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Abwasserqualität im Kraftwerk

Title: Abwasserqualität im Kraftwerk

Presentation (Handout) , 2003 , 38 Pages

Autor:in: Dr. Herbert Lindner (Author)

Chemistry - Analytical Chemistry
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Summary Excerpt Details

Entsprechend der Komplexität des Kraftwerksbetriebes sind verschiedene Abwasserarten
zu berücksichtigen, und zwar
Kühlwasser aus Durchlaufkühlung: Dieses wird ohne weiteren Zusatz von
Chemikalien direkt wieder dem Vorfluter zugeleitet.
Kühlwasser aus Kreislaufkühlung: Hier werden Härtestabilisatoren und Biozide
zugesetzt und nach einer bestimmten Gebrauchsdauer das Abwasser dem
Vorfluter zugeleitet.
Kühlwasser aus geschlossenen Kühlkreisläufen: Diese werden mit
Härtestabilisatoren, Korrosionsinhibitoren und Bioziden versetzt. Abgeleitet
werden diese Kühlwässer i.d.R. nur bei Systemreinigungen oder Störungen.
Abwasser aus der Neutralisation: Durch den Betrieb von Vollentsalzungs- und
Kondensatreinigungsanlagen entsteht hier ein höher belastetes Abwasser,
welches nur nach weiterer Aufbereitung direkt oder ohne Aufbereitung indirekt
abgeleitet wird. In der KRA reichern sich durch den Betrieb Ammonium,
organische Stoffe und Trimethylamin aus den Ionenaustauschern an. In der VEA
selbst entstehen in erster Linie Salze durch die Regeneration der
Ionenaustauscher.
Abflutung aus Dampfkesseln: Dampfkessel werden konditioniert mit Ammoniak,
Hydrazin, Natronlauge, Natriumphosphat, Aminen. Bei Abschlämmung,
Absalzung, Probenahme, Kesselentleerung werden diese Wässer i.d.R. nach
Behandlung gemeinsam mit anderen Abwässern dem Vorfluter zugeleitet.
Abwasser aus der Nasskonservierung von Dampfkesseln: Zur Vermeidung von
Stillstandskorrosion wird dem Kesselwasser Ammoniak und Hydrazin in höheren
Konzentrationen zugesetzt. Vor der Ableitung muss das Hydrazin zerstört werden.
Abwasser aus Kesselbeizung: Die Beizwässer enthalten erhebliche Mengen an
Eisen und sind darüber hinaus durch die eingesetzte Salzsäure und Flusssäure
stark sauer. Ohne weiteres dürfen diese Wässer nicht abgeleitet werden.
Granulierwasser: Enthält nur Schwebstoffe und wird über ein Ascheabsetzbecken
dem Vorfluter zugeleitet.
Abwasser aus Kiesfilter-Rückspülung: Darf direkt dem Vorfluter zugeleitet
werden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorschriften

3. Grenzwerte nach Abwasserverordnung

4. Einleitstellen und Überwachungswerte

5. Methoden

5.1 Summenparameter

5.1.1 pH-Wert

5.1.2 Leitfähigkeit

5.1.3 Absetzbare Stoffe

5.1.4 Abfiltrierbare Stoffe

5.1.5 CSB

5.1.6 TOC

5.1.7 BSB5

5.1.8 AOX

5.1.9 EOX

5.1.10 Gesamt-Stickstoff (TNb)

5.1.11 Hydrazin

5.1.12 PAK (besonders: BaP)

5.1.13 „Dioxine“ PCDF/D

5.1.14 Chlor

5.1.15 Chlordioxid

5.1.16 Mikrobiozide

5.2 Biologische Parameter

5.2.1 Bakterienleuchthemmung (GL)

5.2.2 Fischgiftigkeit (GF)

5.2.3 Fischeitest (GEi)

5.3 Anionen / Elemente

5.3.1 Chlorid

5.3.2 Fluorid

5.3.3 Nitrat-N

5.3.4 Nitrit-N

5.3.5 PO4-P (Fotometrisch)

5.3.6 P-Gesamt (ICP)

5.3.7 Sulfat

5.3.8 Sulfid

5.3.9 Sulfit

5.4 Kationen / Elemente

5.4.1 NH4+-N

5.4.2 Metallische Elementverbindungen

5.4.3 Allgemeines zu den Metallen / Metalloiden

5.5 Gegenüberstellung der Ergebnisse versch. Bestimmungsmethoden

5.6 Probenahme / Probenvorbereitung / Probenkonservierung

5.7 Bestimmungsmethoden

5.7.1 Titration

5.7.2 Gravimetrie

5.7.3 Fotometrie

5.7.4 AAS / ICP / F-AAS / G-AAS / H-AAS

5.7.5 GC-MS

6. Fehlerquellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel der Arbeit besteht darin, einen umfassenden Überblick über die Anforderungen und Methoden zur Überwachung der Abwasserqualität in Kraftwerken zu vermitteln, um die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte sicherzustellen und eine korrekte Analytik zu gewährleisten.

  • Rechtliche Grundlagen und regulatorische Rahmenbedingungen für Kraftwerksabwässer.
  • Systematik der Abwasserarten und ihre spezifischen Belastungsparameter.
  • Analytische Verfahren zur Bestimmung von Summen- und Einzelparametern.
  • Methoden der Probenahme und notwendige Konservierungstechniken zur Qualitätssicherung.
  • Umgang mit Fehlerquellen bei der Probenahme und analytischen Auswertung.

