Stand der Informationstechnologie in Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland

IT-Alignment and IT-Staffing in Sheltered Worshops in Germany


Masterarbeit, 2010

67 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 NPO und IT - nicht immer eine Liebesbeziehung
1.2 Entwicklung der Informationstechnologie
1.3 WfbMs – Außenseiter in der NPO Gemeinde
1.4 Auf dem Weg zur Partnerschaft

2 Untersuchungsschwerpunkte und Design der Arbeit
2.1 Fokus und Themeneingrenzung
2.1.1 Untersuchungsumfeld
2.1.2 Untersuchungsschwerpunkte
2.1.2.1 IT-Alignment in WfbM
2.1.2.2 IT-Staffing in WfbM
2.2 Datenerhebung
2.2.1 Datenquellen
2.2.2 Erhebungsmethode
2.2.3 Teilnehmerauswahl
2.2.4 Erhebungszeitraum
2.2.5 Gestaltung des Fragebogens
2.2.6 Rücklauf
2.2.6.1 Repräsentativität der Befragung

3 Auswertung
3.1 Struktur der untersuchten Einrichtungen
3.1.1 Alter und Standorte der Einrichtungen
3.1.2 Rechtsform und Träger
3.1.3 Unternehmensgröße
3.1.3.1 Zahl der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
3.1.3.2 Umsatz
3.1.4 Infrastruktur
3.2 IT-Alignment
3.2.1 IT-Infrastruktur
3.2.1.1 Arbeitsplatzarchitektur
3.2.1.2 Betriebssysteme
3.2.2 IT-Nutzung
3.2.2.1 Betriebswirtschaft und Buchhaltung
3.2.2.2 Planung und Steuerung
3.2.2.3 Interne und externe Kommunikation
3.2.2.4 Unternehmensdarstellung im Web
3.2.3 IT-Services und Outsourcing
3.2.4 IT-Kosten und Finanzierung
3.2.4.1 IT-Wartung und Modernisierung
3.2.4.2 IT-Refinanzierung
3.3 IT-Staffing
3.3.1 Einbindung der IT in die Organisationsstruktur
3.3.2 Stellenanteile und Personalkosten
3.3.3 Personalqualifikation

4 Zusammenfassung
4.1 Status quo
4.2 Ausblick auf die weitere Entwicklungen
4.2.1 Neue Kommunikationswege und Darstellung im Web
4.2.2 Refinanzierung der IT-Kosten
4.2.3 Personalstruktur und Qualifizierung
4.3 Weiterführende Fragestellungen

5 Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Quellenverzeichnis

Glossar

Abstract

Anhang

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1 Beschäftigte in NPOs nach Arbeitsgebieten

Abb. 2 Entwicklung der IT

Abb. 3 Stakeholder einer WfbM

Abb. 4 Organisationsgrad und Verteilung der WfbM in Deutschland

Abb. 5 Rücklauf: Regionale Verteilung

Abb. 6 Rücklauf: Einrichtungsgrößen nach Zahl der Beschäftigten

Abb. 7 Alter und Standorte

Abb. 8 Rechtsform und Träger

Abb. 9 Einrichtungsgrößen - Zahl der Arbeitsplätze

Abb. 10 WfbM Verteilung nach Umsatzvolumen

Abb. 11 Werkstattgröße und Umsatzvolumen

Abb. 12 Umsatzanteile WfbM

Abb. 13 Infrastruktur der WfbM

Abb. 14 Verteilung von Haupt- und Nebenwerkstätten in Deutschland

Abb. 15 IT-Plätze und Anbindungsquote

Abb. 16 Betriebssysteme

Abb. 17 Server Betriebssysteme in Unternehmen der Sozialwirtschaft

Abb. 18 IT-Nutzung nach Einsatzgebieten

Abb. 19 IT-Einsatz im Bereich Betriebswirtschaft und Buchhaltung

Abb. 20 Einsatz von Software zur Spendenverwaltung.

Abb. 21 IT-Nutzung in QM und ERP

Abb. 22 IT Nutzung in der Produktion

Abb. 23 Eingesetzte IT-Lösungen im Vergleich zum Umsatzanteil aus Produktionserlösen

Abb. 24 IT Nutzung im Rehabilitationsbereich

Abb. 25 Nachfrageentwicklung für Branchensoftware

Abb. 26 IT Nutzung im Bereich interne und externe Kommunikation

Abb. 27 Technikdistanziertheit in Deutschland

Abb. 28 Vielfalt elektronischer Wechselbeziehungen

Abb. 29 Unternehmensdarstellung im Web

Abb. 30 Zuordnung eines Webauftritts zu Web 2.0

Abb. 31 Nutzwert und Zieldefinition eines Webauftritts

Abb. 32 Externe IT-Dienstleistung

Abb. 33 Externe IT-Dienstleistung und Kosten

Abb. 34 Outsourcing in internationalen NPOs (Quelle: N-TEN 2008, S.23)

Abb. 35 IT-Ausgaben in Bezug zu WfbM Größe nach Plätzen

Abb. 36 IT-Ausgaben in Bezug zu WfbM Größe nach Umsatz

Abb. 37 Prognose IT-Kosten

Abb. 38 Refinanzierung der IT Kosten

Abb. 39 Zuordnung der IT-Verantwortung

Abb. 40 Zuordnung der IT-Verantwortlichkeit (NPOs international)

Abb. 41 Verantwortung für IT in Unternehmen der Sozialwirtschaft.

