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Die Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS

Rechtlicher Rahmen und Würdigung der aktuellen Änderungen an IFRS 7 und IAS 7

Title: Die Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS

Master's Thesis , 2024 , 46 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Stephan (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit aktuellen Fragestellungen der Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen und damit verbundenen Problembereichen auseinander. Diese sind vor allen Dingen in der ausweisbezogenen Klassifizierung einer Verbindlichkeit und in der Darstellung innerhalb der Kapitalflussrechnung zu sehen. In diesem Zusammenhang werden aktuelle Fragestellungen analysiert und gewürdigt.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bilanzierung von RF-Transaktionen nach IFRS unter besonderer Berücksichtigung des rechtlichen Rahmens entsprechender Vereinbarungen zu erläutern und insbesondere die aktuellen Änderungen an IFRS 7 und IAS 7 durch das IASB vor dem Hintergrund der Zielsetzung der Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen zu würdigen.

Der Hauptteil dieser Arbeit befasst sich zunächst mit der bilanziellen Abbildung von RF-Transaktionen beim Kunden (Abschnitt I). Hierbei bildet ein Schwerpunkt der Ausführungen die Bilanzierung von RF-Transaktionen nach IFRS 9 i.V.m. IAS 1 hinsichtlich Ansatz, Bewertung und Ausweis des „klassischen“ Falls und dem ausweisbestimmenden Sonderfall bei Bestehen eines abstrakten Schuldanerkenntnisses (Abschnitt I.2). Im Anschluss daran wird auf die Abbildung vorgenannter Transaktionen in der Kapitalflussrechnung (KFR) gem. IAS 7 Bezug genommen und die Standardänderungen vor dem Gesichtspunkt der Informationsfunktion der KFR analysiert (Abschnitt I.3). Zum Schluss des Kapitels der kundenseitigen Bilanzierung widmet sich die vorliegende Arbeit den Anhangangaben nach IFRS 7 und IAS 7 im Zusammenhang mit RF-Transaktionen (Abschnitt I.4). Danach wird die bilanzielle Abbildung beim Lieferanten in Betracht genommen (Abschnitt II).

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Inhaltsverzeichnis

A. EINLEITUNG

B. GRUNDLAGEN

I. Rechtlicher Rahmen von (Reverse-)Factoring-Transaktionen und Abgrenzung des Reverse-Factorings vom gewöhnlichen Factoring

II. Mögliche Anreize für (Reverse-)Factoring-Transaktionen

III. Grundlagen der Bilanzierung von Finanzinstrumenten, insbesondere von finanziellen Verbindlichkeiten, nach IFRS 9

C. BILANZIERUNG VON REVERSE-FACTORING-TRANSAKTIONEN NACH IFRS

I. Bilanzierung beim Kunden

1. Vorbemerkungen

2. Art und Ausweis der Verbindlichkeit in der Bilanz nach IFRS 9 i.V.m. IAS 1

a) „Klassischer“ Fall

b) Abstraktes Schuldanerkenntnis als ausweisdeterminierender Sonderfall

3. Darstellung innerhalb der Kapitalflussrechnung nach IAS 7

a) Vorbemerkung

b) Ausweisbezogene Implikationen von Reverse-Factoring-Transaktionen

c) Anhangbezogene Redepflichten i.R.d. IAS 7 n.F. im Kontrast zu bisherigen Regelungen

4. Anhangbezogene Redepflichten i.R.d. IFRS 7 n.F. im Kontrast zu bisherigen Regelungen

II. Bilanzierung beim Lieferanten

D. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Masterarbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach den IFRS-Standards unter Berücksichtigung der jüngsten Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 sowie deren Auswirkungen auf die Informationsfunktion des Jahresabschlusses für die Abschlussadressaten.

  • Rechtlicher Rahmen und Abgrenzung von Reverse-Factoring zum klassischen Factoring.
  • Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie deren Ausweis beim Kunden und Lieferanten nach IFRS 9 und IAS 1.
  • Darstellung und Klassifizierung der Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7.
  • Kritische Würdigung der erweiterten Anhangangaben (Redepflichten) zur Steigerung der Transparenz über Liquiditätsrisiken und Finanzverbindlichkeiten.

Auszug aus der Publikation

3. Darstellung innerhalb der Kapitalflussrechnung nach IAS 7

Nach IAS 1.10(d) gehört die KFR, auch Cashflow Statement genannt, zu den Pflichtbestandteilen eines vollständigen IFRS-Abschlusses. Hintergrund und Hauptzweck ist gem. IAS 7.3 den Abschlussadressaten Informationen darüber zu vermitteln, wie und auf welche Weise das berichtende Unternehmen Zahlungsmittel und -äquivalente erwirtschaftet und einsetzt. Der Bestand liquider Mittel und entsprechender Äquivalente als Globalposten der Bilanz wird innerhalb der KFR nach Art ihrer Verwendung bzw. Herkunft auf- und in betriebliche, investive und finanzielle Cashflows unterteilt (IAS 7.10), um damit weitergehende Informationen über die Finanz- und Liquiditätslage eines Unternehmens zu liefern. Der Abschlussadressat soll dadurch losgelöst von bilanzpolitischen Einflüssen neben der Kreditwürdigkeit des Unternehmens auch einschätzen können, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und Dividenden auszuschütten. Die KFR bildet folglich ein wichtiges Mittel, um den Abschlussadressaten die Vergleichbarkeit der Ertragskraftdarstellung durch eine erhöhte Transparenz ohne bilanzpolitische Einflüsse zu erleichtern und die finanzielle Lage eines Unternehmens im Zusammenspiel mit den übrigen Abschlussbestandteile analysieren zu können.

