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Filmmusikanalyse zu dem Film "Trainspotting"

Titel: Filmmusikanalyse  zu dem Film "Trainspotting"

Seminararbeit , 2010 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Martin Philipp Wiesert (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der vorliegenden Seminararbeit handelt es sich um eine eigenständige Analyse und Interpretation des Einsatzes von Musik in dem Film TRAINSPOTTING. Eine Basis dafür bieten einige der filmmusikwissenschaftlichen Theorien von Diedrichsen und Chion, die im Seminar behandelt wurden und auf die an späterer Stelle näher eingegangen wird. Außerdem werden noch Literaturen zur Hilfe herangezogen, die Fakten und weiterführende Überlegungen zum Film beinhalten. ...
Eine Filmmusikanalyse zu diesem erfolgreichen und bekannten Film bietet sich somit an. Nach dieser Einleitung erfolgt ein Kapitel zur Auswahl der Filmmusik. In den weiteren Kapiteln wird die eigentliche Filmmusikanalyse anhand ausgewählter Sequenzen oder Szenen vorgenommen. Dazu gehören das Verhältnis der Musik zu anderen Tonebenen des Films, das Verhältnis von Musik und Bild, das des Musikrhythmus zum Schnittrhythmus und die Verbindung zwischen der Musik und den Protagonisten sowie dem Zuschauer. Abschließend erfolgt ein Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Musikauswahl

3. Verhältnis von Musik und anderen Tonebenen

4. Verhältnis von Musik und Bild

5. Verhältnis von Musikrhythmus und Schnittrhythmus

6. Soziale Faktoren

6.1 Musik und Protagonisten

6.2 Musik und Zuschauer

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht mittels einer filmmusikwissenschaftlichen Analyse den funktionalen Einsatz von Musik im Spielfilm TRAINSPOTTING von Danny Boyle. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse des Verhältnisses zwischen Musik, Bild und Narration sowie der Wirkung auf die Protagonisten und den Zuschauer.

  • Analyse der Filmmusikfunktion und ihrer narrativen Einbettung
  • Untersuchung des Verhältnisses von Musik, Bild und Schnittrhythmus
  • Darstellung der Musik als Ausdruck subkultureller Lebensgefühle
  • Bedeutung der Musikauswahl für die Charakterentwicklung
  • Wirkungsästhetik von Musik auf das Nachempfinden von Szenen beim Zuschauer

Auszug aus dem Buch

Verhältnis von Musik und Bild

Das Filmbild wird auf inhaltlicher, atmosphärischer und selbstreflexiver Ebene von der Musik unterstützt.

Stellvertretend für die inhaltliche Verbindung zwischen Musik und Bild steht die Sequenz, in der Mark Rentons Freund aus Edinburg Francis Begbie wegen eines Raubüberfalls auf der Flucht vor der Polizei ist und sich in Marks Londoner Wohnung versteckt (01:00:51 – 01:03:48). Zu hören ist die Britpop-Band Pulp mit einem Auszug aus ihrem Lied Mile End, in dem es heißt: „We didn't have nowhere to live, we didn't have nowhere to go, 'til someone said: ’I know this place off Burditt Road.’ It was on the fifteenth floor, it had a board across the door. It took an hour to pry it off and get inside. It smelt as if someone had died. The living-room was full of flies. The kitchen sink was blocked. The bathroom sink not there at all. Ooh, it's a mess alright. Yes, it's Mile End. And now we're living in the sky. I'd never thought I'd live so high, just like Heaven, if it didn't look like Hell. The lift is always full of piss. The fifth floor landing smells of fish, not just on Friday, every single other day. Below the kids come out tonight, they kick a ball and have a fight and maybe shoot somebody, if they lose at pool. Ooh, it's a mess alright. Yes, it's Mile End.“

Der Text beschreibt beinahe exakt die schlechte Wohnsituation Mark Rentons in einem renovierungsbedürftigen Haus. Durch die Anwesenheit des unordentlichen Begbies wird die Wohnung noch dreckiger und Mark ist genervt von seinem Besuch. Einige Textpassagen erklingen inhaltlich passend zu einzelnen Einstellungen. So sieht man zum Beispiel während den Zeilen „It was on the fifteenth floor, it had a board across the door. It took an hour to pry it off and get inside. It smelt as if someone had died“ Mark Renton tatsächlich den Hausflur entlang schreiten. Vor seiner Wohnung angekommen, gelangt er nicht hinein, da Begbie die Tür von innen verschlossen hat. Darüber hinaus liegen am Ende des Flurs liegen Mülltüten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, eine Filmmusikanalyse zu TRAINSPOTTING unter Einbezug theoretischer Ansätze von Chion und Diederichsen zu erstellen, und bettet den Film in seinen historischen und inhaltlichen Kontext ein.

