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Dampfkraft als Voraussetzung der Industrialisierung

Title: Dampfkraft als Voraussetzung der Industrialisierung

Seminar Paper , 2010 , 31 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tobias Karcher (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Im Jahr 1712 entwickelte der Erfinder Thomas Newcomen die erste nutzbare Dampfmaschine im englischen Staffordshire. Über die nächsten Jahrzehnte hinweg folgten weitere Verbesserungen an der Dampfmaschine und Folge-Innovationen, sodass die Dampfkraft, hier vor allem die Dampfmaschine, ohne Zweifel eine der wichtigsten innovativen Faktoren für die gegen Ende des 18. Jahrhunderts begonnene Industrialisierung war. Thomas S. Ashton, britischer Wirtschaftshistoriker und ehemals Professor an der University of London, schrieb in diesem Zusammenhang von der Dampfmaschine als Auslöser, der die Industrie in das moderne Zeitalter katapultierte. Die Frage, ob die Dampfkraft letztendlich wirklich die Voraussetzung für die Industrialisierung war, möchte ich auf den folgenden Seiten beantworten. Dabei ist zu klären, inwieweit die Wasserkraft, hier vor allem das Wasserrad und Wasserturbinen, Auswirkungen auf den technischen Fortschritt sowie die Industrialisierung hatten. Ebenso ist zu untersuchen, ob die Beziehung zwischen Dampfkraft und Wasserkraft im Kontext der industriellen Verwendung eher einen substitutiven oder einer komplementären Charakter ausweist. Um diese Fragen beantworten zu können, wird a priori die Industrielle Revolution in England und den USA genauer erklärt. Anschließend wird die jeweilige Technologie der Dampf- und Wasserkraft näher erläutert. Daraufhin folgend werde ich mich mittels mehrerer Analysepunkte einem Vergleich der Dampfkraft und der Wasserkraft widmen. Dabei möchte ich die temporale und geographisch-regionale Verbreitung der Dampf- und Wasserkraft in England und den USA analysieren, bevor die Verwendungsbereiche dargestellt werden. Dampf- und Wasserkraft bedeuten auch zwei unterschiedliche Kostenstrukturen, die im Anschluss daran näher untersucht werden. Ob die Dampfkraft letztendlich wirklich die Voraussetzung für die Industrialisierung in England und den USA war und welchen Stellenwert die Wasserkraft in diesem Prozess hatte, wird am Ende der Arbeit zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Industrialisierung

2.1. Definition und Bedeutung

2.2. Industrielle Revolution in England und den USA

3. Dampfkraft und Wasserkraft im Vergleich

3.1. Technologie

3.2. Zeitliche Verbreitung in England und den USA

3.3. Geographische Verteilung in England und den USA

3.4. Verwendungsbereiche

3.5. Vergleich der Kostenstruktur

3.6. Ergebnis & Interpretation

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob die Dampfkraft im 19. Jahrhundert zwingend als notwendige Voraussetzung für den Industrialisierungsprozess in England und den USA anzusehen ist. Dabei wird insbesondere der Stellenwert der Wasserkraft als alternative Energiequelle analysiert, um eine fundierte Einordnung beider Antriebstechnologien vorzunehmen.

  • Historische Entwicklung der Dampfmaschine und Wasserkraft
  • Zeitliche und regionale Diffusionsanalyse der Technologien
  • Vergleich der Kostenstrukturen von Dampf- und Wasserkraft
  • Einfluss der Corliss-Dampfmaschine in Schlüsselsektoren
  • Bewertung von substitutiven versus komplementären Beziehungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Technologie

