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Sterbehilfe aus Sicht der drei monotheistischen Religionen

Der Tod ist ein Problem der Lebenden

Titel: Sterbehilfe aus Sicht der drei monotheistischen Religionen

Seminararbeit , 2010 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Dan Pönicke (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gegen Ende des Seminars, „der Tod ist ein Problem der Lebenden“ tauchten mir immer mehr Fragen auf, die sich alle um den Kontext des menschlichen Sterbens drehen. Erst durch das Seminar bin ich aufmerksam geworden, wie viel Tod eigentlich in unserer Gesellschaft
wirklich steckt und auf der ganzen Welt geschieht und wie viel man doch darüber in der Öffentlichkeit hört. Proportional zu dem was gestorben wird und dem was man darüber hört, ist es eine fast schon lächerlich anmutend schwindende Größe. Nicht auch zuletzt deswegen
einer der Bewegründe mich in diesem Semester damit, im Rahmen der FH auseinandersetzen zu dürfen.

Wenn wir vom Tod reden, ist es vielleicht die Angst selbst einmal davon betroffen zu sein, was auch ziemlich sicher scheint und wir das Gerede über den Tod deshalb einfach wegschieben. Der Tod betrifft uns in unseren Lebensjahren einfach nicht, er ist nur für die Alten da oder die Schwerkranken. Doch die, die noch nichts über ihren Tod wissen wollen, weil er einfach noch viel zu weit weg zu sein vermag, scheinen ihn wunderbar zu verdrängen.
Soweit, das es Seminare gibt, die sich der Thematik anpassen und darin ein Problem erkunden.

Mir ist es ein Anliegen näher auf den Bezug der großen monotheistischen Religionen und das Sterben in der heutigen Zeit einzugehen. Wie sehen die Autoritäten dieser Religionen, die drei
Möglichkeiten moderner medizinischer Versorgung und wie stehen sie vor allem den Begriffen der Sterbehilfe gegenüber.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Leben

2.1 Was ist Leben aus Sicht der monotheistischen Religion

2.2 Was ist Sterben

2.2.1 Die fünf Sterbephasen

2.3 Sterben aus biologischer Sicht

3. Sterbehilfe

3.1 Palliative Therapie

3.2 Passive Sterbehilfe

3.3 Aktive Sterbehilfe

4. Der Tod aus Religiöser Sicht

4.1 Judentum

4.2 Christentum

4.3 Islam

5. Übersicht

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen medizinischen Möglichkeiten der Lebensverlängerung und dem Sterbeprozess aus der Perspektive der drei großen monotheistischen Weltreligionen, um ein tieferes Verständnis für ethische Dilemmata in der Sterbebegleitung zu entwickeln.

  • Definition von Leben, Sterben und Tod aus biologischer und philosophischer Sicht.
  • Unterscheidung der Formen der Sterbehilfe: Palliative Therapie, passive und aktive Sterbehilfe.
  • Vergleichende Analyse der Haltungen von Judentum, Christentum und Islam zum Sterben.
  • Reflexion der Rolle des medizinischen Personals und der Angehörigen im Sterbeprozess.

Auszug aus dem Buch

3.1.Palliativ Medizin:

Pallium aus dem lateinischen „Schutzmantel“, soll dem Sterbenskranken wie einen Schutzmantel vor dem Erleiden von unerträglichen physischen und psychischen Schmerzen umgeben, während eben jener Behandlungstherapie. Sie zielt eher weniger auf eine Heilung ab, als auf eine Linderung der Symptome finaler Krankheiten. Optimale Schmerzbehandlung, Atemerleichterung, Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme, spirituelle Begleitung und Psychotherapie, sind Handlungskompetenzen innerhalb einer palliativen Therapie, die sich auf das Lebensende bezieht. (Rey-Stocker, I., Am Anfang und Ende des menschlichen Lebens, S. 194)

In Tolmein, wird zur Palliativen Therapie folgendermaßen, aus einer Klinikbroschüre, die auf einer Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin auslag, zitiert: „Die palliative Medizin umfasst alle medizinischen, chirurgischen und psychologischen Behandlungsmethoden, sowie die moralische Unterstützung eins Kranken im Hinblick auf die Erleichterung des Leidens und die Verbesserung der Lebensqualität, unabhängig von der Diagnose, auch dann, wenn eine Behandlung mit dem Ziel der Heilung nicht mehr möglich ist.“ (Tolmein O., Keiner stirbt für sich allein, S.68)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für die Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe im Rahmen des Studiums der Sozialarbeit.

2. Was ist Leben: Dieses Kapitel definiert Leben als biologischen Prozess und hinterfragt seine Bedeutung aus der Sicht monotheistischer Religionen.

