Jedes Unternehmen orientiert sich an definierten Zielen. Das Controlling nimmt die Koordinationsfunktion dieser Ziele innerhalb des unternehmerischen Füh-rungssystems wahr. Die hierzu benötigten Controllinginstrumente dienen der Erfüllung der Controllingaufgaben und sind somit unternehmensspezifisch zu konzipieren.
Bei der Konzeption bedient man sich Planungs-, Kontroll- und Informationsin-strumenten, wobei nach operativen und strategischen Instrumenten unterschie-den wird.
2. Notwendigkeit des Controllings
Durch die Globalisierung der Märkte, den steigenden Kostendruck, der zuneh-menden Dynamik der Umwelt, die sich schnell ändernden Märkte und die Ein-engung der Handlungsspielräume durch immer neue Gesetze, wird den Unter-nehmen ein kontinuierliche Anpassung der Geschäftsstrategien, Unterneh-mensstrukturen und der Prozesse abverlangt.
Viele Unternehmer, ob Groß- oder Klein-, werden heute mit Problemen konfron-tiert, die nur schwierig mit den Mitteln der Betriebswirtschaftslehre zu lösen sind.
Gesättigte Bereiche, fehlender wirtschaftlicher Aufschwung, steigende Kosten und wachsender Wettbewerb in den Märkten verstärken den Druck auf den Gewinn...
Inhaltsverzeichnis
1. Themenformulierung
2. Notwendigkeit des Controllings
3. Das Controlling
3.1 Ursprünge und Entwicklung des Controllings
3.2 Begriff des Controllings
3.3 Aufgaben des Controllings innerhalb der Unternehmensführung
3.4 Funktionen des Controllings
4. Das Controlling-System
4.1 Das operative und strategische Controlling
4.1.1 Das operative Controlling
4.1.2 Das strategische Controlling
4.2 Das Planungssystem
4.2.1 Strategische Planungsinstrumente
4.2.2 Operative Planungsinstrumente
4.3 Das Informationssystem
4.3.1 Strategische Informationsinstrumente
4.3.2 Operative Informationsinstrumente
4.4 Das Kontrollsystem
4.4.1 Strategische Kontrollinstrumente
4.4.2 Operative Kontrollinstrumente
5. Entwicklungen/ Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktionsweise des Controllings als zentrales Instrument der Unternehmenssteuerung. Ziel ist es, die Verzahnung von Planung, Information und Kontrolle auf operativer sowie strategischer Ebene darzustellen und aufzuzeigen, wie Controlling zur Sicherung der Unternehmensexistenz beiträgt.
- Grundlagen, Ursprünge und Definition des Controllings
- Differenzierung zwischen operativem und strategischem Controlling
- Strukturierung des Controlling-Systems (Planung, Information, Kontrolle)
- Die Rolle des Controllers als interner Unternehmensberater
- Methoden zur Erfolgssicherung und Prozessoptimierung
Auszug aus dem Buch
3.1 Ursprünge und Entwicklung des Controllings
Die Wurzeln des „Controllings“ reichen in England und Frankreich bis in das 15. Jahrhundert zurück. In England wurde am Königshof ein „Countrollour“ mir der Überprüfung von Aufzeichnungen über ein- und ausgehende Staatsgelder und –güter betraut. In Frankreich wurde das Führen der „contre-rôle“ („Gegenrolle“) zu einem offiziellen Hofamt. Erstmals 1778 wurde der Begriff des „Comptroller“ in den USA verwendet, welcher die Aufgabe hatte, das Gleichgewicht zwischen dem Staatsbudget und der Staatsausgaben zu überwachen.
„Die Ursprünge der Controllingaufgaben in amerikanischen Unternehmungen entstanden aus den Aufgaben des „Secretary“, dem Schriftführer, und den Aufgaben des „Treasurer“, dem Schatzmeister.“3
1880 war die Eisenbahngesellschaft „Atchison, Topeke & Santa Re Railway System“ die erste Unternehmung, die die Stelle eines „Comptrollers“ einrichtete.
