Ansätze der Erfolgsmessung Integrierter Kommunikation


Hausarbeit, 2009

34 Seiten, Note: 1,3 - 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Integrierten Kommunikation
2.1. Begriff der Integrierten Kommunikation
2.2. Aufgaben und Ziele der Integrierten Kommunikation
2.3. Formen der Integrierten Kommunikation

3. Prozess der Integrierten Kommunikation
3.1. Planung der Integrierten Kommunikation
3.2. Umsetzung der Integrierten Kommunikation
3.3. Kontrolle der Integrierten Kommunikation

4. Erfolgskontrolle Integrierten Kommunikation
4.1. Forschungsstand der Erfolgskontrolle Integrierten Kommunikation
4.2. Ansätze der Erfolgskontrolle Integrierter Kommunikation
4.2.1. Methoden der Prozesskontrolle
4.2.2. Methoden der Wirkungskontrolle
4.2.3. Methoden der Effizienzkontrolle

5. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Formen Integrierter Kommunikation im Überblick

Abbildung 2 Kommunikationsplanung auf unterschiedlichen Ebenen

Abbildung 3 Elemente der Wahrnehmung der Einheit der Kommunikation

Abbildung 4 Mini Audit nach Duncan/Moriarty

Abbildung 5 Stufenmodell nach Kirchner - Integrationsindex

Abbildung 6 Messung der Integrationsgrades (Maßnahmen) nach Stumpf.

Abbildung 7 Messung der Integrationsgrades (Wirkungen) nach Stumpf.

Abbildung 8 Messung der Integrationsgrades (Ziele) nach Stumpf.

Abbildung 9 Ablauf einer Selbstbewertung

Abbildung 10 Kosten-Leistungs-Diagramm

Abbildung 11 Vorgehensweise einer Kommunikationswertanalyse

Abbildung 12 Grundstruktur der Prozesskostenrechnung in der Integrierten Kommunikation

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Seit den 1990er Jahren beschäftigt das Konzept der Integriert Kommunikation zunehmend Wissenschaft und Praxis. Ein Grund für das gestiegene Interesse an diesem Ansatz liegt in der Situation und den Bedingungen auf den Märkten. Verändertes Konsumentenverhalten, homogene Güter- und Dienstleistungsangebote, gesättigte Märkte sowie eine steigende Wettbewerbsintensität ergänzen den klassischen Produktwettbewerb um einen Kommunikationswettbewerb. Unternehmen sind folglich mehr denn je vor die Aufgabe gestellt, durch den professionellen Einsatz kommunikationspolitischer Instrumente die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen zu erlangen und von diesen differenziert wahrgenommen zu werden, um Präferenzen für die eigenen Produkte und Dienstleistungen zu erzeugen. Erschwert wird diese Aufgabe jedoch durch die sich zusehends verschärfenden Kommunikationsbedingungen. Steigender Kommunikationswettbewerb, Informationsüberlastung und Reaktanz bei den Rezipienten, eine steigende Vielfalt an Kommunikationsinstrumenten u.a.m. erfordern eine neue Denkhaltung, welche Kommunikation als strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen definiert. Im Zuge dieses Bedeutungszuwachses der Kommunikation rückt auch die Integrierte Kommunikation verstärkt in den Blickpunkt von Wissenschaft und Praxis.[1]

Derzeit befindet sich die Integrierte Kommunikation noch in einer Phase der Entwicklung. Insbesondere der Erfolgskontrolle Integrierter Kommunikation mangelt es bisweilen vielerorts an fundierten Erkenntnissen.[2] Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, Ansätze der Erfolgsmessung Integrierter Kommunikation vorzustellen.

