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Risiken, Verwundbarkeit und Bewältigungsstrategien von Naturkatastrophen

Sozialgeographische Aspekte von Naturkatastrophen

Title: Risiken, Verwundbarkeit und Bewältigungsstrategien von Naturkatastrophen

Seminar Paper , 2007 , 11 Pages , Grade: 2

Autor:in: Stephan Glöckner (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersucht die Verwundbarkeit des Menschen durch Naturkatastrophen. Nach einer Einleitung werden human- und sozialgeographische Aspekte von Naturkatastrophen wie Lawinen, Hochwasser, Bergstürze etc. analysiert und aufgezeigt sowie die Theorie der Verwundbarkeit dargestellt und kritisch hinterfragt. Den Schluß dieser Arbeit bildet ein Ausblick in die Zukunft beim Umgang mit Naturkatastrophen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. BEGRIFFSBESTIMMUNG

3. NIMMT DIE GEWALT DER NATUR TATSÄCHLICH ZU?

4. EIGENE ERHEBUNG

5. VERWUNDBARKEIT VON NATURKATASTROPHEN

5.1 DEFINITION VON VERWUNDBARKEIT

5.2 VERWUNDBARKEIT IM SOZIALWISSENSCHAFTLICHEN KONTEXT UND THEORIE VON VERWUNDBARKEIT

5.3 ANWENDUNGSBEISPIELE

5.4 KRITIKEN AN DER THEORIE DER VERWUNDBARKEIT

5.5 BEHEBUNG DER KRITIKPUNKTE

6. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialgeographischen Aspekte von Naturkatastrophen, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse von Verwundbarkeit, dem menschlichen Einfluss auf das Ausmaß von Katastrophenereignissen sowie der Rolle der medialen Berichterstattung liegt.

  • Definition und wissenschaftliche Einordnung des Katastrophenbegriffs.
  • Kritische Reflexion über die vermeintliche Zunahme von Naturkatastrophen.
  • Theoretische Grundlagen zur Verwundbarkeit (Vulnerabilität) nach Bohle, Downing und Watts.
  • Diskussion von Bewältigungsstrategien und sozio-ökonomischen Einflussfaktoren.
  • Empirische Erhebung zur gesellschaftlichen Wahrnehmung von Naturgefahren.

Auszug aus dem Buch

5.2 Verwundbarkeit im sozialwissenschaftlichen Kontext und Theorie von Verwundbarkeit

Um eine Analyse von Verwundbarkeit durchführen zu können bedarf es der Einbeziehung von sozialen, kulturellen, ökologischen und politischen Dimensionen. Alle drei genannten sind voneinander abhängig und bedingen sich gegenseitig (vgl. Abb. 1). Je besser diese Dimensionen an Stresssituationen angepasst sind, desto weniger verwundbar sind sie. Das sozialwissenschaftliche Konzept fand vor allem in der Hungersforschung seine Anwendungsgebiete (vgl. Kap. 4.3). Mit Hilfe von drei Konzepten haben Bohle, Downing und Watts eine Theoretische Erläuterung zur Verwundbarkeit ausgearbeitet. Die Grundlage hierfür bilden die Humanökologie, Verfügungsrechte und die politische Ökonomie. Die Humanökologie beschäftigt sich mit der Veränderung der Natur durch menschliches eingreifen. Es wird hinterfragt wie die Menschen mit ihrer physischen Umwelt umgehen und sie erleben, in Bezug auf Gefahren aus der Natur. Der humanökologische Ansatz konfrontiert die verwundbaren Gruppen somit mit den Risiken ihrer Umwelt und auch mit der „Qualität der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen“ (Bohle 1994).

Unter Verfügungsrechten Verstehen wir die Möglichkeit von Eigenproduktion, dass Vorhandensein von Tauschmitteln, sozio-kulturelle und politische Mitsprache in innerdörflichen Netzwerken und gegenseitige Unterstützung sowie das Grundrecht auf Ernährung. In der politischen Ökonomie geht es darum wie nun eben genannte Verfügungsrechte in die politischen Machtstrukturen eingebaut sind. Gibt es in einem politischen System Nutznießer und oder bleiben bestimmte Gruppen auf der Strecke. Diese drei Hauptpunkte wurden in einem Schema zu einem Dreieck verbunden, wobei an der Schnittstelle zwischen Humanökologie und Verfügungsrechten die Risikoträchtigkeit gegenüber Naturgefahren anzusiedeln ist, da hier z.b. Bevölkerungsdruck und oder Umweltdegration mit Austauschbedingungen und verfügungsrechtlicher Ausstattung aufeinander treffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Der Autor erläutert seine persönliche Faszination für Naturgewalten und legt den Fokus der Arbeit auf die Verwundbarkeit durch Naturkatastrophen.

