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Lehrer-Schülerinteraktion im Unterricht. Einfluss auf Lernerfolg und pädagogische Erfahrungen

Titel: Lehrer-Schülerinteraktion im Unterricht. Einfluss auf Lernerfolg und pädagogische Erfahrungen

Hausarbeit , 2023 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bella Brunken (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Interaktion zwischen Lehrkräften und Schüler*innen im schulischen Kontext. Hierbei werden theoretische Grundlagen, bestehende Forschung und spezifische Interaktionsformen wie Sprechakte, Antworten im Unterricht und das Melden beleuchtet. Die Arbeit analysiert die Rolle dieser Dynamiken für Lernerfolg und pädagogische Erfahrung, betont die Bedeutung von Classroom Management und hinterfragt die Auswirkungen von Interaktionsordnungen. Ein Fazit bietet Perspektiven für weitere Forschung, insbesondere zu digitaler Bildung und der sozialen Dimension von Lehrer-Schüler-Beziehungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1. Unterrichtsbegriff

2.2. Interaktionsbegriff

2.3. Interaktionsordnung

3. Forschungsstand

4. Lehrer-Schülerinteraktionen

4.1. Sprechakt

4.2. Antworten im Unterricht

4.3. Melden

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Lehrer-Schüler-Interaktion in schulischen Kontexten, beleuchtet dabei verschiedene soziale Ebenen und analysiert, wie diese Prozesse den Lernerfolg sowie die pädagogische Erfahrung der Lernenden maßgeblich beeinflussen.

  • Theoretische Einordnung von Unterricht und schulischer Interaktionsordnung
  • Analyse der Sprechaktstruktur und des Turn-Taking-Mechanismus
  • Methoden der Wissensproduktion durch Lehrerfragen und Schülerantworten
  • Die Bedeutung der Melderegel für die soziale Struktur des Unterrichts

Auszug aus dem Buch

4.1 Sprechakt

Im schulischen Unterricht erfolgt die Kommunikation zwischen den Teilnehmer*innen in einer spezifischen, formalen Struktur. Diese Struktur regelt, wer zu welchem Zeitpunkt das Wort ergreifen darf, und folgt vorher festgelegten Regeln. Die Zuweisung von Sprecherrechten erfolgt anhand dieser Regeln und kann auch durch die räumliche Anordnung visualisiert werden. Die Hauptverantwortung für das lokale, situative Management dieser Regeln liegt in der Regel bei der Lehrperson (Kalthoff 1995, S. 926).

Der Schulunterricht unterscheidet sich als formale Gesprächssituation deutlich von alltäglichen Konversationen. Im Unterricht ist die Permutabilität, also die Möglichkeit, dass Teilnehmer*innen gleichzeitig sprechen, ausgeschlossen. Stattdessen folgt die Kommunikation einem zeitlichen Nacheinander-Prinzip. Das Recht, das Wort zu ergreifen, ist im Schulunterricht an eine bestimmte Person delegiert. Überlappungen der Sprecher*innen werden weitgehend vermieden. Zudem ist ein zentraler Aspekt der geordneten Kommunikation im Unterricht, die temporäre Ausschließung von Teilnehmer*innen aus der mündlichen Kommunikation bei der gemeinsamen Wissensproduktion (ebd., S. 927).

Der Übergang von einem Sprecher oder Sprecherin zum nächsten oder zur nächsten ist im Unterricht genau geregelt und unterscheidet sich von den Regeln der alltäglichen Kommunikation. Hier kommt das Konzept des "Turn-Taking" zum Tragen, das die Regeln für den Wechsel zwischen den Sprecher*innen festlegt. Dieser Wechsel kann auf unterschiedliche Weisen gestaltet werden. Zum einen kann die Auswahl des nächsten Sprechers oder der nächsten Sprecherin durch die Person erfolgen, die gerade spricht (Fremdwahl). Zum anderen kann die Person, die sprechen möchte, selbstständig das Wort ergreifen (Selbstwahl) (ebd.). Im schulischen Kontext delegiert die Lehrperson das Rederecht von Schüler*in zu Schüler*in und erhält es durch die Selbstwahl oder durch eine als selbstverständlich angesehene Form. Dies geschieht oft am Ende eines Schülersprechens. (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Lehrer-Schüler-Interaktion ein und erläutert deren zentrale Bedeutung für den Lernerfolg sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel definiert wesentliche Begrifflichkeiten wie Unterricht, soziale Interaktion und die spezifische Interaktionsordnung, die das schulische Handeln strukturiert.

