Hartmann von Aues "Iwein"

Die Schuldfrage und die Konstellation zwischen Iwein und Lunete


Seminararbeit, 2006

8 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zusammenfassung V. 2971-3226

3 Schuldfrage
3.1 Fristversäumnis
3.2 Motivation der Brunnen- aventiure
3.3 Rechtsbruch
3.4 Tötung Askalons
3.5 Schlussfolgerung

4 Konstellation zwischen Iwein und Laudine

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

In meiner Ausarbeitung zum Referatsthema „Bestätigung durch Artus (V. 2446-3028), Krise, Wahnsinn, Heilung (V. 3029-3654)“ gebe ich zunächst einen Überblick über den Inhalt der Verse 2971- 3226. Dann gehe ich auf die Frage nach der Schuld Iweins an seinem Wahnsinn ein und diskutiere die möglichen Fehler, die Iwein begangen hat. Dabei beziehe ich mich hauptsächlich auf Volker Mertens „Der deutsche Artusroman“ aus der vorgegebenen Literatur. Im darauf folgenden Kapitel behandele ich die Frage, inwieweit die höfische Minne-Ehe mit der ritterlichen Lebensform vereinbar ist. Denn um die Schuldfrage besser zu verstehen, muss auch die gegenseitige Verantwortung von Laudine und Iwein klar sein. Dazu zeige ich die Konstellation zwischen Laudine und Iwein auf. Dieser Bereich wird jedoch nicht ausführlich von mir bearbeitet, da sich dieses Thema mit einem weiteren Referat überschneidet. Abschließend greife ich noch kurz eine zusätzliche Meinung zur Schuldfrage von Peter Wapnewski auf, um die Uneinigkeit in der Iwein-Forschung aufzuzeigen. Anschließend beziehe ich selbst zur Schuldfrage und der Auffassung von Volker Mertens Stellung.

2. Zusammenfassung V.2971-3226

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Schuldfrage

In den Versen 3214-3215 kommt letztlich die Frage für den Leser auf, wie es so weit mit Iwein kommen konnte, dass er dem Wahnsinn verfällt und worin seine eigene Schuld liegt.

3.1 Fristversäumnis

Als eindeutigsten Grund für den Wahnsinn kann man zunächst das Fristversäumnis betrachten, welches zur Anklage von Lunete führt. Denn Laudine hat Iwein eine Jahresfrist gesetzt, binnen welcher er wieder zurückkehren soll. Diese überschreitet Iwein weit über sechs Wochen, während er viele Turniere besucht. Deshalb klagt Lunete ihn vor dem König an und verlangt den von Laudine geschenkten Ring von Iwein zurück. Daraufhin verlässt Iwein den Königshof, läuft nackt in den Wald und verfällt letztendlich dem Wahnsinn (s. Mertens1998: 69).

Die Frist zeigt nach Cormeau und Störmer die grundsätzliche Haltung Iweins, nämlich inwieweit er seine neuen Rechte und Pflichten durch die Ehe mit Laudine bereit ist zu erkennen und zu erfüllen (s. Cormeau/Störmer 1985:210). Die Jahresfrist ist eine im Mittelalter übliche “[…] Rechtsfrist, innerhalb derer einer widerrechtlichen Besitzaneignung widersprochen werden muss“ (Mertens 1978:46).

Volker Mertens wirft jedoch in seinem Buch „Der deutsche Artusroman“ folgende Frage auf: „Steht dahinter eine andere Verfehlung, ist die Fristüberschreitung nur ein Symptom?“ (s. Mertens1998:70).

Es werden folgende mögliche andere Fehler (mit pro und contra) diskutiert:

3.2 Motivation der Brunnen- aventiure

Die Motivation , die Iwein zur Brunnen- aventiure treibt, ist nicht sozialer Herkunft, sondern erfolgt lediglich aus Rache. Sie soll die ‚Schande’ von Kalogrenant beseitigen und gleichzeitig Iweins ‚Tüchtigkeit’ unter Beweis stellen, welche durch Keie in Frage gestellt wurde (ebd.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Hartmann von Aues "Iwein"
Untertitel
Die Schuldfrage und die Konstellation zwischen Iwein und Lunete
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
8
Katalognummer
V155324
ISBN (eBook)
9783640677719
ISBN (Buch)
9783640677535
Dateigröße
393 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hartmann, Aues, Iwein, Schuldfrage, Konstellation, Iwein, Lunete
Arbeit zitieren
Petra Richter (Autor), 2006, Hartmann von Aues "Iwein", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155324

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