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Robert K. Merton: Der Rollen-Set

Title: Robert K. Merton: Der Rollen-Set

Term Paper , 2002 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Wolfgang Bürkle (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Der Begriff der „Rolle“ wird seit über einem Jahrhundert von vielen Soziologen diskutiert, darunter Georg Simmel, Talcott Parsons und insbesondere Ralf Dahrendorf. Ein weiterer Soziologe der sich mit den Thema auseinandersetzte ist der Amerikaner Robert King Merton. Sein Hauptanliegen war die Entwicklung von Theorien mittlerer Reichweite, also begrenzter Abstraktheit. Im Bezug zur Rollentheorie entwickelte er das Rollen-Set, von dem diese Hausarbeit handelt. Was ist also das Rollen-Set mit allen seinen Merkmalen und wie läßt es sich auf Akteure anwenden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Allgemeine Begriffe

2. Mertons „Rollen-Set“

3. Überblick über mein Rollen-Set

4. Soziale Mechanismen

4.1. Relative Bedeutsamkeit verschiedener Positionen

4.2. Machtunterschiede zwischen den Personen in einem Rollenset

4.3. Abschirmung des Rollen-Handelns gegenüber der Beobachtung durch Mitglieder des Rollen-Set

4.4. Übersehbarkeit widersprüchlicher Forderungen seitens der Mitglieder eines Rollen-Set)

4.5. Gegenseitige soziale Unterstützung zwischen den Statusinhabern

4.6. Beschränkungen des Rollen-Set

5. Fazit und Schlussfolgerungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Robert K. Mertons Konzept des „Rollen-Sets“ auseinander. Ziel ist es, die soziologische Theorie der mittleren Reichweite zu erläutern und ihre Anwendungsmöglichkeiten auf die eigene Lebenswelt als Akteur zu prüfen, indem die von Merton postulierten sozialen Mechanismen analysiert werden.

  • Theoretische Grundlagen des Rollenkonzepts in der modernen Soziologie
  • Einführung in Mertons Modell des Rollen-Sets im Vergleich zum Status-Set
  • Analyse der sechs sozialen Mechanismen zur Verschränkung von Rollenbeziehungen
  • Reflexion der Theorie anhand praktischer Beispiele aus dem Alltag

Auszug aus dem Buch

4.2. Machtunterschiede zwischen den Personen in einem Rollenset

Der zweite Mechanismus beschreibt die „Machtunterschiede zwischen den Personen in einem Rollenset“ (Merton, S. 325). Jeder Beteiligte im Rollen-Set hat einen unterschiedlichen Einfluß auf den Statusinhaber. Meine direkten Freunde beeinflussen mich mehr, als irgendein ferner Verwandter und selbst unter meinen Freunden gibt es mir näher stehende und entferntere. Unter den Mitgliedern eines Rollen-Set können sich Machtkoalitionen und Machtmonopole herausbilden, die sich gegenseitig beeinflussen. Durch diese unterschiedlichen Einfluß- und Autoritätsstrukturen habe ich ein größeres Maß an Selbstbestimmung, weil die Mitglieder meines Rollen-Sets sich gegenseitig „bekriegen“ um ihre jeweiligen Erwartungen an mich durchzusetzen. Die Macht, im Sinne von Willen durchsetzen, und Autorität, also legitimierte Macht, die die einzelnen Mitglieder im Rollen-Set besitzen, kann weiterhin durch unterschiedliche soziale Schichtung bedingt sein. Dies heißt auch, falls ein Mitglied des Rollen-Set aus einer anderen sozialen Schicht als der Rolleninhaber stammt, können seine Erwartungen, Interessen, Wertvorstellungen, etc., anders beschaffen sein, als die des Statusinhabers. Ein Freund, der nach einem Hauptschulabschluß eine Lehre machte und jetzt als Mechaniker arbeitet, versteht nicht, wie man so viele Jahre lang studieren kann, da es ihm widerstrebt, viel zu lesen und zu diskutieren. Trotzdem werde ich seine Erwartung nicht erfüllen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in das Thema der soziologischen Rollentheorie und Vorstellung des Forschungsinteresses an Robert K. Mertons Rollen-Set.

1. Allgemeine Begriffe: Erläuterung grundlegender soziologischer Akteurmodelle und Rollenverständnisse, insbesondere unter Rückgriff auf Schimank, Weber und Dahrendorf.

