Fishery Management with Territorial Use Rights


Seminararbeit, 2010

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Grundlagen
2.1. Probleme des „Open-Access-Fishing“
2.2. Die vielen Versionen verbesserter Fischereirechte
2.2.1. Zugangsrechte
2.2.1.1. Begrenzte Zugänglichkeit
2.2.1.2. Fischereikooperationen
2.2.1.3. Territorial Use Rights in Fisheries (TURFs)
2.2.2. Anteilsrechte an Fischbeständen
2.2.2.1. Individuelle Fischfangquoten (IFQs)
2.2.2.2. Gemeinschaftsquoten bzw. gemeinschaftliche territoriale Rechte
2.2.2.3. Befristete Verpachtung
2.2.3. Lokale Fangrechte von Fischen und Schalentieren
2.2.3.1. Aufzucht- und Ernterechte innerhalb öffentlichen und privaten Ländereien
2.2.3.2. Aufzucht in privaten Einrichtungen innerhalb öffentlicher Gewässer
2.3. Probleme im Rahmen der Implementierung von Fischereirechten

3. Auswirkungen der territorialen Nutzungsrechte (TURFs) in Zentral Chile
3.1. Einführung territorialer Nutzungsrechte in Zentral Chile
3.2. Untersuchung der Auswirkungen territorialer Nutzungsrechte
3.2.1. Untersuchungsgegenstand
3.2.2. Untersuchungsstandorte und Methoden
3.3. Ergebnisse
3.3.1. Gebietseigenschaften
3.3.2. Am Lessonia trabeculata Untergrund verwachsene Arten
3.3.3. Makrowirbellose Wassertiere
3.3.4. Rifffischarten
3.4. Auswertung der Ergebnisse

4. Zusammenfassende Schlussbetrachtung

ANHANG

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung 1: Das vereinfachte Model des bioökonomischen Gleichgewichts einer Fischereiwirtschaft nach H. Scott Gordon

Abbildung 2: Untersuchungsstandorte in Zentral-Chile

Abbildung 3: Artenreichtum der am L. trabeculata Untergrund verwachsenen Arten

Abbildung 4: Vorkommen der geschützten makrowirbellosen Wassertiere

Abbildung 5: Artenreichtum an Rifffischen.

Abbildung 6: Gebietsbezogene Eigenschaften der Untersuchungsbereiche.

Abbildung 7: Vorkommen nicht-geschützter makrowirbelloser Wassertiere

Abbildung 8: Vorkommen von Rifffischarten

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

In den vergangenen 40 Jahren ist der durchschnittliche Fischkonsum einer einzigen Person auf das ganze Jahr bezogen stetig angestiegen. Gleichzeitig hat sich der Anteil der weltweiten Bestände, welche als voll ausgebeutet oder als „übernutzt“ einzustufen sind, von 65% im Jahre 1995 auf 80% im Jahre 2005 ausgeweitet.[1] Seit Jahrzehnten werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um das Ausmaß dieses Zustandes einzudämmen und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressource Fisch zu schaffen. Dabei stehen Regulierungsmaßnahmen im Mittelpunkt, welche zum einen zur Regeneration der überfischten Bestände und zum anderen zur Verhinderung weiterer Schädigungen der Ökosysteme beitragen sollen.

In der Literatur existiert eine Vielzahl an Studien, die den direkten Zusammenhang solcher Erhaltungsmaßnahme auf das zugrundeliegende Erhaltungsziel beschreiben. Jedoch fehlte es bislang an Forschungen, die nicht nur die direkte Auswirkung analysieren, sondern auch die zusätzlichen Effekte einer Regulierungsmaßnahme auf andere im Ökosystem lebende Arten. Diese Lücke versuchten Gelcich et. al. 2008[2] mit ihrer Studie zu schließen, indem sie die direkten und zusätzlichen Auswirkungen sogenannter territorialer Nutzungsrechte in Zentral-Chile untersuchten.

Die Arbeit beginnt anhand eines vereinfachten Models des bioökonomischen Gleichgewichts einer Fischereiwirtschaft nach H. Scott Gordon aufzuzeigen, warum eine unregulierte Fischerei negative ökologische und ökonomische Folgen haben kann. Um diesen Problemen entgegenzuwirken werden anschließend Regulierungsmaßnahmen vorgestellt, die in der Praxis Anwendung finden und deren Implementierungsschwierigkeiten aufgezeigt.

Im Hauptteil werden die Auswirkungen der Regulierungsmaßnahme territorialer Nutzungsrechte (TURFs) in Zentral-Chile anhand der Hypothese untersucht, dass ein Regulierungssystem nicht nur direkte Effekte auf das betreffende Erhaltungsobjekt hat, sondern auch zusätzlich sogenannte Add-On-Effekte auf andere Spezies aufweise kann.

Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Schlussbetrachtung der wichtigsten Ergebnisse der Studie.

