Neben der Vorstellung einer möglichen Schulexkursion samt Arbeitsblättern beschreibe ich in dieser Arbeit die ehemalige Ordensburg Vogelsang und ihre Gebäude.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlegende Didaktik
2.1 Exkursionen
2.1.1 Verschiedene Exkursionsformen
2.1.2 Kompetenzvermittlung durch Exkursionen
2.1.3 Evaluation
2.2 Außerschulische Lernorte
2.2.1 Definition
2.2.2 Begründung als Ziel einer Schul-Exkursion
3. Vogelsang
3.1 Allgemeine Informationen
3.1.1 Die Lage
3.1.2 Die Ordensburgen
3.2 Die Geschichte
3.3 Ein Rundgang
3.3.1 Vorhandene Bauten
3.3.2 Geplante NS-Bauten
3.4 Die aktuelle Debatte
4. Schul-Exkursion zur NS-Ordensburg Vogelsang
4.1 Die Lerngruppe
4.2 Vorbereitung im Unterricht
4.3 Die Exkursion
4.3.1 Zu Beginn
4.3.2 Nach dem ersten Rundgang
4.4 Nachbereitung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die didaktische Eignung der ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang als außerschulischer Lernort für den Geschichtsunterricht. Das zentrale Ziel ist es, ein Konzept für eine praxisorientierte Schul-Exkursion zu entwickeln, die Schülerinnen und Schüler zur aktiven Auseinandersetzung mit diesem historischen Täterort motiviert und ihre historische Kompetenz fördert.
- Didaktische Grundlagen des historischen Lernens an außerschulischen Orten
- Historischer Hintergrund und architektonische Bedeutung der NS-Ordensburg
- Konzeption einer schülerzentrierten Exkursion (Rallye-Format) für die 10. Klasse
- Integration von Vor- und Nachbereitung zur Sicherung des Lernerfolgs
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Vorhandene Bauten
Nachdem man aus dem Bus ausgestiegen ist, kommt man auf dem Adlerhof (9) an. Dies ist der Eingangsbereich. Dort standen sich in der NS-Zeit zwei Adlerskulpturen gegenüber, die dem Platz den Namen gaben. Die Überreste dieser Adler sind hier noch zu finden. Von hier gelangt man auch auf den Balkon, von dem man auf den Appellplatz blickt, an dem jeden Morgen der Fahnenappell stattfand.
Unterhalb dieses Platzes sind die (noch verbliebenen) Kameradschaftshäuser (10) zu sehen. Die ehemals 14 Gebäude mit jeweils ca. 40 Betten waren symmetrisch in den Hang gebaut. Aktuell sind noch 12 vorhanden. Einige von ihnen sind begehbar.
Noch ein Stück weiter unten findet man eine alte Feierstätte, den Thing-Platz (11). Dieser ist in Form eines römischen Amphitheaters gebaut worden. Die Tribüne kann man sich hier nur noch in den Hang hineindenken.
Noch ein Stück weiter in Richtung Urftsee überquert man einen Sportplatz (12) und trifft auf das Schwimmbad (12b). Nach längerer Nichtnutzung ist dort wieder ein Schwimmverein beheimatet. Vom Sportplatz aus sieht man das Sportlerrelief der Nationalsozialisten. Ebenso ist ein drei Meter hohes Wandmosaik innerhalb des Schwimmbades zu sehen, welches drei Männer zeigt, die den Idealtypus des nationalsozialistischen Menschen zeigen. Auf den Internetseiten des Schwimmvereins findet man eine Anmerkung zum Erhalt dieses Bildes: dieses Mosaik erinnert „wie ein Mahnmal an eine Zeit, die niemals wiederkehren darf.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der persönlichen Motivation des Autors, Vogelsang als didaktisch wertvollen Lernort für eine 10. Klasse zu evaluieren.
2. Grundlegende Didaktik: Erörterung der theoretischen Grundlagen für Exkursionen und außerschulisches historisches Lernen im Geschichtsunterricht.
3. Vogelsang: Historischer Überblick über die NS-Ordensburg, die Bauten und die heutige Bedeutung des Geländes als Ort der Aufarbeitung.
4. Schul-Exkursion zur NS-Ordensburg Vogelsang: Detaillierte Darstellung einer konkreten Exkursionsplanung mit Lerngruppenanalyse, Vorbereitung, Durchführung (Rallye) und Nachbereitung.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Exkursion als effektive Methode für die historische Bildung und Empfehlung für Schulen in der Region.
Schlüsselwörter
NS-Ordensburg, Vogelsang, Geschichtsunterricht, Außerschulische Lernorte, Exkursion, Nationalsozialismus, Didaktik, Historische Orte, Junker, Erinnerungskultur, Schulausflug, Geschichtsdidaktik, Quellenarbeit, Regionale Geschichte, NS-Architektur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und den didaktischen Mehrwert einer Schul-Exkursion zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang für eine 10. Klasse.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind geschichtsdidaktische Konzepte für außerschulische Lernorte, die Geschichte der Ordensburg Vogelsang sowie die methodische Planung von Schulausflügen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Ordensburg Vogelsang die notwendigen didaktischen Anforderungen für eine effektive, motivierende Exkursion erfüllt, und ein entsprechendes Konzept vorzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor nutzt eine Kombination aus fachdidaktischer Literaturrecherche und der Entwicklung eines konkreten, praxisnahen Unterrichtskonzepts für eine reale Schulklasse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Didaktik-Grundlagen, eine historische Beschreibung des Ortes Vogelsang und die konkrete Planung der Exkursion (Vorbereitung, Rallye, Nachbereitung).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie NS-Ordensburg, außerschulischer Lernort, Geschichtsdidaktik und Exkursionsplanung beschreiben.
Warum wird Vogelsang als ein „Täterort“ bezeichnet?
Der Autor unterscheidet Vogelsang von Vernichtungslagern, da es sich um eine Kaderschmiede für den NS-Nachwuchs handelt, was den Zugang für Schüler didaktisch anders gestaltet.
Wie unterscheidet sich die Exkursions-Rallye von einer klassischen Führung?
Die Rallye setzt auf eigenständiges, entdeckendes Lernen in Kleingruppen, wobei die Schüler zu Experten für verschiedene Teilbereiche der Ordensburg werden.
Welche Rolle spielt das ehemalige Dorf Wollseifen in der Exkursion?
Das Dorf Wollseifen dient als ergänzende Station, um die Schwierigkeit der Rekonstruktion historischer Orte und die Auswirkungen der militärischen Nutzung zu verdeutlichen.
Welche Bedeutung hat die Nachbereitung im Unterricht?
Die Nachbereitung ist essenziell, um die vor Ort gemachten Erfahrungen und gesammelten Medieninhalte zu verarbeiten und in einem gemeinsamen Produkt wie einem Führer oder einer Präsentation zu sichern.
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- Arne Loewenich (Author), 2010, Eine Schul-Exkursion zur ehemaligen NS-Ordensburg Vogelsang in der Eifel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153923