2. Mertons „Rollen-Set“: Theoretische Herleitung des Rollen-Set-Konzepts als Theorie mittlerer Reichweite und Abgrenzung zu Ralph Lintons Rollenverständnis.

3. Überblick über mein Rollen-Set: Exemplarische Darstellung der eigenen sozialen Positionen und Rollen im Kontext einer modernen Gesellschaft.

4. Soziale Mechanismen: Einleitung in die sechs von Merton identifizierten Mechanismen, die der Verschränkung von Rollen innerhalb eines Sets dienen.

4.1. Relative Bedeutsamkeit verschiedener Positionen: Analyse, wie unterschiedliche soziale Strukturen und Akteure verschieden gewichtet werden.

4.2. Machtunterschiede zwischen den Personen in einem Rollenset: Untersuchung der ungleichen Einflusssphären innerhalb der Rollenbeziehungen.

4.3. Abschirmung des Rollen-Handelns gegenüber der Beobachtung durch Mitglieder des Rollen-Set: Darstellung der Bedeutung von Privatsphäre zur Bewahrung der Selbstbestimmung.

4.4. Übersehbarkeit widersprüchlicher Forderungen seitens der Mitglieder eines Rollen-Set): Diskussion über die Bewältigung von Rollenkonflikten durch den Statusinhaber.

4.5. Gegenseitige soziale Unterstützung zwischen den Statusinhabern: Erörterung der kollektiven Hilfe und Organisation zur Rollenregulierung.

4.6. Beschränkungen des Rollen-Set: Erläuterung der Strategie, bei unvereinbaren Forderungen Rollenbeziehungen abzubrechen.

5. Fazit und Schlussfolgerungen: Kritische Würdigung der Aktualität der Theorie und Ausblick auf weiterführende Forschungsperspektiven.

Schlüsselwörter

Rollen-Set, Status-Set, Robert K. Merton, Strukturfunktionalismus, Soziale Mechanismen, Rollentheorie, Soziale Rolle, Homo Sociologicus, Privatsphäre, Rollenkonflikt, Machtstrukturen, Soziale Schichtung, Konformität, Soziale Position, Mittlere Reichweite.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der soziologischen Theorie des „Rollen-Sets“ von Robert K. Merton und untersucht deren Anwendung auf das soziale Handeln eines Individuums in der modernen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte von sozialer Position und Rolle, die Mechanismen zur Regulierung von Erwartungsunterschieden sowie die Dynamik von Rollenbeziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die theoretischen Annahmen Mertons, insbesondere die „sechs sozialen Mechanismen“, verständlich zu machen und anhand einer Selbstanalyse zu verdeutlichen, wie ein Akteur diese Strukturen erlebt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse soziologischer Standardwerke und verknüpft diese mit einer phänomenologischen Selbstanalyse der eigenen Rollenkonstellationen im Alltag.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil ist systematisch gegliedert: Er führt zunächst in allgemeine Begriffe ein, erläutert die Theorie des Rollen-Sets und diskutiert detailliert die sechs von Merton identifizierten sozialen Mechanismen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rollen-Set, Strukturfunktionalismus, soziale Mechanismen, Privatsphäre, Status-Set und Rollenkonflikt.

Wie differenziert Merton zwischen Rolle und Rollen-Set?

Während eine Rolle lediglich eine Verhaltenserwartung an eine einzelne Position darstellt, beschreibt das Rollen-Set die Gesamtheit der verschiedenen Rollenbeziehungen, die mit einer einzigen sozialen Position verknüpft sind.

Welche Rolle spielt die Privatsphäre in Mertons Modell?

Die Privatsphäre ist entscheidend, da sie den Akteur vor der ständigen Überwachung und den konkurrierenden Forderungen aller Rollenmitglieder schützt und somit ein gewisses Maß an Selbstbestimmung ermöglicht.

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Details

Title
Robert K. Merton: Der Rollen-Set
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Soziologie)
Grade
2,0
Author
Wolfgang Bürkle (Author)
Publication Year
2002
Pages
10
Catalog Number
V15405
ISBN (eBook)
9783638205214
ISBN (Book)
9783638758321
Language
German
Tags
Robert Merton Rollen-Set
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wolfgang Bürkle (Author), 2002, Robert K. Merton: Der Rollen-Set, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15405
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