Abb. 42 Personaldaten bezogen auf Werkstattgröße nach Platzzahlen

Abb. 43 Personaldaten bezogen auf Werkstattgröße nach Umsatz

Abb. 44 IT Gehälter Privatwirtschaft

Abb. 45 Gehaltsvergleich international

Abb. 46 Qualifikation der Administratoren

Abb. 47 Offene Stellen in der IT-Branche

1 Einleitung

Vor 47 Jahren!Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt. “ Thomas Watson, Chef von IBM 1943

Vor 33 Jahren!Es gibt keinen Grund dafür, dass jemand einen Computer zu Hause haben wollte. “ Ken Olson, Präsident von Digital Equipment Corp. 1977 (beide Zitate aus: Pagel 2009, S.20)

Vor 2 Jahren! Die Zahl der in Gebrauch befindlichen PCs hat im Jahr 2008 weltweit die Marke von einer Milliarde Geräten überschritten. Bei einer Wachstumsrate von jährlich 12% fällt im Jahr 2014 die zwei Milliardengrenze. (Gartner, 2008)

Die Aufreihung dieser Aussagen führt das Entwicklungstempo und die Verbreitung der Informa- tionstechnologie (IT) in den letzten fünfzig Jahren deutlich vor Augen. IT hat sich mittlerweile jeden Winkel unseres Arbeitslebens erobert, und die Frage, ob IT im Unternehmen stattfinden soll oder nicht, ist längst obsolet. Allein die Entscheidung über die Intensität der Zuwendung bleibt den Unternehmen noch offen. Aber auch diese Schere scheint sich zunehmend zugunsten erzwungener Standardisierungen zu schließen.

Wir befinden uns heute mitten in der Transformation von einer Industriegesellschaft zur Infor- mations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Dabei ist Informationstechnologie (IT) die Veränderungstechnologie, die wie keine andere Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft beeinflusst.“ (Kirchner 2007, S.1) Herbert Kirchner begründet diesen Einfluss mit dem Zusam- mentreffen von fundamentalen Neuerungen auf dem Gebiet der IT-Technik, der Globalisierung der Märkte und der weltweiten Vernetzungsmöglichkeit durch das Internet.

Mit diesen Veränderungen und den daraus resultierenden Anforderungen sehen sich auch Unter- nehmen der Sozialwirtschaft konfrontiert. Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) spielen mit ca. 800 Einrichtungen in Deutschland (Quelle: REHADAT) eine wesentliche Rolle in diesem Sektor. Die vorliegende Arbeit untersucht den Stand der IT-Technologie, deren Einsatztiefe und Ausstattung in WfbMs in Deutschland.

1.1 NPO und IT - nicht immer eine Liebesbeziehung

Der Begriff der Non Profit Organisationen (NPO) ist nicht einheitlich definiert. In einer weiten Auslegung umfasst er alle nichtstaatlichen Organisationen und Unternehmen, die, meist unter der Trägerschaft der großen Wohlfahrtsverbände, ergänzende Dienste zur Bedarfsdeckung in sozia- len, wissenschaftlichen oder kulturellen Sektoren oder im Sinne einer Interessenvertretung anbie- ten. Oder anders ausgedrückt erhalten all diejenigen Organisationen, deren Zweck nicht er- werbswirtschaftlich ist, die also nicht gegründet und geführt werden mit dem Zweck, für die Ka- pitalgeber einen Gewinn zu erwirtschaften, das Etikett NPO. (Bea, Göbel 2002, S.478)

Der weitaus größte Sektor, dessen Bedarf über die Leistungen von NPOs abgedeckt wird, ist mit einem Anteil von mehr als 60 % (Abb. 1) der Sozial- und Gesundheitssektor. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Arbeit soll dieser Bereich der NPOs im Allgemeinen und der Bereich der WfbM im Speziellen betrachtet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Beschäftigte in NPOs nach Arbeitsgebieten

(Quelle: JH-PROJEKT)