Nach diesem einleitenden Kapitel werden zunächst mit der Definition (Kapitel 2.1.), den Aufgaben und Zielen (Kapitel 2.2.) sowie den Formen (Kapitel 2.3.) Grundlagen der Integrierten Kommunikation erarbeitet. Darauf folgend wird im dritten Teil dieser Arbeit ein Überblick über den Prozess der Integrierten Kommunikation bestehend aus Planung (Kapitel 3.1.), Umsetzung (Kapitel 3.2.) und Kontrolle (Kapitel 3.3.) als Hinleitung zum vierten Kapitel gegeben. Bevor die vorliegende Arbeit mit einer Schlussbetrachtung in Kapitel 5 abschließt, widmet sich das vierte Kapitel einer ausführlichen Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand (Kapitel 4.1.) und insbesondere den Ansätzen der Erfolgskontrolle Integrierte Kommunikation (Kapitel 4.2.).

2. Grundlagen der Integrierten Kommunikation

Um eine gemeinsame Ausgangsbasis für eine weiterführende Betrachtung des Konzepts der Integrierten Kommunikation zu schaffen, widmet sich dieses Kapitel zunächst einigen Grundlagen dieser.

2.1. Begriff der Integrierten Kommunikation

Integrierte Kommunikation ist seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein in der wissenschaftlichen Forschungsliteratur ebenso wie in der Praxis weit verbreitetes und viel diskutiertes Thema. Eine einheitliche Begriffsdefinition der Integrierten Kommunikation - im Folgenden IK abgekürzt - existiert nach wie vor jedoch nicht. Das vorherrschende diffuse und divergierende Verständnis über den Begriff der IK führt vielfach zu Unklarheiten und Unsicherheiten über die Begriffsinhalte.[3]

Die vorliegende Arbeit folgt der Definition BRUHNs, welche sich an die Begriffsauffassung der Integration anlehnt und die spezifische Ausgangslage der Kommunikation berücksichtig:[4] "Integrierte Kommunikation ist ein Prozess der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle, der darauf ausgerichtet ist, aus den differenzierten Quellen der internen und externen Kommunikation von Unternehmen eine Einheit herzustellen, um ein für die Zielgruppen der Kommunikation konsistentes Erscheinungsbild des Unternehmens bzw. eines Bezugsobjektes des Unternehmens zu vermitteln. “

Verbunden mit diesem Begriffsverständnis der IK sind verschiedenen Merkmale, von denen sieben Aspekte hervorgehoben werden können:[5]

IK ist ein Ziel der Kommunikation, d.h. Kommunikationsarbeit sollte dergestalt ausgerichtet sein, dass eine strategische Positionierung eines Unternehmens im Kommunikationswettbewerb möglich wird und Kommunikation als Wettbewerbsfaktor und integraler Bestandteil der Marketingstrategie genutzt werden kann. Ferner handelt es sich bei der IK um einen Managementprozess, bei dem sämtliche Kommunikationsaktivitäten in eine bestimmte Richtung hin zu analysieren, zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren sind. Hierfür sind spezielle Instrumente, die eine Integration ermöglichen, von Nöten.

Des Weiteren ist IK in Abhängigkeit von der Markenstrategie eines Unternehmens als eine vorgelagerte strategische Marketingentscheidung, der die Kommunikationsplanung zu folgen hat und die das Bezugsobjekt[6] der IK definiert, zu gestalten. Darüber hinaus umfasst die IK jegliche internen und externen Kommunikationsinstrumente und ist auf die Schaffung einer Einheit der Kommunikation als gemeinsame übergeordnete Zielrichtung und als Orientierungsrahmen für die Integration sämtlicher Kommunikationsinstrument ausgerichtet. Schließlich soll die IK durch die Nutzung von Synergiewirkungen die Kommunikationseffizienz steigern und ist im Ergebnis darauf ausgerichtet, ein inhaltlich, formal und zeitlich einheitliches Erscheinungsbild bei den Zielgruppen zu erzeugen, um so das Konsumentenverhalten positiv zu beeinflussen.

2.2. Aufgaben und Ziele der Integrierten Kommunikation

Abgeleitet aus der Definition sowie den Merkmalen der IK lassen sich Aufgaben und insbesondere Ziele der IK formulieren.