Der Einfluss von RF-Transaktionen beschränkt sich nicht bloß auf die zeitpunkt- bzw. zeitraumbezogenen Informationen der Bilanz bzw. Ergebnisrechnung, sondern erstreckt sich vielmehr auch auf die Stromgrößeninformationen der KFR i.R.d. IAS 7.

Kapitelzusammenfassungen

A. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Reverse-Factoring-Transaktionen vor dem Hintergrund der neuen IASB-Änderungen an IFRS 7 und IAS 7 sowie Erläuterung der Forschungsziele.

B. GRUNDLAGEN: Darstellung des rechtlichen Dreiecksverhältnisses, der ökonomischen Anreize sowie der grundsätzlichen IFRS-Regelungen zur Verbindlichkeitenbilanzierung.

C. BILANZIERUNG VON REVERSE-FACTORING-TRANSAKTIONEN NACH IFRS: Kernanalyse der kundenseitigen Bilanzierung, der Klassifizierung in der Kapitalflussrechnung und der neuen Anhangangaben im Vergleich zur Lieferantenperspektive.

D. SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende kritische Würdigung der Ergebnisse hinsichtlich des Ausweises und der Offenlegung von Reverse-Factoring-Transaktionen unter Berücksichtigung der aktuellen Standardänderungen.

Schlüsselwörter

Reverse-Factoring, IFRS 9, IAS 7, IFRS 7, Lieferantenfinanzierung, Verbindlichkeiten, Kapitalflussrechnung, Bilanzierung, Working Capital, Liquiditätsrisiko, IASB, Forderungsabtretung, Anhangangaben, Finanzinstrumente, Abschlussanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS-Standards und bewertet, wie sich der rechtliche Rahmen sowie die aktuellen Änderungen an IFRS 7 und IAS 7 auf die Darstellung im IFRS-Abschluss auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der bilanziellen Klassifizierung von Verbindlichkeiten, dem Ausweis in der Kapitalflussrechnung sowie den erweiterten Anhangangaben zur Transparenzsteigerung über Liquiditätsrisiken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die bilanzielle Abbildung solcher Transaktionen unter Berücksichtigung neuer Standardvorgaben kritisch zu würdigen und die Zweckmäßigkeit der Informationsvermittlung für Abschlussadressaten zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse des rechtlichen Rahmens und einer detaillierten Auseinandersetzung mit den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS/IAS) sowie einschlägiger Literatur und Stellungnahmen von Gremien wie dem IDW.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil (Kapitel C) werden primär die kundenseitigen bilanziellen Folgen (Ansatz, Bewertung, Ausweis) sowie die Darstellung in der Kapitalflussrechnung und die neuen Anhang-Redepflichten detailliert analysiert.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Reverse-Factoring, IFRS 9, IAS 7, Working-Capital-Management und Liquiditätsrisiko-Offenlegung beschreiben.

Welche Rolle spielt das abstrakte Schuldanerkenntnis bei der Bilanzierung?

Das abstrakte Schuldanerkenntnis stellt einen ausweisbestimmenden Sonderfall dar, bei dem eine zusätzliche Verbindlichkeit neben der ursprünglichen Schuld aus dem Liefergeschäft entstehen kann, was die Bilanzstruktur beeinflusst.

Warum ist die Darstellung in der Kapitalflussrechnung bei Reverse-Factoring problematisch?

Die Problematik besteht darin, ob die Zahlungen als operativer Cashflow oder als Cashflow aus Finanzierungstätigkeit auszuweisen sind, da die Standardvorgaben hierzu Interpretationsspielräume lassen.

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Details

Title
Die Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS
Subtitle
Rechtlicher Rahmen und Würdigung der aktuellen Änderungen an IFRS 7 und IAS 7
College
Martin Luther University  (Externes Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung)
Grade
1,0
Author
Florian Stephan (Author)
Publication Year
2024
Pages
46
Catalog Number
V1547642
ISBN (PDF)
9783389099049
ISBN (Book)
9783389099056
Language
German
Tags
IFRS International Financial Reporting Standards Wirtschaftsprüfung Factoring Echtes Factoring Unechtes Factoring Bilanzierung Internationale Rechnungslegung Jahresabschluss Konzernabschluss Accounting Financial Statement Cashflow Statement Kapitalflussrechnung Ausweis Anhang IAS 7 IFRS 7 IFRS 9 Bilanzierung beim Kunden Bilanzierung beim Lieferanten Reverse Factoring Umgekehrtes Factoring Factor Forderungen Verbindlichkeiten Servicing-Asset Supply Chain Finance Lieferantenfinanzierung Einkaufsfinanzierung IASB Amendments Cash Flow Statement Liquiditätsrisiko Liquidität Zahlungszielverlängerung IFRS IC Working Capital Working Capital Optimization Finance
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Florian Stephan (Author), 2024, Die Bilanzierung von Reverse-Factoring-Transaktionen nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1547642
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