Interne Revision in der Immobilienwirtschaft

Kaufmännische Immobilienrevision


Hausarbeit, 2010
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der nummerierten Abbildungen im Textteil

1. Einleitung

2. Immobilienwirtschaft
2.1. Definition: Immobilienwirtschaft
2.2. Funktionsbereiche der Immobilienwirtschaft
2.3. Entwicklungstendenzen/ Zukunft der Immobilienwirtschaft

3. Interne Revision in der Immobilienwirtschaft
3.1. Definition der Internen Revision
3.2. Abgrenzung zum Controlling/ Nutzenpotenzial der Internen Revision
3.3. Grundlagen/ Standards der Internen Revision

4. Ausgewählte Prüffelder in der Immobilienwirtschaft
4.1. Projektentwicklung
4.1.1 Grunderwerb
4.1.2 Projektplanung
4.1.3 Projektgenehmigung
4.2. Immobilienverwaltung
4.2.1 Instandhaltungsplanung und -durchführung
4.2.2 Instandsetzungsplanung und -durchführung
4.2.3. Abrechnungsplanung und -durchführung
4.2.4 Personaleinsatz
4.2.5 Weiterbildung
4.3. Immobilienvertrieb
4.3.1 Vertriebsorganisation
4.3.2 Vertriebsdurchführung

5. Durchführung einer Internen Revision im Unternehmen am Beispiel des Prüffeldes "Instandhaltungsmanagement"
5.1. Vorbereitung
5.2. Eröffnungsgespräch
5.3. Durchführung der Prüfung
5.4. Berichtsabstimmung
5.5. Schlussbesprechung
5.6. Follow-Up

6. Fazit/ Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der nummerierten Abbildungen im Textteil

Abb.-Nr. Titel Seite

01 Teil-/ Funktionsbereiche der Immobilienwirtschaft

02 Prozessunabhängigkeit der Internen Revision/ 6 Prozessabhängigkeit des Controlling

03 Methodische Prüfungsabfolge

1. Einleitung

Die Ihnen hier vorliegende Hausarbeit mit den Thema „Interne Revision in der Immobilienwirtschaft- Kaufmännische Immobilienrevision“ soll einen kurzen Einblick gewähren in die Arbeit eines Revisors in mittelgroßen bis großen Immobilien-unternehmen mit eigener Revisionsabteilung. Diese werden sich vornehmlich in stark strukturierten Unternehmensformen wie etwa (Wohnungsbau-)Genossenschaften finden lassen.

Kleine und mittelständige Unternehmen der Immobilienbranche dagegen werden in der Mehrzahl der Fälle auf eine eigene Revisionsabteilung verzichten. Die revisions-typischen Aufgaben werden dann eventuell von externen Revisoren, Abschluss- und Wirtschaftsprüfern oder Unternehmensberatern übernommen. Zudem bestimmen die Unternehmensgröße und andere Faktoren wie etwa Unternehmensform oder Haftungssummen den Anspruch an das Risikomanagement und somit auch auf die Interne Revision.

Ziel dieser Hausarbeit soll es also sein, zuerst die in der Immobilienwirtschaft typischen Prüffelder kurz vorzustellen. Hierbei werden aufgrund des begrenzten Seitenumfangs nur die wichtigsten, bei den meisten großen Immobilienunternehmen vorhandenen Geschäftsbereiche, mit ihren typischen Risiken dargestellt. Ausdrücklich ausgenommen wird hierbei die Baurevision, die in dieser Hausarbeit aufgrund ihrer Komplexität nicht erläutert werden soll. Ebenfalls nicht explizit aufgearbeitet sollen die in jeder anderen kaufmännischen Branche gleichfalls auftretenden Gefahren bzw. Risiken und deren übergeordnete Prüffelder.

Im Anschluss soll ein beispielhafter Prüfungsablauf an einem ausgewählten Prüffeld die Arbeit des Internen Revisors verdeutlichen. Da es verschiedene Verfahrens- und Arbeitsweisen gibt, die teilweise bereits von Revisor zu Revisor differenzieren können, kann dieser exemplarische Ablauf nur eine Arbeitsvariante darstellen. Eine kurze Zusammenfassung der ermittelten Ergebnisse soll letztlich zur Abrundung der Hausarbeit dienen.

2. Immobilienwirtschaft

Was macht die Immobilienwirtschaft eigentlich zu einem besonderen Wirtschaftszweig, und welche besonderen Ansprüche werden an Geschäftsleitung, Mitarbeiter und speziell Interne Revisoren gestellt? Hierzu ist es nötig, die besonderen Charakteristika der Immobilienwirtschaft kurz zu definieren.

2.1. Definition: Immobilienwirtschaft

Die Immobilienwirtschaft ist ein Wirtschaftszweig, der sich mit der Entwicklung, Produktion, Bewirtschaftung und der Vermarktung von Immobilien beschäftigt. Unter Immobilien versteht man ortsfeste Gegenstände wie Gebäude oder Grundstücke.[1]

Man kann die Immobilienwirtschaft hinsichtlich der Art der Objekte deshalb auch in verschiedene Teilbereiche gliedern.[2] Einerseits wäre da die Grundstückswirtschaft, die sich vornehmlich mit dem Erwerb, der Erschließung und der Vermarktung von Baugrundstücken beschäftigt. Hierbei kann aber auch der Erwerb von Grundstücken mit bereits bestehenden Gebäuden hinzugerechnet werden.[3]

Desweiteren gibt es die Sektionen Wohnungswirtschaft (Errichtung, Bewirtschaftung und Vermarktung von Wohnimmobilien) und gewerbliche Immobilienwirtschaft (dito, aber mit Bezug auf gewerblich genutzte Gebäude). Diese Abteilungen weisen jeweils spezielle Wesensmerkmale auf, die sich auch auf die jeweiligen Leistungs- und Funktionsbereiche auswirken.[4]