In der historischen Betrachtung lassen sich viele Beispiele finden, die die anfängliche Skepsis sozialer Organisationen und deren Mitarbeiter verdeutlichen. So kann man heute nur darüber schmunzeln, wenn etwa Matthias Frommann noch 1987 schreibt: „[...] mag die Befähigung der Grund-, Haupt-, Real- und Gymnasialschüler(innen) zum Umgang mit dem Computer [...] unter Gesichtspunkten der Bildungseffizienz noch plausibel erscheinen, so fragt sich doch, wieso der Computer dem Nutzen sein soll, der sich der sozialen Arbeit verschrieben hat.“

(Frommann 1987, S.2)

Im gleichen Sammelband findet sich eine ähnlich skeptische Einschätzung von Rainer Dringen- berg: „ Die allgemeine gesellschaftlich-technologische Herausforderung des Computers mag dazu führen, dass sich der einzelne Sozialarbeiter entscheidet, die antizipierten Gefahren einer unkontrollierten Computerisierung des Arbeits- und Privatlebens mit persönlicher Verweigerung zu beantworten. Eine solche Entscheidung ist auch für die einzelne Dienststelle der sozialen Ar- beit denkbar, abgesehen davon, dass der Computer aus heutiger Sicht gar nicht in allen Berei- chen sinnvoll einsetzbar ist.“ (Dringenberg 1987, S.355)

1993 geht Eberhard Bolay in seinem Buch - Wilde PC am Arbeitsplatz – der Frage nach, auf welchem Weg IT in der Sozialarbeit Einzug gehalten hat. Als Überschrift für diesen Abschnitt wählt er: „Da habe ich halt meinen privaten PC mitgebracht.“ (Bolay 1993, S.5) Auch dieser Schmunzler macht deutlich, wie zaghaft und oft unbeholfen die Annäherung vonstatten ging.

Eine allgemeine, also nicht auf die NPO beschränkte Darstellung der Entwicklung zeigt kurz zusammengefasst der folgende Abschnitt.

1.2 Entwicklung der Informationstechnologie

In einer sehr gerafften Chronologie lässt sich die Entwicklung der IT wie folgt skizzieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Entwicklung der IT

(vgl. Masak 2005, S.4ff)

Heute, 2010, beherrschen virtuelle Netzwerkarchitekturen und ein schier unüberschaubarer Markt an Hard- und Softwarelösungen das Geschehen. Die Zyklen für IT Produkte werden im- mer kürzer. "Wir haben Kunden, die alle zwei Jahre ihre Desktop-PCs austauschen. Das sind die innovativen Unternehmen. Das andere Ende der Fahnenstange ist bei 7 Jahren erreicht – die Mehrheit liegt dazwischen, also bei etwa 3 bis 4 Jahren.", sagt Klaus Tschanerl ein Technolo- gieberater bei Microsoft. (Geiger 2008, S.1)

Das Tempo dieser Entwicklungen mitzuhalten ist für gemeinnützige Unternehmen des Nonprofit Sektors nicht immer machbar und je nach Betätigungsfeld nicht immer nötig. Beschränkt sich die IT-Nutzung im Wesentlichen auf die Steuerung und Abwicklung von binnenorientierten Verwaltungsvorgängen mit wenigen Schnittstellen in den freien Markt oder zu Kooperations- partnern, kann die eine oder andere Entwicklungsgeneration von Hard- und Softwareprodukten übersprungen werden. Werkstätten für behinderte Menschen bilden hier, aufgrund ihrer vielfa- chen Beziehungsebenen, eine Ausnahme.

1.3 WfbMs – Außenseiter in der NPO Gemeinde

Um den Unterschied und in der Folge die Auswirkungen auf die Frage der IT-Ausstattung zu verdeutlichen, erfolgt zunächst ein Blick auf die Kernaufgabe einer WfbM. Diese besteht in der Bedarfsdeckung nach Rehabilitations- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung, die nach § 53 SGB XII Anspruch auf Eingliederungshilfe haben. Konkret fordert der Gesetzgeber von WfbM Folgendes:

Sie hat denjenigen behinderten Menschen, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können,

1. eine angemessene berufliche Bildung und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung an- gemessenen Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsergebnis anzubieten und
2. zu ermöglichen, ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu er- höhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

(s. SGB 12-Einzelnorm 2010)

Die Forderung in Absatz eins, nach einer Beteiligung der Rehabilitanden am Arbeitsergebnis1 der Einrichtung, unterscheidet Werkstätten wesentlich von anderen NPO im sozialen Sektor. Hier fordert der Gesetzgeber, dass der Leistungsanbieter (WfbM) Erlöse erwirtschaftet, die als Lohn ausgeschüttet werden können. Im Gegensatz zu den meisten Rehabilitationseinrichtungen wird also hier eine marktwirtschaftliche Betätigung erwartet, die sich außerhalb der Finanzierung durch Kostensätze oder Leistungsentgelten2 bewegt.