2.2.1. Die fünf Sterbephasen: Hier werden die von Kübler-Ross beschriebenen Phasen des Sterbeprozesses sowie entsprechende Verhaltensratschläge für Begleitpersonen dargestellt.

2.3. Sterben aus biologischer Sicht: Es wird der biologische Prozess des Sterbens und das Versagen der Körperfunktionen erläutert.

3. Sterbehilfe: Das Kapitel bietet eine theoretische Einordnung und Abgrenzung von Palliative Therapie, passiver und aktiver Sterbehilfe.

3.1. Palliative Therapie: Dieser Abschnitt fokussiert auf die lindernde medizinische Versorgung am Lebensende.

3.2. Passive Sterbehilfe: Hier wird der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen im Rahmen einer Patientenverfügung oder mutmaßlichen Willensbekundung erläutert.

3.3. Aktive Sterbehilfe: Es erfolgt eine Definition der aktiven Sterbehilfe als gezielte Tötungshandlung und deren rechtliche sowie ethische Problematik.

4. Der Tod aus Religiöser Sicht: Dieses Kapitel vergleicht die theologischen Deutungen des Todes im Judentum, Christentum und Islam.

4.1. Judentum: Es wird die Sichtweise der jüdischen Religion auf Leben und Sterben dargelegt, wobei ein Fokus auf der Achtung des Lebens liegt.

4.2. Christentum: Die christliche Perspektive wird anhand biblischer und theologischer Konzepte von Erbsünde, Erlösung und Nächstenliebe analysiert.

4.3. Islam: Dieses Kapitel beschreibt das islamische Verständnis vom Tod als Rückkehr zu Gott und die Begleitung von Sterbenden nach religiösen Geboten.

5. Übersicht: Eine grafische und textuelle Zusammenfassung der religiösen Positionen zu den verschiedenen Formen der Sterbebegleitung.

6. Schlusswort: Der Autor reflektiert den persönlichen Erkenntnisgewinn aus der Arbeit für seine zukünftige Tätigkeit als Sozialarbeiter.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Judentum, Christentum, Islam, Palliative Therapie, Passive Sterbehilfe, Aktive Sterbehilfe, Sterben, Tod, Ethik, Religion, Patientenverfügung, Seelsorge, Medizinethik, Sterbebegleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem sensiblen Thema der Sterbehilfe und der Sterbebegleitung aus der Perspektive der drei großen monotheistischen Weltreligionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Leben und Sterben, die medizinische Klassifizierung von Sterbehilfeformen sowie die theologischen Ansichten zu diesen Themen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die ethischen Spannungsfelder am Lebensende zu schaffen und religiöse Perspektiven mit medizinischen Vorgehensweisen zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch Literaturanalyse und den Vergleich verschiedener religiöser Standpunkte erarbeitet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biologische und religiöse Definition von Sterben, die medizinische Unterscheidung der Sterbehilfearten sowie deren spezifische Bewertung durch Judentum, Christentum und Islam.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Sterbehilfe, Religion, Ethik, Palliative Therapie und Sterbebegleitung charakterisieren.

Wie bewertet der Islam die aktive Sterbehilfe?

Der Islam lehnt die aktive Sterbehilfe strikt ab, da das Leben als Eigentum Gottes angesehen wird und der Mensch nicht befugt ist, über das Ende seines Lebens selbst zu bestimmen.

Welche Rolle spielt die "Palliative Therapie" in allen drei untersuchten Religionen?

Die palliative Therapie wird in allen drei Religionen als ein Akt der Nächstenliebe positiv bewertet, da sie Schmerzen lindert, ohne den Tod vorsätzlich herbeizuführen.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen passiver und aktiver Sterbehilfe?

Bei der passiven Sterbehilfe werden lebensverlängernde Maßnahmen verzichtet, um das Leiden nicht unnötig zu verlängern, während die aktive Sterbehilfe die gezielte Verabreichung todbringender Mittel beinhaltet.

Warum betont die Arbeit die Bedeutung der Sozialarbeit in diesem Kontext?

Der Autor, selbst angehender Sozialarbeiter, sieht in der Auseinandersetzung mit dem Sterben eine wichtige Kompetenz, um Menschen in ihren letzten Lebensphasen empathisch und fachlich fundiert begleiten zu können.

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Details

Titel
Sterbehilfe aus Sicht der drei monotheistischen Religionen
Untertitel
Der Tod ist ein Problem der Lebenden
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Veranstaltung
Seminar: Der Tod ist ein Problem der Lebenden (Sozial-/Kulturwissenschaften)
Note
1,7
Autor
Dan Pönicke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
24
Katalognummer
V154581
ISBN (eBook)
9783640673926
ISBN (Buch)
9783640674046
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sterbehilfe Sicht Religionen Problem Lebenden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dan Pönicke (Autor:in), 2010, Sterbehilfe aus Sicht der drei monotheistischen Religionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154581
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