Die Aufgabenbereiche der IK sind die planerische, organisatorische, personelle, kulturelle sowie informationelle Integrationsaufgabe. Sämtliche Maßnahmen dienen dazu, die für das eigene Unternehmen fördernden und hemmenden Faktoren der Integration zu erkennen und diese berücksichtigend letztlich eine Integration sämtlicher unternehmerischer Kommunikationsprozesse zu realisieren.[7]

Übergeordnetes Ziel der IK ist die Schaffung einer Einheit in der Kommunikation, welche durch die zielgerichtete Erfüllung der Integrationsaufgaben realisiert werden kann. Mit der integrierten Kommunikationsarbeit eines Unternehmens verbindet sich darüber hinaus für Letztgenanntes die Möglichkeit, die kommunikative Wirkung effektiver und effizienter zu gestalten. Die Ziele IK lassen sich demnach in psychologische und ökonomische Kategorien untergliedern, wobei die psychologischen Zielsetzungen dominieren und ihre Realisierung als wahrscheinlicher gilt. Empirische Studien belegen, dass im Bereich psychologischer Ziele das Erreichen eines einheitlichen und widerspruchsfreien Erscheinungsbildes überwiegt. Durch Konsistenz und Kongruenz sollen Irritationen bei den internen und externen Zielgruppen vermieden werden und die Glaubwürdigkeit und Akzeptanz des Bezugsobjekts der IK gesteigert werden. Als weitere psychologische Ziele sind die Realisierung kommunikativer Synergiewirkungen, die Erzielung verbesserte Lerneffekte bei den Zielgruppen, die Förderung einer kommunikativen Differenzierung im Wettbewerb sowie die Erhöhung der Motivation und Identifikation der Mitarbeitenden zu nennen. Als ein ökonomisches Ziel der IK gilt die Kostenreduktion.[8]

2.3. Formen der Integrierten Kommunikation

Bei der IK handelt es sich - wie die vorangegangenen Erläuterungen bereits deutlich gemacht haben - um einen ganzheitlichen Abstimmungsprozess sämtlicher Kommunikationsinstrumente zur Schaffung einer Einheit der Kommunikation. Integrationsbemühungen beziehen sich daher auf eine inhaltliche, formale und zeitliche Abstimmung von Kommunikationsaktivitäten. Einen Überblick über diese drei Formen der IK zeigt Abbildung 1:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Formen der Integrierten Kommunikation im Überblick
(Quelle: Bruhn 20064, S. 80)

Die inhaltliche Integration bildet einen Schwerpunkt der Integrationsbemühungen. Angedacht ist bei dieser Integrationsform, Kommunikationsmaßnahmen inhaltlich miteinander zu verknüpfen, sprich Kommunikationsinstrumente und -mittel durch Verbindungslinien thematisch aufeinander abzustimmen und somit ein einheitliches Erscheinungsbild zu vermitteln. Die inhaltliche Integration dient folglich einer langfristig angelegten, strategischen Kommunikation von Unternehmen.[9]

Die formale Integration dient der Verbindung sämtlicher Kommunikationsaktivitäten durch eine einheitliche Gestaltung dieser hinsichtlich des äußeren Erscheinungsbildes. Durch die Sicherstellung eines formal einheitlichen Erscheinungsbildes wird mit dieser Form der Integration eine leichtere Wiedererkennbarkeit und höhere Lerneffekte bei den Zielgruppen angestrebt. Dazu müssen die jeweiligen Gestaltungsprinzipien konsequent bei jeder Kommunikationsmaßnahme eingehalten werden.[10]

Mit der zeitlichen Integration als weiterer Bestandteil der Integrationsformen verbindet sich die Zielvorstellung, den Einsatz einzelner Kommunikationsinstrumente und -mittel innerhalb und zwischen verschiedenen Planungsperioden aufeinander abzustimmen. Durch eine kurz- bis mittelfristige Planung soll hierbei sowohl eine zeitliche Abstimmung zwischen verschiedenen Instrumenten als auch eine zeitliche Kontinuität im Einsatz eines Instruments gewährleistet werden.[11]

Um die Effektivität und Effizienz sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen im Sinne einer IK sicherzustellen, sind die inhaltliche, formale und zeitliche Integration darüber hinaus im Hinblick auf die Richtung und Ebene der Integration zu vollziehen.

