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Aristoteles' Verfassungsratschlag. Welche ist nun aber die beste Verfassung?

Title: Aristoteles' Verfassungsratschlag. Welche ist nun aber die beste Verfassung?

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - History of Political Systems
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden wissenschaftlichen Hausarbeit wird der zentrale Bestandteil von Aristoteles’ politischer Philosophie eingehend untersucht: sein Konzept der besten Verfassung und der Verfassungsstreit zwischen Monarchie, Aristokratie und Demokratie. Die Arbeit setzt sich nicht nur mit Aristoteles’ eigenen Überlegungen auseinander, sondern interpretiert diese auch im Kontext moderner Lehrkunstdidaktik, wobei die Theorien von Horst Leps und Prof. Dr. Christoph Berg als Grundlage dienen. Ziel der Arbeit ist es, die Prinzipien und Argumente, die Aristoteles in seiner Politik formuliert, zu entschlüsseln und deren Bedeutung für den heutigen Diskurs um politische Systeme und deren Bildung zu erörtern. Im Zentrum der Analyse steht der antike Verfassungsstreit zwischen den Regierungsformen Monarchie, Aristokratie und Demokratie. Aristoteles prüft, welche der drei Staatsformen das höchste Maß an Gerechtigkeit und Gemeinwohl bietet und welche das Potenzial hat, den Staat stabil und langfristig erfolgreich zu führen. Dabei geht er auf die Vor- und Nachteile jeder Regierungsform ein und entwickelt eine differenzierte Sichtweise: Eine gut funktionierende Monarchie kann im besten Fall der Weisheit eines einzigen Herrschers entspringen, während Aristokratie als Herrschaft der Besten den Vorteil der Klugheit und des Wissens vereint. Demgegenüber stellt Aristoteles auch die Mängel dieser Formen heraus und weist auf die Gefahren hin, die in deren Entartung liegen: Die Monarchie kann in Tyrannei abgleiten, die Aristokratie in Oligarchie und die Demokratie in Ochlokratie, die Herrschaft des Pöbels. Die Hausarbeit nimmt sich nicht nur der historischen Bedeutung dieser Betrachtungen an, sondern zeigt auf, wie Aristoteles’ Überlegungen auch heute noch relevant sind. Was bedeutet es, wenn wir von der besten Verfassung sprechen? Welche Werte sind heute für die Gestaltung einer politischen Ordnung maßgeblich? Durch die Einbindung von Leps’ und Bergs didaktischen Ansätzen wird zudem ein interdisziplinärer Zugang zu Aristoteles’ Theorie eröffnet, der besonders für die politische Bildung und die Vermittlung politischer Ideen an eine breite Öffentlichkeit von Bedeutung ist. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methode

3. Lehrstückreferat

4. Lehrstückinterpretation

5. Zusammenfassung

6. Seminarreflexion

7. Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit legt den Grundriss der Lehrkunstdidaktik dar und wendet diesen beispielhaft auf das Politik-Lehrstück „Aristoteles’ Verfassungsratschlag – Welches ist nun aber die beste Verfassung?“ an, um Schülern einen Zugang zu grundlegenden politischen Fragestellungen zu ermöglichen.

  • Grundlagen und Charakteristika der Lehrkunstdidaktik
  • Die methodische Anwendung von Wagenscheins Methodentrias
  • Historische Perspektiven der Staatsformen (Herodot und Aristoteles)
  • Durchführung und Inszenierung von Verfassungsdebatten als Mitspielstück
  • Reflektion über politische Bildungsprozesse und menschliche Hybris

Auszug aus dem Buch

3. Lehrstückreferat

Aristoteles stellte die Frage: „Welches ist nun aber die beste Verfassung?“ und bezog sich damit auf die Mehrzahl der Menschen und Staaten. Eine Eingrenzung wurde insofern vorgenommen, dass nicht von einer überdurchschnittlichen Tugend oder Bildung ausgegangen werden kann. Einen Staat definierte er als eine „Gemeinschaft zum Zweck eines guten Lebens, in dem die Bürger ihre Fähigkeiten, am gemeinsamen sozialen und politischen Leben teilzuhaben, so weit wie möglich entwickeln können.“ Seiner Natur nach bestehe dieser aus vielen, sehr unterschiedlichen Menschen, Lebensformen und Interessen. Die Bürger selbst seien diejenigen Personen eines Landes, welche an der Politik partizipieren können.

