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Die Frauenbilder in Kleists 'Marquise von O.'

Julietta, eine typische Frau ihrer Zeit?

Título: Die Frauenbilder in Kleists 'Marquise von O.'

Trabajo de Seminario , 2007 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Olga Heckmann (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Das erste Mal veröffentlicht wurde die Novelle Marquise von O…. im zweiten Heft des Phöbus im Februar 1808, einem Journal von Heinrich von Kleist und Adam Heinrich Müller. Wie in einigen seinen Werken „lässt Kleist auch hier die eigentliche Novellenhandlung im kritischen Moment des ganzen Geschehens beginnen.“ Nämlich genau in dem Moment, als die Marquise ihr Gesuch nach dem Kindsvater in einem Intelligenzblatt veröffentlicht und hiermit einen gesellschaftlichen Skandal auslöst. Sie gibt darin öffentlich zu, unwissentlich schwanger geworden zu sein und den Kindsvater nicht zu kennen. Um die Tragweite des gesellschaftlichen Skandals verstehen zu können, bedarf es einer Untersuchung der zeitgenössischen Frauenrolle um 1800. Diese stelle ich am Anfang dieser Arbeit vor. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Untersuchung der Figur der Marquise von O…. , vor allem dem von ihr repräsentierten Weiblichkeitsbild. Es wird untersucht, ob sie als eine der wenigen zu dieser Zeit sich modern und zukunftsweisend verhält oder ob sie doch gefangen ist in den sozialen Zwängen ihrer Zeit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Rolle der Frau um 1800

2.1 Die Ehe um 1800

2.2 Heinrich von Kleists Frauenbild

3. Julietta, eine typische Frau ihrer Zeit?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Frauenbild in Heinrich von Kleists Novelle „Die Marquise von O.“ vor dem historischen Hintergrund der gesellschaftlichen Rollenverteilung um 1800, um zu klären, ob die Protagonistin Julietta lediglich ein zeitgenössisches Ideal verkörpert oder emanzipatorische Züge aufweist.

  • Gesellschaftliche Rollenmodelle für Frauen um 1800
  • Die rechtliche und soziale Situation der Ehefrau und Witwe
  • Kleists persönliches Frauenbild und dessen Einfluss auf seine Werke
  • Die Analyse von Julietta als Frau zwischen Anpassung und Autonomie

Auszug aus dem Buch

3. Julietta, eine typische Frau ihrer Zeit?

Die Novelle beginnt damit, dass die Marquise von O…, eine adelige Witwe „von vortrefflichem Ruf“ (7) und Mutter von zwei Kindern per Zeitungsannonce den Vater ihres ungeborenen Kindes sucht, da sie „ohne ihr Wissen in andere Umstände gekommen sey“.(7) Aus „Familienrücksichten“ (7) sei sie bereit, denjenigen, der sich als Vater zu erkennen gibt, zu heiraten.

Irritierend für den Leser ist, dass Kleist die Marquise zwar einerseits als „Dame von vortrefflichem Ruf“ (7) bezeichnet, die aber andererseits unbewusst schwanger geworden sein soll, was auf keinen Fall in das damalige Rollenverständnis einer adeligen Dame passt. Dass es auch für die damalige Zeit ein Skandal war, sich als Witwe derart in der Öffentlichkeit zu einer unbewussten Schwangerschaft zu bekennen, zeigt auch, dass Kleist die Orts- und Namensangaben jeweils mit Kürzeln versieht, offenbar um die Familie zu schützen und damit die wahre Begebenheit zu beweisen.

In einer Rückblende dann, erfahren wir wie es zu dieser Annonce kam. Am Anfang verkörpert die Marquise ein Idealbild einer Frau der damaligen Zeit. Sie war mit einem Marquis, „dem sie auf das Innigste und Zärtlichste zugethan war“ (8), verheiratet und lebte bis dieser auf einer Reise in Familienangelegenheiten starb, mit den zwei gemeinsamen Kindern auf dem Landsitz bei V. Danach zog die verwitwete Marquise wieder zurück zu ihren Eltern in das Kommandantenhaus ihres Vaters in der Zitadelle bei M… .