Als Folge dieser Betätigung als Wettbewerbsteilnehmer auf dem produzierenden und dienstleis- tenden Markt sind WfbMs gezwungen, den Stand der aktuellen IT abzubilden. Hinzu kommt, dass WfbMs in der Absicht, eine möglichst hohe Vielfalt an Arbeitsplätzen für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen und Berufswünschen anzubieten, gleichzeitig eine Vielzahl von Sparten im Dienstleistungsgewerbe, im Handel und im produzierenden Gewerbe betreibt. Jede Sparte fordert z. T. eine eigene Form der IT. Hinzu kommt eine Vielzahl von Stakeholdern (Abb. 3), die weiterer Varianten von elektronischen Austauschplattformen erwarten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 Stakeholder einer WfbM

Wirtschaftspartner aus der Industrie erwarten schnelle, großvolumige Datenverbindungen und effiziente Anwendungsprogramme, um etwa Konstruktionsdaten auszutauschen. Menschen mit Behinderung erwarten als Kunde, der Rehabilitationsleistungen „kauft“, ein möglichst vielfälti- ges Angebot von Informations- und Kommunikationsplattformen. Um allen Formen von Kompe- tenzminderungen gerecht zu werden, sollten Informationen gleichzeitig in Wort, Sprache, Bild oder durch Piktogramme gestützt angeboten werden. Eine derart redundante Darstellungsform würde einen Industriekunden eher befremden.

1.4 Auf dem Weg zur Partnerschaft

Die Zeit der kategorischen Ablehnung von IT ist wohl bei einem Großteil der NPOs längst überwunden und die Vorteile einer IT-gestützten Organisationsstruktur sind erkannt.

Ein kleiner Vorgriff auf die folgende Auswertung macht dies deutlich. 100 % der WfbMs in Deutschland konnten im Rahmen der Adressrecherche über Email erreicht werden und alle, die sich an der Befragung beteiligt haben, betreiben eine eigene Homepage. Alle sind sozusagen mit im Boot. Wie weit der Einzelne sich bereits rudern traut, und wohin die Reise geht, soll die vor- liegende Arbeit zeigen.

2 Untersuchungsschwerpunkte und Design der Arbeit

Kern und Motivation dieser empirischen Untersuchung liegt in der Schaffung von Grundlagen- daten zur Frage der Ausstattungs- und Anwendungstiefe von IT und zur Einbindung von IT- Bereichen in die Organisationsstrukturen einer WfbM. Die Untersuchung ist angelehnt an die Erhebungen von Helmut Kreidenweis (IT-REPORT 2007/8 und 2008/9) und Chris Bernard (N- TEN), die beide in Ausschnitten den IT-Status von nationalen (Kreidenweis) und internationalen (Bernard) Unternehmen der Sozialwirtschaft betrachten. Soweit möglich, werden die erhobenen Daten mit den Studien in Beziehung gesetzt und interpretiert.

Um das Spektrum des Möglichen zu verdeutlichen, werden in den verschiedenen Kapiteln der Auswertung die theoretisch möglichen Einsatzgebiete beleuchtet.

2.1 Fokus und Themeneingrenzung

2.1.1 Untersuchungsumfeld

Die Erhebung und Auswertung beschränkt sich auf WfbMs innerhalb Deutschlands. Angefragt wurden alle Hauptwerkstätten. Als Hauptwerkstatt wird die Unternehmenszentrale bezeichnet. Viele WfbMs bilden um diese Zentralen mehr oder weniger eigenständige Satellitenwerkstätten. Begründet ist diese Organisationsstruktur durch die Absicht, wohnortnahe Beschäftigungsmög- lichkeiten für MmB zu schaffen. Je nach Trägerstruktur und zum Teil auch historisch begründet werden diese Organisationen von den Hauptwerkstätten aus gesteuert. Vor allem Bereiche wie Verwaltung und Qualitätsmanagement werden als zentrale Funktionen angesiedelt.

WfbMs sind über ganz Deutschland verteilt und in jedem Bundesland befinden sich mindestens vier Einrichtungen. Es besteht eine kaskadenförmig aufgebaute Verbandstruktur mit Bezirks-, Landes- und Bundesverbänden. Z. T. werden diese Strukturen doppelt abgebildet. Einmal als Verbandsstruktur der Werkstätten und einmal parallel dazu als Verbandsstruktur der Träger, also der Wohlfahrtsverbände. Die trägerübergreifende Dachorganisation der Werkstätten in Deutsch- land ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten (BAG-WfbM). Dort sind derzeit ca. 93 % (BAG STATISTIK) der WfbMs organisiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4 Organisationsgrad und Verteilung der WfbMs in Deutschland

(Quelle: BAG STATISTIK, Stand 1. 1. 2009)

Häufig spezialisieren sich WfbMs auf bestimmte Behinderungsarten und richten ihre Strukturen entsprechend der Bedürfnisse der MmB aus. Das Spektrum der angebotenen Tätigkeitsfelder richtet sich an den Bedürfnissen und Fähigkeiten oder Berufswünschen der MmB aus, wird aber in der Praxis entscheidend von den regional vorhandenen Wirtschaftsstrukturen bestimmt.

