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Der Superheld im Film - Die Identifikation des Zuschauers am Beispiel des Films „Die Bourne Identität“

Title: Der Superheld im Film - Die Identifikation des Zuschauers am Beispiel des Films „Die Bourne Identität“

Term Paper , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Luise Knah (Author)

Communications - Movies and Television
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Die Veränderung einer Gesellschaft ist am Besten durch den Vergleich von kulturellen Gütern im Wandel der Zeit festzuhalten. Bücher, Theaterstücke und Filme spiegeln den jeweiligen Zeitgeist wider und sagen viel über die Bedürfnisse eines Menschen in der Gesellschaft aus. In dieser Hausarbeit möchte ich mich dem Motiv des Helden widmen. Dieses immer wiederkehrende narrative Element in literarischen und filmischen Texten hat meiner Meinung nach in der heutigen Zeit einen inhaltlichen Wandel erfahren, indem sich die Autoren am Rezipienten und seinen Erwartungen und Bedürfnissen orientieren.
Einen Helden der heutigen Zeit stellt die Figur von Jason Bourne aus der „Bourne – Trilogie“ dar. Auf unkonventionelle Weise schafft es der Autor, beim Zuschauer ein Verständnis und sogar eine Identifikation für den ehemaligen Auftragskiller hervorzurufen.
Wie genau das erreicht wird, möchte ich in der folgenden Hausarbeit behandeln.
Zunächst werde ich auf den klassischen Helden eingehen und untersuchen, inwiefern der Zuschauer sich mit dieser Figur identifiziert. Daraufhin soll eine gesellschaftskritische Beschreibung der heutigen Zeit erfolgen und inwieweit das Bild eines heutigen Heldens eine Veränderung erfahren hat. Dieses wird daraufhin auf den Filmhelden Bourne beispielhaft angewendet werden. Ferner sollen die Gründe einer Gesellschaft untersucht werden, aus welchem Bedürfnismotiv überhaupt filmische Helden gebraucht werden und welche Rolle Helden im heutigen Gesellschaftskomplex spielen.
Die Forschungsfrage muss deshalb lauten: Inwiefern und aus welchem Grund findet in filmischen Texten eine Annäherung und eine Identifikation des Zuschauers mit einem Helden der heutigen Zeit statt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der klassische Held und der Zuschauer

3. Der Held der heutigen Zeit und seine Nähe zum Zuschauer

4. Ein Held der heutigen Zeit - Jason Bourne

5. Der Held in der heutigen Zeit und seine Distanz zum Zuschauer

6. „In dieser Welt gibt es keine Helden“

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den inhaltlichen Wandel des Heldenmotivs in filmischen Texten der heutigen Zeit. Ziel ist es, zu analysieren, wie durch eine Vermenschlichung von Heldenfiguren eine Annäherung und Identifikation des Zuschauers erreicht wird, wobei die Figur des Jason Bourne als zentrales Fallbeispiel dient.

  • Evolution des klassischen Heldenbildes hin zu modernen, fehlerhaften Charakteren.
  • Einfluss gesellschaftlicher Bedürfnisse nach Identifikationsmöglichkeiten und moralischer Orientierung.
  • Die Rolle der Filmtechnik und Narration bei der Konstruktion von Identifikationsmomenten.
  • Analyse der Bourne-Figur als „Held der heutigen Zeit“ zwischen Perfektion und menschlicher Schwäche.
  • Das Spannungsfeld zwischen Identifikation und Distanzierung durch Spezialeffekte und Realitätsverlust.

Auszug aus dem Buch

4. Ein Held der heutigen Zeit - Jason Bourne

In dem Agenten-Thriller „Die Bourne Identität“ (2002, Regie: Doug Liman) geht es um das Schicksal des Jason Bourne, der eines Nachts von einem Fischerboot aus dem Mittelmeer gefischt wird. Er hat sein Gedächtnis verloren, in seinem Rücken stecken zwei Gewehrkugeln und eine Kapsel, die den Weg zu einem Bankschließfach in Zürich weist. Dort findet Bourne viele verschiedene Pässe, die zwar alle sein Foto, doch viele verschiedene Namen tragen. Von der CIA gejagt, macht sich der Identitätslose zusammen mit seiner Bekanntschaft Marie auf die Suche nach dem Grund für seine Situation und seiner Vergangenheit.

Der Film spielt mit dem Klischee des klassischen Heldenbildes. Bourne verfügt nicht über Superheldenkräfte und sein anfänglich sehr schwächlicher Zustand zeigt, dass er vom Kern her sehr menschlich ist. All seine Fähigkeiten sind im Laufe seines Lebens antrainiert worden, eine „30 Millionen Dollar Killermaschine“, wie sein Ausbilder anmerkt. Initiator dieser Supermacht ist die Ausbildungsstätte der CIA der Vereinigten Staaten.