Obwohl einige Versuche zur Konstruktion einer Dampfmaschine schon vor Anfang des 18. Jahrhunderts stattfanden, wird als erste erfolgreiche Entwicklung einer Dampfmaschine die atmosphärische Dampfmaschine von Thomas Newcomen (1712) gewertet Verbesserungen an dieser Dampfmaschine durch James Watt (ca. 1769) ermöglichten im späten 18. Jahrhundert schließlich erstmals die Nutzung für industrielle Zwecke. Wie auch die Maschine von Newcomen war sie eine „low-pressure engine“, d.h. dass hier ein noch etwas geringerer Druck aufgebaut wird und die Dampfmaschine sowohl bei der Kondensation als auch bei der Befüllung des Zylinders arbeitet. 1803-1804 wurde in England und den USA parallel die „high-pressure engine“ von Richard Trevithick und Oliver Evans entwickelt und eingeführt. Sie kennzeichnet sich dadurch, dass hier ein viel höherer Druck aufgebaut wurde und ein Kondensator nicht mehr benötigt wurde. Erst diese Weiterentwicklung ermöglichte den Einsatz in Dampflokomotiven. Zu beobachten ist hierbei, dass es in England eine starke Konzentration auf „low-pressure engines“ gab, während man in den USA „high-pressure engines“ bevorzugte. Die Unterschiede waren anfänglich marginal; zwar wurden „high-Pressure engines“ wesentlich schneller abgeschrieben, jedoch hatten sie durch die Einführung der Corliss Dampfmaschine, einer Weiterentwicklung der „high-pressure engine“, ab 1840 einen Effizienzvorteil, waren leichter transportierbar, weniger komplex und vielseitiger anwendbar.

Bei der Wasserkraft kam es verglichen zur Dampfkraft im 19. Jahrhundert nur zu wenigen Innovationen beziehungsweise Fortschritten. Man war trotz Innovationen weiterhin an einen gewissen Ort gebunden, wo man sich durch Wasserrechte Zugang zu einem Strom oder Fluss erkaufen musste. Man nutzte vor allem das Wasserrad, das über das 19. Jahrhundert hinweg immer weniger Abnehmer fand.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Industrialisierung, die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Industrialisierung: Definition der Industrialisierung und Darstellung der historischen industriellen Revolution in England und den USA.

3. Dampfkraft und Wasserkraft im Vergleich: Detaillierte Analyse der technologischen Aspekte, regionalen und zeitlichen Ausbreitung, Anwendungsbereiche und Kostenvergleiche.

4. Zusammenfassung: Fazit und Zusammenführung der Erkenntnisse über den Stellenwert von Dampf- und Wasserkraft im 19. Jahrhundert.

Schlüsselwörter

Industrialisierung, Dampfkraft, Wasserkraft, Dampfmaschine, Industrielle Revolution, Kostenstruktur, Energiequelle, Corliss-Dampfmaschine, Technologie-Diffusion, England, USA, Wirtschaftsgeschichte, Energieversorgung, Produktionsfaktoren, Strukturwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Dampfkraft im 19. Jahrhundert die fundamentale technologische Voraussetzung für den Erfolg der Industrialisierung war.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der technologische Vergleich zwischen Dampfmaschinen und Wasserrädern, deren Verbreitung, Kostenverhältnisse und ihre spezifische Anwendung in verschiedenen Industriezweigen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob Dampf- und Wasserkraft als Substitute oder komplementäre Technologien fungierten und ob die Dampfkraft tatsächlich unverzichtbar für die industrielle Entwicklung in England und den USA war.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse basierend auf Wirtschaftsdaten, Tabellen und historischen Statistiken zur technologischen Verbreitung und Kostenentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die technologischen Unterschiede, die geografische Verbreitung, die Sektoren-spezifischen Verwendungsbereiche und einen detaillierten Vergleich der Kostenstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Industrialisierung, Dampfkraft, Wasserkraft, Corliss-Dampfmaschine, Energieversorgung und ökonomischer Strukturwandel.

Warum war die Dampfkraft in England anders zu bewerten als in den USA?

In England setzte die Industrialisierung früher ein und die Dampfmaschine verbreitete sich rasch; in den USA hingegen blieb die Wasserkraft noch bis weit in das 19. Jahrhundert hinein eine wettbewerbsfähige und häufig genutzte Energiequelle.

Was zeigt die Analyse der Kostenstrukturen?

Die Analyse verdeutlicht, dass die Kostenunterschiede zwischen Dampf- und Wasserkraft pro PS oft gering waren und die Wasserkraft aufgrund von standortspezifischen Vorteilen und günstigen Langzeitverträgen für viele Unternehmen attraktiv blieb.

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Details

Title
Dampfkraft als Voraussetzung der Industrialisierung
College
University of Hohenheim
Grade
1,7
Author
Tobias Karcher (Author)
Publication Year
2010
Pages
31
Catalog Number
V154190
ISBN (eBook)
9783640668359
ISBN (Book)
9783640668434
Language
German
Tags
Dampfkraft Voraussetzung Industrialisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Karcher (Author), 2010, Dampfkraft als Voraussetzung der Industrialisierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154190
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