Im Gegensatz zu einem Unternehmen des freien Marktes, das bei steigender Produktionsauslas- tung nach und nach die Mitarbeiterzahl aufstockt, ist eine WfbM damit konfrontiert, ständig neue Mitarbeiter (Schulabgänger) aufnehmen und für diese ausreichende und passende Aufträge ak- quirieren zu müssen.

Seit den 1970er Jahren befinden sich WfbMs im Wachstum (s.a. Detmar 2008). Die Altersstruk- tur der Mitarbeiter mit Behinderung ist, bedingt durch die Ermordung behinderter Menschen im Zweiten Weltkrieg, sehr jung, sodass erst im Jahr 2020 ein Gleichmaß von Zugängen (Schulab- gänger) und Abgängen (Rentner) zu erwarten ist. Diese Dynamik des stetigen Wachstums wirkt sich letztendlich auch auf die Strukturen der im Unternehmen eingesetzten IT aus.

2.1.2 Untersuchungsschwerpunkte

Die ursprüngliche Absicht der Arbeit, die qualitative und quantitative Personalausstattung in IT Bereichen der WfbM zu untersuchen, wurde aufgegeben, nachdem die Vorrecherchen zur Arbeit gezeigt haben, dass wenig bis keine Grundlagendaten zu den IT-Bereichen in WfbMs zur Verfü- gung stehen. Zwar liegen mit N-TEN und IT-REPORT Untersuchungen für den IT-Sektor der Sozialwirtschaft vor, aber es lassen sich daraus keine spezifischen Daten für WfbM extrahieren. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt deshalb in der Erhebung von Grundlagendaten für den IT-Bereich der WfbM. Erhebung und Auswertung gliedern sich in die zwei Schwer- punktfelder IT-Alignment und IT-Staffing. Beide Begrifflichkeiten finden Anwendung in der IT- Branche und benennen einen sehr umfassenden Blick auf den jeweiligen Bereich. Für die vorlie- gende Arbeit finden diese Begrifflichkeiten in folgender Definition und mit folgenden Fragestel- lungen Anwendung.

2.1.2.1 IT-Alignment in WfbM

Alignment beschreibt den Grad der gemeinsamen Ausrichtung von IT und Organisation, und wie passgenau Organisationsstruktur und vorhandene IT aufeinander abgestimmt sind, sodass alle Potentiale der Technologie ausgenutzt werden. (Masak 2006, S.10) (s. a. Heye 2009, S.7-8) Im Rahmen der Arbeit soll Alignment im Sinne des zweiten Abschnitts der Definition von Masak betrachtet werden und die vorhandenen IT-Strukturen und deren Anwendungstiefe in Bezug zur vorhandenen Organisationsstruktur setzen. Daraus ergeben sich folgende Fragestellungen:

- Welche Strukturvoraussetzungen liegen für den Einsatz von IT in WfbMs vor?
- Welcher IT-Ausstattungsgrad mit welcher Aktualität ist in den WfbMs derzeit vorhanden und in welcher Tiefe wird sie eingesetzt?
- Lassen sich Beziehungen zwischen Trägerform, Unternehmensform, Unternehmensgröße und dem Stand der eingesetzten IT-Technik erkennen?
- In welchen Bereichen findet IT-Outsourcing statt?

- Wie ist IT-Ausstattung finanziert?

2.1.2.2 IT-Staffing in WfbM

Als IT-Staffing werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die sich mit der Beschaffung, Wei- terbildung und Einsatzplanung von Fachpersonal beschäftigen. “ (Lange, 2009) Im Rahmen der Arbeit werden Fragen der Personalausstattung, -beschaffung und –qualifikation und der struktu- rellen Einbindung mit folgenden Fragestellungen diskutiert.

- Wo ist die Verantwortung für den IT-Bereich in der Unternehmensstruktur verortet?
- Lassen sich Abhängigkeiten zwischen Personalquote und Unternehmensdaten wie Größe, Träger oder Standort darstellen?
- Welche Personalqualifikationen liegen vor?
- Lassen sich Vergleichswerte mit Unternehmen der allgemeinen Sozialwirtschaft darstel- len?

2.2 Datenerhebung

2.2.1 Datenquellen

Die Erhebung erfasst 709 WfbMs (jeweils Hauptwerkstätten) in Deutschland. Datengrundlage ist das offizielle Verzeichnis der Werkstätten für behinderte Menschen der Bundesagentur für Ar- beit in der online zur Verfügung gestellten Form (REHADAT) mit Stand vom 17. 3. 2009. Aus diesem Datenbestand wurden alle Hauptwerkstätten, soweit dies aus der Eintragung ersichtlich war, in die Befragung einbezogen.

