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Schwierigkeiten beim Lesen lernen. Diagnostische Abklärung der Lernvoraussetzungen zum Lesen lernen und Strategien der Förderung

Title: Schwierigkeiten beim Lesen lernen. Diagnostische Abklärung der Lernvoraussetzungen zum Lesen lernen und Strategien der Förderung

Examination Thesis , 2003 , 89 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniela Engelhardt (Author)

Pedagogy - General
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Bereits im Verlauf des ersten Schuljahres und spätestens nach zwei Jahren hat sich das Gros der Schüler ein neues, wichtiges Kompetenzfeld erschlossen: die schriftsprachlichen Fertigkeiten des Lesens und Schreibens. Lesen und Schreiben haben eine große gesellschaftliche Relevanz, die sich im persönlichen, sozialen, kulturellen und beruflichen Bereich zeigt.
Daher sind die Prozesse des Schriftspracherwerbs auch Grundbereiche schulischen Lernens, auf denen nahezu alle Unterrichtsfächer basieren.
In der vorliegenden Arbeit soll es um jene Kinder gehen, die den Leselernprozess nicht problemlos durchlaufen und somit bereits zu Beginn ihrer Schulzeit erhebliche Lernprobleme haben.
Dafür wurde ein möglichst chronologischer Gliederungsablauf gewählt, der schrittweise das Thema spezifizieren und eine logische Reihenfolge darstellen soll. Ausgehend von allgemeinen Betrachtungen zum Leseprozess und seinen Voraussetzungen über Ausführungen zu Leselehrmethoden werden Erscheinungsformen, Diagnostik und Interventionsmaßnahmen bei Leseschwierigkeiten dargestellt.
Zunächst werden verschiedene Phasen des Leselernprozesses mit Hilfe eines Entwicklungsmodelles gekennzeichnet. Dabei wird von der Situation des Kindes zu Schulbeginn ausgegangen. Aspekte der Lernmotivation und der kognitiven Lernvoraussetzungen, die den Anfangsunterricht entscheidend prägen, werden berücksichtigt. Einbezogen werden grundlegende Wahrnehmungsleistungen, Gegebenheiten des physiologisch-organischen Apparates, zentrale Funktions- und Verstehensleistungen, psychologische Grundbedingungen und soziokulturelle Faktoren. Eine besonders wichtige Funktion kommt den Sprachwahrnehmungsleistungen und lautsprachlichen Grundfertigkeiten im Vor- und Einschulungsalter zu, deren Teilfertigkeiten ausführlich dargestellt werden. Möglichkeiten der Diagnostik von Leselernvoraussetzungen werden ebenfalls gekennzeichnet.
Die drei Grundformen des Lesenlehrens werden in ihrer historischen Entwicklung vorgestellt.
Leseschwierigkeiten im Anfangsunterricht werden in ihren möglichen Erscheinungsformen beleuchtet. Dem Leselernprozess bei Kindern mit einer Lernbehinderung kommt dabei ein besonderes Augenmerk zuteil. Eingeschlossen sind dabei Möglichkeiten der Diagnostik und individuellen Förderung.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Lesen?

