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Der Zusammenhang zwischen Gottfried Benns "Hier ist kein Trost" und Else Lasker-Schülers "Höre!"

Ende einer Liebesgeschichte oder Auseinandersetzung über Kunstvorstellungen

Title: Der Zusammenhang zwischen Gottfried Benns "Hier ist kein Trost" und Else Lasker-Schülers "Höre!"

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hanna Rasch (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Summary Excerpt Details

In der Arbeit werden die Zusammenhänge zwischen Gottfried Benns Gedicht „Hier ist kein Trost“ und Else Lasker-Schülers „Höre!“ in einer vergleichenden Analyse erörtert. Auf diesem Wege wird der Frage nachgegangen, ob es sich, wie in der Forschung häufig
angenommen wird, bei diesen beiden Gedichten um das literarisch
manifestierte Ende einer Liebesgeschichte zwischen den beiden Dichtern handelt, oder ob es, wie in der neueren Forschung teilweise vermutet wird, eine Auseinandersetzung zwischen Benn und Lasker-Schüler um ihre unterschiedlichen Vorstellungen vom Kunstbegriff und dem Künstlerdasein gegeben hat, die sie in diesen beiden Gedichten deutlich erkennbar gegenüberstellten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Beziehung als Liebesgeschichte

3. Der Zusammenhang unter dem Aspekt der gegensätzlichen Kunstverständnisse

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Gottfried Benns Gedicht „Hier ist kein Trost“ und Else Lasker-Schülers „Höre!“. Ziel ist es zu erörtern, ob diese Texte primär als literarische Dokumentation einer gescheiterten Liebesbeziehung zwischen den beiden Lyrikern zu deuten sind, oder ob sie vielmehr den Ausdruck fundamental unterschiedlicher Auffassungen von Kunst und Künstlertum darstellen.

  • Analyse der biographischen Kontexte und deren Einfluss auf die Interpretation
  • Gegenüberstellung monologischer (Benn) und dialogischer (Lasker-Schüler) Kunstkonzepte
  • Untersuchung der Intertextualität und metaphorischen Sprache beider Gedichte
  • Kritische Würdigung der forschungsgeschichtlichen Debatte zur Beziehung der Dichter
  • Hinterfragung der Grenze zwischen Fiktion und Realität in Lasker-Schülers Korrespondenz

Auszug aus dem Buch

Die Kontroverse über Kunstauffassungen

Das „Hier ist kein Trost“ des Titels allein klingt schon äußerst hart und spricht gegen menschliche Nähe. Die erste Zeile des Gedichts, „Keiner wird mein Wegrand sein“ [BHIKT, Z. 1], lässt sich als eine generelle Absage Benns an ein auf Gemeinschaft gerichtetes Künstlertum deuten. Somit wäre es eben nicht nur eine Absage an Lasker-Schüler, sondern generell an alle anderen Menschen. Dies erscheint durch das Wort „Keiner“ [BHIKT, Z. 1] durchaus plausibel, denn hätte er nur die Lasker-Schüler damit gemeint, hätte Benn auch „Du wirst nicht mein Wegrand sein“ oder etwas Ähnliches schreiben können. Diese erste Zeile und ebenso die dritte, in der er schreibt „Mein Weg […] geht allein“ [BHIKT, Z. 3], sprechen für die Einsamkeit und die Isolation des Künstlers.

Die nächsten drei Zeilen des Gedichts können weiterhin, wie schon beim ersten Interpretationsansatz, als eine Zurückweisung an Lasker-Schüler gedeutet werden, allerdings unter dem jetzigen Aspekt nicht als eine Zurückweisung des Menschen, sondern der damit verbundenen Vorstellung eines auf Gemeinschaft gerichteten Künstlertums. Dass die Landschaften der Lasker-Schüler, „Ägypten“ [BHIKT, Z. 9] und „Asien“ [BHIKT, Z. 10], nur in der Entfernung auftauchen, er also ihre Welt nur aus der Ferne zu sehen vermag, kann ebenfalls bezogen auf die Kunstvorstellungen verstanden werden: Er sieht die der Lasker-Schüler nur entfernt, weil er sich mit ihnen nicht identifizieren und sich deshalb auch nicht darauf einlassen kann, sondern selbst die Existenz des Künstlers als rein monologisch sieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Fragestellung ein, ob die untersuchten Gedichte eine Liebesgeschichte oder eine ästhetische Auseinandersetzung thematisieren.