2.2. Funktionsbereiche der Immobilienwirtschaft

Folgende Grafik zeigt die Teil- sowie Funktionsbereiche der Immobilienwirtschaft und die daran beteiligten externen oder internen Akteure.[5] Hierdurch wird auch der komplette Lebenszyklus einer Immobilie abgebildet:

Abbildung 01: Teil-/Funktionsbereiche der Immobilienwirtschaft

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: eigene Darstellung

Die dabei kursiv herausgestellten Funktionsbereiche stellen die Kernbereiche eines geläufigen Immobilienunternehmens dar. Namentlich sind dies der Grunderwerb, die Planung und Genehmigung sowie die Bewirtschaftung.[6]

Eben diese Bereiche betreffen vornehmlich interne Akteure. Dementsprechend rekrutieren sich aus diesen Funktionsbereichen die Prüffelder, denen von der Internen Revision in der Immobilienwirtschaft ein besonderes Augenmerk gewidmet werden muss. Dabei wandeln sich diese Risikofelder zunehmend.

Wie alle Bereiche des (wirtschaftlichen) Lebens unterliegt auch die Immobilien-wirtschaft einem stetigen Wandel, weshalb heute ganz andere Anforderungen jeglicher Natur an alle Beteiligten gestellt werden, als noch vor einigen Jahren.[7]

2.3. Entwicklungstendenzen/ Zukunft der Immobilienwirtschaft

Beinahe wöchentlich werden vermieter- oder mieterfreundliche Gerichtsurteile gefällt, die einen erheblichen Einfluss auf die Arbeit der Immobilien-wirtschaftler haben. Doch nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern sich ständig und müssen von den Mitwirkenden stets überwacht werden, um zu jeder Zeit auf dem neuesten Stand zu sein.[8]

Auch der individuelle Anspruch der direkt Beteiligten ist in einem besonderen Ausmaß gestiegen. Wenn man beispielweise von einem mittelgroßen Immobilienunternehmen ausgeht, das in den seltensten Fällen ausschließlich eigene Immobilien verwaltet, vermietet und vermarktet, kann dieses Immobilienunternehmen als Schnittstelle zwischen Mietern und Eigentümern angesehen werden.[9]

Nun stellen diese beiden Anspruchsgruppen natürlicherweise auch gegensätzliche Interessengruppen dar. Wo früher beispielsweise einfache Verwaltungsarbeit gereicht hat, müssen heutzutage aufwendige Service-konzepte entwickelt werden, um eine langfristige Mieterbindung an die jeweilige Wohnung gewährleisten zu können.[10]

Eigentümern andererseits genügt es nicht länger mit ihrem Objekt nur die höchste Rendite zu erzielen. Vielmehr verlangen auch diese einen hohen Servicegrad. Im Sinne der langfristigen Bindung des Eigentümers an das Wohnungsunternehmen müssen hierbei neue Konzepte entwickelt und umgesetzt werden. Schließlich muss das immobilienwirtschaftliche Unternehmen versuchen aus der Arbeit mit seinem Kunden den höchsten Ertrag zu erzielen.[11]

Kurz und gut: die Immobilienwirtschaft im Allgemeinen steht vor großen Heraus-forderungen. Die Ausrichtung geht hierbei immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit, Service und der Entwicklung und Umsetzung von neuen flexiblen Konzepten.[12]

3. Interne Revision in der Immobilienwirtschaft

Was bedeutet eigentlich Interne Revision in der Immobilienwirtschaft? Wie kann die Interne Revision nun ihren Anteil auf dem oben beschriebenen Weg leisten? Und an welchen Regelwerken muss sie sich zu diesem Zweck orientieren? Genau diese Fragen sollen im Folgenden nachgegangen werden, um dabei hoffentlich befriedigende Antworten zu finden.

[...]


[1] Murfeld: Spezielle Betriebswirtschaftslehre der Immobilienwirtschaft, S. 45

[2] Sailer: Immobilienfachwissen A-Z, S. 37

[3] Murfeld: Spezielle Betriebswirtschaftslehre der Immobilienwirtschaft, S. 69

[4] ebenda, S. 72

[5] ebenda, S. 83

[6] Ein weiterer nicht markierter Kernbereich ist die Erstellung der Immobilie. Wie eingangs erwähnt wird dieser spezielle Zweig in der Hausarbeit jedoch ausgespart, da die Baurevision keine herkömmliche kaufmännische Revision darstellt und zudem einen enormen Leistungsumfang besitzt.

[7] Diederichs: Immobilienmanagement im Lebenszyklus: S. 132

[8] Schmitz/Teichmann: Strategische Wertschöpfungspartnerschaften, in: Immobilienwirtschaft 05/2010, S. 60 f.

[9] Murfeld: Spezielle Betriebswirtschaftslehre der Immobilienwirtschaft, S. 127

[10] Schmitz/Teichmann: Strategische Wertschöpfungspartnerschaften, in: Immobilienwirtschaft 05/2010, S. 60

[11] ebenda, S. 61

[12] Peymani: Brand and Value, in: Immobilienwirtschaft 05/2010, S.44

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Interne Revision in der Immobilienwirtschaft
Untertitel
Kaufmännische Immobilienrevision
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Interne Revision
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V154804
ISBN (eBook)
9783640678846
ISBN (Buch)
9783640681631
Dateigröße
646 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interne, Revision, Immobilienwirtschaft, Kaufmännische, Immobilienrevision
Arbeit zitieren
Christian Rau (Autor), 2010, Interne Revision in der Immobilienwirtschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154804

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