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Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze

Am literarischen Beispiel "Das Tagebuch der Anne Frank"

Titel: Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze

Seminararbeit , 2008 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ulrike M. S. Röhl (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Hilfe der hier vorliegenden, von mir persönlich, im Rahmen des im Wintersemester 2007/08 an der Bayrischen Julius- Maximilians Universität Würzburg belegten Seminars in Didaktik der deutschen Sprache und Literatur „Kinder- und Jugendliteratur“, angefertigten Hausarbeit „Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze“ möchte ich mich konzentrierter mit einem Unterrichtsmodell zur Lektüre „Das Tagebuch der Anne Frank“ auseinandersetzen. Ehe man mit der Planung einer Unterrichtsstunde beginnen kann, muss man einige Vorüberlegungen anstellen. Als Lehrkörper ist man genötigt sich mit der ausgewählten Lektüre im Vorfeld intensiv auseinander zu setzen, um mögliche Themen für die Unterrichteinheit zu erarbeiten. Bei seinen Vorüberlegungen sollte der Lehrkörper eventuelle Schülerinteressen berücksichtigen. Bei den Vorüberlegungen zu meinem Unterrichtsmodell werde ich den Lehrplan, die Schülerinteressen, die Schülerfähigkeiten und mögliche Lernziele berücksichtigen. Anschließend werde ich eine Sach – und Didaktische Analyse durchführen, um in einem weiteren Schritt einen Unterrichtsvorschlag zu kreieren. Des Weiteren werde ich mein Unterrichtsmodell vorstellen. Jede Unterrichtsstunde muss auf die jeweilige Klasse abgestimmt werden, daher sollte man die jeweilige Lern- und Leistungssituation bei seiner Planung berücksichtigen. Abschließen werde ich mit einer Zusammenfassung meiner gewonnenen Ergebnissen.

„Das Tagebuch der Anne Frank“ kann sowohl als Symbol als auch als Dokument angesehen werden. Es stellt ein Symbol für die Judenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges dar. Gleichzeitig dokumentiert das literarische Werk die Lebensumstände und Reifungsprozesse der heranwachsenden Anne.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegung

3. Lehrplanbezug

4. Literaturhinweise

4.1 Biografien

4.2 Monografien

4.3 Aufsätze

4.4 Nachschlagewerke

4.5 Bearbeitungen

4.6 Pädagogisches Material

4.7 Medien

4.8 Internet

4.9 Adresse

5. Sachanalyse

5.1 Inhalt

5.2 Hauptfiguren

5.2.1 Otto, Edith und Margot Frank

5.2.2 Herr und Frau van Daan

5.2.3 Peter

5.2.4 Herr Dussel

5.3 Autorin

5.4 Buchauszeichnungen

5.5 Historischer Überblick

5.6 Sprach- und Erzählanalyse

5.7 Gattung

6. Didaktische Analyse

7. Unterrichtsmodell

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit verfolgt das Ziel, ein fundiertes Unterrichtsmodell für die Lektüre des „Tagebuchs der Anne Frank“ zu entwickeln, das Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe eine altersgerechte und reflektierte Auseinandersetzung mit den Themen Judenverfolgung, Identitätssuche und nationalsozialistische Diktatur ermöglicht.

  • Didaktische Einordnung und Begründung der Lektüre im Deutschunterricht
  • Analyse des Werks hinsichtlich Inhalt, Figurenkonstellation und Erzählform
  • Historische Kontextualisierung des Nationalsozialismus und der antijüdischen Gesetzgebung
  • Methodische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Antijüdische Gesetze“
  • Förderung von Zivilcourage, Toleranz und historischem Bewusstsein bei Heranwachsenden

Auszug aus dem Buch

5.1 Inhalt

Zu ihrem dreizehnten Geburtstag am 12. Juni 1942 bekommt das jüdische Mädchen Anne Frank von ihren Eltern ein Tagebuch geschenkt. Zu diesem Zeitpunkt wohnt sie noch zusammen mit ihrer Familie, die aus Vater Otto, Mutter Edith und ihrer drei Jahre älteren Schwester Margot besteht, am Merwedeplein in Amsterdam. Die jüdische Bevölkerung ist durch zahlreiche antijüdische Gesetzen sowie Verordnungen eingeschränkt. In ihrer ersten Tagebucheintragung äußert das junge Mädchen den Wunsch in ihrem Tagebuch eine Freundin zu finden. „Ich werde, hoffe ich, dir alles anvertrauen können, wie ich es noch bei niemandem gekonnt habe, und ich hoffe, du wirst mir eine große Stütze sein.“ Ihre Hoffnung wird sich erfüllen, Anne findet in ihrem Tagebuch eine Freundin, der sie sich anvertrauen kann. Sie beginnt eine persönliche Bindung zu ihrem Buch aufzubauen, daher gibt sie ihrem Tagebuch den Namen Kitty.

