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Die griechische Göttin Artemis

Title: Die griechische Göttin Artemis

Seminar Paper , 2003 , 11 Pages , Grade: 2+

Autor:in: Bettina Nolde (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit werde ich mich mit der griechischen Göttin Artemis
auseinandersetzen. Dazu werde ich mich zunächst mit der Einordnung dieser in die
griechische Götterwelt, insbesondere ihrer Geburt, ihren Attributen und Funktionen, ihrem
Wesen und Aktivitäten, die hauptsächlich in der „Ilias“ und der „Odyssee“ des Homer
beschrieben sind, beschäftigen. Des Weiteren werde ich näher auf die Herkunft und
Entwicklung des Kultes eingehen und dabei auch den frühen Artemis – Kult in Kleinasien
ausführlicher beschreiben. Zudem werde ich auch die Kultorte und Riten der Artemis in
der griechischen Antike darlegen.
Die verwendete Literatur ist Sekundärliteratur, es werden aber auch Zitate aus einer
Übersetzung des Homer Eingang finden. Bei der Sichtung der Literatur fällt auf, dass sich
sehr viele Werke vor allem mit dem Artemis – Kult im kleinasiatischen Ephesos
beschäftigen und die griechische Göttin Artemis weniger ausführlich behandelt wird.
Möglicherweise hat dies seinen Ursprung in der Bedeutung des ephesischen Artemis –
Tempels als eines der sieben Weltwunder. Daher werde ich mich bei der Betrachtung der
griechischen Göttin Artemis vor allem auf den Neuen Pauly und die Realencyclopädie der
Classischen Altertumswissenschaften stützen, wobei hierbei allerdings zumeist aus dem
Neuen Pauly zitiert wird, da viele Informationen der Realencyclopädie dort verständlicher
beschrieben werden. Daneben ist auch das Internet in begrenztem Maße als Quelle
nützlich, da ich hier einige Informationen finden konnte, die in Büchern nur unzureichend
oder ausschweifend behandelt werden.
Verfasst wird diese Arbeit in der neuen deutschen Rechtschreibung, wobei sowohl direkte
Zitate als auch Eigennamen keine Änderung erfahren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung in die griechische Götterwelt

2.1. Herkunft und Geburtsmythos

2.2. Funktionen und Attribute

2.3. Wesen und Aktivitäten

3. Herkunft und Entwicklung des Kultes

3.1. Der frühe Artemis – Kult

3.2. Riten und Kultorte

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der griechischen Göttin Artemis auseinander, wobei der Fokus auf ihrer mythologischen Einordnung, ihren Funktionen und Attributen sowie der historischen Herkunft und Entwicklung ihres Kultes liegt. Ziel ist es, das ambivalente Wesen der Göttin zu beleuchten und den Prozess der Kultausbreitung im Zuge der antiken Kolonisation nachzuvollziehen.

  • Mythologische Herkunft und Geburtsmythen der Artemis
  • Funktionen als Jagdgöttin, Geburtshelferin und Schutzgottheit
  • Ambivalenz des Wesens in der antiken Literatur und Überlieferung
  • Historische Entwicklung und Verbreitung des Artemis-Kultes
  • Initiationsriten und Bedeutung der Kultorte

Auszug aus dem Buch

2.2. Funktionen und Attribute

Artemis ist die griechische Göttin der Jagd und Beschützerin der wilden Tiere, daher wurde sie von den Griechen auch als „pótnia theron“ (Herrin der Tiere) bezeichnet. Diese Funktionen sind vor allem erkennbar aus den Attributen der Artemis, sie trägt in vielen Darstellungen Pfeil und Bogen, die laut Mythos silbern gewesen sind. Ihre silbernen Pfeile wurden in der griechischen Mythologie oft mit Sternschnuppen assoziiert. Zudem wird sie oft mit verschiedenen wilden Tieren dargestellt, so z. B. mit Hirschen, Vögeln oder auch einer Bärin. Mit der Bärin verbindet sich in der Darstellung auch noch ein bekannter Mythos. Kallisto eine der Nymphen, die Artemis begleiten, verlor ihre Unschuld, und da dies verboten war verwandelte Artemis sie zur Strafe in eine Bärin.

Weitere wichtige Funktionen sind die Initiation von jungen Frauen und Männern und ihre Sorge für die Geburt. Doch trotz ihrer offensichtlichen Schutzfunktion über Teilbereiche des weiblichen Geschlechts, wurden als Todesursache von Frauen auch oft die Pfeile der Artemis angegeben.

