Der Schwerpunkt der vorliegenden Thesis ist die Darstellung der Investor Relations-Tätigkeit deutscher börsennotierter Unternehmen (DAX-30) in Bezug auf die Zielgruppe der Privatanleger. Hierbei soll dem Leser zunächst ein grundlegender Überblick im Bereich Investors Relations vermittelt werden. Im Verlauf der Thesis wird dann das Thema in Bezug auf die Besonderheiten der Privatanleger konkretisiert. Es sollen des Weiteren die Instrumente des Investors Relations und deren Erfolgsfaktoren privatanlegerorientiert aufgezeigt und auf Praxiseinsatz geprüft werden mit einer empirischen Studie im DAX-30.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Begriffsdefinition Public Relations, Investor Relations, Investor Marketing
2.2 Einordnung der Investor Relations-Tätigkeit im Unternehmen
2.3 Einordnung und Stellenwert des Privatanlegers als Investor
3 EINSATZ VON KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTEN DES INVESTOR MARKETINGS ZUR ERREICHUNG VON PRIVATANLEGERORIENTIERTEN ZIELSETZUNGEN
3.1 Privatanlegerorientierte Zielsetzungen des Investor Marketings
3.1.1 Finanzpolitische Ziele
3.1.2 Kommunikationspolitische Ziele
3.2 Privatanlegerorientierte Kommunikationsinstrumente des Investor-Marketings
3.2.1 Persönliche Instrumente
3.2.2 Unpersönliche Instrumente
3.3 Zuordnung der Privatanleger-orientierten Kommunikationsinstrumente zu den Investor Marketing-Zielsetzungen
3.3.1 Zuordnung der persönlichen Instrumente zu den Investor-Marketing-Zielsetzungen
3.3.2 Zuordnung der unpersönlichen Instrumente zu den Investor Marketing-Zielsetzungen
3.4 Zwischenbetrachtung der Kommunikationsinstrumente des Investor Marketings
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTE DES INVESTOR-MARKETINGS IM DAX-30
4.1 Zielsetzung der empirischen Untersuchung
4.2 Anforderung an die empirische Untersuchung
4.2.1 Datenerhebungsproblematik
4.2.2 Aufbau
4.2.3 Grundgesamtheit
4.2.4 Gestaltung des Fragebogens
5 AUSWERTUNG UND ZUSAMMENFASSUNG DER GEWONNENEN ERKENNTNISSE
5.1 Rücklaufquote
5.2 Auswertung der Untersuchung
5.2.1 Relevanz des Privatanlegers
5.2.2 Angaben zu IR-Abteilung
5.2.3 Instrumente und Ziele des IR
5.3 Fazit aus den gewonnenen Erkenntnissen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Investor Relations-Tätigkeit deutscher DAX-30-Unternehmen im Hinblick auf die Zielgruppe der Privatanleger zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch spezifische Kommunikationsinstrumente privatanlegerorientierte Zielsetzungen erreichen können und welchen Stellenwert diese Zielgruppe in der Praxis tatsächlich einnimmt.
- Grundlagen der Public Relations, Investor Relations und des Investor Marketings
- Analyse privatanlegerorientierter Kommunikationsinstrumente
- Kausale Wirkungsbeziehungen zwischen IR-Instrumenten und Unternehmenszielen
- Empirische Untersuchung der Praxisrelevanz bei DAX-30-Unternehmen
- Optimierungsansätze für die Investor Relations-Kommunikation
Auszug aus dem Buch
3.2.1.1 Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist ein wichtiges Organ einer AG und gilt als deren „Visitenkarte“. An dieser kann jeder Aktionär teilnehmen, sein Stimmrecht ausüben und Auskunft verlangen. Insbesondere der Privatanleger hat hier die Möglichkeit, über das Auskunftsrecht sachdienliche Informationen direkt von der Führungsebene zu erhalten. Eine Beschränkung des Fragerechtes existiert nur hinsichtlich Insider-Informationen, Informationen die der Gesellschaft Schaden zufügen, sowie der geplanten Tagesordnung der Hauptversammlung. Trotzdem sind in der Regel nur wenige private Aktionäre anwesend. Privataktionäre können Ihre Stimmrechte auf Dritte übertragen (in der Regel Banken). Um diesem Trend entgegenzuwirken, sind Anreize für Privataktionäre denkbar zum Beispiel in Form von erhöhten Dividendenansprüchen aus Aktien oder Sonderkonditionen für Firmenprodukte. Das Unternehmen erhöht damit die Attraktivität für Privatanleger.