Vom 12. Juni 1942 bis zum 1. August 1944 führt Anne nun ihr Tagebuch. Auf Grund der immer bedrohlich werdenden Situation für Juden in Amsterdam, im Zuge des Zweiten Weltkrieges, beschließt die Familie Frank mit vier weiteren Juden in ein Hinterhaus zu flüchten. Dieses Hinterhaus befindet sich in dem Firmengebäude der ehemaligen Firma Otto Franks. Im Verlauf ihrer Tagebucheinträge notiert Anne ihre Eindrücke und Erfahrungen aus dem Leben im Versteck und schildert den Verlauf des Krieges. „Anne Frank beschreibt eine Lebenssituation, wie wir sie ohne ihre zweifellos vorhandene große Begabung und Ehrlichkeit, ohne ihren Humor und auch ohne ihre Aggressivität nicht nachempfinden könnten.“ Des Weiteren beschreibt Anne ihre Gefühle zu ihren Eltern sowie ihre Empfindung, die sie gegenüber ihrem Mitbewohner Peter hegt. In den 25 Monaten des Versteckens wächst Anne von einem kleinen Mädchen zu einer reifen jungen Frau heran. Drei Tage nach ihrer letzten Tagebucheintragung werden die acht Juden entdeckt und deportiert. Bis heute ist ungeklärt, wer die Familien verraten hat. Otto Frank war der einzige Überlebende der acht Juden. Er war es dann auch, der Annes Tagebuch veröffentlicht hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin legt das Ziel der Arbeit dar, ein Unterrichtsmodell zur Lektüre des „Tagebuchs der Anne Frank“ unter Berücksichtigung von Lehrplänen und Schülerinteressen zu entwerfen.

2. Vorüberlegung: Es werden die notwendigen Voraussetzungen, wie geschichtliche Vorkenntnisse und emotionale Reife, thematisiert, die für eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit der Lektüre im Unterricht erforderlich sind.

3. Lehrplanbezug: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Werks für die achte Jahrgangsstufe am Gymnasium, insbesondere im Hinblick auf Identitätssuche und fächerübergreifende Projektmöglichkeiten.

4. Literaturhinweise: Eine strukturierte Zusammenstellung weiterführender Quellen, darunter Biografien, Monografien, Aufsätze und mediale Umsetzungen, wird hier als fundierte Basis für die Unterrichtsplanung aufgeführt.

5. Sachanalyse: Hier erfolgt eine detaillierte inhaltliche Untersuchung des Tagebuchs, der Figuren, des historischen Kontextes sowie eine sprachliche und gattungsspezifische Einordnung des Werkes.

6. Didaktische Analyse: Auf Basis von Klafkis Kriterien wird der Bildungswert des Werks bestimmt und die Notwendigkeit einer emotionalen Identifikation der Schüler mit der Figur Anne Frank begründet.

7. Unterrichtsmodell: Ein konkreter Unterrichtsentwurf für eine 45-minütige Schulstunde zum Thema „Antijüdische Gesetze“ wird vorgestellt, wobei die Methode der Gruppendiskussion zur Reflexion diskriminierender Strukturen dient.

8. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass das Tagebuch trotz seiner sprachlichen Schlichtheit aufgrund seiner hohen didaktischen Relevanz ein ideales Werk ist, um bei Jugendlichen Verständnis für Opfer des Nationalsozialismus und Zivilcourage zu fördern.

Schlüsselwörter

Anne Frank, Tagebuch, Holocaust, Nationalsozialismus, Judengesetze, Unterrichtsmodell, Didaktik, Antisemitismus, Identitätssuche, Zeitgeschichte, Deutschunterricht, Jugendliche, Hinterhaus, Verfolgung, Literaturunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt eine schriftliche Unterrichtsvorbereitung für das Fach Deutsch dar, die sich mit dem didaktischen Einsatz des „Tagebuchs der Anne Frank“ befasst.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Im Mittelpunkt stehen die historische Aufarbeitung der Judenverfolgung im Nationalsozialismus, die literarische Analyse des Tagebuchs sowie die Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen bei Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines didaktisch begründeten Unterrichtsmodells, das Schülern einen authentischen Zugang zu den Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Die Arbeit nutzt die Methode der Sach- und didaktischen Analyse nach Wolfgang Klafki, um den Bildungsinhalt für eine achte Jahrgangsstufe zu selektieren und aufzubereiten.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fachwissenschaftliche Sachanalyse des Werks, eine didaktische Begründung für die Schullektüre und einen detaillierten Unterrichtsentwurf zum Thema „Antijüdische Gesetze“.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Holocaust-Didaktik, Identifikation, historisches Lernen, fächerübergreifender Unterricht und Antijüdische Gesetzgebung definiert.

Welchen pädagogischen Ansatz verfolgt die Unterrichtsstunde „Antijüdische Gesetze“?

Die Stunde nutzt eine Gruppendiskussion und Arbeitsaufträge, um Schülern die einschneidende Wirkung historischer Gesetze auf das tägliche Leben von Individuen durch einen Vergleich mit ihrem eigenen Alltag bewusst zu machen.

Warum ist das Tagebuch laut der Autorin ein besonders geeignetes Medium für den Unterricht?

Die Autorin argumentiert, dass das Werk durch die emotionale Nähe zum Opfer Anne Frank einen stärkeren aufklärerischen Charakter besitzt als reine historische Sachtexte und so die Identitätsfindung der Jugendlichen unterstützt.

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Details

Titel
Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze
Untertitel
Am literarischen Beispiel "Das Tagebuch der Anne Frank"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Kinder- und Jugendliteratur
Note
2,0
Autor
Ulrike M. S. Röhl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V154165
ISBN (eBook)
9783640664863
ISBN (Buch)
9783640665099
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schriftliche Unterrichtsvorbereitung Thema Antijüdische Gesetze Anne Frank
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ulrike M. S. Röhl (Autor:in), 2008, Schriftliche Unterrichtsvorbereitung zum Thema: Antijüdische Gesetze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154165
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