkerung. Die Behandlung der Bevölkerung nach Maßstäben, die dem Gärtnern in gewissem Sinne gleich kommen und das damit angestrebte Herstellen einer bestimmten sozialen Ordnung, erfolgt nach Bauman durch das Social Engineering. Der moderne Staat, dessen Vorbedingungen institutionelle Bürokratie und ein kollektives Bewusstsein von Nation und/oder Volk sind, ordnete die Bevölkerung in verschiedene Gruppen und griff sozial-politisch auf diese zu.

Im Grunde bestand eine Dichotomie zwischen der Gruppe, für welche die angestrebte Ordnung herzustellen war und der Gruppe von Menschen, die nicht zu dieser Gesellschaftsordnung gehören sollten oder konnten und somit aussortiert und entsprechend behandelt wurden. Die Gesellschaft wurde und wird wie beim Gärtnern einem Plan unterworfen - welche Beete und Wege (Strukturen, Institutionen, Gruppen) müssen angelegt werden, welche Pflanzen (Gesellschaftsgruppen) sollen gepflanzt und gepflegt werden, welche Unkräuter (Gesellschaftsgruppen, Individuen) müssen entfernt werden?

Doch um diese Aufgabe zu erfüllen, benötigte der Staat erst Errungenschaften der Moderne, um diese in die Tat umzusetzen. Für Bauman sind es vor allem zwei (durchaus miteinander verwobene) Komponenten der Moderne, die für das Social Engineering unabdingbare Voraussetzungen waren - die Moral bzw. ein gewisser Geist der Moderne und die Wissenschaft. Mit Vernunft und Aufklärung rückte ein Denken auf wissenschaftlicher Basis in den Mittelpunkt, welches die Welt und besonders die Gesellschaft in eine entsprechende Ordnung einsortierte bzw. diese Ordnung einforderte. Die modernen Wissenschaften schufen die Instrumente für den Staat um diese Ordnung durchzusetzen.

Besonders der mit den Wissenschaften entstehende Dualismus zwischen wissenschaftlicher Rationalität und „der Natur“ als das zu begreifende Chaos, führte zu einem Druck, jegliches Chaos, jegliche Ambivalenz in die (soziale) Ordnung zu pressen oder ihr durch Ausschluss oder Vernichtung Herr zu werden. Dieser Dualismus war selbst zugleich Ausdruck der Ambivalenz, denn, und das entgeht m.E. Bauman, „die Natur“ bzw. „die natürliche Ordnung“ sollte oft genug gerade mit modernen wissenschaftlichen Methoden zu Geltung gebracht oder gegen die Rationalität und Kälte moderner Vergesellschaftung verteidigt werden. So bedienten sich der moderne Rassismus, Rassenhygiene und Eugenik moderner wissenschaftlicher Instrumente, Methoden und Sprache, um die geltenden und für sie natürlichen Ordnungen von Volk, Rasse und Reinheit von der Verderbtheit der modernen Zivilisation zu befreien. Hier kommt die bauman’sche Ambivalenz der Moderne m.E. am deutlichsten zum Ausdruck, sind doch Volk, Rasse, Reinhaltung und vor allem Natur Konstruktion modernen Denkens und moderner Vergesellschaftung. Die Moderne beschwört hier ihre eigenen Geister. Doch die Rationalität des modernen Geistes findet nicht nur Ausdruck in den modernen Ideologien, sondern besonders in der Methodik des staatlichen Social Engineerings. Der Staat bediente sich der Mathematik und Statistik, um die Bevölkerung erfassen, zählen, gruppieren und einordnen zu können. Er bediente sich der Medizin (Impf- und Hygieneprogramme), um epidemische Krankheiten und damit das Wuchern von „Unkraut“ (körperlicher Degeneration) bekämpfen zu können, er bediente sich wissenschaftlicher Methoden der Erziehung, um geistige und moralische Degeneration abwenden zu können und er bediente sich vor allem der verwissenschaftlichten Bürokratie und Verwaltung sowie der Wirtschafts- und Arbeitswissenschaften, um die Bevölkerungsmasse, ihre Prozesse und Reproduktion verwalten, lenken und voranbringen zu können. Doch das Kalkül der wissenschaftlichen Rationalität eine Bevölkerungsmasse wie einen Garten zu verwalten und zu bewirtschaften, hatte schreckliche Seiten. Wie oben bereits erwähnt, wurde die Bevölkerung in Gruppen eingeteilt und die zu errichtende soziale Ordnung für eine gewisse Gruppe bestimmt. Es war die westliche, weiße Rasse und Zivilisation und in Deutschland das germanische Volk/ die weiße und arische Rasse, die diese soziale Ordnung darstellten. Der Staat wollte diese Ordnung anstreben, reinhalten und die Bevölkerung und Menschen (Pflanzen) dahingehend züchten. Schon früh wurden Rassentheorie und völkische Ideologie, im besonderen Maße in Deutschland, die Basis für den modernen Nationalstaat.