In Bezug auf die Richtung der Integration kann zwischen der horizontalen und vertikalen Integration unterschieden werden. Während die horizontale Integration die Kommunikationsaktivitäten auf einer Marktstufe verbindet, bezieht sich die vertikale Integration auf die Mehrstufigkeit der Märkte und versucht eine Durchgängigkeit der kommunikativen Ansprache auf den verschiedenen Ebenen des Marktes zu realisieren.[12]

Ebenen der Integration sind die interinstrumentelle und die intrainstrumentelle Ebene. Eine Vernetzung jeglicher kommunikationspolitischer Aktivitäten mit den Maßnahmen anderer Kommunikationsinstrumente ist Aufgabe der Integration auf interinstrumenteller Ebene. Auf intrainstrumenteller Ebene hingegen ist eine Vernetzung innerhalb eines jeden Kommunikationsinstrumentes vorzunehmen, d.h. die Kommunikationsmittel und die kommunikativen Einzelmaßnahmen sind aufeinander abzustimmen.[13]

3. Prozess der Integrierten Kommunikation

Die Integrierte Kommunikation stellt einen ganzheitlichen Gestaltungsprozess im Unternehmen dar.[14] Mit diesem Gestaltungsprozess sind für ein Unternehmen verschiedene Aufgabenbereiche verbunden (siehe Kapitel 2.), von denen vordergründig die planerischen, organisatorischen und personellen Aufgaben in diesem Kapitel betrachtet werden sollen. Es sei anzumerken, dass an dieser Stelle lediglich ein kurzer Überblick über den Prozess der IK als Hinleitung zum Schwerpunkt dieser Arbeit, der Erfolgsmessung IK, gegeben wird. Für eine ausführliche Erläuterung der dargelegten Ansätze sei auf die angegebene Literatur verwiesen.

3.1. Planung der Integrierten Kommunikation

Für die Gestaltung der IK ist ein Planungsprozess, welcher im Ergebnis ein unternehmensindividuell abgestimmtes, umfassendes Konzept der IK hervorbringt, eine grundlegende Voraussetzung. Die Planung der Kommunikation erfolgt dabei auf zwei unterschiedlichen Unternehmensebenen - die Ebene des Gesamtunternehmens und die Ebene der Kommunikationsfachabteilungen. Verbunden mit den Planungsebenen sind die Träger der Kommunikation. So liegt die Verantwortung für die Gesamtkommunikation in der Regel bei den zuständigen Führungsebenen, während die Verantwortung für den Einsatz einzelner Kommunikationsinstrumente den Leitern sämtlicher Fachabteilungen mit Planungsaufgaben[15] im Rahmen der Kommunikationspolitik zukommt. Den Leitern der Kommunikationsfachabteilungen obliegen dabei zum Einen die systematische Planung des Einsatzes ihres Kommunikationsinstrumentes (strategische Planung), sowie die Strategieumsetzung durch einzelne Maßnahmen für das jeweilige Instrument (taktische Aufgabe). Zum Anderen haben sie bei der Entwicklung eigener Maßnahmen einen Beitrag zur Integration des Instruments in die Einheit der Kommunikation, als von der Führungsebene vorgegebener Orientierungsrahmen, zu leisten. Die erörterten Zusammenhänge veranschaulicht nachfolgende Abbildung.[16]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Kommunikationsplanung auf unterschiedlichen Ebenen (Quelle: Bruhn 20064, S. 148)

