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Biologische Rhythmen - Mit besonderem Blick auf die circadiane Uhr

Title: Biologische Rhythmen - Mit besonderem Blick auf die circadiane Uhr

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Tanja Stramiello (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

Das Leben des Menschen aber auch aller anderen Lebewesen auf diesem Planten
unterliegt einem zeitlichen Rhythmus, in dem gleiches immer wiederkehrt, bzw. gleiche
Verhaltensweisen immer wieder ausgeführt werden. So wechseln Licht und Dunkelheit;
wechseln Schlaf und Wachheit. An vielen weiteren Beispielen lassen sich Rhythmen in der
Natur beobachten: Dem Wechsel der Gezeiten etwa oder auch den zyklischen Mondphasen.
Das Leben des modernen Menschen wird von der Uhr bestimmt, die ihm immer wieder
zeigt, wie viel Zeit er noch hat, bzw. eher wie viel Zeit er nicht mehr hat. Umdiesem Druck zu
entgehen kommt so manch einer auf die Idee seine Uhr in Zeiten der vermehrten Freizeit, also
im Urlaub etwa, wegzuwerfen und die Zeit Zeit sein zu lassen. Doch so einfach ist das nicht,
denn der Mensch verfügt – wie alle anderen Lebewesen auch – über eine Uhr, die man nicht
so einfach wegwerfen kann. Diese Uhr ist endogen und steuern unmerklich unseren
Tagesrhythmus – auch wenn wir uns bemühen nicht nach einem Rhythmus zu leben, weil wir
ihn im Alltag vielleicht zur Genüge hatten. Jeder kennt sicher das Phänomen kurz vor dem
gestellten Wecker aufzuwachen oder aber diesen gar nicht zu benötigen, so als klingele ein
Wecker tief in uns. In Versuchen hat man diese „innere Uhr“ nachweisen können. Neben ihr
existieren viele weitere innere Rhythmen, deren Zyklus über unterschiedlichste Zeitintervalle
verläuft.
Wo sitzt die „innere Uhr des Menschen“? Läßt sie sich stellen? Warum entstand sie?
Kann selbst diese Uhr „falsch gehen“? Diese und andere Fragen sollen im Folgenden Thema
sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Biologische Rhythmen

1.1 Unterschiedliche Rhythmen

2. Innere Uhren

2.1 Die circadiane Uhr

2.1.1 Nachweis

2.1.2 Zeitgeber

2.1.3 Sitz

2.1.4 Mögliche Entstehungsursachen

2.1.5 Notwendigkeit

2.1.6 Störungen

Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen biologischer Rhythmen beim Menschen, mit besonderem Fokus auf die endogene "circadiane Uhr". Ziel ist es, den Ursprung, die Funktionsweise sowie die Auswirkungen von Störungen dieser inneren Zeitmessung auf den menschlichen Organismus wissenschaftlich zu beleuchten.

  • Differenzierung zwischen biologischen Rhythmen und pseudowissenschaftlichen Biorhythmus-Theorien.
  • Analyse des endogenen Charakters der circadianen Uhr und ihrer Synchronisation durch externe Zeitgeber.
  • Untersuchung der physiologischen Verankerung der inneren Uhr im Gehirn (suprachiasmatischer Nukleus).
  • Darstellung der Auswirkungen von Desynchronisation durch externe Faktoren wie Jetlag, Schichtarbeit oder Lichtmangel.
  • Erörterung der evolutionären Notwendigkeit und der subjektiven Zeitwahrnehmung bei isolierten Versuchspersonen.

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Zeitgeber

In dem Versuch von Aschoff hat sich gezeigt, daß die circadiane Uhr des Menschen nicht dem 24-Stunden-Tag entspricht, sondern einem Rhythmus von ca. 25 Stunden folgt. Dennoch leben wir bekanntlich in einem 24-Stunden-Rhythmus. Es muß also möglich sein seine innere Uhr zu „stellen“. Dies geschieht tatsächlich, denn würde dies nicht geschehen, so wäre es uns unmöglich nach einem normalen Tagesrhythmus zu leben. Schon die Abweichung von 1 Minute täglich würde uns auf lange Sicht zum Nachtschwärmer machen.

Das „stellen“ der inneren Uhr erfolgt durch sogenannte „Zeitgeber“. Diese synchronisieren die innere Uhr mit der Außenwelt. Bei diesen Zeitgebern handelt es sich z. B . um das Licht, soziale Reize, Temperatur oder Fütterungszeiten. Als wichtigster Zeitgeber gilt jedoch das Licht. Lichtreize unterdrücken die Ausschüttung des Melatonin in der Zirbeldrüse. Abends, also mit abnehmendem Licht, steigen die Melatoninwerte und mit ihnen unsere Müdigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Phänomen des zeitlichen Rhythmus bei Lebewesen und die Existenz einer endogenen inneren Uhr.