Und so schreibt auch Bauman: „Der Rassismus kann nur dort zum Durchbruch kommen, wo der Entwurf einer perfekten Gesellschaft vorhanden ist und wo dieser Entwurf durch konsistente planerische Bemühungen realisiert werden soll. Im Falle des Holocaust war dieser Entwurf das Tausendjährige Reich - das Imperium des Deutschen Volksgeistes, in dem allein dieser geduldet war. (...) Die nationalsozialistische Revolution war ein gigantisches Projekt des Social Engineering, die >Rasse< das Kernstück der gestalterischen Maßnahmen.“[6] Der nationalsozialistische Staat war kein Rückfall in vormoderne Zeiten oder Barbarei, sondern der pervertierte Ausdruck des modernen hochtechnischen und bürokratischen Nationalstaates in Form der Volksgemeinschaft als Idealbild. Barbarei und Gewalt waren Mittel und Ergebnis moderner Rationalität und des planerischen, gestaltenden und ordnenden Wirkens des Staates.

Für Bauman steht diese Form des Social Engineering in direkter Verbindung mit den Wissenschaften um Biologie, Anthropologie und Medizin und ihren schon auf sozial­technologische Gestaltung ausgerichteten Ausformungen wie etwa Rassentheorie, Rassenhygiene, Eugenik, Volksaufartung und Erbkunde, wobei sich Ideale der Klassik und Romantik um Natur und Naturwesen Mensch mit aufklärerischen und modernen Denksystemen zusammenfügten und Ordnung in das Bild der Natur brachten und deren Reinheit gegen die Zivilisation verteidigten, um selbst diese Zivilisation sein zu können.

„Seit der Aufklärung nimmt die moderne Welt eine aktiv organisierende Haltung gegenüber Natur und Gesellschaft ein. Wissenschaft durfte kein Selbstzweck sein, sondern galt als wirkungsvolles Instrument, mit dem die Welt zu verbessern und nach menschlichem Plan umzugestalten und das natürliche Streben nach Vollendung zu unterstützen war. Gartenbau und Medizin waren Archetypen dieser konstruktivistischen Haltung; Normalität, Gesundheit und Hygiene wurden die Metaphern für die Aufgaben der Gestaltung des menschlichen Lebens. Dasein und Zusammenleben wurden zum Gegenstand der Planung und Administration; man durfte sie genauso wenig sich selbst überlassen wie die Vegetation des Gartens oder lebende Organismen, sollten sie nicht Gefahr laufen, von Unkraut befallen und krebsartig überwuchert zu werden. Gartenbau und Medizin sind funktional getrennte Formen ein- und derselben Aktivität - sie trennt wertvolle, zum Leben und Gedeihen auserwählte Elemente von anderen, die schädlich und krankhaft sind und daher ausgerottet werden müssen.“[7] Eine Aktivität leben zu machen und in den Tod zu stoßen[8] - so hat es Foucault in einem prägnanten Satz formuliert.