Die zur Interpretation und zum Vergleich der Ergebnisse verwendeten Quellen finden sich im Quellenverzeichnis der Arbeit und werden im Text durch Quellenangaben (IN GROSSBUCH- STABEN) gekennzeichnet.

2.2.2 Erhebungsmethode

Als Erhebungsmethode wurde eine schriftliche Vollerhebung unter allen 709 Hauptwerkstätten in Deutschland gewählt. Die Fragebögen (s. Anlage) wurden per Post und Mail an die Teilneh- mer versandt. Den Befragten stand die Art der Rücksendung per Post, Mail, Fax oder über einen online-Fragebogen frei. Alle Befragten erhielten ein einseitiges Anschreiben (s. Anlage), das zum Ausfüllen der Bögen motivieren sollte. Um höhere Rücklaufquoten zu erreichen, wurde auf eine konsequente Anonymisierung geachtet, was leider auch zur Konsequenz hatte, dass keine Anreize wie etwa eine kostenlose Zusendung der Auswertung etc. für diejenigen, die den Bogen zurücksenden, angeboten werden konnten. Alle 709 Teilnehmer wurden darauf hingewiesen, dass sie per Mail über das Erscheinen der Arbeit informiert werden.

2.2.3 Teilnehmerauswahl

Aus Kostengründen konnte nicht allen Teilnehmern ein Postanschreiben zugesandt werden. Es wurden deshalb 244 (entspricht 1/3 aller Befragten) Werkstätten per Post und 465 per Mailan- schreiben zur Teilnahme aufgefordert. Die Auswahl der per Post angeschriebenen Werkstätten erfolgte anhand der Länderproportionalitäten. D. h., die 244 Postanschreiben verteilen sich über die Bundesländer so, wie die Gesamtzahl der Werkstätten. Die Werkstätten, die per Post ange- schrieben wurden, wurden nicht gleichzeitig per Mail angeschrieben.

2.2.4 Erhebungszeitraum

Die Fragebögen wurden in einem Zeitraum vom 2. 12. 2009 bis 5. 12. 2009 per Post und Mail versandt. Die angeschriebenen Einrichtungen wurden um Rücklauf bis zum 23. 12. 2009 gebe- ten.

2.2.5 Gestaltung des Fragebogens

Der Fragebogen wurde in Papierform und als online ausfüllbares Formular inhaltsgleich erstellt. Aufgrund eines Übertragungsfehlers wurde bei der Papierversion die Abfrage nach dem Bundes- land vergessen. Dieser Fehler konnte allerdings dadurch kompensiert werden, dass bei den per Post oder Fax zurückgesandten Bögen das Bundesland über den Poststempel oder die Absender- faxnummer rekonstruiert werden konnte, sodass kein Datenverlust entstand.

Die 32 Fragen wurden in vier Themenkomplexe untergliedert.

a) Struktur der Einrichtung
b) IT-Struktur
c) IT-Investition und Refinanzierung
d) IT-Staffing

Die ersten Versionen des Fragebogens umfassten mehr als 50 Fragen und 10 Seiten. Nach drei durchgeführten Pretests mit Mitarbeitern verschiedener WfbMs wurden die Fragen auf 32 und die Seitenzahl auf 5 Seiten reduziert.

2.2.6 Rücklauf

Bis zum 24.12.09 waren 43 Fragebögen termingerecht eingegangen. 3 Fragebögen wurden bis zum 10. 1. 2010 nachgereicht und in die Erhebung mit einbezogen. Ein Fragebogen kam unaus- gefüllt zurück und wurde nicht in die Auswertung einbezogen. So konnten insgesamt 46 Frage- bögen ausgewertet werden. Dies entspricht einer Quote von 6,49 %. Der Rücklauf der Fragebö- gen fand 13 mal (28 %) per Post, 5 mal (11 %) per Fax und 28 mal (61 %) über den im Internet zur Verfügung gestellten Onlinefragebogen statt. Zwei der befragten Einrichtungen haben tele- fonisch Kontakt aufgenommen und ließen sich versichern, dass die weitere Verarbeitung der Daten anonymisiert wird. Dies konnte bestätigt werden.

Eine Verfälschung der Rückläufe dadurch, dass Einrichtungen die verschiedenen Rücklaufmög- lichkeiten mehrfach genutzt haben könnten, ist nicht auszuschließen aber unwahrscheinlich, da sich für die Einrichtung kein Vorteil aus einer Mehrfachnennung ergäbe.