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung verortet das Werk im historischen Kontext und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Weiblichkeitsbildes der Marquise von O.

2. Die Rolle der Frau um 1800: Dieses Kapitel analysiert die zeitgenössischen Vorstellungen über Geschlechtscharaktere, die Stellung der Frau in Ehe und Gesellschaft sowie Kleists eigene Ansichten zur Bildung und Bestimmung der Frau.

2.1 Die Ehe um 1800: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und sozialen Erwartungen an die Ehe sowie die eingeschränkten Handlungsspielräume von Frauen in dieser Epoche beleuchtet.

2.2 Heinrich von Kleists Frauenbild: Dieses Unterkapitel untersucht, wie Kleists persönliche Überzeugungen und sein familiäres Umfeld sein literarisches Schaffen prägten.

3. Julietta, eine typische Frau ihrer Zeit?: Der Hauptteil untersucht anhand der Novelle, inwiefern Julietta den gesellschaftlichen Normen entspricht oder diese durch ihr Handeln in Frage stellt.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Julietta letztlich die gesellschaftliche Ordnung akzeptiert und ein autonomes Dasein für Frauen dieser Zeit nicht möglich war.

Schlüsselwörter

Heinrich von Kleist, Marquise von O., Frauenbild, 1800, Gesellschaftsnormen, Literaturanalyse, Feminismus, Emanzipation, Ehe, Patriarchat, Sozialgeschichte, Novelle, Geschlechtscharakter, Rollenverteilung, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Frauenbild in Heinrich von Kleists bekannter Novelle „Die Marquise von O.“ im Spiegel der historischen gesellschaftlichen Bedingungen um das Jahr 1800.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Frau in der Gesellschaft um 1800, das zeitgenössische Eherecht, die Bedeutung von gesellschaftlichem Ansehen sowie das Spannungsfeld zwischen weiblicher Emanzipation und patriarchaler Unterordnung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob die Protagonistin Julietta ein modernes, zukunftsweisendes Frauenbild verkörpert oder ob sie trotz individueller Widerstände in den sozialen Zwängen ihrer Zeit gefangen bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die den Primärtext mit zeitgenössischen philosophischen Schriften (u.a. Rousseau, Fichte) und historischer Fachliteratur zur Sozialgeschichte der Familie verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über die Frauenrolle um 1800 und eine detaillierte Textanalyse der Figur der Marquise, von ihrer anfänglichen Passivität bis hin zu ihrem versuchten Ausbruch aus dem sozialen Gefüge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind das Geschlechtscharakter-Modell des 19. Jahrhunderts, die bürgerliche Ehe, gesellschaftliche Stigmatisierung, weibliche Subjektivität und die patriarchale Familienstruktur.

Wie bewertet die Autorin die Annonce der Marquise?

Die Annonce wird als skandalöser, aber emanzipatorischer Akt interpretiert, der den bewussten Bruch der Marquise mit der damals geltenden bürgerlichen Moral markiert.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über die Autonomie der Frau?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein Bewahren von autarker Identität für Frauen in dieser Zeit faktisch unmöglich war, da gesellschaftliche Normen eine Rückkehr in patriarchale Abhängigkeitsverhältnisse erzwangen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Frauenbilder in Kleists 'Marquise von O.'
Subtítulo
Julietta, eine typische Frau ihrer Zeit?
Universidad
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Curso
Proseminar Heinrich von Kleist
Calificación
1,0
Autor
Olga Heckmann (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
15
No. de catálogo
V154179
ISBN (Ebook)
9783640664887
ISBN (Libro)
9783640665136
Idioma
Alemán
Etiqueta
Frauenbilder Kleists Marquise Julietta Zeit Marquise von O. Frau Frauenbild Frauenrolle Rolle der Frau Kleist Bild der Frau
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Olga Heckmann (Autor), 2007, Die Frauenbilder in Kleists 'Marquise von O.', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154179
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