Einige Darstellungen zeigen Artemis mit einer Mondsichel, daher wird sie manchmal auch als Göttin des Mondes bezeichnet.

Neben diesen Funktionen ist Artemis vor allem in Kleinasien auch eine Stadtgöttin, so z.B. in Perge, Sardeis und natürlich in Ephesos. Dort wird schon die frühzeitliche Artemis um 1300 v. Chr. als Muttergottheit verehrt, worauf im Folgenden noch näher eingegangen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Themenstellung, die methodische Vorgehensweise und die verwendete Fachliteratur zur Untersuchung der Göttin Artemis.

2. Einordnung in die griechische Götterwelt: Dieses Kapitel analysiert die mythologische Herkunft, die Funktionen als Herrin der Tiere sowie das ambivalente Wesen der Göttin anhand antiker Quellen.

2.1. Herkunft und Geburtsmythos: Hier werden die Etymologie des Namens sowie die konkurrierenden Geburtsmythen, insbesondere bezüglich der Insel Delos und Ortygia, beleuchtet.

2.2. Funktionen und Attribute: Dieser Abschnitt beschreibt die ikonographischen Merkmale wie Pfeil und Bogen sowie die Rolle der Artemis als Jagdgöttin und Schutzherrin.

2.3. Wesen und Aktivitäten: Die Ambivalenz zwischen jungfräulicher Beschützerin und rächender Göttin wird hier anhand literarischer Beispiele wie dem Mythos der Niobe verdeutlicht.

3. Herkunft und Entwicklung des Kultes: Die Analyse konzentriert sich auf den historischen Ursprung des Kultes im Bronze-Zeitalter und dessen Verbreitung.

3.1. Der frühe Artemis – Kult: Es wird die Wurzel des Kultes in Kleinasien sowie die Verehrung als Muttergottheit in Ephesos thematisiert.

3.2. Riten und Kultorte: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung von Opfern, Initiationsriten für Jungen und Mädchen sowie weitere überregionale Kultstätten wie Brauron.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Erkenntnisse über den vielschichtigen Artemis-Kult und die Komplexität seiner historischen Entwicklung ab.

Schlüsselwörter

Artemis, griechische Mythologie, Kultentwicklung, Ephesos, Jagdgöttin, Initiation, antike Religion, Muttergottheit, Opferritus, Leto, Apollon, griechische Antike, Kolonisation, Kultstätte, Ambivalenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die griechische Göttin Artemis unter Berücksichtigung ihrer mythologischen Rollen, ihres Kultcharakters und ihrer historischen Transformation in der griechischen Antike.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Einordnung in die Götterwelt, die Analyse der Kultursprünge durch die Kolonisation sowie die Darstellung der Göttin in antiken Texten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, das komplexe und teils widersprüchliche Bild der Artemis als Jagdgöttin und lokale Schutzgottheit systematisch aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Sekundärquellen (u.a. Der Neue Pauly) sowie eine Auswertung mythologischer und archäologischer Berichte durchgeführt.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil gesetzt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mythologische Einordnung des Wesens der Artemis und die Untersuchung der Kultentwicklung, insbesondere des frühen Kultes in Kleinasien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Artemis, Kultentwicklung, Ephesos, Initiation und griechische Mythologie.

Wie erklärt die Autorin die Ambivalenz der Artemis?

Die Ambivalenz wird durch die Gegensätze zwischen ihrer Rolle als lebensspendende Muttergottheit in Kleinasien und der rächenden, kriegerischen Figur in homerischen Epen erklärt.

Welche Rolle spielen Initiationsriten für die Interpretation?

Initiationsriten werden als zentrales Element verstanden, das den Übergang vom Kind zum Erwachsenen in der griechischen Gesellschaft markierte und die Verbindung zwischen Mensch und Göttin stärkte.

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Details

Title
Die griechische Göttin Artemis
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Griechische Religion
Grade
2+
Author
Bettina Nolde (Author)
Publication Year
2003
Pages
11
Catalog Number
V15384
ISBN (eBook)
9783638205047
ISBN (Book)
9783656095163
Language
German
Tags
Göttin Artemis Griechische Religion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Nolde (Author), 2003, Die griechische Göttin Artemis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15384
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