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Das Reverse-Charge-Verfahren als Verbesserung des gegenwärtigen Umsatzsteuersystems

Titel: Das Reverse-Charge-Verfahren als Verbesserung des gegenwärtigen Umsatzsteuersystems

Seminararbeit , 2009 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcel Stephan (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der aktuelle Regierungswechsel von einer schwarz-roten Koalition zu einer schwarz-gelben Regierung aus CDU/ CSU und FDP wirft erneut die Frage eines Reformwechsels in der Steuerpolitik auf. Gerade die FDP spricht sich für eine radikale Steuersenkung und Neuordnung des deutschen Steuersystems aus. Dezidierte Stabilisierungsmaß-nahmen, beispielsweise durch Steuerreformen, lassen die durch die Finanzkrise gebeu-telte Wirtschaft auf ein Ende der Konjunkturschwäche bzw. der intransparenten Wirt-schaftslage hoffen.
Steuerreformen dienen aber nicht nur der Gesundung der Wirtschaft. Steuersysteme sollen vor allem gerecht und effizient sein sowie für eine Gleichmäßigkeit der Besteue-rung sorgen. Dabei müssen die Steuersubjekte ihrer wirtschaftlichen Leistung entspre-chend behandelt bzw. gefördert werden. Ein effizientes Steuersystem darf grundsätz-lich keinen Anlass zu betrügerischen Aktivitäten der einzelnen Akteure bieten. Bezogen auf alle Steuerarten beträgt das Hinterziehungsvolumen derzeit etwa 2 bis 2,5% des Bruttoinlandprodukts innerhalb der Europäischen Union (EU). Gemessen am prognos-tizierten BIP 2009 aller 27 Mitgliedsstaaten entspricht das einem Betrugsvolumen von 250 Mrd. € bis 313 Mrd. €.
Im Jahr 2001 wurde beispielsweise ein Steuerschaden in Höhe von 365 Mio. € durch eine kleine Personen-Gruppe angerichtet. Im Zuge der Steuerfahndung und im Ergeb-nis des entsprechenden Ermittlungsverfahrens waren von dem Schaden lediglich ca. 30% wieder einziehbar (monetärbezogen). Von der Tätergruppe konnten nur vier Per-sonen strafrechtlich verfolgt werden. Daraus lässt sich schließen, dass Steuerbekämp-fung ex post wenig effizient ist. Die Bekämpfung sollte bereits am und im System selbst erfolgen.
Im Fokus dieser Arbeit soll ein Reformvorschlag aus dem Jahr 2005 zur Eindämmung des Mehrwertsteuerbetrugs erneut aufgegriffen, analysiert sowie die Vor- und Nach-teile herausgestellt werden. Das Reverse-Charge-Verfahren (RC-Verfahren) gilt hierbei im Ergebnis praktischer Untersuchungen als das Verfahren mit der schnellsten Amorti-sationsdauer. Bereits im Einführungsjahr könnten wesentliche Volumina des Mehr-wertsteuerbetrugs eingedämmt sowie ein positiver Effekt in Deutschland von mehr als 2 Mrd. € und in den Folgejahren von jeweils 3,5 Mrd. € erzielt werden. Auf EU-Ebene entspricht dies einer positiven Aufkommenswirkung von knapp 67 Mrd. €.
Als Resultat des RC-Verfahrens entsteht aus einer indirekten Umsatzsteuer, eine zu-mindest teilweise direkte Steuer.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
    • 1.1 Zielsetzung
    • 1.2 Aufbau
  • 2. Kurzportrait des aktuellen Umsatzsteuersystems in der BRD.
    • 2.1 Charakter der Umsatzsteuer
    • 2.2 Bedeutung & Aufkommen
  • 3. Ursachen der Neuorientierung des gegenwärtigen Systems
    • 3.1 Kosten einer Steuer
    • 3.2 Umsatzsteuerhinterziehung
    • 3.3 Karussellbetrug
  • 4. Umsatzsteuerreform
    • 4.1 Beschreibung des Reverse-Charge-Verfahren
    • 4.2 Analyse des Reverse-Charge-Modells
    • 4.3 Vorteile des Reverse-Charge-Modells
    • 4.4 Widerlegung einiger Kritikpunkte am Reverse-Charge-Modells
  • 5. Schlussbemerkung
    • 5.1 Zusammenfassung
    • 5.2 Ausblick/ Perspektiven

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Seminararbeit analysiert das Reverse-Charge-Verfahren als potenzielle Verbesserung des gegenwärtigen Umsatzsteuersystems in Deutschland. Die Arbeit untersucht die Ursachen für die Reformbedürftigkeit des bestehenden Systems, insbesondere die Problematik der Umsatzsteuerhinterziehung und des Karussellbetrugs. Die Untersuchung fokussiert auf die Funktionsweise des Reverse-Charge-Verfahrens und analysiert dessen Vor- und Nachteile.