2.1 Lesebegriff und Lesehandlung

2.2 Leseprozess

2.2.1 Entwicklungsmodell des Schriftspracherwerbs von FRITH

2.2.2 Erweitertes Entwicklungsmodell des Schriftspracherwerbs von GÜNTHER

2.2.3 Aneignungsprozess des Lesens nach Christine MANN

3. Abklärung der Lernvoraussetzungen beim Kind

3.1 Allgemeine Voraussetzungen des Anfangsunterrichts

3.1.1 Situation des Kindes zu Schulbeginn

3.1.2 Die Seite des Wollens – Lernmotivation

3.1.3 Die Seite des Könnens – Kognitive Voraussetzungen des Lernens

3.2 Voraussetzungen des Lesenlernens

3.2.1 Für das Lesen grundlegende Wahrnehmungsleistungen

3.2.2 Physiologisch-organische Voraussetzungen

3.2.3 Zentrale Funktions- und Verstehensleistungen

3.2.4 Psychologische Grundbedingungen

3.2.5 Soziokulturelle Faktoren

3.2.6 Diagnostik von Sprachwahrnehmungsleistungen

3.3 Lautsprachliche Grundfertigkeiten

3.3.1 Für das Lesenlernen grundlegende lautsprachliche Grundfertigkeiten

3.3.2 Diagnostik der lautsprachlichen Grundfertigkeiten

4. Leselehrmethoden

4.1 Einzelheitliche Verfahren – Synthetische Methoden

4.2 Ganzheitliche Verfahren – Analytische Methoden

4.3 Analytisch-synthetische Verfahren

4.4 Neue Wege im Schriftspracherwerb

5. Störungen im Leselernprozess

5.1 Leseschwierigkeiten im Anfangsunterricht

5.1.1 Probleme leseschwacher Kinder

5.1.2 Erscheinungsformen von Leseschwierigkeiten

5.2 Lesenlernen unter erschwerenden Bedingungen der Lernbehinderung

5.2.1 Definition von Lernbehinderung

5.2.2 Schwierigkeiten im Leselernprozess lernbehinderter Kinder

6. Verfahren zur Erkennung und Diagnostik von Lese- schwierigkeiten

6.1 Klassische psychologische Diagnostik

6.2 Mehrdimensionale Diagnostik

6.3 Förderdiagnostik

7. Strategien der Förderung und Therapie bei Leseschwierigkeiten

7.1 Allgemeine Aspekte der Förderung

7.2 Fördermaßnahmen im Sinne der Förderdiagnostik

7.2.1 Festigung der Graphem-Phonem-Korrespondenz

7.2.2 Förderung des Lesens in der alphabetischen Phase

7.3 Förderung der Sprachwahrnehmung und der lautsprachlichen Grundfertigkeiten

7.3.1 Förderung der verschiedenen Differenzierungsfähigkeiten

7.3.2 Förderung der lautsprachlichen Grundfertigkeiten

7.4 Inhaltliche Konsequenzen für die Schulpraxis

7.4.1 Allgemeine Gestaltung des Erstleseunterrichts

7.4.2 Gestaltung von Förderunterricht im Lesen

7.5 Therapieverfahren und Trainingsprogramme

8. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die wissenschaftliche Hausarbeit befasst sich mit der diagnostischen Abklärung von Lernvoraussetzungen beim Lesenlernprozess und der Ableitung gezielter Förderstrategien. Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Kinder mit Leseschwierigkeiten frühzeitig identifiziert und methodisch individuell unterstützt werden können, um den Schriftspracherwerb erfolgreich zu bewältigen.

  • Grundlagen des Leseprozesses und der Leseentwicklung
  • Diagnostik der kognitiven und sprachlichen Lernvoraussetzungen
  • Analyse klassischer und neuer Leselehrmethoden
  • Strategien zur Förderung und Therapie bei Leseschwierigkeiten

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Entwicklungsmodell des Schriftspracherwerbs von FRITH

Das „Stufenmodell des Schriftspracherwerbs als Entwicklungsprozess“ wurde 1985 von FRITH erstellt. Ziel war es dabei, das Entwicklungsgeschehen des kontinuierlichen Prozesses zu strukturieren und veränderte Strategien beim Erlesen und Verschriften von Texten darzustellen. Hier wird eine Unterteilung des Lesenlernens als rezeptiver Anteil des Schriftspracherwerbs parallel zum produktiven Anteil des Schreibens in Phasen vorgenommen. Beide Prozesse beeinflussen sich wechselseitig.

In jeder dieser Phasen wird alternierend zwischen den beiden Prozessen Lesen und Schreiben eine neue Strategie angewandt, die den Verlauf des Schriftspracherwerbes auf ein höheres Niveau führt.

In der ersten Stufe beruht das Lesen überwiegend auf der Vertrautheit mit den Merkmalen einiger Wörter mit Hilfe des visuellen Gedächtnisses. Wörter werden anhand globaler visueller Hinweise identifiziert, sozusagen ganzheitlich erkannt, jedoch nicht buchstabenweise erschlossen. Häufig gelingt Kindern in diesem Stadium das Erkennen des eigenen Namens sowie bestimmter Reklamelogos. Es werden nur Teile der Buchstabenfolge von Wörtern beachtet, dabei gehen die Kinder aber noch unsystematisch vor und verwenden uneinheitliche Merkmale, um diese Wörter zu behalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Schriftspracherwerbs ein und skizziert den Gliederungsablauf der Arbeit sowie die Zielsetzung hinsichtlich der Untersuchung von Leseschwierigkeiten.

2. Was ist Lesen?: Das Kapitel definiert den Begriff Lesen, erläutert die Lesehandlung und stellt verschiedene theoretische Modelle des Leseprozesses vor.