Die häufig geringe Teilnahme von Privataktionären an der Hauptversammlung ist nicht mit mangelndem Interesse gleichzusetzen. Der Privatanleger kann die Hauptversammlung auch im Internet in Form von Live-Übertragungen verfolgen. Überdies werden wichtige Aussagen für Privatanleger von der Presse dokumentiert und in den Medien aufgearbeitet.
Ein weiterer Ansatz um eine erhöhte Beteiligung von Privatanlegern zu erreichen, ist der Ausbau der Hauptversammlung nach amerikanischem Vorbild zum Unterhaltungsevent. Allerdings ist aufgrund des kulturellen Unterschieds eine direkte Übertragung des Konzeptes schwer umsetzbar.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz des Themas im Kapitalmarkt und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Es werden grundlegende Begriffsdefinitionen wie Public Relations, Investor Relations und Investor Marketing dargelegt sowie die Stellung des Privatanlegers eingeordnet.
3 EINSATZ VON KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTEN DES INVESTOR MARKETINGS ZUR ERREICHUNG VON PRIVATANLEGERORIENTIERTEN ZIELSETZUNGEN: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Ziele und Instrumente des Investor Marketings und untersucht deren theoretische Wirkungszusammenhänge.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG DER KOMMUNIKATIONSINSTRUMENTE DES INVESTOR-MARKETINGS IM DAX-30: Hier wird der methodische Rahmen der Befragung von DAX-30-Unternehmen zur Praxisrelevanz der IR-Instrumente beschrieben.
5 AUSWERTUNG UND ZUSAMMENFASSUNG DER GEWONNENEN ERKENNTNISSE: Der letzte Teil analysiert die Ergebnisse der Unternehmensbefragung und zieht ein Fazit über die Rolle der Privatanleger in der aktuellen IR-Praxis.
Schlüsselwörter
Investor Relations, Investor Marketing, Privatanleger, DAX-30, Kommunikation, Unternehmenswert, Kapitalmarkt, Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Ad-hoc-Publizität, Equity Story, Finanzkommunikation, Aktien, Stakeholder, Öffentlichkeitsarbeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit und Praxisrelevanz von Kommunikationsinstrumenten, die börsennotierte Unternehmen (DAX-30) einsetzen, um Privatanleger als Zielgruppe anzusprechen und langfristig zu binden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die theoretischen Grundlagen des Investor Marketings, die Einordnung der IR-Funktion in Unternehmen sowie die Verknüpfung von Finanz- und Kommunikationszielen durch gezielte Instrumente.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie IR-Instrumente genutzt werden können, um den Unternehmenswert zu steigern und gleichzeitig eine stabile Privatanlegerbasis durch eine effiziente Kommunikationsstrategie zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine empirische Primärerhebung in Form einer schriftlichen Befragung der IR-Abteilungen aller im DAX-30 notierten Unternehmen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Ziel-Instrument-Beziehungen und eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten hinsichtlich der Relevanz und Häufigkeit verschiedener IR-Instrumente.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Investor Relations, Investor Marketing, Privatanleger, Finanzkommunikation, Unternehmenswert und DAX-30.
Welche Rolle spielt die Hauptversammlung als Instrument?
Die Hauptversammlung dient als zentrales, gesetzlich vorgeschriebenes Kommunikationsinstrument, wobei der Autor diskutiert, wie durch Anreize oder moderne Gestaltung die Teilnahme von Privatanlegern gesteigert werden kann.
Was ist das Fazit zur Zusammenarbeit von IR und Marketing?
Die Untersuchung ergibt, dass der Begriff "Investor Marketing" zwar in der Theorie diskutiert wird, in der Unternehmenspraxis des DAX-30 jedoch kaum eine explizite, organisatorisch abgegrenzte Zusammenarbeit zwischen IR und Marketing-Abteilung stattfindet.
- Quote paper
- Jan-Christoph Drewicke (Author), 2010, Einsatz von Kommunikationsinstrumenten des Investor Marketings zur Erreichung von privatanlegerorientierten Zielsetzungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154196