Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze

Am literarischen Beispiel "Das Tagebuch der Anne Frank"


Seminararbeit, 2008
21 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegung

3. Lehrplanbezug

4. Literaturhinweise
4.1 Biografien
4.2 Monografien
4.3 Aufsätze
4.4 Nachschlagewerke
4.5 Bearbeitungen
4.6 Pädagogisches Material
4.7 Medien
4.8 Internet
4.9 Adresse

5. Sachanalyse
5.1 Inhalt
5.2 Hauptfiguren
5.2.1 Otto, Edith und Margot Frank
5.2.2 Herr und Frau van Daan
5.2.3 Peter
5.2.4 Herr Dussel
5.3 Autorin
5.4 Buchauszeichnungen
5.5 Historischer Überblick
5.6 Sprach- und Erzählanalyse
5.7 Gattung

6. Didaktische Analyse

7. Unterrichtsmodell

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

10. Anhang

1. Einleitung

Mit Hilfe der hier vorliegenden, von mir persönlich, im Rahmen des im Wintersemester 2007/08 an der Bayrischen Julius- Maximilians Universität Würzburg belegten Seminars in Didaktik der deutschen Sprache und Literatur „Kinder- und Jugendliteratur“, angefertigten Hausarbeit „Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze“ möchte ich mich konzentrierter mit einem Unterrichtsmodell zur Lektüre „Das Tagebuch der Anne Frank“ auseinandersetzen. Ehe man mit der Planung einer Unterrichtsstunde beginnen kann, muss man einige Vorüberlegungen anstellen. Als Lehrkörper ist man genötigt sich mit der ausgewählten Lektüre im Vorfeld intensiv auseinander zu setzen, um mögliche Themen für die Unterrichteinheit zu erarbeiten. Bei seinen Vorüberlegungen sollte der Lehrkörper eventuelle Schülerinteressen berücksichtigen. Bei den Vorüberlegungen zu meinem Unterrichtsmodell werde ich den Lehrplan, die Schülerinteressen, die Schülerfähigkeiten und mögliche Lernziele berücksichtigen. Anschließend werde ich eine Sach – und Didaktische Analyse durchführen, um in einem weiteren Schritt einen Unterrichtsvorschlag zu kreieren. Des Weiteren werde ich mein Unterrichtsmodell vorstellen. Jede Unterrichtsstunde muss auf die jeweilige Klasse abgestimmt werden, daher sollte man die jeweilige Lern- und Leistungssituation bei seiner Planung berücksichtigen. Abschließen werde ich mit einer Zusammenfassung meiner gewonnenen Ergebnissen.

„Das Tagebuch der Anne Frank“ kann sowohl als Symbol als auch als Dokument angesehen werden. Es stellt ein Symbol für die Judenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges dar. Gleichzeitig dokumentiert das literarische Werk die Lebensumstände und Reifungsprozesse der heranwachsenden Anne.

Mich persönlich tangiert das oben genannte Thema im speziellen Maße auf Grund dessen, dass für mich eine gewisse Faszination von der jungen, begabten Autorin Anne Frank ausgeht. Sie ist mittels ihres Tagebuches zu einem Symbol für den Holocaust geworden. Durch das Aufschreiben ihrer eigenen Lebensgeschichte während des Zweiten Weltkrieges, ermöglicht sie den Jugendlichen von heute einen verständnisvollen und authentischen Zugang zu den dramatischen Ereignissen des Nationalsozialismus´.