2. BEGRIFFSBESTIMMUNG: Es werden die Kriterien für eine Katastrophe definiert, wobei der Fokus auf Todesopfern, Verletzten und Sachwertverlusten liegt.

3. NIMMT DIE GEWALT DER NATUR TATSÄCHLICH ZU?: Das Kapitel hinterfragt die mediale Wahrnehmung von Naturkatastrophen und prüft anhand statistischer Daten, ob die Gefahren tatsächlich zunehmen.

4. EIGENE ERHEBUNG: Der Autor präsentiert eine Befragung im Bekanntenkreis zur gesellschaftlichen Wahrnehmung der Zunahme von Naturkatastrophen.

5. VERWUNDBARKEIT VON NATURKATASTROPHEN: Dieser zentrale Abschnitt analysiert die Theorie der Verwundbarkeit, ihre sozio-ökonomischen Dimensionen und kritische Ansätze zu ihrer Messbarkeit.

6. AUSBLICK: Das Fazit stellt fest, dass Katastrophen schwer präzise definierbar sind und betont die Notwendigkeit, im Einklang mit der Natur zu leben.

Schlüsselwörter

Naturkatastrophen, Verwundbarkeit, Vulnerabilität, Sozialgeographie, Humanökologie, Verfügungsrechte, politische Ökonomie, Katastrophenrisiko, Stresssituationen, Medienberichterstattung, Bewältigungsstrategien, Sterberate, Katastrophenschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den sozialgeographischen Aspekten von Naturkatastrophen und beleuchtet insbesondere, warum Gesellschaften unterschiedlich stark von solchen Ereignissen betroffen sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Definition von Katastrophen, die mediale Wahrnehmung der Zunahme von Naturgewalten sowie die wissenschaftliche Theorie der Verwundbarkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Verwundbarkeit von Gesellschaften gegenüber Naturkatastrophen zu analysieren und zu hinterfragen, ob die wahrgenommene Zunahme von Katastrophen der Realität oder einer verzerrten Medienlandschaft entspricht.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Neben einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Konzepte führt der Autor eine eigene, kleine empirische Erhebung durch, um das gesellschaftliche Stimmungsbild zu erfassen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil stehen die theoretische Fundierung der Verwundbarkeit durch Bohle, Downing und Watts sowie die kritische Reflexion dieser Modelle im Mittelpunkt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist maßgeblich durch die Begriffe Verwundbarkeit (Vulnerabilität), Humanökologie, Verfügungsrechte und die politische Ökonomie geprägt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Katastrophenarten?

Der Autor differenziert zwischen „Gottverursachten“ Katastrophen (Naturereignisse) und „Zivilisationskatastrophen“ (menschlich beeinflusste Ereignisse), betont aber deren schwierige Abgrenzbarkeit.

Welche Kritik übt der Autor an der Theorie der Verwundbarkeit?

Kritisiert wird insbesondere die Schwierigkeit, Ursachen von Folgen zu trennen, sowie die Problematik, Verwundbarkeit in starre Maßzahlen oder Schwellenwerte zu pressen.

Wie wird das Modell der Verwundbarkeit grafisch dargestellt?

Das Modell wird als Dreieck visualisiert, das an den Schnittpunkten zwischen Humanökologie, Verfügungsrechten und politischer Ökonomie verschiedene Risikozustände und Bewältigungsstrategien verortet.

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Details

Title
Risiken, Verwundbarkeit und Bewältigungsstrategien von Naturkatastrophen
Subtitle
Sozialgeographische Aspekte von Naturkatastrophen
College
University of Innsbruck  (Institut für Geo- und Atmosphärenwissenschaften)
Course
Humangeographisches Seminar
Grade
2
Author
Stephan Glöckner (Author)
Publication Year
2007
Pages
11
Catalog Number
V154478
ISBN (eBook)
9783640717453
ISBN (Book)
9783640717552
Language
German
Tags
Risiken Verwundbarkeit Bewältigungsstrategien Naturkatastrophen Sozialgeographische Aspekte Naturkatastrophen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Glöckner (Author), 2007, Risiken, Verwundbarkeit und Bewältigungsstrategien von Naturkatastrophen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154478
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