2.2.6.1 Repräsentativität der Befragung

Die regionale Verteilung der Rückläufe spiegelt die tatsächliche Länderverteilung der WfbMs angemessen wieder. Aus sechs Bundesländern kamen keine Rückmeldungen, bei zwei Rückmel- dungen wurde das Bundesland nicht angegeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5 Rücklauf: Regionale Verteilung

(Quelle: BAG STATISTIK und Erhebungsdaten der Arbeit)

Die durchschnittliche Unternehmensgröße, gemessen an der Zahl der Beschäftigten liegt laut BAG STATISTIK bei 416 Beschäftigten. Diese Gruppe (121 bis 500) bildet auch in der Erhe- bung den größten Anteil mit 68 %.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6 Rücklauf: Einrichtungsgrößen nach Zahl der Beschäftigten

Alle fünf Freien Wohlfahrtsverbände, die WfbMs als Träger betreiben, sind in den Rückläufen (s. Abb. 8) als Träger vertreten. Hier ist anzumerken, dass der Verband der Lebenshilfe kein ei- genständiger freier Wohlfahrtsverband, sondern Teil des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes ist. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland als sechster Wohlfahrtsverband betreibt keine WfbM. Leider konnte keine Statistik über die proportionale Trägerverteilung der Grundge- samtheit gefunden werden.

3 Auswertung

3.1 Struktur der untersuchten Einrichtungen

Die Kategorisierung der Einrichtungen erfolgt nach Größenbereichen und nicht nach exakten Angaben im Bereich der Umsatz- oder Beschäftigtenzahlen. Zum einen ist für die Beantwortung der Fragestellungen der Arbeit diese Zuordnung ausreichend. Zum anderen zeigte sich bei Pre- tests, dass die exakte Abfrage dieser oft als „heikel“ empfundenen Unternehmensdaten, eine ne- gative Auswirkung auf die Rücksendequote erwarten ließ.

3.1.1 Alter und Standorte der Einrichtungen

Ein Großteil der Einrichtungen (61,4 %) wurde in den Jahren 1960 – 1989 gegründet, zwei Ein- richtungen sind jünger als fünf Jahre. Die älteste rückgemeldete WfbM wurde mit dem Grün- dungsjahr 1899 angegeben. Dies bezieht sich aber zweifelslos auf die Gründung der Trägerorga- nisation. WfbM im heute verstandenen Sinn gibt es erst seit etwa Mitte der Sechziger Jahre und erst 1974 wurden entsprechende Rahmenbestimmungen in die Gesetzgebung eingefügt.(Cramer 2008, S.1)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7 Alter und Standorte

3.1.2 Rechtsform und Träger

Die überwiegende Zahl der WfbMs besitzt die Rechtsform der GmbH oder gemeinnützigen GmbH oder agiert als eingetragener Verein. Nur zwei Befragte gaben eine Stiftung als Träger an, eine Rückmeldung wurde ohne Nennung von Name und Rechtsform angegeben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8 Rechtsform und Träger

3.1.3 Unternehmensgröße

Die Größenordnung einer WfbM kann mit zwei Kenngrößen gut beschrieben werden: nach der Zahl der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und dem Umsatzvolumen. Der Umsatz einer WfbM speist sich wesentlich aus zwei Quellen, den Leistungsentgelten3 und durch Erlöse aus der unternehmerischen Betätigung der WfbM im produzierenden oder dienstleistenden Markt.

3.1.3.1 Zahl der Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung

Die Größenstaffelung von Werkstätten ist regional sehr unterschiedlich und oft bestimmt durch die Förderrichtlinien der jeweils zuständigen Zuschussgeber. Werkstätten für Menschen mit geis- tigen Behinderungen zählen zu den großen Einrichtungen mit oft über 1000 Arbeitsplätzen. Ein- richtungen, die sich auf bestimmte Behinderungsarten (sehbehinderte oder psychisch kranke Menschen) spezialisiert haben, sind häufiger im Bereich unter 120 Arbeitsplätzen vertreten.

Das Einstiegsintervall mit 120 Arbeitsplätzen wurde gewählt, weil dies in vielen Bundesländern eine Mindestgröße bei der Neugründung und investiven Förderung von Werkstätten ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 9 Einrichtungsgrößen - Zahl der Arbeitsplätze

Die meisten der befragten Werkstätten (60,9 %) haben eine Größe von 121 bis 500 Arbeitsplät- zen. Nur eine Einrichtung in der Erhebung weist eine Größe von über 1500 Arbeitsplätzen auf.