Jason Bourne kämpfte vor seinem Gedächtnisverlust im Gegensatz zum klassischen Helden nicht für seine Ideale, sondern für seine Auftragsgeber, gleich ob für das Gute oder das Böse. Für die Gesellschaft könnte das insofern bezeichnend sein, dass Werte und Moralvorstellungen vereinheitlicht werden können und es keine individuellen Entscheidungen mehr gibt. Diese Individualität und der Kampf gegen die Norm, also seine Auftragsgeber, entsteht erst nach seinem Gedächtnisverlust, bei dem für ihn die Uhren wieder bei Null beginnen. Er beginnt sich zu wehren und versucht, den CIA Bund zu zerschlagen. Dieses tut er allerdings nicht aus moralischen Motiven, sondern einfach mit dem Ziel, in Ruhe gelassen zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Forschungsfrage zur Identifikation des Zuschauers mit modernen Filmhelden am Beispiel der Bourne-Trilogie.

2. Der klassische Held und der Zuschauer: Untersuchung der stereotypischen Merkmale klassischer Helden und der Notwendigkeit menschlicher Schwächen für eine Zuschaueridentifikation.

3. Der Held der heutigen Zeit und seine Nähe zum Zuschauer: Analyse der gesellschaftlichen Veränderung und wie moderne Filmkunst durch Technik und Narration die Nähe zum Zuschauer sucht.

4. Ein Held der heutigen Zeit - Jason Bourne: Detaillierte Betrachtung der Figur Jason Bourne als Identifikationsfigur, die sich durch Amnesie und antrainierte Fähigkeiten vom klassischen Helden abhebt.

5. Der Held in der heutigen Zeit und seine Distanz zum Zuschauer: Erörterung der Momente, in denen digitale Effekte oder unrealistische Szenen die Bindung zwischen Zuschauer und Held wieder zerstören.

6. „In dieser Welt gibt es keine Helden“: Kritische Reflexion über das Bedürfnis der Gesellschaft nach Perfektion und die zunehmende Handlungsunfähigkeit des modernen Helden.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Jason Bourne als modernen Zuschauermagneten, der trotz fehlender klassischer Ideale eine neue Form der Identifikationskraft bietet.

Schlüsselwörter

Held, Filmheld, Identifikation, Jason Bourne, Bourne-Trilogie, Gesellschaft, Perfektionierung, Amnesie, Zuschauerbindung, Agenten-Thriller, Heldenmythos, Narration, digitale Effekte, Vermenschlichung, moderne Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Wandel des Heldenbildes im modernen Film und untersucht, wie heutige Helden konzipiert sind, um trotz einer veränderten Gesellschaft eine Identifikation beim Zuschauer zu erzeugen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das klassische versus das moderne Heldenbild, die psychologische Komponente der Zuschaueridentifikation sowie der Einfluss der technologischen Entwicklung im Kino.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern und aus welchem Grund findet in filmischen Texten eine Annäherung und eine Identifikation des Zuschauers mit einem Helden der heutigen Zeit statt?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine film- und medienwissenschaftliche Analyse, gestützt durch den Vergleich kultureller Güter und die Anwendung filmtheoretischer Ansätze auf den Agenten-Thriller „Die Bourne Identität“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung des klassischen Heldentums, die Analyse der heutigen gesellschaftlichen Bedingungen und eine detaillierte Untersuchung der Figur des Jason Bourne in Bezug auf Nähe und Distanz zum Zuschauer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die Identifikation, die Amnesie als narratives Element, der „Superbürger“ und der Wandel der Perfektionserwartungen in der modernen Gesellschaft.

Inwiefern beeinflusst die Amnesie von Jason Bourne den Identifikationsprozess?

Die Amnesie dient als Ausgangspunkt, der Bourne schutzlos und orientierungslos macht, wodurch der Zuschauer auf einer gleichen Erfahrungshöhe mit dem Helden steht, anstatt ihn nur als übermächtig bewundern zu können.

Warum kann die Inszenierung durch Spezialeffekte die Identifikation gefährden?

Wenn digitale Effekte zu spektakulär werden und Naturgesetze missachten, zweifelt der Zuschauer die Realität des Films an, was zur Entfremdung vom Protagonisten und zum Hinterfragen seiner Rolle als Held führen kann.

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Details

Title
Der Superheld im Film - Die Identifikation des Zuschauers am Beispiel des Films „Die Bourne Identität“
College
University of Marburg
Course
Seminar: Hollywood and its digital image
Grade
1,7
Author
Luise Knah (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V153991
ISBN (eBook)
9783640662357
ISBN (Book)
9783640662623
Language
German
Tags
Jason Bourne Bourne Trilogie Superhelden Held Helden Klassisches Heldentum Antike Figur Charakterisierung Bourne Identity
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luise Knah (Author), 2008, Der Superheld im Film - Die Identifikation des Zuschauers am Beispiel des Films „Die Bourne Identität“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/153991
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