Spezifische und tödliche Form der ordnenden Aktivität ist der Rassismus. „Der Rassismus unterscheidet sich durch seine Praktik, deren Teil er ist und die er rationalisiert; diese Praktik kombiniert architektonische und gärtnerische Strategien mit denen der Medizin - konstruiert werden soll eine künstliche soziale Ordnung, aus der diejenigen Elemente der bestehenden Welt entfernt wurden, die dem erwünschten perfektem Erscheinungsbild nicht angepaßt werden können."[9] Der Rassismus war besonderer Teil und Mittel des Social Engineerings. Rassismus war nach Bauman zugleich setzende Ordnung als auch Mittel, um diese durch Zerstörung der Ausgegrenzten zu verwirklichen. Bauman verweist im Besonderen auf die Juden; jüdisch war keine soziale/religiöse Kategorie mehr, sondern eine biologische. Juden wurden nicht als gleichrangige Mitbürger identifiziert, sondern waren trotz Emanzipation und gesetzlicher Gleichstellung, das Andere, die Nicht-nationale Nation im eigenen Land (Bauman) und fortwirkend sogar eine andere Rasse.

Michel Foucault - Bio-Macht, Biopolitik und Rassismus

Im Folgenden seien Foucaults Ausführungen zur Bio-Macht und Biopolitik skizziert.

Foucault konstatiert für die Moderne eine sukzessive Veränderung der Macht. Die Macht des Souveräns, die sich vor allem in dem Recht über Leben und Tod, oder nach Foucault im „sterben zu machen und leben zu lassen“[10], äußert (z.B. Herr - Knecht - Verhältnisse, Leibeigenschaft etc.), tritt allmählich in den Hintergrund.

Im 17. Und 18. Jhd. entstehen Machttechniken, die auf den individuellen Körper gerichtet sind, um diesen räumlich greifbar zu machen und zu vereinnahmen.

Die Körper sollen mit Hilfe verschiedenster Machttechnologien wie Hierarchie und Kontrolle trennbar, serialisierbar, erfassbar und vor allem überwachbar sein und durch Übung und Dressur (Foucault) in ihrer spezifischen Leistungsfähigkeit und Nutzen steigerungsfähig sein. Diese Disziplinartechnologien umfassen nicht nur Institutionen wie Gefängnisse, Polizei, Schulen etc., sondern auch die gesellschaftliche Sanktionierung von Nicht-Arbeit (z.B. Ende der Almosengabe, Fremdenversorgung etc.), die Zwangseinrichtungen zur Erziehung zur Arbeit (Arbeitshäuser) als strafrechtliche Disziplinierung für Müßiggang, Bettelei, Landstreicherei oder gar (als selbstverschuldet definierte) Armut in den absolutistischen Staaten und später auch in den frühen Nationalstaaten oder das Panoptikum Bethams als Ort idealer Überwachung von Gefängnisinsassen oder Fabrikarbeitern. Gerade in der Durchsetzungsgeschichte der modernen Arbeitsauffassung bzw. - Ideologie gibt es eine lange Geschichte von Zwangsmaßnahmen und Disziplinierungspraktiken bis die Subjekte diese Arbeitsideologie verinnerlicht hatten.

Ab Mitte des 18. Jhd. entwickelt sich eine andere Machttechnologie, eine Machttechnologie die Kohärenz zur Disziplinarmacht aufweist, die diese „nicht ausschließt, sondern sie umfaßt, integriert, teilweise modifiziert und sie vor allem benutzen wird, indem sie sich in gewisser Weise in sie einfügt und dank dieser vorgängigen Disziplinartechnik wirklich festsetzta[11]. Diese Macht richtet sich auf das Leben aus, auf den lebendigen Menschen, nicht auf ihre Körper an sich, sondern auf die Menschen als lebende Masse. Damit bewegt sich diese Form der Macht auf einer ganz anderen Ebene als die Disziplinarmacht, derer sie sich aber bedient. Es geht nicht darum, den anatomischen Körper zu erfassen, zu studieren, einzuordnen, zu lenken und zu disziplinieren, sondern um die Bemächtigung des „lebendigen Menschen, [des] Menschen als Lebewesen, und letztendlich, (...) [als] Gattungs-Menschen“[12].

Diesen Zugriff auf den Menschen als Lebewesen an sich, als Masse, bezeichnet Foucault als Biopolitik; Biopolitik als Machttechnologie(n) der Bio-Macht.

