Die nachfolgende Arbeit befasst sich mit den Grundbegriffen Erziehung, Bildung, Sozialisation und Kompetenz im Bereich der Erziehungswissenschaften im Rahmen einer kombinierten Veranstaltung aus Seminar und einer Vorlesung zur Geschichte der Pädagogik. Dementsprechend erfolgt in einem ersten Schritt die Definition der wichtigsten Grundbegriffe.
Daran anschließend werden anhand einer ausgewählten Studie und eines Fachartikels auch die praktischen Bereiche des Lesenlernens und der schulischen Leistungsbeurteilung am Beispiel Schwedens angesprochen, bevor in einem letzten Abschnitt eine Reflexion über die Geschichte der Pädagogik mit Fokus auf der Zeit des Deutschen Kaiserreiches bis zum Nationalsozialismus erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1.Reflexionen zu dem Basisseminar „Allgemeine Pädagogik“
1.1 Die Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft –Erziehung und Bildung
1.2 Vom Lesenlernen in der Ganztagsschule – eine empirische Studie
1.3 Ständig geprüft oder kontinuierlich unterstützt? Schulische Leistungsbeurteilung in Schweden
2. Reflexionen zu der Vorlesung „Geschichte der Pädagogik“
2.1 Der Weg der allgemeinen Schulpflicht in Deutschland und der Zugang zur Lehrerbildung für Frauen in der Zeit des Kaiserreiches und der Weimarer Republik
2.2 Erziehung im Nationalsozialismus und ihre Auswirkungen
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, durch reflektierende Analysen ausgewählte erziehungswissenschaftliche Themen aus Seminaren und Vorlesungen kritisch zu durchdringen, wobei Konzepte der Grundbegriffe, empirische Bildungsstudien sowie historische Erziehungsprozesse betrachtet werden.
- Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft: Erziehung und Bildung
- Empirische Untersuchung zur Leseförderung in Ganztagsschulen
- Formative vs. summative Leistungsbeurteilung im schwedischen Schulsystem
- Historische Entwicklung der Schulpflicht und Lehrerinnenbildung in Deutschland
- Erziehung unter nationalsozialistischem Einfluss und pädagogischer Widerstand
Auszug aus dem Buch
2.2 Erziehung im Nationalsozialismus und ihre Auswirkungen
Meiner Meinung nach konnte die Vereinnahmung der Kinder und Jugendlichen zur Zeit des Nationalsozialismus aufgrund der hohen Autorität mit den vielen Verboten und den Ausgrenzungen nicht gelingen. Apel (2000) beschreibt, dass die Familie der Kinder, die Grundsteine der nationalsozialistischen Erziehung legte und die Jugendorganisationen die Funktion der Sozialisation übernahm (S. 210). Die Institution Schule war nun nicht mehr alleine für eine öffentliche Erziehung verantwortlich, sondern bekam nun vorgeschrieben politische Sozialisation durchzuführen (ebd., S. 211). Als erstes geschah die Erziehung der Lehrer, bevor diese dann ihre Schülerinnen und Schüler nationalsozialistisch erzogen (ebd.). Die Umsetzung gelang vor allem in den Volksschulen (ebd.). Kinder wurden zum Beispiel durch Lageraufenthalte überzeugt (ebd.), wodurch sie ja zu etwas gezwungen wurden. Dies bestätigt auch, dass die Vereinnahmung nicht funktionieren konnte, denn bei einem Zwang tritt schnell ein Zweifel auf. Diese (Ver-)Führung wurde im Schulalltag immer wieder angesprochen und vermittelt (ebd., S. 212). Es steht außer Frage, dass bei einer solchen Indoktrination ein gesunder Menschenverstand dabei stutzig wird. In Biologie wurde dann eine Rassenkunde gelehrt, um nationalsozialistische Gedanken zu vermitteln (ebd., S. 214f.). Selbst in den Schulferien wurden weitere sozialisierende Veranstaltungen, wie zum Beispiel Aufmärsche, angeboten (ebd., S. 217). Die Kinder sollten dem bedingungslos folgen (ebd., S. 218) und entsprechend falsche, nicht im Sinne der nationalsozialistischen Gedanken, Äußerungen wurden verboten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Reflexionen zu dem Basisseminar „Allgemeine Pädagogik“: Dieses Kapitel reflektiert grundlegende Begriffe der Erziehung, empirische Ergebnisse zur Leseförderung und die Gestaltung von Leistungsbeurteilungen im Vergleich verschiedener Systeme.