3.1.3.2 Umsatz

Zur Rückmeldung wurden Umsatzbereiche vorgegeben, die mit den Größenbereichen bei der Abfrage der Einrichtungsgröße (s. Abb. 9) korrelieren. Die Korrelation wurde über eine Ab- schätzung der durchschnittlichen Kostensätze und der angegebenen Zahl von Arbeitsplätzen er- mittelt. Sechs der rückgemeldeten Bögen erhielten in diesem Bereich keine Antworten. Gefragt wurde nach dem Gesamtumsatzvolumen, also nach den Umsätzen aus der Betätigung als Anbie- ter von Rehabilitationsleistungen (Leistungsentgelte) im Bereich der Eingliederungshilfe und nach Umsätzen aus der Betätigung im produzierenden und dienstleistenden Markt. Diese Unter- scheidung ist im Zusammenhang mit der Arbeit in zweifacher Hinsicht von Interesse. Zum einen kann daraus der Einfluss der jeweiligen Stakeholdergruppe (s. Abb. 3) und deren Ansprüche auf die IT-Ausstattung untersucht werden. Also etwa die These, dass Einrichtungen, die mehr Um- sätze aus marktwirtschaftlicher Betätigung erwirtschaften, auch umfänglicher und tiefer mit IT ausgestattet sind als WfbMs, die nur geringe Einnahmen aus diesem Bereich haben.

Der andere Aspekt ist im Zusammenhang mit der Refinanzierung der IT-Kosten zu sehen, also etwa die Frage, ob Leistungsträger als Hauptkunde einer WfbM auch die vorgehaltene IT durch ihre Leistungsentgelte refinanzieren (s. 3.2.4.2).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 10 WfbM Verteilung nach Umsatzvolumen

Der Hauptteil der WfbMs (59 %) erwirtschaftet ein Umsatzvolumen im Bereich von ein bis zehn Millionen Euro. Ebenfalls 60 % der WfbMs haben eine Größe von 500 Arbeitsplätzen. Die Kor- relation von Unternehmensgröße und Umsatzvolumen zeigt Abb. 11. Zur Auswahl standen 5 Umsatzbereiche: bis 1; 10; 15; 25 oder > 25 Millionen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 11 Werkstattgröße und Umsatzvolumen

Im Durchschnitt erwirtschaften die Werkstätten ca. 70 % ihrer Umsätze aus Leistungsentgelten und 30 % aus marktwirtschaftlicher Betätigung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 12 Umsatzanteile WfbM

3.1.4 Infrastruktur

Die Frage der Infrastruktur bezog sich auf die Zahl der angegliederten, aber räumlich getrennten Betriebsstätten einer WfbM.

Acht Werkstätten arbeiten demnach in einem Gebäudekomplex. In 37 Fällen sind an die Haupteinrichtung zwischen 1 und 40 räumlich getrennte Betriebsstätten angebunden. Im Durchschnitt ergeben sich daraus 5,3 Neben- werkstätten pro Hauptwerkstatt.

Im Vergleich dazu, eine Erhebung unter den Mitgliedswerkstätten der BAG-WfbM (Abb. 14) von 2007. Diese ergibt einen Durchschnitt von 2,6 Betriebsstätten pro Hauptwerkstatt in Deutschland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 13 Infrastruktur der WfbMs

[...]


1 Hier ist nicht das Gesamtergebnis der WfbM, sondern nur ein Teilergebnis aus den Produktions- oder Dienstleis- tungserlösen gemeint. Näheres hierzu regeln §138(2) SGB IX und §12(5) WVO. (Bereitgestellt unter www.gesetze- im-internet.de)

2 Auf eine ausführliche Erklärung zur Finanzierungsform mit Leistungsentgelten wird hier verzichtet, weil im Rah- men der Arbeit dafür keine Notwendigkeit besteht. Den Interessierten sei Littich (2007) oder Cramer (2006) emp- fohlen.

3 Zwischen WfbM und Leistungsträger (überwiegend die überörtlichen Sozialhilfeträger, die Agentur für Arbeit, und die Rentenversicherung) werden Leistungsvereinbarungen und Preise (Leistungsentgelte) für die zu erbringen- den Rehabilitations- bzw. Eingliederungsleistungen verhandelt. Diese Leistungsentgelte stellt die WfbM dem Leis- tungsträger pro belegtem Platz und Tag in Rechnung. (s.a. Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geisti- ger Behinderung e. V. 2000)

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Details

Titel
Stand der Informationstechnologie in Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland
Untertitel
IT-Alignment and IT-Staffing in Sheltered Worshops in Germany
Hochschule
Hochschule München
Veranstaltung
Masterstudiengang Sozialmanagement
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
67
Katalognummer
V155237
ISBN (eBook)
9783640679959
ISBN (Buch)
9783640697540
Dateigröße
8084 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stand, Informationstechnologie, Werkstätten, Menschen, Behinderung, Deutschland, IT-Alignment, IT-Staffing, Sheltered, Worshops, Germany
Arbeit zitieren
Dipl.Ing(FH) Alfons Regler (Autor), 2010, Stand der Informationstechnologie in Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155237

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