3. Abklärung der Lernvoraussetzungen beim Kind: Hier werden die notwendigen kognitiven, psychologischen und soziokulturellen Voraussetzungen für den Leseerwerb sowie die Bedeutung der Sprachwahrnehmung detailliert analysiert.

4. Leselehrmethoden: Dieser Abschnitt beschreibt historisch und systematisch die verschiedenen Ansätze des Erstleseunterrichts, von synthetischen über analytische bis hin zu modernen, methodenintegrierenden Verfahren.

5. Störungen im Leselernprozess: Das Kapitel widmet sich den Problemen leseschwacher Kinder sowie der speziellen Situation des Leselernens bei Kindern mit einer diagnostizierten Lernbehinderung.

6. Verfahren zur Erkennung und Diagnostik von Lese- schwierigkeiten: Hier werden klassische psychologische Testverfahren, mehrdimensionale Diagnostik und der Ansatz der Förderdiagnostik zur Identifikation von Störungen erläutert.

7. Strategien der Förderung und Therapie bei Leseschwierigkeiten: Dieses Kapitel stellt konkrete Fördermaßnahmen, methodische Prinzipien für den Unterricht sowie therapeutische Ansätze und Trainingsprogramme vor.

8. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer präventiven Förderung sowie einer engen Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Einrichtungen.

Schlüsselwörter

Lesenlernen, Leseschwierigkeiten, Schriftspracherwerb, Leselehrmethoden, Sprachwahrnehmung, Förderdiagnostik, Lernbehinderung, Phonologische Rekodierung, Alphabetisierung, Leseentwicklung, Erstleseunterricht, Lesemotivation, Sinnerfassung, Teilleistungsschwäche, Differenzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht den Prozess des Lesenlernens bei Schulanfängern, analysiert Ursachen für Leseschwierigkeiten und zeigt Wege für eine effektive pädagogische Diagnose sowie individuelle Förderung auf.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die psychologischen und kognitiven Voraussetzungen, unterschiedliche didaktische Methoden des Lesenlernens, die Diagnostik von Lesestörungen sowie praktische Förderstrategien für den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Verbindung von theoretischen Modellen der Leseentwicklung mit der praktischen Notwendigkeit, Kinder mit Leseschwierigkeiten frühzeitig zu erkennen und durch gezielte, präventive Maßnahmen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur, pädagogischer Modelle und empirischer Untersuchungsergebnisse aus der Berliner Schulpraxis basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Leseprozesse, die detaillierte Beschreibung notwendiger Lernvoraussetzungen, die Vorstellung verschiedener Lehrmethoden und eine tiefgehende Analyse von Förderstrategien bei Störungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Leselernprozess, Sprachwahrnehmung, Förderdiagnostik, Leselehrmethoden, Schriftspracherwerb und Lernbehinderung.

Welche Rolle spielt die „Wiener Längsschnittuntersuchung“ in der Arbeit?

Sie dient als Beleg für die verschiedenen Gruppen von Schülern hinsichtlich ihres Leseerfolgs und verdeutlicht, dass Schwierigkeiten bei der Lesetechnik oft kein bloßes „Zurückbleiben“ darstellen, sondern unterschiedliche qualitative Ansätze erfordern.

Warum ist eine „präventive Förderung“ nach Meinung der Autorin so wichtig?

Die Autorin argumentiert, dass eine frühe Intervention bei festgestellten Sprachwahrnehmungsdefiziten das Risiko für eine spätere negative Leseentwicklung signifikant senkt und Stigmatisierungen durch schulische Misserfolge vermeidet.

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Details

Title
Schwierigkeiten beim Lesen lernen. Diagnostische Abklärung der Lernvoraussetzungen zum Lesen lernen und Strategien der Förderung
College
Humboldt-University of Berlin  (Pädagogik)
Grade
1,0
Author
Daniela Engelhardt (Author)
Publication Year
2003
Pages
89
Catalog Number
V15440
ISBN (eBook)
9783638205450
ISBN (Book)
9783638699266
Language
German
Tags
Schwierigkeiten Lesen Diagnostische Abklärung Lernvoraussetzungen Lesen Strategien Förderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Engelhardt (Author), 2003, Schwierigkeiten beim Lesen lernen. Diagnostische Abklärung der Lernvoraussetzungen zum Lesen lernen und Strategien der Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15440
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