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Warum schreit Laokoon nicht? - Der ästhetische Diskurs um die Laokoon-Plastik

Title: Warum schreit Laokoon nicht? - Der ästhetische Diskurs um die Laokoon-Plastik

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maja Roseck (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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"Das allgemeine vorzügliche Kennzeichen der griechischen Meisterstücke ist endlich eine edle Einfalt, und eine stille Größe, sowohl in der Stellung als im Ausdrucke." behauptet Johann Joachim Winckelmann 1755. Es gibt viele berühmte Meisterstücke der griechi-schen Antike, doch keines erhitzte die Gemüter im ästhetischen Diskurs mehr als die Plas-tik des Priesters Laokoon. So gilt diese Plastik sogar als Deutungsmuster der Kunstauffas-sungen der einzelnen Epochen und machte gleichzeitig die Antike zum Deutungsmuster der Moderne.
Deshalb ist es Ziel meiner Hausarbeit, den ästhetischen Diskurs um die Laokoon-Plastik genauer zu beleuchten. Dabei werde ich zunächst auf den Mythos des Laokoon und die davon inspirierte Plastik eingehen, um mich dann mit den Standpunkten von Winckel-mann, Lessing, Goethe, Schiller und Herder auseinanderzusetzen. Abschließend soll die Frage "Warum schreit Laokoon nicht?" erörtert werden.

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Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Der Mythos

2. Die Plastik

2.1 Die griechische Plastik

2.2 Die Laokoon-Plastik

3. Der kulturästhetische Diskurs um die Laokoon-Plastik

3.1 Winckelmann

3.2 Lessing

3.3 Herder, Goethe und Schiller

3.4 Warum schreit Laokoon nicht ?

4. Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den kulturästhetischen Diskurs rund um die berühmte Laokoon-Plastik. Ziel ist es, die unterschiedlichen Interpretationsansätze bedeutender Denker wie Winckelmann, Lessing, Goethe, Schiller und Herder gegenüberzustellen, um die zentrale Frage nach der fehlenden Schrei-Geste der Laokoon-Figur zu erörtern und die Bedeutung des Werks als Deutungsmuster der Ästhetik aufzuzeigen.

  • Mythologische Hintergründe der Laokoon-Sage
  • Entwicklung der griechischen Plastik und ihre Formsprache
  • Rezeptionsgeschichte und ästhetische Theoriebildung im 18. Jahrhundert
  • Unterscheidung zwischen zeitlichen und räumlichen Künsten
  • Die Frage nach der Darstellung des Schmerzes in der bildenden Kunst

Auszug aus dem Buch

3.2 Lessing

Inspiriert von Winckelmanns Aufsätzen "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauerkunst" und der "Geschichte der Kunst des Altertums", richtete nun auch Gotthold Ephraim Lessing seine Aufmerksamkeit auf die Laokoon-Gruppe. Wobei Lessings Werk "Laokoon oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie" (1766) eine sehr große Bedeutung zugesprochen wird und es sogar als Gründungsschrift der Medienästhetik angesehen wird. Die Theorie der Zeichen bezogen auf das Medium ist dabei der wichtigste theoretische Grundzug. Doch auch für das Verständnis der Aufklärungsästhetik ist dieses Werk von unschätzbarem Wert und so schuf Lessing mit "Laokoon" einen Klassiker, auf den Ästheten auch heute noch immer wieder Bezug nehmen.

In seiner Veröffentlichung untersucht Lessing die allgemeinem Gesetzmäßigkeiten der Künste und bezieht sich dabei auf den Vergleich der Laokoon-Plastik mit der Beschreibung der Laokoon-Szene durch den Dichter Vergil und greift dabei eine alte Auseinandersetzung zwischen dem römischen Dichter Horaz und dem griechischen Schriftsteller Plutarch auf. Denn während Horaz die Form „ut pictura poesis“ vertritt, wonach die Dichtung einem Gemälde gleichen oder vergleichbar wirken soll, ist Plutarch der Auffassung, dass die einzelnen Künste sowohl im Stoff als auch in den Arten der Nachahmung verschieden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Laokoon-Plastik als ästhetisches Deutungsmuster ein und formuliert das Ziel, die Debatte um die Darstellung des Schmerzes anhand verschiedener Denker zu untersuchen.

1. Der Mythos: Dieses Kapitel erläutert die antike Sage des trojanischen Priesters Laokoon und die verschiedenen literarischen Überlieferungen seines grausamen Todes.

2. Die Plastik: Hier werden die kunstgeschichtlichen Grundlagen der griechischen Großplastik sowie die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Laokoon-Gruppe beschrieben.

3. Der kulturästhetische Diskurs um die Laokoon-Plastik: Dieses Hauptkapitel analysiert die theoretischen Positionen von Winckelmann, Lessing, Herder, Goethe und Schiller zur ästhetischen Wirkung und den Grenzen der Darstellung.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der analysierten Standpunkte und betont die Bedeutung von Lessings medienästhetischem Ansatz.

Schlüsselwörter

Laokoon, Ästhetik, Winckelmann, Lessing, Bildhauerkunst, griechische Mythologie, Nachahmung, Medientheorie, Schmerz, antike Plastik, Kunstgeschichte, Aufklärung, Hermeneutik, Bildbeschreibung, Mimesis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die kunstphilosophische Auseinandersetzung mit der Laokoon-Plastik und untersucht, wie verschiedene Epochen und Denker die Darstellung von Schmerz in der bildenden Kunst interpretiert haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die antike Mythologie, die Entwicklungsgeschichte der griechischen Plastik, die Theorie der Medienästhetik und die Verschränkung von Literatur und bildender Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die divergierenden Interpretationen zur fehlenden Schrei-Geste der Laokoon-Figur herauszuarbeiten und die Diskussion um die ästhetischen Gesetze der Kunst nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literatur- und Kunstdiskursanalyse, bei der die Texte von Winckelmann, Lessing und anderen Denkern vergleichend gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Positionen von Winckelmann (Ideal der stillen Größe), Lessing (Grenzen der Künste) sowie der ergänzenden Perspektiven von Goethe, Schiller und Herder.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Laokoon, Mimesis, ästhetischer Diskurs, Medienästhetik und klassizistische Kunstauffassung charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Zeit und Raum für Lessing eine so große Rolle?

Lessing unterscheidet zwischen Malerei (räumlich, nebeneinander existierend) und Dichtung (zeitlich, nacheinander ablaufend), um zu begründen, warum eine statische Plastik keinen dauerhaften Schrei darstellen sollte.

Welche besondere Rolle nimmt Goethes Analyse der Laokoon-Plastik ein?

Goethe betont im Gegensatz zu anderen die Momentaufnahme der Darstellung und argumentiert, dass der Betrachter durch das schnelle Schließen und Öffnen der Augen einen dynamischen Eindruck der Bewegung gewinnen kann.

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Details

Title
Warum schreit Laokoon nicht? - Der ästhetische Diskurs um die Laokoon-Plastik
College
University of Leipzig  (Institut für Kulturwissenschaften)
Course
Einführung in die Geschichte des ästhetischen Denkens
Grade
1,7
Author
Maja Roseck (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V15527
ISBN (eBook)
9783638206099
Language
German
Tags
Warum Laokoon Diskurs Laokoon-Plastik Einführung Geschichte Denkens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maja Roseck (Author), 2003, Warum schreit Laokoon nicht? - Der ästhetische Diskurs um die Laokoon-Plastik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15527
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