2. Grundlagen

2.1. Probleme des „Open-Access-Fishing“

Das ökonomische Problem des Fischens ohne Zugangsbeschränkung wurde erstmals von H. Scott Gordon (1945)[3] mit Hilfe eines einfachen ökonomischen Fischereimodells erklärt. Er nahm an, dass ein erhöhter Fischereiaufwand mit einem stetigen Fischbeständeabbau einhergeht, was zu einem rückläufigen durchschnittlichen Fang pro Aufwandseinheit führt. Ist der Fischmarktpreis konstant, so sinkt der durchschnittliche Ertrag kontinuierlich mit erhöhtem Aufwand, bis er in Folge des Aussterbens des Fischstocks den Wert „null“ erreicht.[4] Gordon ging weiter davon aus, dass die Fischereikosten proportional zum Aufwandsbetrag verlaufen. Wächst also der Fischereiaufwand bei gleichbleiben durchschnittlichen Kosten pro Aufwandseinheit[5], so sinkt der Marktwert des Fischfangs pro Aufwandseinheit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das vereinfachte Model des bioökonomischen Gleichgewichts einer Fischereiwirtschaft nach H. Scott Gordon.

Im Rahmen eines kompetitiven frei zugänglichen Fischereimarktes würden Unternehmen/Fischer so lange in diesen Markt eintreten, bis ihre Gewinne nicht mehr positiv sind. Hierdurch erhöht sich das Aufwandsniveau soweit, bis der Durchschnittsgewinn auf das Niveau der Kosten pro Einheit abfällt (Aufwandsniveau E2 in Abbildung 1). Dieses standardisierte-, kompetitive Gleichgewicht entsteht dann, wenn die Unternehmen/Fischer gerade genug erwirtschaften, um all ihre Kosten decken zu können. Angenommen die Kosten für die Fischereieinsatzgüter (Inputs wie bspw. Arbeitsstunden, Treibstoff usw.) seien ein angemessener Maßstab für ihren Wert relativ zum damit produzierten Fisch, dann befindet sich das effiziente Fischfangniveau dort, wo der marginale Ertrag äquivalent zu den konstanten Aufwandskosten ist (Punkt E1 in Abbildung 1). Beim effizienten Aufwandsniveau erwirtschaftet die Fischerei ein Nettoumsatzniveau, welches als der Fischerei zurechenbare „ Ressourcenrente “ bezeichnet wird (der Bereich des Rechtecks mit der Höhe A-C und der Breite E1).

Die Überfischung und das Unvermögen signifikante ökonomische Renten erwirtschaften zu können, ist die Folge des ökonomischen Wettbewerbs der Firmen, die keinerlei Kontrolle bzgl. der individuellen und kollektiven Ressourcen haben.

Im Folgenden werden verschiedene Rechte vorgestellt, mit denen der Wettbewerb innerhalb der Fischerei reguliert werden soll, um so eine nachhaltige Fischereiwirtschaft gewährleisten zu können.

2.2. Die vielen Versionen verbesserter Fischereirechte

Der detaillierte Inhalt eines Fischereirechts bestimmt die individuellen Anreize und beeinflusst das Verhalten der Fischer, welches für eine nachhaltige Fischereiwirtschaft von entscheidender Bedeutung ist. Ist jedoch eine multiple Rechtsprechung und ein komplexer wirtschaftlicher Zusammenhang gegeben, ist es problematisch, vollständige Rechte an Fischbeständen zu definieren, welche die Fülle der Fischereieffekte angemessen berücksichtigen. Dort wo eine unzureichende Fischbestandserhaltung oder eine ökonomische Verschwendungen wahrscheinlich ist, sind entweder zusätzliche Regulierungen oder eine Inhaltsanpassung der Fischereirechte vonnöten.

Die Fischereirechte sind nicht nur ein Hilfsmittel des Fischfangmanagements, da sie die langfristigen Investitionen der Fischerei und der fischverarbeitenden Industrie beeinflussen müssen, um effizient eingesetzt werden zu können. Daher sollten einschneidende Veränderungen der Rechtsstrukturen eher die Ausnahme sein und in Absprache mit der Fischereiindustrie und anderen Interessenvertretern entwickelt werden.

Huppert (2005) unterscheidet zwischen acht verschiedenen Fischereirechten, die er in Zugangsrechte, Anteilsrechte an Fischbeständen und lokale Fangrechte von Fischen und Schalentieren klassifiziert und im Folgenden kurz erläutert werden sollen.[6]

[...]


[1] Vgl. FAO (2008), S. 58.

[2] Vgl. Gelcich et al. (2008), S. 273 ff.

[3] Vgl. Gordon (1954).

[4] Siehe Abbildung 1.

[5] Gleichbleibende/Konstante durchschnittliche Kosten pro Aufwandseinheit entsprechen der horizontalen Gerade in Abbildung 1.

[6] Vgl. Huppert (2005), S. 2006 ff.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Fishery Management with Territorial Use Rights
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Umwelt-, Ressourcen- und Ökologische Ökonomik)
Veranstaltung
Ressourcenökonomik / Nachhaltigkeitsökonomik
Note
2,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V154498
ISBN (eBook)
9783640672974
ISBN (Buch)
9783640673209
Dateigröße
834 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fishery, Management, Territorial, Rights
Arbeit zitieren
Timm Witt (Autor), 2010, Fishery Management with Territorial Use Rights, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154498

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