1. Biologische Rhythmen: Abgrenzung biologischer Rhythmen zu pseudowissenschaftlichen Theorien und Klassifizierung von Rhythmen nach ihrer Periodendauer.

1.1 Unterschiedliche Rhythmen: Unterteilung der Rhythmen in kurz-, mittel- und langwellige Kategorien anhand von Beispielen wie Herzschlag, REM-Schlaf und Menstruationszyklus.

2. Innere Uhren: Einführung in das Konzept autonomer innerer Uhren, die physiologische Abläufe steuern.

2.1 Die circadiane Uhr: Historischer Rückblick auf die Entdeckung der circadianen Periodik und Definition als endogener Rhythmus.

2.1.1 Nachweis: Beschreibung der Bunkerversuche von Jürgen Aschoff, die die Unabhängigkeit des inneren Rhythmus von exogenen Reizen belegten.

2.1.2 Zeitgeber: Erklärung der Synchronisation der endogenen 25-Stunden-Periode auf den 24-Stunden-Tag durch externe Reize, vor allem Licht.

2.1.3 Sitz: Lokalisierung der "Master-Uhr" im menschlichen Hypothalamus, speziell im suprachiasmatischen Nukleus.

2.1.4 Mögliche Entstehungsursachen: Evolutionäre Betrachtung der Entstehung biologischer Rhythmen als Anpassung an den Hell-Dunkel-Wechsel.

2.1.5 Notwendigkeit: Erörterung der Überlebensvorteile durch Zeitmessung, wie Photosynthese-Vorbereitung oder ökologische Nischennutzung.

2.1.6 Störungen: Analyse von Desynchronisationen durch Stress, Schichtarbeit, Blindheit oder psychische Erkrankungen.

Zusammenfassung: Fazit über die enge Verbindung zwischen dem subjektiven Zeitempfinden und dem biologischen Tag-Nacht-Rhythmus.

Schlüsselwörter

Biologische Rhythmen, Circadiane Uhr, Chronobiologie, Endogener Rhythmus, Zeitgeber, Schlaf-Wach-Rhythmus, Suprachiasmatischer Nukleus, Desynchronisation, Melatonin, Aschoff-Regel, Jetlag, Subjektives Zeitempfinden, Evolution, Tag-Nacht-Rhythmus, Physiologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftlichen Grundlagen biologischer Rhythmen beim Menschen und analysiert, wie unser Körper Zeit wahrnimmt und steuert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zur Pseudowissenschaft, die endogene Natur der inneren Uhr, deren neuronale Verortung im Gehirn sowie die Anpassung an externe Zeitgeber.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Mensch über eine angeborene, endogene "circadiane Uhr" verfügt, die unabhängig von externen Einflüssen schwingt, aber durch Zeitgeber wie Licht synchronisiert werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Erkenntnisgewinnung primär herangezogen?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Analyse chronobiologischer Studien, insbesondere die historischen "Bunkerversuche" von Jürgen Aschoff zur Isolation menschlicher Probanden von Zeitreizen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Klassifizierung biologischer Rhythmen, die physiologischen Grundlagen der circadianen Uhr, deren Evolution sowie die negativen Folgen bei Störungen wie Jetlag oder Schichtarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Chronobiologie, circadiane Uhr, endogene Rhythmen, Zeitgeber und Synchronisation.

Welche Rolle spielt das Licht als Zeitgeber?

Licht gilt als der wichtigste externe Zeitgeber. Es beeinflusst über retinale Ganglienzellen die Melatoninausschüttung in der Zirbeldrüse und signalisiert dem Körper den Wechsel zwischen Wach- und Schlafzustand.

Was geschieht, wenn die innere Uhr des Menschen von äußeren Zeitgebern isoliert wird?

In den untersuchten Bunkerversuchen zeigte sich, dass der Mensch einen "freilaufenden" Rhythmus entwickelt, der bei etwa 25 Stunden liegt und nicht dem 24-Stunden-Tag der Erdrotation entspricht.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "biologischen Rhythmen" und "Biorhythmen" wichtig?

Die "Biorhythmen"-Theorie ist pseudowissenschaftlich und behauptet deterministische Zyklen ab Geburt, während die biologische Rhythmusforschung auf nachweisbaren, messbaren physiologischen Zyklen und endogenen Prozessen basiert.

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Details

Title
Biologische Rhythmen - Mit besonderem Blick auf die circadiane Uhr
College
Technical University of Braunschweig  (Seminar für Philosophie)
Course
Philosophische Probleme der Zeit.
Grade
1
Author
Tanja Stramiello (Author)
Publication Year
2002
Pages
16
Catalog Number
V15465
ISBN (eBook)
9783638205689
ISBN (Book)
9783656241195
Language
German
Tags
Biologische Rhythmen Blick Philosophische Probleme Zeit Biologische Rhythmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Stramiello (Author), 2002, Biologische Rhythmen - Mit besonderem Blick auf die circadiane Uhr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15465
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