Sozialversicherungen: Bedeutung und Herausforderungen in Deutschland


Seminararbeit, 2006

8 Seiten, Note: 1,6


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung

2 Die Bedeutung der Sozialversicherung

3 Prinzipien der Sozialen Sicherung

4 Finanzierungsmodelle

5 Das deutsche Sozialversicherungssystem

6 Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze

7 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die Reform der sozialen Sicherungssysteme der Bundesrepublik Deutschland ist aufgrund der sich in den nächsten Jahren noch verstärkenden demographischen Entwicklung, der hohen Arbeitslosigkeit und der Kostenexplosion im Gesundheits- wesen unaufschiebbar. Für uns als ein überwiegend in Deutschland agierendes Un- ternehmen wäre eine Reform der Sozialversicherung bzw. die damit gegebenenfalls verbundenen Veränderungen der Lohnnebenkosten ein zentrales Thema. Vor die- sem Hintergrund möchten wir ihnen einen Einblick in den Aufbau und die Bedeutung der Sozialversicherung geben. Gleichzeitig wollen wir ihnen die Herausforderungen einer Reform sowie Lösungsansätze darstellen.

2 Die Bedeutung der Sozialversicherung

Die Grundbedeutung einer Sozialversicherung im Allgemeinen ist die Absicherung des Einzelnen „vor den großen Lebensrisiken und deren Folgen wie Krankheit, Ar- beitslosigkeit, Alter, Betriebsunfällen und Pflegebedürftigkeit“ (Deutsche Sozialver- sicherung, S. 1). Die Vorraussetzung für ein Sozialversicherungssystem ist die Sozi- alpolitik, deren Aufgabe darin besteht den Bestand der Gesellschaft zu sichern bzw. soziale Notlagen Einzelner oder ganzer Gesellschaftsschichten zu verhindern (Dichtl, Issing 1987: S. 1705).

3 Prinzipien der Sozialen Sicherung

Die soziale Sicherung im Allgemeinen gliedert sich in verschiedene Prinzipen auf, die wir hier zum Verständnis kurz darstellen möchten. Zur Vorsorge gegen die Le- bensrisiken wird grundsätzlich zwischen zwei Grundprinzipien unterschieden. Zum einen das Individualprinzip, zum anderen das Sozialprinzip (Baßeler, Heinrich, Utecht 2002: S. 411).

Das Sozialprinzip entspricht einer staatlichen Zwangsversicherung. Entscheidend dabei ist der beitragsunabhängige Leistungsanspruch (Baßeler, Heinrich, Utecht 2002: S. 412).

Werden Personen unabhängig ihres Risikofaktors bzw. ihres finanziellen Leistungs- vermögens mitversichert, kommt das Sozial - Versicherungsprinzip zum tragen (Baßeler, Heinrich, Utecht 2002: S. 412 f.).

Das Versorgungsprinzip gewährleistet, dass die Kosten für den Leistungsbezug nicht vom Verursacher getragen werden.

Das sogenannte Fürsorgeprinzip findet z.B. in der Sozialhilfe seine Anwendung. Vo- raussetzung für Leistungen, auf die dann auch ein Rechtsanspruch besteht, sind „spezielle Bedürftigkeiten“ (Baßeler, Heinrich, Utecht 2002: S. 413).

Das Individualprinzip entspricht der freiwilligen Eigenvorsorge und unterscheidet sich dadurch grundsätzlich vom Sozialprinzip. Dabei wird zwischen dem Ansparen eines Vorsorgevermögens und den Beiträgen zu einer Versicherung unterschieden. Bei letzterem gilt das sogenannte Äquivalenzprinzip (Baßeler, Heinrich, Utecht 2002: S. 411). Dies bedeutet, dass sich die Höhe des Beitrags nach der Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Versicherungsfalles richtet (Baßeler, Heinrich, Utecht 2002: S. 412).

4 Finanzierungsmodelle

Zur Finanzierung eines Sozialsystems, unabhängig von seiner Ausgestaltung, wird zwischen zwei Finanzierungsmodellen unterschieden: der Umlagefinanzierung und dem Kapitaldeckungsverfahren (Schmähl 2005: S. 566).

Beim Umlagefinanzierungsverfahren werden die laufenden Ausgaben durch die lau- fenden Beiträge finanziert. Die Leistungen sind beitragsunabhängig.

Beim Kapitaldeckungsverfahren muss der Versicherte auf einem separaten Konto einen Kapitalstock ansparen. Etwaige Leistungen beschränken sich auf den bereits angesparten Betrag (Schmähl 2005: S. 568). Keines der beiden hier aufgeführten Finanzierungsmodelle ist dabei jedoch für die private Versicherungswirtschaft bzw. den Staat als Organisator reserviert. So kann jedes der beiden Modelle sowohl von privater als auch staatlicher Seite zur Finanzierung von sozialer Sicherung verwen- det werden.

5 Das deutsche Sozialversicherungssystem

Die Wurzeln der Deutschen Sozialversicherung reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück. Damals führte Bismarck erste Absicherungen für Arbeitnehmer ein. In den 1920er Jahren wurde das System weiter ausgebaut. Die heutige Form der Sozial- versicherung führte die Bundesregierung, mit Ausnahme der Pflegeversicherung (1994), in den 1950er Jahren ein (Dichtl, Issing 1987: S. 1706).

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Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Sozialversicherungen: Bedeutung und Herausforderungen in Deutschland
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen; Standort Nürtingen
Note
1,6
Autor
Jahr
2006
Seiten
8
Katalognummer
V155319
ISBN (eBook)
9783640680177
Dateigröße
385 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialversicherungen, Bedeutung, Herausforderungen, Deutschland
Arbeit zitieren
Dipl.-Volkswirt Florian Beck (Autor), 2006, Sozialversicherungen: Bedeutung und Herausforderungen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155319

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