2. Vorüberlegung

Bevor eine Lehrkraft das Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ im Deutschunterricht thematisiert, muss sie sich einige Fragen im Vorfeld stellen. Zunächst muss sie feststellen, welche Lernvoraussetzungen den Schülern gegeben sind. Des Weiteren muss sie abwägen, welche Lernschwierigkeiten zu befürchten sind. Zuletzt muss sich der Lehrer fragen, welche Schülerinteressen zu erwarten sind.[1] Die Auseinandersetzung mit dem „Tagebuch der Anne Frank“ setzt geschichtliche Vorkenntnisse voraus, die für das Verständnis des Werkes unerlässlich sind. Es werden kognitive, sprachliche, emotionale sowie technische Voraussetzungen von den Schülern erwartet. Die Bearbeitung des Werkes ist für die achte beziehungsweise neunte Jahrgangsstufe empfohlen, da die Schüler für die Lektüre über gewisse geschichtliche Vorkenntnisse verfügen sollten. Auf dem Buchrücken steht keine Altersempfehlung, sprich der Verlag macht keine Altersvorgabe. „Das Tagebuch der Anne Frank“ erweist sich aus vielerlei Hinsicht als geeignete Lektüre für den Literaturunterricht, vor allem dadurch, dass das Werk ein breites Themenspektrum behandelt und sich somit für viele Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung eignet. Es ermöglicht den Schülern Einblicke in das Schicksal der Juden während des Zweiten Weltkrieges[2]. Zudem verhilft es den Charakter der Ideologie von Rassismus sowie Fremdenfeindlichkeit aufzudecken.[3]

3. Lehrplanbezug

In der achten Jahrgangsstufe zeigt sich unter den Schülern eine Diskrepanz zwischen den Geschlechtern. Unter den Jungen und Mädchen zeigen sich Unterschiede bezüglich der Selbstständigkeit, körperlichen Entwicklung sowie der sozialen und emotionalen Reife. Schüler in diesem Alter, also zwischen dem 14. und 15. Lebensjahr, sind auf der Suche nach Identität. Der Lehrplan für die achte Jahrgangsstufe an Gymnasien in Bayern fordert vom Deutschunterricht, dass dieser die abstrahierte Denkweise der Schüler fördert. Der Literaturunterricht soll sich mit den Problemen sowie Schwierigkeiten aus dem eigenen Erfahrungs- und Interessenbereich der Jugendlichen auseinandersetzen. Die Schüler sollen in dieser Jahrgangsstufe die Fähigkeiten besitzen, Strategien zum Leseverstehen bewusst anzuwenden. Die Heranwachsenden sollen ihre persönlichen Erfahrungen zu den dargestellten Thema äußern und einen eigenen Standpunkt zu der Problematik gewinnen. Die Auswahl der Lektüre soll zielgruppenspezifisch sein, damit man die Schüler zum Lesen motivieren kann. Bei der Auswahl des Buches sollte ebenfalls darauf geachtet werden, ob es sich für fächerverbindende Arbeiten eignet, so dass man Unterrichtsprojekte durchführen kann.[4]

Die vom Lehrplan geforderten Anforderung kann das Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ erfüllen. Die Autorin Anne kann den Jugendlichen, während dem Prozess des Lesens, bei der Identitätssuche helfen, denn auch sie ist auf der Suche nach ihrer eigenen Identität. Das Werk eignet sich für den fächerverbindenden Unterricht mit den Schulfächern Geschichte und Religionslehre. Dort könnten die geschichtlichen Hintergründe und sozialen Aspekte aufgearbeitet werden. Ein fächerverbindendes Projekt ist auch denkbar.

4. Literaturhinweise

4.1 Biografien

Bouhuys, Mies: Anne, Kitty und die beiden Paulas. Bilder aus dem Leben Anne Franks, München, 1994.

Gold, Alison Leslie: Erinnerungen an Anne Frank. Nachdenken über eine Kinderfreundschaft, Ravensburg, 1998.

Heyl, Matthias: Anne Frank, Reinbek, 2002.

Lindwer, Willy: Anne Frank. Die letzten sieben Monate. Augenzeuginnen berichten, Frankfurt a. M., 1988.

Müller, Melissa: Das Mädchen Anne Frank. Die Biographie, München, 1998.

Pressler, Mirjam: Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank, Basel, 1992.

4.2 Monografien

Barnouw, David: Anne Frank. Vom Mädchen zum Mythos, München, 1999.

Braese, Stephan: Die andere Erinnerung. Jüdische Autoren in der westdeutschen Nachkriegsliteratur, Berlin, 2001.