Auszug aus dem Buch

TOC

Der total organic carbon gibt die Konzentration an organisch gebundenem Kohlenstoff bzw. an organischer Substanz im Abwasser an. Vorteil ist, das der TOC sehr schnell und mit kleinen Probenmengen ermittelt werden kann. Die Wasserinhaltstoffe werden zu Kohlendioxid verbrannt, und die entstehende Menge wird durch Infrarotspektroskopie bestimmt. Der TOC kennzeichnet zusammen mit dem CSB die Belastung eines Gewässers mit organischen Stoffen.

Zur Bestimmung wird eine Wasserprobe im Sauerstoffstrom oder durch Naßoxidation oxidiert und das entstehende Kohlendioxid z.B. infrarotspektroskopisch bestimmt. Ein Rückschluß auf die Art der organischen Substanz ist nicht möglich. Da hierbei auch Schwebstoffe und Algen berücksichtigt werden, ist eine Interpretation der Messergebnisse nicht immer einfach.

Da der TOC wesentlich einfacher und damit kostengünstiger analysiert werden kann, wird er heute statt des CSB vorgeschrieben. Zudem ist er weniger umweltgefährlich auf Grund der hier eingesetzten Chemikalien. Problematisch ist allerdings die Tatsache, das die Korrelation zwischen CSB und TOC von der Abwasserart abhängt. Der Faktor kann zwischen 2,4 und 6,2 liegen. Daher ist hier nochmals der Abwassergebührenbescheid und die Wasserrechtsgenehmigung zu überprüfen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel definiert die Komplexität des Kraftwerksbetriebs und erläutert die verschiedenen anfallenden Abwasserarten wie Kühl- oder Neutralisationswässer.

Vorschriften: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen wie WHG und die Abwasserverordnung (AbwV) dargelegt, die für Einleitungen in Gewässer maßgeblich sind.

Grenzwerte nach Abwasserverordnung: Dieses Kapitel präsentiert tabellarische Grenzwerte für verschiedene Abwasserströme und Kraftwerkstypen zur Einleitung.

Einleitstellen und Überwachungswerte: Es wird die praktische Struktur der Abwasserentsorgung in einem Kraftwerksbetrieb skizziert und beispielhafte Überwachungswerte für die Einleitstellen aufgeführt.

Methoden: Das umfangreichste Kapitel beschreibt detailliert physikalische, chemische und biologische Analytik zur Bestimmung von Wasserinhaltsstoffen.

Fehlerquellen: Dieses Kapitel sensibilisiert für mögliche Fehler bei der Probenahme und Aufbereitung, die zu fehlerhaften Messergebnissen und Kosten führen können.

Schlüsselwörter

Kraftwerksabwasser, Abwasserverordnung, Wasserqualität, Probenahme, Analytik, CSB, TOC, Schwermetalle, Grenzwerte, Gewässerschutz, Indirekteinleitung, Direkteinleitung, Abwasserabgaben, Instrumentelle Analytik, Überwachungswerte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Überwachung der Abwasserqualität in Kraftwerken unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen und bewährter analytischer Messmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den gesetzlichen Vorschriften, der systematischen Erfassung von Abwasserparametern sowie der korrekten Durchführung von chemischen Analysen und Probenahmen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, dem fachlichen Personal im Bereich Gewässerschutz ein Verständnis für die Notwendigkeit präziser Analytik zur Vermeidung von Fehlern und zur Einhaltung behördlicher Auflagen zu geben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden beschrieben?

Das Werk umfasst ein breites Spektrum von klassischen nasschemischen Methoden (Titration, Gravimetrie) bis hin zu modernen instrumentellen Analysetechniken wie Spektroskopie, Chromatographie und GC-MS.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung zahlreicher physikalisch-chemischer Summen- und Einzelparameter sowie deren jeweilige Bestimmungsmethoden und rechtliche Relevanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kraftwerksabwasser, Abwasserverordnung, Analytik, Grenzwerte und Gewässerschutz beschreiben.

Warum ist der TOC-Wert für Kraftwerke heute oft relevanter als der CSB-Wert?

Der TOC ist schneller, kostengünstiger zu bestimmen und erfordert beim Messprozess weniger umweltgefährliche Chemikalien als die klassische CSB-Methode.

Welchen Einfluss haben Fehler bei der Probenahme auf das Endergebnis?

Eine inkorrekte Probenahme kann jede analytische Genauigkeit im Labor zunichtemachen und zu falschen Messergebnissen führen, was unter Umständen hohe finanzielle Auswirkungen bei den Abwasserabgaben haben kann.

Excerpt out of 38 pages  - scroll top

Details

Title
Abwasserqualität im Kraftwerk
Course
Betriebsbeauftragte für Gewässerschutz im Kraftwerk
Author
Dr. Herbert Lindner (Author)
Publication Year
2003
Pages
38
Catalog Number
V15388
ISBN (eBook)
9783638205085
Language
German
Tags
Abwasserqualität Kraftwerk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Herbert Lindner (Author), 2003, Abwasserqualität im Kraftwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15388
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