Foucault nennt als erste und wichtige Bereiche dieser Biopolitik das Erfassen von Geburts­und Sterberaten, Geburtenzuwachs, die Fruchtbarkeit der Bevölkerung, also den Komplex der Bevölkerungspolitik, aber auch die Vorgänge um das Gesundheitsniveau, die Lebensdauer und die Langlebigkeit. Als Vorreiter dieser Biopolitik können Johann Peter Süßmilch („Die Göttliche Ordnung in den Verhältnissen des menschlichen Geschlechts, aus der Geburt, dem Tode und der Fortpflanzung desselben erwiesen“ von 1741) und Thomas Robert Malthus (Essay on the Principle of Population von 1798) als Wegbereiter der Demographie und Sozialtechnik genannt werden. Besonders Malthus hatte mit seiner Bevölkerungstheorie bzw. seinem Bevölkerungsgesetz[13] später großen Einfluss auf Wissenschaften und Pseudowissenschaften wie der Rassenhygiene und der Eugenik.

Mit der Moderne entsteht also eine wissenschaftliche und politische Praxis, Menschen als Bevölkerungsmasse zu begreifen, Daten über diese zu erheben, Statistiken zu erstellen, um diesen entsprechend intervenieren zu können. Wie Foucault weiter ausführt, geht es nicht nur um Geburt, sondern vor allem um Krankheit und Sterben. Diese Macht versucht nicht länger den Tod zu bringen (bzw. damit zu drohen) oder Leben zu lassen, sondern umgekehrt sich des Lebens zu bemächtigen, dieses zu erfassen, zu kategorisieren, zu verwalten, vor allem Einfluss auf dieses Auszuüben, es zu „erschaffen“ und zu erhalten, aber dennoch zu töten bzw. sterben zu lassen - „leben zu machen oder in den Tod zu stoßen“[14].

„Die Disziplinen des Körpers und die Regulierung der Bevölkerung bilden die beiden Pole, um die herum sich die Macht zum Leben organsiert hat. Die Installierung dieser großen doppelgesichtigen - anatomischen und biologischen, individualisierenden und spezifizierenden, auf Körperleistungen und Lebensprozesse bezogenen - Technologie charakterisiert eine Macht, deren höchste Funktion nicht mehr das Töten, sondern die vollständige Durchsetzung des Lebens ist“[15] [,] „zwar (...) eine Technologie des Körpers (...), wo es sich aber in dem einen Fall um eine Technologie handelt, in der der Körper als mit Fähigkeiten ausgestatteter Organismus individualisiert wird [(Biopolitik bedient sich der Disziplinartechnologien)], und im anderen um eine Technologie, in der die Körper durch die biologischen Gesamtprozesse ersetzt werden.“[16]

Foucault expliziert drei wichtige Punkte in der Ausformung der Biopolitik.

Mit der Biopolitik tritt zum ersten Mal die Bevölkerung in Erscheinung. Stand der individuelle Körper im Mittelpunkt der Disziplinarmacht, so steht nun die Bevölkerung als „multipler Körper (...) als zugleich wissenschaftliches und politisches Problem“[17] im Fokus der Macht. Des Weiteren sind die Phänomene der Bevölkerung, mit der sich die Biopolitik beschäftigt, Zufallsereignisse, auf das drittens biopolitische Machtmechanismen entstehen, um diese Phänomene zu messen, vorherzusagen, zu begreifen und um auf der Ebene der Ursachen einzugreifen.

Offensichtlich war die alte Souveränitätsmacht nicht in der Lage, der steigenden Komplexität einer Gesellschaft der Bevölkerungsexplosion, der Industrialisierung und der Durchsetzung moderner Vergesellschaftungsprinzipien gerecht zu werden, so dass in einem ersten Schritt die Machttechnologien in Form der Disziplinarmechanismen angepasst wurden und in einem zweiten Anpassungsschritt Machttechnologien entstanden, die „die Bevölkerungsphänomene mitsamt der biologischen und biosoziologischen Prozesse von Menschenmassen“[18] greifen konnten. Im Ganzen hat sich die Macht des Lebens bemächtigt und den Tod in den Hintergrund, ja ins Private (gesellschaftliche Totenrituale verschwinden) gedrückt.