Die dargelegten Ausführungen implizieren, dass auch der Planungsprozess zweigliedrig ist. Auf Ebene der Gesamtkommunikation erfolgt eine Top-down-Planung, bei der die Unternehmensleitung unter Einbezug sämtlicher relevanter Kommunikationsabteilungen die IK für das Gesamtunternehmen plant, mit dem Ziel, alle Kommunikationsmaßnahmen einheitlich für die Unternehmensgesamtheit auszurichten. Auf Ebene der Kommunikationsinstrumente wird hingegen eine Bottom-up-Planung seitens der einzelnen Abteilungen eingesetzt, in der der Einsatz der einzelnen Instrumente planerisch recht isoliert festgelegt wird, die sich aber in den Top-down-Planungsprozess integriert. Im Sinne der Integrationsbemühungen sind diese beiden Planungsverfahren zusammenzuführen, zumal sich der Planungsprozess der IK beiden Ebenen in sämtlichen zu durchlaufenden Phasen - Analyse, Planung, Durchführung und Kontrolle - stark ähnelt. Die Synthese beider Planungsverfahren wird dabei als iteratives Gegenstromverfahren bezeichnet.[17]

Kernstück des Planungsprozesses bildet die Formulierung einer Strategie der IK, mit der die Einheit der Kommunikation hergestellt werden soll. Mit der Analyse der Kommunikationssituation, der Festlegung von Kommunikationszielen und Zielgruppen sowie die Auswahl und Kategorisierung[18] von Kommunikationsinstrumenten legt der Planungsprozess die Grundbausteine der IK, derer einer integrativen Zusammenführung in der Strategie der IK bedürfen. Die Strategie ermöglicht eine langfristig konsistente, glaubwürdige und synergetisch ausgerichtete Kommunikation und legt somit ebenfalls den Einsatz der Kommunikationsinstrumente fest und koordiniert diesen. Weiterhin ist mit der Strategie der IK die Festlegung und Verteilung des Kommunikationsbudgets verbunden.[19]

3.2. Umsetzung der Integrierten Kommunikation

Die im Planungsprozess erarbeitete Strategie der IK muss auf verschiedenen Ebenen operativ umgesetzt werden. Hierzu zählen die inhaltliche, organisatorische und personelle Umsetzung der IK.

Ziel der inhaltlichen Umsetzung ist es, die Strategie zu konkretisieren und auszugestalten, sodass sie in der praktischen Kommunikationsarbeit verwendet werden kann, und diese in Form eines Konzeptpapiers zu dokumentieren. Das Konzeptpapier hat den Charakter von Richtlinien oder Regeln, da es sich hierbei um inhaltliche und formale Vorgaben handelt, die für alle Beteiligten verbindlich und maßgebend für ihre Arbeit sind. Elemente des Konzeptpapiers der IK sind das Strategiepapier, die Kommunikations- und die Organisationsregeln. Innerhalb des Strategiepapiers ist die konkretisierte Strategie der IK wiedergegeben. Auf Grundlage des Strategiepapiers werden die Kommunikationsregeln entwickelt. Diese dienen dazu, die Vorgaben des Strategiepapiers in Richtlinien für die praktische Kommunikationsarbeit zu übertragen. Die Kommunikationsregeln bestehen aus dem Positionierungspapier, in welchem eine genaue Formulierung der Positionierung als übergeordnete, zentrale Zielsetzung und Ausgangspunkt für die Formulierung und Integration sämtlicher Kommunikationsziele, sowie die Zwischen- und Einzelziele der Kommunikation dargelegt sind. Ferner umfassen die Kommunikationsregeln die Kommunikationsplattform, in der die kommunikative Leitidee als Grundlage für sämtliche Kommunikationsinhalte und die Kern- und Einzelaussagen für die Kommunikation formuliert sind (Aussagen- und Argumentationssystem). Darüber hinaus beinhalten die Kommunikationsregeln die Regeln zum Instrumenteneinsatz, welche das Zusammenspiel zwischen unterschiedlichen Kommunikationsinstrumenten und -maßnahmen unter Beachtung der Wirkungsinterdependenzen klären (Kategorisierung und Festlegung der Kommunikationsinstrumente und Darlegung formaler Gestaltungsprinzipien der Kommunikation). Die Organisationsregeln als drittes Element des Konzeptpapiers dienen dazu, die genauen aufbau- und ablauforganisatorischen Prozesse für die Zusammenarbeit der zentralen und dezentralen Kommunikationsabteilungen zu strukturieren und formalisieren.[20]

[...]


