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Makroökonomische Fragestellungen

Arbeitslosigkeit bzw. die Arbeitslosenquote einer Volkswirtschaft in Zeiten der Inflation und Deflation

Title: Makroökonomische Fragestellungen

Essay , 2010 , 4 Pages

Autor:in: Christian Rau (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Im Folgenden, kurzen Essay werden wir uns mit der makroökonomischen Fragestellung beschäftigen, warum sich die Arbeitslosigkeit bzw. die Arbeitslosenquote einer Volkswirtschaft in Zeiten der Inflation an die Inflationsentwicklung koppelt, und ob diese Kopplung in Zeiten der wirtschaftlichen Deflation ebenfalls feststellbar ist. Langläufig wird in diesem Kontext von renommierten Wissenschaftlern angenommen, dass der Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und Inflation nur in inflationären Zeiten gegeben, und in Zeiten der Deflation dieser Zusammenhang nicht beobachtbar ist. Warum dies so ist bzw. wo der Ansatzpunkt zur Erklärung dieses Phänomens liegt, versuchen wir kurz darzulegen und zu begründen. Im Anschluss werden wir versuchen ein abschließendes Fazit ziehen, und einen Ausblick bezüglich der makroökonomischen Fragestellung geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen

2.1 Definition der Inflation

2.2 Definition der Arbeitslosigkeit und Arbeitslosenquote

3. Die Phillipskurve und ihre theoretische Herleitung

3.1 Zusammenhang zwischen Arbeitslöhnen, Inflation und Arbeitslosigkeit

3.2 Nominallohnentwicklung und Verdrängungseffekte

4. Politischer Konjunkturzyklus und Fiskalpolitik

4.1 Expansive Fiskalpolitik vor Wahlen

4.2 Restriktive Fiskalpolitik nach Wahlen

5. Adaptierte Erwartungen und natürliche Arbeitslosenquote (NAIRU)

6. Fallbeispiel: Die Great Depression als Untersuchungsmodell

7. Die Phillipskurve in Zeiten der Deflation

7.1 Widerstand gegen Nominallohnsenkungen

7.2 Entkoppelung von Nominallöhnen und Preisniveau

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Arbeitslosenquote und der Inflationsrate in einer Volkswirtschaft. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Gültigkeit dieses Verhältnisses in deflationären Phasen und der Rolle der Nominallohnentwicklung sowie politischer Konjunkturzyklen.

  • Analyse der Phillipskurve als zentrales theoretisches Modell
  • Untersuchung des Einflusses von Fiskalpolitik auf Beschäftigung und Preisniveau
  • Diskussion der natürlichen Arbeitslosenquote (NAIRU) und adaptierter Erwartungen
  • Historische Betrachtung am Beispiel der Weltwirtschaftskrise (Great Depression)
  • Erörterung der Entkoppelung von Nominallöhnen in Deflationsszenarien

Auszug aus dem Buch

Die Phillipskurve in Zeiten der Deflation

Der Charakter einer Deflation besteht aus einem anhaltenden, signifikanten und anhaltenden Rückgang des Preisniveaus für Waren und Dienstleistungen. Von einer Deflation gehen die entgegengesetzten direkten Effekte aus wie von einer Inflation. Man kann also auch von sehr niedrigen oder gar negativen Inflationsraten sprechen.

Da die Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren eine kurze deflationäre Phase aufweist, kann auch hier wieder dieses Modell herangezogen werden. Langläufig wird von renommierten Wissenschaftlern ja, wie bereits angedeutet, die These aufgestellt, dass während einer Deflation der Zusammenhang den die Phillipskurve beschreibt vollständig zusammenbricht. Als Begründung wird der Widerstand von Arbeitnehmern angeführt Nominallohnsenkungen zu akzeptieren. Arbeitnehmer sind zu diesem Zeitpunkt zwar bereit eine Senkung des Reallohnes hinzunehmen (bedingt durch eine hohe Arbeitslosenquote während der Deflation), bei einem absoluten Rückgang der Nominallöhne aber muss von einem starken Widerstand der Arbeitnehmerschaft ausgegangen werden.

Versuchen wir uns diesen Zusammenhang noch einmal zu verdeutlichen: In der Deflation sind die Inflationsraten niedrig bzw. eventuell sogar negativ. Das Preisniveau während einer Deflation geht anhaltend zurück. Da wir im Ausgangspunkt festgestellt hatten, dass zwischen Preisniveau und Nominallohn ein Zusammenhang besteht. Sinkt das Preisniveau sinken auch die Nominallöhne. Wir hatten aber nun angenommen, dass die Nominallöhne aufgrund des Widerstandes der Arbeitsnehmer nicht unendlich tief sinken können. Es kommt zu einer Entkoppelung von Nominallöhnen und Preisniveau. Dies hatten wir früher schon ausführlich beschrieben. Das Endergebnis ist, das nicht wie bei der Phillipskurve angenommen, bei den niedrigen/negativen Inflationsraten die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Da dieser Zusammenhang aber nicht unendlich fortschreibbar ist, wird die Phillipskurvenbeziehung schwächer werden oder gar ganz verschwinden, wenn die Wirtschaft in die Nähe einer Inflationsrate von Null gerät.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Fragestellung nach dem Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation sowie die Relevanz einer Untersuchung in deflationären Zeiten.

2. Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Inflation und Arbeitslosigkeit als Basis für das weitere Verständnis.

3. Die Phillipskurve und ihre theoretische Herleitung: Hier wird der Zusammenhang zwischen Arbeitslöhnen und Arbeitslosigkeit erläutert, der die Grundlage für das Phänomen der Phillipskurve bildet.

4. Politischer Konjunkturzyklus und Fiskalpolitik: Das Kapitel behandelt den Einfluss staatlicher Fiskalpolitik vor und nach Wahlen auf das Preisniveau und die Beschäftigung.

5. Adaptierte Erwartungen und natürliche Arbeitslosenquote (NAIRU): Hier werden erweiterte Konzepte diskutiert, wie die NAIRU und die Berücksichtigung vergangener Inflationsentwicklungen bei der Lohnbildung.

6. Fallbeispiel: Die Great Depression als Untersuchungsmodell: Anhand der Weltwirtschaftskrise wird der theoretische Zusammenhang in einem historischen Praxiskontext illustriert.

7. Die Phillipskurve in Zeiten der Deflation: Der Fokus liegt auf der These, dass der Zusammenhang der Phillipskurve bei Deflation aufgrund des Widerstands gegen Nominallohnsenkungen an Kraft verliert.

8. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Forschung bei historisch niedrigen Inflationsraten.

Schlüsselwörter

Phillipskurve, Inflation, Arbeitslosigkeit, Arbeitslosenquote, Nominallohn, Reallohn, Fiskalpolitik, Preisniveaustabilität, Deflation, Great Depression, NAIRU, Geldillusion, Konjunkturzyklus, Wirtschaftswachstum, Beschäftigungsniveau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der makroökonomischen Frage, inwieweit die bekannte Kopplung zwischen Inflationsrate und Arbeitslosigkeit – die Phillipskurve – auch unter den Bedingungen einer wirtschaftlichen Deflation Bestand hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung der Phillipskurve, der Einfluss der Fiskalpolitik, die Rolle der Nominallohnentwicklung sowie die Verhaltensweise von Arbeitnehmern in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu begründen, warum der Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit bei deflationären Entwicklungen abnimmt oder verschwindet, insbesondere durch den Widerstand gegen nominelle Lohnkürzungen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Herleitung mikroökonomischer Zusammenhänge (wie Lohnbildung) sowie einer fallstudienartigen Analyse historischer Daten der Weltwirtschaftskrise von 1929.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Phillipskurve, die Rolle der Fiskalpolitik im politischen Konjunkturzyklus, die NAIRU sowie die spezifischen Mechanismen bei einem Übergang von Inflation zu Deflation detailliert erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Phillipskurve, Nominallohn, Fiskalpolitik, Deflation und natürliche Arbeitslosenquote definiert.

Warum spielt der Nominallohn eine entscheidende Rolle für die Phillipskurve?

Der Nominallohn ist das Bindeglied, da Preisniveauänderungen bei den Arbeitnehmern zu Anpassungsreaktionen führen; bei Deflation stoßen diese Senkungen jedoch auf Widerstand, was die Kurve entkoppelt.

Welche Bedeutung hat das Beispiel der Great Depression für die Argumentation?

Die Große Depression dient als empirisches Modell für eine extreme deflationäre Phase, um zu zeigen, wie sich der Zusammenhang zwischen Arbeitsmarkt und Inflation unter krisenhaften Bedingungen tatsächlich verhält.

Was versteht man in diesem Kontext unter einer Entkoppelung?

Unter Entkoppelung wird verstanden, dass die ansonsten inverse Korrelation (höhere Inflation führt zu niedrigerer Arbeitslosigkeit) aufgrund von institutionellen oder psychologischen Faktoren nicht mehr greift.

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Details

Title
Makroökonomische Fragestellungen
Subtitle
Arbeitslosigkeit bzw. die Arbeitslosenquote einer Volkswirtschaft in Zeiten der Inflation und Deflation
Author
Christian Rau (Author)
Publication Year
2010
Pages
4
Catalog Number
V154806
ISBN (eBook)
9783640683659
ISBN (Book)
9783640683468
Language
German
Tags
Makroökonomische Fragestellungen Arbeitslosigkeit Arbeitslosenquote Volkswirtschaft Zeiten Inflation Deflation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Rau (Author), 2010, Makroökonomische Fragestellungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154806
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