Der Vulkanausbruch in Island und die wirtschaftlichen Folgen


Seminararbeit, 2010

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Ereignisse des Vulkanausbruch

2 Auswirkungen / Vorkommnisse
2.1 Entstandene Probleme
2.2 Besondere Vorkommnisse
2.3 Auswirkungen auf die Wirtschaft
2.4 Beispiel Lufthansa
2.5 Verlagerung der Transportwege
2.6 Vergleich zu anderen Katastrophen
2.7 Vergleich der Vorgehensweisen
2.8 Präventionsmaßnahmen für Unternehmen
2.9 Standardisierung im Ernstfall

3 Fazit und Ausblick

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Thema „Der Vulkanausbruch auf Island und die wirtschaftlichen Folgen“. Die Problemstellung besteht aus der konkreten Darstellung der wirtschaftlichen Folgen für die gesamte Wirtschaft und spezielle Folgen für einzelne Unternehmen.

1.2 Vorgehensweise

Der Studierende wird im ersten Teil der Seminararbeit eine chronologische Auflistung der Ereignisse darstellen. Danach geht der Studierende auf die besonderen Vorkommnisse ein. Die entstandenen Probleme für die Wirtschaft werden anschließend aufgezeigt. Die wirtschaftlichen Folgen stellt der Studierende nochmal am Beispiel der Deutschen Lufthansa A.G. dar. Im Anschluss an das Beispiel wird der Studierende noch Vergleiche zu anderen Umweltkatastrophen und deren Folgen ziehen. Auf Grundlage der zusammengetragenen und ausgewerteten Informationen werden Präventionsmaßnahmen dargestellt. Zum Schluss der Seminararbeit wird ein abschließendes Fazit gezogen.

1.3 Ereignisse des Vulkanausbruch

Der Vulkan Eyjafjallajökull brach am 21.März 2010 aus, nachdem er zuvor 200 Jahre lang keinen Ausbruch verzeichnete[1]. Viele schaulustige Menschen versammelten sich rund um den Vulkan um das Naturschauspiel mitzuerleben. Am 14. April 2010 intensivieren sich die Aktivitäten des Vulkans[2]. Durch die dadurch entstehende Hitze schmilzt der Gletscher auf dem Eyjafjallajökull. Das Gletscherwasser strömt den Vulkan hinab und überflutet eine Schnellstraße, welche daraufhin zum Teil von Mitarbeitern der ortsansässigen Verkehrsbetriebe teilweise eingerissen wurde, um dem Wasser den Abfluss ins Meer zu erleichtern. Dieser kontrollierte Abbau verhindert größere Schäden an der Straße[3]. Menschen in der Umgebung wurden nach dem zweiten Ausbruch des Vulkans aus ihren Häusern evakuiert[4]. Bei dem zweiten Ausbruch des Eyjafjallajökull wurden sehr große Mengen Lava Asche in die Luft geschleudert. Die erste Folge war die Sperrung des isländischen Luftraumes darauf folgt der norwegische Luftraum[5]. Fachleute sprechen von einer Intensivierung des Ausbruchs durch die Wechselwirkung zwischen Eis und Lava. Die Kombination verstärkt die Rauchbildung[6]. Am 15. April 2010 schließt der Flughafen London-Heathrow[7]. Einen Tag danach, am 16. April 2010, fallen circa 60 Prozent der europäischen Flüge aus. In Deutschland schließt der letzte Flughafen in den Abendstunden[8]. Die Auswirkungen des Ausbruchs sind zu diesem Zeitpunkt weltweit anhand von hunderttausenden festsitzenden Passagieren festzustellen[9]. Die gestrandeten Passagiere setzten ihre Reisen zum Teil mit Fähren, Bussen oder per Bahn fort. Am 19. April 2010 werden die ersten Flugverbote gelockert und einige Maschinen starten im Sichtflug. Der Kapitän des Flugzeuges entscheidet über einen Start oder über das Verweilen am Boden[10]. In Deutschland konnten einige Flüge mit Sondergenehmigungen am 20. April 2010 stattfinden. Das Flugverbot wird in Deutschland am 21. April 2010 um 11.00 Uhr aufgehoben und der reguläre Flugverkehr im Passagier- und Frachtbereich kann wieder aufgenommen werden[11]. Am 4. und 7. Mai 2010 kommt es erneut zu Einschränkungen bei Transatlantikflügen und zeitweise werden die Flughäfen in Irland und Schottland gesperrt[12], am nächsten Tag dehnt sich die Sperrung auf Teile Spaniens, Portugals und Frankreichs aus[13]. Die deutschen Flughäfen München, Stuttgart, Friedrichshafen und Augsburg sind am 9. Mai wieder gesperrt[14]. Nachdem der Flugverkehr in Deutschland wieder freigegeben wurde, zieht am 11. Mai 2010 erneut eine Aschewolke über den Süden Europas und verursacht Flugeinschränkungen in Spanien, Marokko und Portugal[15]. Der 16. Mai 2010 verzeichnet neue Ausbrüche des Vulkans und damit verbunden ist der Zusammenbruch des Flugverkehrs in Nordeuropa[16].