[1] Vgl. Ahrens/Behrent 1995, S. 84f; Bruhn 20064, . 1ff; Dahlhoff 1993, S. 36f; Kitchen/Kim et al. 2008, S. 531ff; Lee/Park 2007, S. 222ff; o.V. 2003, S. 29; Stockmann 2007, S. 1ff

[2] Vgl. Kitchen/Kim et al. 2008, S. 531ff; Lee/Park 2007, S. 222ff

[3] Vgl. Bruhn 20064, S. 16ff; Bruhn 2005, S. 97ff; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20 082, S. 516f; Bruhn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 4f; Bruhn/Zimmermann In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 156f; Lee/Park 2007, S. 222ff; Schwarz 2000, S. 30; Stockmann 2007, S. 11ff; Stumpf 2005, S. 9ff

[4] Bruhn 20064, S. 17

[5] Vgl. Bruhn 20064, S. 18; Bruhn 2005, S. 100; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20 082, S. 516f

[6] Als Bezugsobjekte der IK können Unternehmen, Geschäftsbereiche, Produktlinien/Produktgruppen oder Produkte/Marken dienen.

[7] Für eine detaillierte Darstellung siehe Bruhn 20064, S. 21

[8] Vgl. Bruhn 20064, S. 19f; Bruhn 2005, S. 101ff; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20 082, S. 518f; Bruhn/Zimmermann In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 157ff; Ewing 2009, S. 106f; Hofmann/Landmann In: Ahrens/Scherer et al. (Hrsg.) 1995, S. 107; Lee/Park 2007, S. 223; o.V. 2003, S. 30; Reid 2005, S. 42; Steinmann/Zerfaß In: Ahrens/Scherer et al. (Hrsg.) 1995, S. 33ff; Stockmann 2007, S. 16ff; Stumpf 2005, S. 2,

[9] vgl. Bruhn 20064, S. 66ff; Bruhn 2005, S. 103ff; Bruhn In: Meckel, Schmid (Hrsg.) 20082, S. 519ff; Bruhn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 5ff; Bruhn/Zimmermann In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 175ff; Steinmann/Zerfaß In: Ahrens/Scherer et al. (Hrsg.) 1995, S. 35ff; Stockmann 2007, S. 62f

[10] Vgl. ebd.

[11] Vgl. ebd.

[12] Vgl. Bruhn 20064, S. 74ff; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20 082, s. 522ff

[13] Vgl. ebd.

[14] Vgl. Bruhn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 7

[15] Hierzu zählen nicht nur die Leiter der einzelnen Kommunikationsfachabteilungen, sondern auch die Vertriebs­und Personalleitung, da auch sie durch die persönliche und Mitarbeiterkommunikation spezielle Kommunikationsaufgaben erfüllen.

[16] Vgl. Bruhn 20064, S. 147ff; Bruhn 2005, S. 126ff; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20082, S. 529ff; Bruhn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 17ff; Zorn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 112ff

[17] Vgl. Bruhn 20064, S. 147ff; Bruhn 2005, S. 126ff; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20082, S. 529ff; Bruhn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 17ff

[18] Kategorien von Kommunikationsinstrumenten sind: Leit-, Kristallisations-, Integrations- und Folgeinstrumente

[19] Vgl. ebd.

[20] Vgl. Bruhn 20064, S. 181ff; Bruhn 2005, S. 139ff; Bruhn In: Meckel/Schmid (Hrsg.) 20082, S. 534ff; Bruhn In: Bruhn/Dahlhoff (Hrsg.) 1993, S. 21ff

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Ansätze der Erfolgsmessung Integrierter Kommunikation
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,3 - 1,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
34
Katalognummer
V154975
ISBN (eBook)
9783640770243
ISBN (Buch)
9783640770403
Dateigröße
3235 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ansätze, Erfolgsmesssung, Integrierter, Kommunikation
Arbeit zitieren
Dipl.-Oec. Anne-Katrin Tauber (Autor), 2009, Ansätze der Erfolgsmessung Integrierter Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/154975

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