Die vorliegende Seminararbeit befaßt sich mit James' Interpretation des Konfliktes zwischen Einzelexistenz und Gesellschaft anhand seiner Erzählung "Daisy Miller". Die vorliegende Seminararbeit befaßt sich mit der Interpretation Henry James‘ des
Konfliktes zwischen Einzelexistenz und Gesellschaft. Die 1878 erschienene
Erzählung1 „Daiys Miller: A Study“ von Henry James läßt sich in zwei Teile gliedern.
Der erste Teil umfaßt die Ereignisse in Vevey, der zweite Teil beinhaltet die
Begebenheiten in Rom. Ist die problemhaltige Situation im ersten Teil noch relativ
einfach und in sich geschlossen, so wird die Problematik im zweiten Teil extrem.2 Da
mir diese Einteilung von Hildegard Domiecki schlüssig und nachvollziehbar erscheint,
wird die vorliegende Seminararbeit dieser Gliederung folgen. Die Gliederung in
einzelne Kapitel ist eher als Leitfaden zu betrachten; da die einzelnen
Analyseergebnisse meist direkt miteinander zusammenhängen, sind sie nur schwer
voneinander abzugrenzen; d.h. weitere Ergebnisse zu Daisys Charakter etwa finden
sich auch in den Kapiteln, die die Gesellschaft behandeln oder das Wesen
Winterbournes.
Ziel der Seminararbeit ist zu analysieren, wie die Gesellschaft dargestellt wird, wer
die Gesellschaft überhaupt ausmacht, sowie darzustellen, inwieweit Daisy Miller den
Vorstellungen entspricht bzw. nicht entspricht. Dazu werde ich mir wichtig
erscheinende Textstellen besonders ausführlich behandeln, wie etwa die erste
Begegnung zwischen Daisy und Winterbourne.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vevey
- Die Erste Begegnung
- Die Gesellschaft in Vevey
- Daisy Miller
- Rom
- Die Gesellschaft Roms
- Mrs. Walker als Repräsentantin der Gesellschaft in Rom
- Winterbourne
- Exkurs: „Roman Fever“
- Die Nacht im Kolosseum
- Das Ende von „Daisy Miller“
- Daisys Tod
- Das Ende der Erzählung
- Die Gesellschaft Roms
- Fazit
- Quellennnachweis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht die Interpretation des Konflikts zwischen Einzelexistenz und Gesellschaft in Henry James’ Erzählung „Daisy Miller: A Study“. Die Arbeit analysiert die Darstellung der Gesellschaft und untersucht, inwieweit Daisy Miller den gesellschaftlichen Vorstellungen entspricht.
- Darstellung der Gesellschaft in Vevey und Rom
- Kontrast zwischen amerikanischen und europäischen Gesellschaftsformen
- Analyse der Charaktere Daisy Miller und Winterbourne
- Der Konflikt zwischen Daisys Natürlichkeit und Winterbournes konventionellem Verhalten
- Die Bedeutung von gesellschaftlichen Normen und Konventionen in der Erzählung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit vor und beschreibt den Fokus auf den Konflikt zwischen Einzelexistenz und Gesellschaft in „Daisy Miller: A Study“. Das zweite Kapitel „Vevey“ analysiert die unterschiedlichen Gesellschaftsformen im malerischen Ort Vevey und die erste Begegnung zwischen Daisy Miller und Winterbourne. Es wird deutlich, dass beide Figuren unterschiedliche Vorstellungen von Freiheit und gesellschaftlichem Verhalten haben.
Das dritte Kapitel „Rom“ befasst sich mit der römischen Gesellschaft und ihren Normen. Hier wird die Figur von Mrs. Walker als Repräsentantin der Gesellschaft in Rom vorgestellt. Winterbourne und Daisy müssen sich mit den Erwartungen dieser Gesellschaft auseinandersetzen.
Schlüsselwörter
Die Seminararbeit fokussiert auf die Themen Einzelexistenz, Gesellschaft, Konflikt, Normen, Konventionen, Charakteranalyse, Daisy Miller, Winterbourne, Vevey, Rom, und die Interpretation von Henry James’ Erzählung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der zentrale Konflikt in Henry James' „Daisy Miller“?
Der Hauptkonflikt liegt im Spannungsfeld zwischen der individuellen Existenz (Daisy Miller) und den starren gesellschaftlichen Normen der damaligen Zeit.
Wie unterscheiden sich die Schauplätze Vevey und Rom in der Erzählung?
In Vevey ist die Situation noch relativ offen, während die gesellschaftlichen Zwänge und moralischen Erwartungen in Rom extrem zunehmen.
Wer repräsentiert die römische Gesellschaft in dem Werk?
Mrs. Walker wird als zentrale Repräsentantin der strengen gesellschaftlichen Konventionen in Rom analysiert.
Welchen Charakter hat Winterbourne?
Winterbourne verkörpert das konventionelle Verhalten und ist hin- und hergerissen zwischen seiner Faszination für Daisys Natürlichkeit und den Erwartungen seiner Klasse.
Was bedeutet Daisys Tod am Ende der Erzählung?
Ihr Tod nach der Nacht im Kolosseum (das „Roman Fever“) symbolisiert das tragische Scheitern des Individuums an einer unnachgiebigen Gesellschaft.
- Quote paper
- Yvonne Caroline Schauch (Author), 1999, Henry James: Daisy Miller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154092