Levin, Meyer: The Obsession, New York, 1973.

Steen, Jürgen: Anne aus Frankfurt. Leben und Lebenswelt Anne Franks, Frankfurt a. M., 1994.

Steenmeijer, Anna G. (Hrsg.): A Tribute to Anne Frank, New York, 1971.

Volker, Jakob: Anne Frank war nicht allein. Lebensgeschichte deutscher Juden in der Niederlande, Berlin, 1988.

Wilson, Clara: Alles Liebe, Otto: das Erbe Anne Franks. Der Briefwechsel zwischen Clara Wilson und Otto Frank, Basel, 1999.

4.3 Aufsätze

Loewy, Hanno: Das gerettete Kind. Die „Universalisierung“ der Anne Frank, In: Der Deutschunterricht (1997) H.4 S.28-39.

Young, James E.: Das Anne Frank Haus, In: J. E. Y. (Hrsg.): Mahnmale des Holocaust. Motive, Rituale und Stätten des Gedenkens, München, 1994, S.107-113.

4.4 Nachschlagewerke

Bedürftig, Friedemann: Das große Lexikon des Dritten Reiches, Augsburg, 1993.

Benz, Wolfgang (Hrsg.): Enzyklopädie des Nationalsozialismus, München, 1998.

Hürten, Heinz (Hrsg.): Deutsche Geschichte in Quellen und Darstellung. Weimarer Republik und Drittes Reich 1918-1945, Stuttgart, 1995.

North, Michael: Geschichte der Niederlande, München, 1997.

4.5 Bearbeitungen

Anne Frank- die letzten sieben Monate, Regie: Willy Lindwer, Produktion: AVA Produktion, Amstelveen NL, 1988.

Das Tagebuch der Anne Frank, Regie: Gareth Davies, Großbritannien/BBC, 1987.

4.6 Pädagogisches Material

Bildungsteam Berlin Brandenburg e.V., Woher kommt Judenhass? Und was kann man dagegen tun? Materialien, Methoden und Konzepte, Verlag an der Ruhr, 2007.

DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., Bausteine für eine nicht-rassistischen Bildungsarbeit, DGB-Bildungswerk Thüingen e.V., 2005.

4.7 Medien

CD-Rom der Anne Frank Stichting, Amsterdam: Anne Frank Haus. Ein Haus mit einer Geschichte, Amsterdam, 2002.

CD-Rom: Anne Frank Haus, Mattel Interactive, 2000.

4.8 Internet

www.annefrank.de

www.annefrank.nl

www.come.to/annefrank.de

www.antisemitismus.net

www.erinnern-online.de

4.9 Adresse

Anne Frank Zentrum Berlin e.V., Oranienburger Sraße 26, 10117 Berlin.

Anne Frank Haus, Postfach 730, 1000 AS Amsterdam/Niederlande.

[...]


[1] siehe hierzu genauer: Beisbart, O., Einführung in die Praxis des Deutschunterrichts,1985, S.26-30.

[2] Zweiter Weltkrieg: Krieg auf globaler Ebene von 1939-1945 (vergleiche hierzu genauer:

htpp://lexikon.meyers.de/meyers/Zweiter_Weltkrieg).

[3] vergleiche hierzu: Siebert, T., Anne Frank Tagebuch- Modelle für den Literaturunterricht 5-10,2001, S.7.

[4] siehe hierzu genauer: http://www.isb.bayern.de/isb/index.asp?Mnav=6&QnaV=4&Tnav=0&Nav==&LpSta=6&Styp=4&Fach=12.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze
Untertitel
Am literarischen Beispiel "Das Tagebuch der Anne Frank"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Kinder- und Jugendliteratur
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V154165
ISBN (eBook)
9783640664863
ISBN (Buch)
9783640665099
Dateigröße
6727 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schriftliche, Unterrichtsvorbereitung, Thema, Antijüdische, Gesetze, Anne, Frank
Arbeit zitieren
Ulrike M. S. Röhl (Autor), 2008, Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154165

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