1.1 Die Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft –Erziehung und Bildung: Der Abschnitt definiert Erziehung und Bildung anhand theoretischer Ansätze und betont die Rolle der Lehrkraft als Begleiter im Bildungsprozess.
1.2 Vom Lesenlernen in der Ganztagsschule – eine empirische Studie: Es wird eine Studie zur Lesekompetenz analysiert, die zeigt, dass freiwilliges und kontinuierliches Engagement für die Motivation entscheidend ist.
1.3 Ständig geprüft oder kontinuierlich unterstützt? Schulische Leistungsbeurteilung in Schweden: Diese Reflektion untersucht das schwedische System der formativen und summativen Beurteilung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Lehrerprofessionalität.
2. Reflexionen zu der Vorlesung „Geschichte der Pädagogik“: In diesem Kapitel werden historische Wandlungsprozesse im Bildungswesen sowie die Auswirkungen politischer Ideologien auf die Erziehungspraxis reflektiert.
2.1 Der Weg der allgemeinen Schulpflicht in Deutschland und der Zugang zur Lehrerbildung für Frauen in der Zeit des Kaiserreiches und der Weimarer Republik: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Schulbildung nach und beleuchtet den mühsamen Zugang von Frauen zum Lehrerberuf.
2.2 Erziehung im Nationalsozialismus und ihre Auswirkungen: Der Text analysiert die Indoktrinationsversuche an Schulen während der NS-Zeit und die Grenzen der Vereinnahmung junger Menschen.
Schlüsselwörter
Erziehung, Bildung, Pädagogik, Ganztagsschule, Leseförderung, Leistungsbeurteilung, Schulpflicht, Lehrerbildung, Frauenbewegung, Nationalsozialismus, Indoktrination, Schulpädagogik, Bildungsstandards, Sozialisation, Professionalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst Reflexionen zu aktuellen und historischen Themen der Allgemeinen Pädagogik, basierend auf Seminarinhalten sowie einer Vorlesung zur Bildungsgeschichte.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erziehungsbegriffen, empirischen Studien zur Leseförderung, Bewertungsmethoden von Schülerleistungen und der historischen Entwicklung des Bildungssystems in Deutschland bis hin zum Nationalsozialismus.
Was ist das Ziel dieser Reflexionen?
Ziel ist es, wissenschaftliche Theorien und historische Fakten kritisch zu hinterfragen sowie deren Bedeutung für das moderne Lehrerhandeln herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine literaturgestützte, kritische Reflexion und Analyse pädagogischer Texte, Konzepte und Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Reflexionen zu aktuellen pädagogischen Diskursen (wie Leseförderung und Leistungsbeurteilung) sowie eine historische Analyse des deutschen Bildungswesens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die zentralen Begriffe sind Erziehung, Bildung, Schulpflicht, pädagogische Professionalität und die kritische Auseinandersetzung mit historischer Indoktrination.
Inwiefern beeinflusste das schwedische System die Sichtweise der Autorin auf Leistungsbeurteilung?
Die Untersuchung zeigt, dass ständige Prüfungen zwar kontinuierliche Rückmeldung ermöglichen, jedoch auch einen hohen Leistungsdruck erzeugen können, weshalb eine hohe Beurteilungskompetenz der Lehrkräfte erforderlich ist.
Wie bewertet die Autorin die Erziehung im Nationalsozialismus?
Die Autorin hebt hervor, dass die Versuche der Vereinnahmung zwar zu Unterdrückung führten, aber durch den Zwang selbst Zweifel bei Kindern und Jugendlichen säten, was den Erfolg der Propaganda einschränkte.
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- Anonym (Author), 2017, Allgemeine Pädagogik. Erziehungswissenschaftliche Grundbegriffe und kurze Reflexion zur Geschichte der Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1550181