Ein bedeutender Faktor der Macht „leben zu machen“ ist die Entwicklung der Medizin.

„Die Medizin ist ein Macht-Wissen, das sich auf die Körper wie die Bevölkerung, auf den Organismus wie die biologischen Prozesse erstreckt und also disziplinierende und regulierende Wirkungen hat.“[19]

Das bindende Element zwischen Disziplinartechniken und regulatorischen Machttechniken, damit auf Körper wie auf Bevölkerung zugreifend, kontrollierend und intervenierend wirkt, ist die Norm. Mit dem Entstehen der Bio-Macht wandelt sich die Gesellschaft zu einer Normalisierungsgesellschaft, die Norm bemächtigt sich des individuellen Körpers und reguliert die Bevölkerung. Die Norm durchdringt die Lebenspraxen der Individuen, die sich nach dieser ausrichten, sich damit selbst disziplinieren und durch entsprechende Reaktionen bei Normabweichung diszipliniert werden. Ebenso wie der individuelle Körper durch die Norm zugerichtet wird, bewirkt die Norm die Ordnung des Gesellschaftskörpers.

Exemplarisch dafür steht der Bereich der Sexualität. Sexualität betrifft den Körper wie auch die Bevölkerung und streift somit den Bereich der Disziplin und des Regulatorischen.

Auf der individuellen Ebene benennt Foucault als Beispiel die Masturbationskontrolle bei Kindern ab Ende des 18. Jahrhunderts, Bevölkerungspolitisch und damit regulatorisch spielt der Zugriff auf die Sexualität z.B. bei Fortpflanzungseffekten ein große Rolle.

Meines Erachtens ist die Herausbildung moderner binärer heterosexueller Geschlechtsidentitäten und der entsprechenden heteronormativen Ordnung, in dem Bio-Macht bzw. Normierung eine große Rolle spielt, ein weiteres bedeutendes Beispiel. Viel mehr als in anderen Bereichen wurden und werden die individuellen Körper, wie auch die Bevölkerung zugerichtet und durchdrangen/durchdringen die biopolitischen Machtmechanismen die gesellschaftliche Praxis im Individuum wie auch in der Bevölkerung. Die modernen Geschlechter, wie sie heute bestehen, konstituierten sich erst im 18. und 19. Jhd. und man könnte behaupten, erst mit der Bio-Macht traten der Körper als Geschlecht und Geschlecht als gesellschaftliche Kategorie in den Vordergrund. Dies kann an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Für die Arbeit ist wichtig festzuhalten, dass gerade in der Konstruktion des Homosexuellen (18./19. Jhd.) in Form eigenständiger Identität und Person[20] (!) als Zugriffsobjekt, in dem wissenschaftlichen und politischen Zugriff auf Fortpflanzung und Sexualität (vor allem im Fall der Rassenhygiene und Eugenik) oder z.B. in der Konstruktion einer jüdischen Sexualität (als Element des modernen Antisemitismus) die Relevanz der Bio­Macht für die Frage nach dem Zusammenhang von Moderne und Holocaust deutlich hervor tritt, doch dazu später mehr.

Foucault versäumt es nicht, darauf hinzuweisen, dass die Bio-Macht im engen Verhältnis zur Durchsetzung kapitalistischer Vergesellschaftungsprinzipien steht.

Nicht nur das Zurichten der Individuen bzw. ihrer Körper auf und die Anpassung der Bevölkerung an die modernen Produktionsverhältnisse (Man denke an die Durchsetzung der modernen Arbeitsideologie, des Arbeitszwangs, der Durchsetzung „kapitalistischer Zeit“[21], welche nun den Lebens- und Arbeitsrhythmus bestimmte, Einrichten bestimmter Verhältnisse, Regeln etc. bezogen auf den Körper im Produktionsprozess, Hygienemaßnahmen etc. .) geschieht durch die biopolitischen Maßnahmen, auch die Sicherung von Herrschaftsbeziehungen und Gestaltung gesellschaftlicher Hierarchien erfolgt durch selbige. So schreibt Foucault: „Die Abstimmung der Menschenakkumulation mit der Kapitalakkumulation, die Anpassung des Bevölkerungswachstums an die Expansion der Produktivkräfte und die Verteilung des Profits wurden auch durch die Ausübung der Bio­Macht in ihren vielfältigen Formen und Verfahren ermöglicht. Die Besetzung und Bewertung des lebenden Körpers, die Verwaltung und Verteilung seiner Kräfte waren unentbehrliche Voraussetzungen.“[22]