2 Auswirkungen / Vorkommnisse

2.1 Entstandene Probleme

Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull in Island brachte viele verschiedene Probleme mit sich, mit denen zuerst nicht gerechnet werden konnte. Demnach konnten sich die Unternehmen und auch die betroffene Bevölkerung nicht vorbereiten. In vielen Bereichen bildete sich eine Problemkette, denn ein gelöstes Problem warf in der Ausnahmesituation ein neues Problem auf. Der Transport über den Luftverkehr stand circa 5 Tage lang nicht zur Verfügung. Und die betroffenen Unternehmen mussten ad hoc handeln. Somit standen Übergangslösungen zur Verfügung die nicht ideal für alle Beteiligten waren. Alle nordeuropäischen Flughäfen mussten nacheinander geschlossen werden. Damit kam es zu einem Zusammenbruch des kompletten Flugverkehrs im genannten Bereich. Die Fluggesellschaften konnten ihre Flüge nicht ausführen, was zur Folge hatte, dass Passagiere an ihren Reisezielen oder gar am Heimatflughafen „gestrandet“ waren. Diese Passagiere mussten von den Fluggesellschaften vorsorgt werden. Die Urlauber, die nicht mehr nach Hause transportiert werden konnten, wurden mit weiteren Hotelübernachtungen an ihren Reisezielen versorgt. Zum Zeitpunkt als noch nicht alle nordeuropäischen Flughäfen gesperrt waren, wurden die Flüge zu anderen Flughäfen, zum Teil außer Landes, umgeleitet. In diesen Fällen mussten die Reisen via Bahnverkehr fortgesetzt werden. Die sogenannten „gestrandeten“ Passagiere an den Flughäfen führten zu einer Überfüllung der Wartehallen und des gesamten Flughafengebäudes. Ein erhöhter Personalbedarf seitens der Flughafenbetreiber und der der Airlines war die Folge. Die Ungewissheit der Reisenden betraf hauptsächlich die Informations- und Servicecenter der Fluggesellschaften[17].Die Fluggesellschaften und die Flughäfen waren gezwungen ihre Dienstpläne zu ändern, um diese Ausnahmesituation zu bewältigen. Die Versorgung innerhalb des Flughafens mit Lebensmitteln und Getränken musste sichergestellt werden. Nicht nur der Personenverkehr war betroffen, sondern auch der Warenverkehr[18]. An den Flughäfen standen zeitweise einige tausend Tonnen Fracht, deren Beförderung ebenfalls nicht möglich war. Das Personal der jeweiligen Fluggesellschaft musste weitaus mehr Lagerfläche schaffen, als eigentlich zur Verfügung stand. Der normale Warenverkehr bei Fluggesellschaften lässt eine Planung der Lagerkapazitäten zu, aber in dieser besonderen Situation konnten diese Lagerpläne nicht weiter verfolgt werden. Die Lieferverzögerung und der daraus resultierende Lieferstopp durch die Schließung der nordeuropäischen Flughäfen betraf viele Unternehmen weltweit. Als die Gefahren der Aschewolke erkannt und eingegrenzt werden konnten, wurde den Fluggesellschaften von der Deutschen Flugsicherung freigestellt, die ersten Flüge auf eigene Verantwortung durchzuführen. Die Fluggesellschaften nutzten diese Flüge um die größten Probleme zu lösen. Mancherorts waren die Überfüllungen einiger Terminals der Flughäfen nicht mehr tragbar. Das Problem der Fluggesellschaften bestand in der Gewährleistung der Sicherheit. Somit hatte der eingeteilte Pilot die Entscheidung zu treffen, ob er das Risiko eingeht und die Verantwortung trägt. Die bis dahin entstandenen Verzögerungen des Flugplanes wurden durch diese Maßnahmen nur sehr gering beeinflusst. Die Fluggesellschaften konnten diese Ausnahmeregelung nur zur Beseitigung sogenannter Extremsituationen nutzen.

[...]


[2] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-2.html

[3] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-4.html

[4] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-5.html

[5] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-7.html

[6] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-9.html

[7] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-10.html

[8] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-12.html

[9] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-1_pos-13.html

[10] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-18.html

[11] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-22.html

[12] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-24.html

[13] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-25.html

[14] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-26.html

[15] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-28.html

[16] http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/island294_mtb-2_pos-30.html

[17] http://www.welt.de/wirtschaft/article7216447/Island-Vulkan-verbrennt-taeglich-Hunderte-Millionen.html

[18] http://webtv.internationaltransportforum.org/

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Der Vulkanausbruch in Island und die wirtschaftlichen Folgen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V154274
ISBN (eBook)
9783640667062
ISBN (Buch)
9783640667147
Dateigröße
413 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vulkanausbruch, Eyjafjallajökull, Island, wirtschaftliche Folgen, Flugverbot, wirtschaftliche Auswirkungen, Sperrung des Luftraumes, Folgen, Thema Eyjafjallajökull
Arbeit zitieren
Florian Biesken (Autor), 2010, Der Vulkanausbruch in Island und die wirtschaftlichen Folgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154274

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