Der Text „Het kind openbaart zich self“ von Maria Montessori, veröffentlicht in dem Buch „Door het kind naar een nieuwe wereld“ in Heiloo 1941 wurde von Helene Helming vom Niederländischen ins Deutsche übersetzt und 1965 erstveröffentlicht unter dem Titel „Das Kind offenbart sich selbst“ in dem Montessori-Werkbrief 7.
Maria Montessori ist am 31.8.1870 in Chiaravalle in Italien geboren und am 6.5.1952 in Noordwijk in Holland gestorben. Montessori war eine italienische Ärztin und Pädagogin. Sie hat eine Erziehungsmethode entwickelt, die auch aktuell weltweit verbreitet ist.
Die Intention des Textes ist es, mit den Vorurteilen über die Einstellungen der Welt des Kindes zu brechen und sie zu ändern. Montessori zeigt die Offenbarungen des Kindes auf und belegt dies an Beispielen aus ihren Erfahrungen mit Kindern. Dabei stellt die Autorin folgende Thesen auf: Das Kind offenbart seine eigene Welt und zeigt sie somit selbst auf und eben nicht der Erwachsene, wie das Vorurteil es nahe legt. Das Kind folgt seinen sensiblen Perioden, in denen es seine inneren Bedürfnisse versucht zu befriedigen. Dafür benötigt das Kind Freiheit und bestimmtes Material wie das wissenschaftliche Material von Montessori oder auch häusliche Arbeiten, um das Bedürfnis nach Konzentration, Anstrengung, Stille und Ruhe zu befriedigen. Der Ausruf des Kindes an den Erwachsenen „Hilf mir es selbst zu tun“ spielt dabei eine Rolle, denn er umfasst den Appell des Kindes in seiner Erziehung.
Im Folgenden wird der Text „Das Kind offenbart sich selbst“ von Maria Montessori mit der hermeneutischen Methode analysiert. Dabei wird nicht linear vorgegangen, sondern an den inhaltlichen Aspekten von Montessori orientiert. Zuerst wird auf die Biographie von Montessori eingegangen, die dazu anregt näher auf die Kinder in San Lorenzo einzugehen sowie auf die Offenbarungen, die sie an ihnen gemacht hat. Die Offenbarungen geschehen durch das Material, welches die besondere Konzentration bei den Kindern auslöst. Anschließend wird näher auf den Unterschied zwischen den armen und reichen Kindern, sowie das Krankheitsbild gegenüber dem Gesundheitsbild des Menschen eingegangen. Weitere Offenbarungen von Montessori sind die sensiblen Perioden, die Schweigelektion und die Welt des Kindes, die sie mit der Welt der Erwachsenen vergleicht. Es folgt eine Kritik und die eigene Meinung und schließt mit einer Zusammenfassung ab.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Texterörterung
- 1.1 Das Kind offenbart sich selbst
- 1.2 Kritik
- 1.3 Eigene Meinung
- 2. Schluss: Die Welt des Kindes
- 3. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text "Das Kind offenbart sich selbst" von Maria Montessori zielt darauf ab, gängige Vorurteile über die Welt des Kindes zu widerlegen und zu ändern. Montessori beleuchtet die Selbstoffenbarung des Kindes und illustriert dies mit eigenen Erfahrungen.
- Das Kind offenbart seine eigene Welt und zeigt diese selbst auf, nicht der Erwachsene.
- Das Kind folgt seinen sensiblen Perioden, um innere Bedürfnisse zu befriedigen.
- Freiheit und spezifisches Material, wie das wissenschaftliche Material von Montessori oder häusliche Arbeiten, unterstützen die Befriedigung der Bedürfnisse nach Konzentration, Anstrengung, Stille und Ruhe.
- Der Ausruf des Kindes "Hilf mir es selbst zu tun" beinhaltet den Appell des Kindes nach individueller Gestaltung seiner Erziehung.
- Die zentrale These von Montessori, dass das Kind sich selbst offenbart, bildet den roten Faden des Textes und stellt eine neue Sichtweise auf die Welt des Kindes dar.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Montessori stellt in der Einleitung ihren Lebenslauf und ihren Weg zu den Kindern in San Lorenzo vor, bei denen sie die Offenbarungen des Kindes erkannte.
1. Texterörterung
1.1 Das Kind offenbart sich selbst
Montessori beschreibt die Erfahrungen und Offenbarungen, die sie mit Kindern gemacht hat. Sie betont die Selbstoffenbarung des Kindes, seine inneren Bedürfnisse und sensiblen Perioden. Der Ausruf "Hilf mir, es selbst zu tun" spiegelt den Wunsch des Kindes nach Unterstützung und gleichzeitig nach Unabhängigkeit und Freiheit wider.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter des Textes umfassen die Offenbarung des Kindes, sensible Perioden, Bedürfnisse, Konzentration, Anstrengung, Stille, Ruhe, Freiheit, Material, Welt des Kindes, Welt der Erwachsenen und Selbstoffenbarung.
- Quote paper
- Mirjam Förster (Author), 2009, Textanalyse des Aufsatzes "Das Kind offenbart sich selbst" von Maria Montessori, aus dem Niederländischen übersetzt von Helene Helming, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154759