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Zivilgesellschaft und Transformation - Belarus und Polen im Vergleich

Titel: Zivilgesellschaft und Transformation - Belarus und Polen im Vergleich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 25 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion standen die Staaten des Ostblocks vor
einer unsicheren politischen und wirtschaftlichen Zukunft. In den einsetzenden
Transformationsprozessen gelang es den meisten dieser Staaten, demokratische und
marktwirtschaftliche Strukturen zu etablieren. Auf der Landkarte des demokratischen Europas
finden sich jedoch noch immer weiße Flecken. Einer dieser weißen Flecken ist die Republik
Belarus, welche von Politikern und Wissenschaftlern gleichermaßen als letzte Diktatur
Europas bezeichnet wird. Verglichen mit dem durchaus erfolgreichen Wandel in anderen
osteuropäischen Staaten, ist Belarus in seiner anti-demokratischen Entwicklung ein
Sonderfall, dessen politische Entwicklung keineswegs in dieser Form antizipiert wurde. Es
stellt sich also die Frage, warum der begonnene Transformationsprozess in Belarus nicht
erfolgreich war.
In der politischen Debatte um das Schicksal Belarus wurde immer wieder die Ansicht
vertreten, dass das Fehlen einer starken Zivilgesellschaft das Scheitern der belarussischen
Transformation bedingt hätte. Da es sich sowohl beim Begriff der Zivilgesellschaft als auch
der Transformation um komplexe Konzepte handelt, scheint diese Aussage höchst
simplifiziert. In der vorliegenden Hausarbeit soll daher geprüft werden, inwieweit das Fehlen
einer starken Zivilgesellschaft das Scheitern der Transformation in Belarus erklären kann.
Untersucht wird also der Grad der Demokratisierung (abhängige Variable), d.h. der Erfolg der
post-kommunistischen Transformation, in Abhängigkeit von der zivilgesellschaftlichen Stärke
(unabhängige Variable). Die Hypothese lautet hierbei: Je stärker die Zivilgesellschaft eines
Landes, desto höher ist der Grad der Demokratisierung.
Die Operationalisierung der abhängigen Variablen erfolgt dabei relativ unkompliziert
über den Freedom House „Freedom in the World“-Index1 und den Freedom House „Nations
in Transit“-Index. Die Stärke der Zivilgesellschaft lässt sich jedoch ungleich schwerer
messbar machen. Ein Versuch der Messbarmachung wird in Kapitel 2 dargelegt. Es sei bereits
darauf hingewiesen, dass in Kapitel 5 der Kritik am Konzept der Zivilgesellschaft und deren
Operationalisierung Raum gegeben wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung, Hypothese und Operationalisierung

1.2 Methodik

1.3 Aufbau der Arbeit

1.4 Begriffsklärung

1.4.1 Demokratie

1.4.2 Transformation

2 Theoretischer Hintergrund: Zivilgesellschaft und Transformation

3 Demokratie und Zivilgesellschaft: Polen und Belarus im Vergleich

3.1 Polen

3.1.1 Ende des autokratischen Regimes

3.1.2 Institutionalisierung der Demokratie

3.1.3 Konsolidierung der Demokratie

3.2 Belarus

3.2.1 Ende des autokratischen Regimes

3.2.2 Institutionalisierung der Demokratie

3.2.3 Ende der Transformation

3.2.4 Konsolidierung der Diktatur

4 Fazit

5 Kritik: Zivilgesellschaft als unzureichendes Analysewerkzeug

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht im Rahmen einer vergleichenden Fallstudie, ob der Grad der Demokratisierung in Belarus und Polen durch die Stärke der jeweiligen Zivilgesellschaft erklärt werden kann. Dabei wird die Hypothese geprüft, dass eine stärkere Zivilgesellschaft mit einem höheren Grad an Demokratisierung korreliert, um die unterschiedlichen politischen Entwicklungswege der beiden Länder trotz vergleichbarer Ausgangsbedingungen zu analysieren.

  • Vergleich der Transformationsprozesse in Polen und Belarus
  • Analyse der Rolle der Zivilgesellschaft als systemrelevanter Akteur
  • Untersuchung des Demokratisierungsgrades anhand von Freedom-House-Indizes
  • Kritische Reflexion des Konzepts der Zivilgesellschaft in der Transformationsforschung
  • Methodische Anwendung der "most-similar case study" nach John Stuart Mill

Auszug aus dem Buch

1.1 Fragestellung, Hypothese und Operationalisierung

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion standen die Staaten des Ostblocks vor einer unsicheren politischen und wirtschaftlichen Zukunft. In den einsetzenden Transformationsprozessen gelang es den meisten dieser Staaten, demokratische und marktwirtschaftliche Strukturen zu etablieren. Auf der Landkarte des demokratischen Europas finden sich jedoch noch immer weiße Flecken. Einer dieser weißen Flecken ist die Republik Belarus, welche von Politikern und Wissenschaftlern gleichermaßen als letzte Diktatur Europas bezeichnet wird. Verglichen mit dem durchaus erfolgreichen Wandel in anderen osteuropäischen Staaten, ist Belarus in seiner anti-demokratischen Entwicklung ein Sonderfall, dessen politische Entwicklung keineswegs in dieser Form antizipiert wurde. Es stellt sich also die Frage, warum der begonnene Transformationsprozess in Belarus nicht erfolgreich war.