2. Musikauswahl: Dieses Kapitel beschreibt den Soundtrack als popkulturellen Sampler, der durch gezielte Auswahl präexistenter Songs britischer Musikstile Lebensgefühle verschiedener Subkulturen repräsentiert.

3. Verhältnis von Musik und anderen Tonebenen: Die Untersuchung analysiert die „Konsistenz“ der Musik in Abgrenzung zu Sprache und Geräuschen, wobei die Hierarchie zwischen Diegese und Extra-Diegese anhand von Diskothek-Szenen verdeutlicht wird.

4. Verhältnis von Musik und Bild: Hier wird anhand von konkreten Beispielen wie dem Song „Mile End“ aufgezeigt, wie Musik das Filmbild auf inhaltlicher, atmosphärischer und selbstreflexiver Ebene unterstützt.

5. Verhältnis von Musikrhythmus und Schnittrhythmus: Das Kapitel erklärt, wie Musikrhythmen genutzt werden, um den Schnitt zu strukturieren und filmische Hektik oder Dynamik durch punktgenaue Montage zu unterstreichen.

6. Soziale Faktoren: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie Musik die emotionale Entwicklung der Protagonisten widerspiegelt und welche psychologische Wirkung die Klanggestaltung auf das Nachempfinden durch den Zuschauer hat.

7. Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die hohe Bedeutung der Musik für das Sujet des Films und bewertet TRAINSPOTTING als ein Werk, das sich stark über seine durchdachte musikalische Gestaltung definiert.

Schlüsselwörter

Filmmusikanalyse, TRAINSPOTTING, Danny Boyle, Diegese, Extra-Diegese, Schnittrhythmus, Popkultur, Soundtrack, Subkultur, Audiovisuelle Interaktion, Musikpsychologie, Sounddesign, Britische Filmindustrie, Mark Renton, Narrative Funktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Filmmusikanalyse des Films TRAINSPOTTING, indem sie untersucht, wie Musik gezielt eingesetzt wird, um Narration, Atmosphäre und die psychologische Verfassung der Charaktere zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Wechselspiel von Musik, Bild und Schnitt sowie auf die soziokulturelle Bedeutung des Soundtracks und seine Wirkung auf den Zuschauer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifische Funktion der Musik in TRAINSPOTTING zu entschlüsseln und aufzuzeigen, wie sie über eine rein ästhetische Zugabe hinaus maßgeblich zur Wirkung des Films beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt filmmusikwissenschaftliche Theorien, insbesondere die Ansätze von Michel Chion zur „Konsistenz“ der Musik und Diedrich Diederichsens Analysen zur musikalischen Montage.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen des Verhältnisses von Musik zu anderen Tonebenen, Bild und Schnitt, sowie eine differenzierte Betrachtung der Auswirkungen auf Protagonisten und Zuschauer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Filmmusikanalyse, Audiovisuelle Interaktion, Narrative Funktion, Subkultur, Sounddesign und die spezifische Bedeutung von Popmusik im Filmkontext.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen diegetischer und extra-diegetischer Musik eine so große Rolle für den Autor?

Der Autor nutzt diese Differenzierung, um die Hierarchie der Tonebenen zu erklären, insbesondere in Szenen wie den Diskotheken, in denen die Lautstärke der Musik die Verständlichkeit der Dialoge direkt beeinflusst.

Wie trägt der Soundtrack zur Charakterisierung von Mark Renton bei?

Durch die Auswahl bestimmter Songs wird Rentons emotionale Lage – von Lethargie bis hin zum Wunsch nach einem Neuanfang – parallelisiert oder ironisch gebrochen, wodurch der Zuschauer seine innere Entwicklung besser nachempfinden kann.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Filmmusikanalyse zu dem Film "Trainspotting"
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Musik im zeitgenössischen Film
Note
1,0
Autor
Martin Philipp Wiesert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V154348
ISBN (eBook)
9783640673537
ISBN (Buch)
9783640673407
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Filmwissenschaft Musik im Film Filmmusik Musikwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Philipp Wiesert (Autor:in), 2010, Filmmusikanalyse zu dem Film "Trainspotting", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154348
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Leseprobe aus  14  Seiten
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