3. Forschungsstand: Hier wird die historische Entwicklung der Unterrichtsforschung dargestellt, wobei der Fokus von einer lehrerzentrierten Sichtweise hin zu einem systemischen Interaktionsverständnis aufgezeigt wird.

4. Lehrer-Schülerinteraktionen: Dieser Hauptteil analysiert konkrete kommunikative Praktiken, darunter die Sprecherregeln, Antwortstrategien der Schüler sowie die ordnende Funktion des Meldens.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Interaktionsebenen und Reflexion über zukünftige Forschungsnotwendigkeiten, insbesondere im Kontext digitaler Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Lehrer-Schüler-Interaktion, Unterrichtsforschung, Interaktionsordnung, Turn-Taking, Sprechakt, Classroom Management, Melderegel, Wissensproduktion, Schulisches Lernen, Unterrichtskommunikation, Sozialstruktur, Pädagogische Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die komplexen Interaktionsprozesse zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern im Rahmen des schulischen Unterrichts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Struktur der Interaktion, die Steuerung des Unterrichtsgeschehens, verschiedene Kommunikationsmuster sowie die soziale Einbindung der Beteiligten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Rolle der Lehrer-Schüler-Interaktion besser zu verstehen und zu analysieren, wie diese den Lernerfolg und die pädagogische Erfahrung aktiv mitgestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Literatur und der Analyse von Konzepten, wie unter anderem denen von Kalthoff oder Naujok.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit Sprechakten, dem Turn-Taking, verschiedenen Antwortmethoden der Schüler sowie der ordnenden Funktion des Meldens im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe wie Lehrer-Schüler-Interaktion, Interaktionsordnung, Turn-Taking und Unterrichtskommunikation beschreiben den inhaltlichen Fokus der Arbeit am besten.

Welchen Einfluss haben Lehrpersonen auf die Antworten ihrer Schüler?

Lehrpersonen nutzen gezielte Methoden wie kumulative Prozesse oder Suchfragen, um die Komplexität zu reduzieren und Schülerinnen und Schüler zur richtigen Antwort zu führen.

Welche Funktion erfüllt die "Melderegel" laut der Autorin?

Die Melderegel dient der Aufrechterhaltung der sozialen Struktur, stellt sicher, dass sich zur Sache geäußert wird und organisiert den Redefluss innerhalb der Klasse.

Warum ist die Interaktion eine "Doppelstruktur" im Unterricht?

Sie ist eine Doppelstruktur, da Schülerinnen und Schüler sowohl in der Rolle als Lernende agieren als auch gleichzeitig in ihrer Peer-Kultur Distanzierung wahren können.

Wie unterscheidet sich der Unterricht von alltäglicher Kommunikation?

Im Unterschied zu alltäglichen Gesprächen ist der Unterricht formal strukturiert, schließt Permutabilität (gleichzeitiges Sprechen) aus und folgt einem zeitlichen Nacheinander-Prinzip.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lehrer-Schülerinteraktion im Unterricht. Einfluss auf Lernerfolg und pädagogische Erfahrungen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Pädagogik)
Note
2,0
Autor
Bella Brunken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
14
Katalognummer
V1553092
ISBN (PDF)
9783389102169
ISBN (Buch)
9783389102176
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrer-Schüler-Interaktion, Unterrichtskommunikation, Classroom Management, Sprechakte im Unterricht, Melden im Klassenzimmer, Antwortverhalten, Unterrichtsstruktur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bella Brunken (Autor:in), 2023, Lehrer-Schülerinteraktion im Unterricht. Einfluss auf Lernerfolg und pädagogische Erfahrungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1553092
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Leseprobe aus  14  Seiten
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