Gerade auch die zu Beginn des 20. Jhd. sich ausbreitenden Wissenschaften um Betriebsführung, Betriebsphysiologie und Betriebspsychologie, also die Erfassung des Körpers des Arbeiters im Vollzug seiner Tätigkeit, dass Zählen von Arbeitsschritten, das Erforschen und der Einfluss auf die psychologische Verfassung des Arbeiters etc. kann in diesen Kontext gesehen werden.

Bisher wurde deutlich, dass die Bio-Macht eine Macht bzw. eine gesellschaftliche Praxis ist, die sich des Körpers in individueller wie gesellschaftlicher (Bevölkerung) Form und damit des Lebens bemächtigt.

Doch wie gelingt es dieser Macht, dieser politischen Macht, die Leben erhalten, erweitern, ja gar erschaffen will, sterben zu lassen oder zu töten? An dieser Stelle kommt die Frage nach der Bedeutung der Bio-Macht für die Fragestellung der vorliegenden Arbeit wieder zu Tage. Wenn seit dem 18 Jhd. eine Macht des „Leben zu machen“ gesellschaftliche Bedeutung gewinnt, die die gesellschaftliche Struktur und Praktik, ja die Individuen und ihr Denken selbst durchdringt, wie ist es dann möglich, dass Millionen Menschen verfolgt, deportiert und ermordet werden? Was bedeutet es, wenn Foucault betont, ein Macht „leben zu machen oder in den Tod zu stoßen"[23].

Für Foucault ist das Element, welches das Töten ermöglicht, der Rassismus, jedoch nicht ein traditioneller Rassismus, welcher sich in Hass und Verachtung zwischen Rassen oder als Ideologie, in der innergesellschaftliche Konflikte und Feindseligkeiten im Rassismus rationalisiert werden, ausdrückt, sondern ein Rassismus der sich mit den Machtmechanismen verbindet, ja selbst zum grundlegenden Mechanismus der Macht wird.

Dieser Rassismus hat nach Foucault zwei wesentliche Komponenten bzw. Funktionen.

Als erstes geht es darum, Zäsuren einzuführen, den Bereich des Lebens, den die Macht eingenommen hat, zu fragmentieren und Hierarchien aufzubauen und zu trennen zwischen dem was leben darf, genauer muss, und dem was sterben soll.

„Schon das biologische Kontinuum der menschlichen Gattung, das Auftauchen von Rassen, die Unterscheidung von Rassen, die Hierarchie von Rassen und die Bewertung bestimmter Rassen als gut und anderer als minderwertig, all das stellt eine Art und Weise dar, das biologische Feld, das die Macht besetzt hat, zu fragmentieren; eine Art und Weise, im Innern der Bevölkerung Gruppen gegeneinander auszuspielen und, kurz gesagt, eine Zäsur biologischen Typs in einen Bereich einzuführen, der sich eben als biologischer Bereich darstellt."[24]

Mit der Bio-Macht gewinnt die Auffassung der Menschrassen und ihrer differenten Wertigkeit neben dem kolonialen Rassismus an Bedeutung, durchdringt den gesellschaftlichen Alltag und wird sogar Teil der staatlichen Mechanismen, wie Foucault betont. Bereits in der Souveränitätsmacht galt das Prinzip „je mehr du tötest, desto mehr wirst du leben". Der Rassismus, und das ist die zweite Funktion, stellt eine Beziehung zu diesem Prinzip her, richtet dieses Prinzip biopolitisch aus und ermöglicht „die Funktion des Todes in der Ökonomie der Bio - Macht"[25]. Aus dem direkten „töten, um zu leben", wird „eine Beziehung biologischen Typs: >>je mehr niedere Gattungen im Verschwinden begriffen sind, je mehr anormale Individuen vernichtet werden, desto weniger Degenerierte gibt es in der Gattung, desto besser werde ich - nicht als Individuum, sondern als Gattung - leben, stark sein, kraftvoll sein und gedeihen«."[26]