  • Reformbedürftigkeit des deutschen Umsatzsteuersystems
  • Umsatzsteuerhinterziehung und Karussellbetrug
  • Funktionsweise des Reverse-Charge-Verfahrens
  • Vorteile und Nachteile des Reverse-Charge-Modells
  • Potenzial des Reverse-Charge-Verfahrens zur Verbesserung des Umsatzsteuersystems

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel dieser Arbeit führt in das Thema ein, indem es die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit erläutert. Kapitel zwei gibt einen Überblick über das deutsche Umsatzsteuersystem, wobei der Charakter der Umsatzsteuer und ihre Bedeutung für die Staatsfinanzen beleuchtet werden. In Kapitel drei werden die Ursachen für die Reformbedürftigkeit des gegenwärtigen Systems analysiert, wobei die Kosten einer Steuer, Umsatzsteuerhinterziehung und Karussellbetrug als zentrale Themen hervorgehoben werden.

Kapitel vier befasst sich mit der Umsatzsteuerreform und stellt das Reverse-Charge-Verfahren im Detail vor. Die Funktionsweise des Verfahrens wird beschrieben und seine Vor- und Nachteile werden analysiert. Weiterhin werden kritische Punkte zum Reverse-Charge-Modell diskutiert und widerlegt. Das fünfte Kapitel beinhaltet eine zusammenfassende Darstellung der zentralen Argumente und Ergebnisse der Arbeit sowie einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Reverse-Charge-Verfahrens.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuer, Reverse-Charge-Verfahren, Umsatzsteuerhinterziehung, Karussellbetrug, Steuerreform, Mehrwertsteuer, Steuerrecht, Steuerpolitik, Deutschland, Europäische Union.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Reverse-Charge-Verfahren (RC-Verfahren)?

Beim RC-Verfahren wird die Steuerschuldnerschaft umgekehrt: Nicht der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempfänger schuldet die Umsatzsteuer an das Finanzamt.

Warum wird eine Reform des aktuellen Umsatzsteuersystems gefordert?

Das aktuelle System ist anfällig für massiven Betrug, insbesondere für den sogenannten Karussellbetrug, der jährlich Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

Wie hilft das RC-Verfahren gegen Karussellbetrug?

Da der Leistende keine Umsatzsteuer mehr einnimmt, kann er diese auch nicht mehr unterschlagen, während der Empfänger gleichzeitig keinen Vorsteuerabzug für nicht gezahlte Steuern geltend machen kann.

Welches finanzielle Potenzial hat das Verfahren für Deutschland?

Schätzungen zufolge könnten bereits im Einführungsjahr mehr als 2 Milliarden Euro und in den Folgejahren jeweils 3,5 Milliarden Euro an zusätzlichem Steueraufkommen erzielt werden.

Was sind die Kritikpunkte am Reverse-Charge-Modell?

Kritiker nennen den hohen Umstellungsaufwand für Unternehmen und die Gefahr, dass sich der Betrug auf die Ebene der Endverbraucher verlagert.

Wie hoch ist das Hinterziehungsvolumen in der EU?

Das Betrugsvolumen wird auf etwa 2 bis 2,5 % des Bruttoinlandsprodukts der EU geschätzt, was etwa 250 bis 313 Milliarden Euro entspricht.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Reverse-Charge-Verfahren als Verbesserung des gegenwärtigen Umsatzsteuersystems
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Betriebswirtschaftliche Prüfungs- und Steuerlehre )
Veranstaltung
Selected Questions on Taxation
Note
1,7
Autor
Marcel Stephan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
30
Katalognummer
V155061
ISBN (eBook)
9783640679256
ISBN (Buch)
9783640680689
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reverse-Charge-Verfahren Verbesserung Umsatzsteuersystems
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Stephan (Autor:in), 2009, Das Reverse-Charge-Verfahren als Verbesserung des gegenwärtigen Umsatzsteuersystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155061
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Leseprobe aus  30  Seiten
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