Das erste amerikanische Industrieunternehmen, welches das Controlling 1892 organisatorisch verankerte, war die „General Electric Company“.
Im Jahre 1900 hatten nur 8 amerikanische Gesellschaften die Stelle eines Controllers eingerichtet, da die „früheren“ Aufgaben eines Controllers zu diesem Zeitpunkt bereits von anderen Stellen ausgeführt wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
Themenformulierung: Einführung in die Notwendigkeit der unternehmensspezifischen Konzeption von Controllinginstrumenten zur Zielerreichung.
Notwendigkeit des Controllings: Erläuterung der gestiegenen Marktanforderungen wie Globalisierung und Kostendruck, die ein strukturiertes Controlling zur Sicherung von Rentabilität und Liquidität erfordern.
Das Controlling: Historische Herleitung und begriffliche Einordnung des Controllings als funktionsübergreifendes Führungsinstrument zur Steuerung von Unternehmensprozessen.
Das Controlling-System: Detaillierte Analyse der Teilsysteme Planung, Information und Kontrolle sowie deren Wechselwirkung innerhalb des Unternehmens.
Entwicklungen/ Schlussbetrachtung: Ausblick auf die zunehmende Beratungskompetenz des Controllers und die Entstehung neuer Konzepte wie des Lean-Controllings.
Schlüsselwörter
Controlling, Controller, Unternehmensführung, Planungssystem, Kontrollsystem, Informationssystem, operatives Controlling, strategisches Controlling, Rentabilität, Liquidität, Soll-Ist-Vergleich, Existenzsicherung, Lean-Controlling, Zielorientierung, Wettbewerbsfähigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundlegend?
Die Arbeit beleuchtet das Controlling als ein essentielles Instrument, das Unternehmensleitungen bei der Planung, Steuerung und Kontrolle von Unternehmenszielen unterstützt.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die zentralen Themen sind die begriffliche Definition des Controllings, die Abgrenzung von operativen und strategischen Controllingaufgaben sowie die technische Ausgestaltung des Controlling-Systems.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Controlling durch eine systematische Koordination von Planungs-, Informations- und Kontrollsystemen die Wettbewerbsfähigkeit und Existenz eines Unternehmens langfristig sichert.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die einschlägige Controlling-Fachliteratur und Konzepte führender Autoren wie Horváth oder Vollmuth heranzieht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Controlling-Systems, wobei die spezifischen Instrumente für Planung, Information und Kontrolle sowohl im operativen als auch im strategischen Kontext detailliert aufgeführt werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Controlling, operative vs. strategische Planung, Soll-Ist-Vergleich, Informationsmanagement und die Rolle des Controllers als interner Berater.
Inwiefern unterscheidet sich das operative vom strategischen Controlling?
Das operative Controlling fokussiert auf kurzfristige Gewinnziele und Effizienz für das laufende Geschäftsjahr, während das strategische Controlling die langfristige Erfolgssicherung und Marktpositionierung in den Mittelpunkt stellt.
Was besagt das "Gegenstromverfahren" in der Planung?
Beim Gegenstromverfahren werden strategische Vorgaben von oben nach unten gegeben (Top-down), während gleichzeitig konkrete Planungsdetails von unten nach oben eingereicht werden (Bottom-up), um eine realistische Abstimmung zu gewährleisten.
Was versteht die Autorin unter einem "Lean-Controlling"?
Lean-Controlling beschreibt ein Optimierungskonzept, das darauf abzielt, die Effizienz des Controllings unternehmensindividuell zu erhöhen und eine übermäßige bürokratische Überinstitutionalisierung zu vermeiden.
- Arbeit zitieren
- Claudia Matuschek (Autor:in), 2005, Operatives und strategisches Controlling als Planungs-, Informations- und Kontrollinstrument, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154383