Der Gegner, und dies ist ein entscheidender Punkt, ist nicht länger eine politischer, sondern ein biologischer Gegner! Dieser Punkt ist nicht nur in seiner totalen Konsequenz z.B. als Euthanasieprogramm oder der Vernichtung der Juden durch die Deutschen zu verstehen, sondern findet sich schon im Rassismus des 19. Jhd. und besonders in den Diskursen um Rassenhygiene und Eugenik, die bereits vor dem Nationalsozialismus in politischer Praxis übersetzt wurden.

Im Folgenden sollen anhand der Rassenhygiene und Eugenik die Theorien Foucaults und Baumans exemplifiziert und in einem ersten Schritt miteinander und mit Elementen des Holocaust in Verbindung gebracht werden.

[...]


[1] Bauman, Z., (2002/1992), S. 8

[2] Sofsky, W., (1990), in Leviathan 18, S. 520

[3] Bauman, Z., (2002/1992), S. 106

[4] In einem 6. Punkt verweist Bauman auf die Kooperation der Opfer. Meines Erachtens ist es kritisch zu betrachten, in einer Explikation des Holocausts und dessen Zusammenhang mit moderner Vergesellschaftung diesen Punkt auf eine Stufe mit den anderen Punkten zu stellen. Trotz aller Bemühungen Baumans gewinnt man den Eindruck, dass er doch (bis zu einem gewissen Grade aus einem erfahrungsspezifischen und/oder jüdischen Kontext verständlich) bestimmte Opfern/Opfergruppen eine gewisse Mitschuld zu geben versucht.

Das Mitwirken ist aber eher als Perfidie der Macht der deutschen Täter zu betrachten und somit nicht so leicht als eigene Explikationsebene abzulösen oder als Exempel moralischer Ambivalenzen oder der Rationalität der Opfer zu betreiben.

[5] Vgl. Bauman, Z., (1995), S. 19

[6] Bauman, Z., (2002/1992), S. 81, (Hervorhebungen im Original)

[7] A.a.O. S. 85ff.

[8] Vgl. Foucault, M., (2008), S. 1133

[9] Vgl. Bauman, Z, (2002/1992), S. 80

[10] Vgl. Foucault, M, (2001/1976), S.283, sowie Foucault, M., (2008), S. 1130ff.

[11] Foucault, M, (2001/1976), S. 285

[12] A.a.O. S. 286

[13] Malthus ging, in dem er mathematische Überlegungen auf die Bevölkerung anwendete, davon aus, dass die Bevölkerung durch Geburt exponentiell wächst, die Nahrungsmittelproduktion und deren Produktivität aber nur linear ansteigt. Malthus leitete daraus die Ursache für viele soziale Probleme einer Überbevölkerung, vor allem Armut, ab.

[14] Foucault, M., (2008), S. 1133

[15] A.a.O. S. 1134

[16] Foucault, M, (2001/1976), S. 294

[17] A.a.O. S. 289

[18] Foucault, M, (2001/1976), S. 295

[19] A.a.O. S. 298

[20] Meines Erachtens wird hier deutlich, wie Bio-Macht sogar “Körper” erschafft.

[21] Vgl. Postone, M., (2003), S. 307ff.

[22] Foucault, M., (2008), S. 1135

[23] Foucault, M., (2008), S. 1133

[24] Foucault, M, (2001/1976), S. 301

[25] A.a.O. S. 305

[26] A.a.O. S. 302, (Hervorhebungen im Original)

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Der Holocaust und die Moderne
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Soziologie)
Note
1,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
35
Katalognummer
V153817
ISBN (eBook)
9783640660476
ISBN (Buch)
9783640660230
Dateigröße
626 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Holocaust, Shoa, Shoah, Moderne, Bio-Macht, Rassenhygiene, Zygmunt Bauman, Michel Foucault, Adorno, Dialektik der Aufklärung, Moishe Postone, Postone, Antisemitismus, Arbeit
Arbeit zitieren
Michael Schüßler (Autor), 2009, Der Holocaust und die Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153817

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