In der politischen Debatte um das Schicksal Belarus wurde immer wieder die Ansicht vertreten, dass das Fehlen einer starken Zivilgesellschaft das Scheitern der belarussischen Transformation bedingt hätte. Da es sich sowohl beim Begriff der Zivilgesellschaft als auch der Transformation um komplexe Konzepte handelt, scheint diese Aussage höchst simplifiziert. In der vorliegenden Hausarbeit soll daher geprüft werden, inwieweit das Fehlen einer starken Zivilgesellschaft das Scheitern der Transformation in Belarus erklären kann. Untersucht wird also der Grad der Demokratisierung (abhängige Variable), d.h. der Erfolg der post-kommunistischen Transformation, in Abhängigkeit von der zivilgesellschaftlichen Stärke (unabhängige Variable). Die Hypothese lautet hierbei: Je stärker die Zivilgesellschaft eines Landes, desto höher ist der Grad der Demokratisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, der zentralen Hypothese sowie der methodischen Operationalisierung mittels Freedom House Indizes.

2 Theoretischer Hintergrund: Zivilgesellschaft und Transformation: Definition des Zivilgesellschaftsbegriffs und Diskussion seiner Rolle als Gegengewicht zum Staat oder Stärkung der Demokratie.

3 Demokratie und Zivilgesellschaft: Polen und Belarus im Vergleich: Empirische Analyse der Transformationsphasen in beiden Ländern unter Berücksichtigung der zivilgesellschaftlichen Entwicklung.

4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Hypothese, die zeigt, dass die Zivilgesellschaft nur bedingt als alleinige Erklärung für Transformationserfolge fungieren kann.

5 Kritik: Zivilgesellschaft als unzureichendes Analysewerkzeug: Reflexion über die methodische Schärfe des Zivilgesellschaftsbegriffs und seine Einordnung in die aktuelle Forschung.

Schlüsselwörter

Zivilgesellschaft, Transformation, Demokratisierung, Polen, Belarus, Systemwechsel, Autokratie, Freedom House Index, politische Partizipation, Transformationsforschung, Solidarnosc, Lukaschenka, Regimewechsel, Konsolidierung, Osteuropa

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen zivilgesellschaftlicher Stärke und dem Erfolg von Demokratisierungsprozessen in post-kommunistischen Staaten am Beispiel von Polen und Belarus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen Transformationsphasen wie das Ende autokratischer Regime, die Institutionalisierung demokratischer Strukturen und die Konsolidierung politischer Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwieweit das Fehlen einer starken Zivilgesellschaft das Scheitern der Transformation in Belarus im Vergleich zum erfolgreichen Wandel in Polen erklären kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine "most-similar case study" gemäß John Stuart Mills "method of difference" angewandt, um zwei politisch unterschiedliche Entwicklungen bei vergleichbarer Ausgangslage zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Zivilgesellschaftsbegriffs sowie eine detaillierte vergleichende Fallanalyse der historischen und politischen Entwicklung in Polen und Belarus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Zivilgesellschaft, Transformation, Demokratisierung, Systemwechsel sowie spezifische Fallbezüge wie Solidarnosc und die Ära Lukaschenka.

Warum wird Polen als Vergleichsland herangezogen?

Polen gilt als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Transformation aus einem ähnlichen politischen und wirtschaftlichen System, was einen kontrollierten Vergleich zur Sonderentwicklung in Belarus ermöglicht.

Wie bewertet die Arbeit den Erfolg der Zivilgesellschaftstheorie?

Die Arbeit kommt zu einem differenzierten Schluss: Während die Theorie die erste Phase der Transformation erklären kann, reicht sie für spätere Phasen als alleiniges Analysewerkzeug nicht aus.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zivilgesellschaft und Transformation - Belarus und Polen im Vergleich
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V153850
ISBN (eBook)
9783640661329
ISBN (Buch)
9783640661398
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zivilgesellschaft Transformation Belarus Polen Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2007, Zivilgesellschaft und Transformation - Belarus und Polen im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153850
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Leseprobe aus  25  Seiten
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