2. Die Beziehung als Liebesgeschichte: Hier wird der Forschungsstand diskutiert, der die Gedichte als Ende einer persönlichen Liebesbeziehung deutet, wobei die Briefe der Dichterin kritisch hinterfragt werden.

3. Der Zusammenhang unter dem Aspekt der gegensätzlichen Kunstverständnisse: Dieses Kapitel analysiert Benns monologischem Einzelkämpfertum das dialogisch ausgerichtete Künstlertum der Lasker-Schüler entgegen.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Interpretationsansätze plausibel sind, da die Gedichte sowohl als biographische Verarbeitung als auch als ästhetische Kontroverse funktionieren.

Schlüsselwörter

Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, Lyrik, Hier ist kein Trost, Höre!, Liebesgeschichte, Kunstverständnis, Monolog, Dialog, Künstlertum, Moderne, Avantgarde, Intertextualität, Giselheer, Prinz von Theben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Spannungsfeld zwischen Gottfried Benn und Else Lasker-Schüler anhand ihrer Gedichte „Hier ist kein Trost“ und „Höre!“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die biographische Liebesbeziehung der beiden Dichter sowie die fundamental unterschiedlichen Kunst- und Rollenverständnisse des Künstlers als Individuum versus der Künstlerin als Dialogpartnerin.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit prüft, ob die beiden Gedichte als literarisches Manifest des Endes einer Liebesbeziehung zu verstehen sind oder ob sie eine künstlerische Debatte über die Natur des Schreibens darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die den Textinhalt mit biografischen Briefzeugnissen und bestehender Forschungsliteratur abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Interpretation unter dem Aspekt der Liebesbeziehung und eine weitere, vertiefende Analyse der gegensätzlichen ästhetischen Prinzipien der Autoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie monologisches Künstlertum, Dialog, Liebesbeziehung, Intertextualität und ästhetische Kontroverse charakterisiert.

Wie spielt das Thema „Spitznamen“ eine Rolle für die Interpretation der Korrespondenz?

Die Autorin argumentiert, dass die Verwendung von Spitznamen wie „Giselheer“ in Briefen zeigt, wie Lasker-Schüler die Grenzen zwischen realem Leben und literarischer Fiktion bewusst auflöste.

Warum wird die Liebesbeziehung zwischen den beiden Dichtern in der Arbeit angezweifelt?

Aufgrund von Briefen der Dichterin an ihren Verleger sowie der Einordnung der Gedichte in größere, allgemeine Widmungszyklen hinterfragt die Arbeit, ob eine reale Liebesbeziehung tatsächlich stattfand oder ob sie primär auf einer literarischen Ebene existierte.

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Details

Title
Der Zusammenhang zwischen Gottfried Benns "Hier ist kein Trost" und Else Lasker-Schülers "Höre!"
Subtitle
Ende einer Liebesgeschichte oder Auseinandersetzung über Kunstvorstellungen
College
RWTH Aachen University  (Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft)
Course
Hauptseminar: Else Lasker-Schüler - Lyrik und Prosa
Grade
1,0
Author
Hanna Rasch (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V154111
ISBN (eBook)
9783640666720
ISBN (Book)
9783640666812
Language
German
Tags
Else Lasker-Schüler Gottfried Benn Lasker-Schüler Benn Hier ist kein Trost Höre Dichtung Gedicht Dichter Analyse Liebesgeschichte Literatur Kunstbegriff Künstlerdasein Kunstvorstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanna Rasch (Author), 2010, Der Zusammenhang zwischen Gottfried Benns "Hier ist kein Trost" und Else Lasker-Schülers "Höre!", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154111
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