Bei der vorliegenden Arbeit wurden fünf Quellen zu den Anpassungen mit der intensiven Intervallmethode miteinander verglichen.
Mit der intensiven Intervallmethode kann vor allem die Schnelligkeitsausdauer trainiert werden. Typisch für diese Trainingsmethode ist der Wechsel zwischen relativ kurzen Belastungs- und Entlastungsphasen. Die aktiven Pausen zwischen den Intervallen dienen nur zur bedingten Erholung. Das Prinzip der lohnenden Pause bedeutet hier, dass man sich nur dem ersten Drittel der Gesamterholungszeit bedient, da sich in diesem der Körper zu etwa zwei Drittel regeneriert, während man bis zur vollständigen Erholung verhältnismäßig lange warten müsste. Typische Anpassungen dieser Methode sind:
- Dilatation der Herzhöhlen
- Vergrößerung des Herzens
- verbesserte Laktatproduktion
- verbesserte Pufferkapazität
- verbesserte Säuretoleranz
- Hypertrophie der Fast-Twitch-Fasern
Inhaltsverzeichnis
Es wurde kein explizites Inhaltsverzeichnis im PDF gefunden. Basierend auf der Struktur des Dokuments ergibt sich folgende logische Gliederung:
1. Einleitung und theoretische Einordnung der Intervallmethode
2. Physiologische Anpassungen durch die intensive Intervallmethode
3. Vergleichende Analyse der verwendeten Quellen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit vergleicht verschiedene sportwissenschaftliche Quellen zur intensiven Intervallmethode, um Diskrepanzen in deren Definition, Belastungsnormativen und trainingsphysiologischen Einordnung aufzuzeigen und die daraus resultierenden Anpassungserscheinungen zu analysieren.
- Unterschiedliche Systematisierungen der Intervallmethode in der Fachliteratur
- Physiologische Wirkmechanismen (Herzgrößenveränderung, Energiegewinnung)
- Belastungsnormative wie Intensität, Umfang und Pausengestaltung
- Methodische Bewertung der gewählten Fachquellen
Auszug aus dem Buch
Anpassungen durch Training mit der intensiven Intervallmethode
Wie uneinig sich Sportwissenschaftler mit der Intervallmethode sind, kann man schon daran erkennen, dass die Einteilungen in verschiedene Trainingsformen in allen Quellen unterschiedlich angegeben sind. Während Weineck zwischen extensiver und intensiver Intervallmethode sowie zwischen Kurzzeit-, Mittelzeit- und Langzeitintervallmethode unterscheidet (vgl. Weineck, 1996, S. 172), spricht Hollmann nur von der letzteren Unterteilung. Wobei hier allerdings die Belastungszeiten abweichen, die Kurzzeitintervallmethode gilt bis zu fünf Sekunden, die Mittelzeitintervallmethode zwischen sechs und 60 Sekunden und die Langzeitintervallmethode zwei bis drei Minuten (vgl. Hollmann, 2000, S. 424).
Bei Weineck beträgt die Kurzzeitintervallmethode 15 bis 60 Sekunden, die Mittelzeitintervallmethode eine bis acht Minuten und die Langzeitintervallmethode acht bis 15 Minuten (vgl. Weineck, 1996, S. 173). Allerdings wird von dieser Einteilung auf der nächsten Seite wieder abgeraten, da dabei unberücksichtigt bleibt, dass "ab etwa einer Reizdauer von 5-8 min der typische Effekt des Intervalltrainings - systematischer Wechsel von Arbeit und Pause-nur noch gering oder nicht mehr wirksam ist" (Weineck, 1996, S. 174). Zintl und Eisenhut hingegen sprechen von der extensiven Intervallmethode mit Langzeit- und Mittelzeitintervallen und von der intensiven Intervallmethode mit Mittelzeit-, Kurzzeit- und extremen Kurzzeitintervallen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und theoretische Einordnung der Intervallmethode: Dieses Kapitel thematisiert die mangelnde Konsensfähigkeit in der sportwissenschaftlichen Fachliteratur bezüglich der Klassifizierung und Definition der verschiedenen Intervalltrainingsformen.
2. Physiologische Anpassungen durch die intensive Intervallmethode: Hier werden die Wirkungen auf Herzmuskulatur, Energiegewinnung und Muskelfasertypen untersucht, wobei das Prinzip der lohnenden Pause zentral behandelt wird.
3. Vergleichende Analyse der verwendeten Quellen: Dieser Abschnitt bewertet die Qualität, Übersichtlichkeit und historische Relevanz der herangezogenen Fachliteratur kritisch.
Schlüsselwörter
Intervallmethode, intensive Intervallmethode, Sportwissenschaft, Belastungsnormative, Lohnende Pause, Hypertrophie, Herzvolumenarbeit, Energiegewinnung, Glykolyse, Laktatproduktion, Trainingswissenschaft, Leistungsfähigkeit, Fast-Twitch-Fasern, Anpassungsprozesse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Vergleich sportwissenschaftlicher Quellen zur intensiven Intervallmethode und analysiert die dabei auftretenden Unterschiede in Definition und Trainingssteuerung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Systematisierung der Trainingsformen, die physiologischen Anpassungseffekte sowie die kritische Gegenüberstellung verschiedener Fachautoren.
Was ist das Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie uneinheitlich die Fachliteratur das Intervalltraining definiert und welche Aussagen zu dessen Wirkungsweise (z.B. Herzgröße, Stoffwechsel) getroffen werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturvergleichende Analyse bzw. eine Inhaltsanalyse von Fachbüchern und Fachartikeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Divergenz der Einteilung des Intervalltrainings, die physiologischen Anpassungsmechanismen und die kritische Bewertung der Informationsqualität der Quellen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Intervallmethode, Belastungsnormative, physiologische Anpassung, Trainingswissenschaft und Lohnende Pause.
Welche Rolle spielt die "lohnende Pause" in der Arbeit?
Die Arbeit identifiziert die lohnende Pause als gemeinsames Kennzeichen aller Quellen, wobei die Autoren sich einig sind, dass vollständige Erholung nicht das Ziel der Pausengestaltung ist.
Wie bewertet die Autorin die Qualität der herangezogenen Quellen?
Die Autorin stellt fest, dass die Quellen in ihrer Verständlichkeit und methodischen Darstellung stark variieren – von gut verständlichen, tabellarischen Darstellungen bis hin zu komplexen, wissenschaftshistorischen Abhandlungen.
- Quote paper
- Nadine Gröschl (Author), 2010, Anpassungen durch Training mit der intensiven Intervallmethode - ein Literaturvergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154175