Seine Frage nach der optimalen Verfassung ist damals aktuell wie heute. Ihr nachzugehen bedarf jedoch eines tieferliegenden historischen Aufrisses. Damit das Lernen von Institutionen im Schulunterricht nicht bloß zur Institutionenkunde verfällt, braucht es eine philosophische Grundlage. Diese beginnt bei Herodot. Nach der persischen Revolution, in welcher ein als ungerecht empfindener Herrscher zu Fall gebracht worden war, lässt er drei persische Adlige politische Grundfragen über eine künftige Verfassung debattieren, welche Revolutionen sowie Bürgerkriege ein für allemal verhindern soll. Dabei stellt er die jeweiligen Vorteile ihren Gefahren gegenüber. Einen didaktischen Zweck könnte bereits Herodot damit verfolgt haben: Den Griechen sollten die Instabilität ihrer eigenen politischen Systeme durch ein fremdes Exempel nahegebracht werden, um über eine Lösung nachdenken zu können. Auf diesen Weg sollen sich nun auch die heutigen SuS begeben und sich erstmals damit auseinandersetzen, wie ein Staat nach einer sogenannten Tyrannis neu organisiert werden sollte.

Ein von der Lehrkunstdidaktik geleiteter Politikunterricht lässt sich damit auf ein Wagnis ein: Die SuS erleben die Grundprobleme des politischen Zusammenlebens anhand eines klassischen Exempels frühwissenschaftlicher Politik nach, um so zu Prinzipienerkenntnissen zu gelangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Ansatzes der Lehrkunstdidaktik und Zielsetzung der Arbeit unter Bezugnahme auf Klafki und Wagenschein.

2. Methode: Erläuterung der fünfschrittigen exemplarischen und genetischen Vorgehensweise sowie der dramaturgischen Gestaltung eines Lehrstücks.

3. Lehrstückreferat: Vorstellung der historischen und philosophischen Grundlagen des Lehrstücks „Aristoteles’ Verfassungsratschlag“ sowie der Unterrichtsinszenierung.

4. Lehrstückinterpretation: Didaktische Analyse, inwiefern das Lehrstück zur Selbsterfahrung der Schüler und zum Verständnis politischer Ordnungen beiträgt.

5. Zusammenfassung: Zentrale Schlussfolgerungen über die Notwendigkeit politischer Ordnung und die Bedeutung der Lehrkunstdidaktik für die Ausbildung von Urteilskompetenz.

6. Seminarreflexion: Persönliche Einschätzung des Autors zum Seminarverlauf und zum methodischen Mehrwert des Lehrstückunterrichts.

7. Quellen und Literaturverzeichnis: Auflistung der verarbeiteten fachdidaktischen und historischen Quellen.

Schlüsselwörter

Lehrkunstdidaktik, Aristoteles, Herodot, Verfassungsformen, Politikunterricht, Exemplarisches Lehren, Genetisches Lehren, Dramaturgie, Hybris, Politische Bildung, Mitspielstück, Staatskunde, Urteilskompetenz, Bürgerdasein, Bildungstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktische Konzeption hinter sog. Lehrstücken und wendet diese exemplarisch auf die historische Debatte um „die beste Verfassung“ (nach Aristoteles) im Politikunterricht an.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Lehrkunstdidaktik als Unterrichtsform, die historische Entwicklung der Staatsformen im antiken Griechenland und die Verbindung zur heutigen politischen Bildung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie komplexe Menschheitsthemen – wie die Suche nach einer stabilen politischen Ordnung – durch hochwertige, durchkomponierte Unterrichtseinheiten für Schüler erfahrbar und verständlich gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird die Methode der Lehrkunstdidaktik angewandt, die sich auf die Methodentrias „Exemplarisch-Genetisch-Dramaturgisch“ nach Wagenschein stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische methodische Grundlegung, das konkrete Referat des Lehrstück-Inhalts und eine anschließende didaktische Interpretation der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lehrkunstdidaktik, Aristoteles, exemplarisches Lernen, Hybris und politische Bildung geprägt.

Warum ist das "Mitspielstück" für das Lehrstück so wichtig?

Es ermöglicht den Schülern, im Rollenspiel der verschiedenen Verfechter (Monarchisten, Aristokraten, Demokraten) die Problematik politischer Instabilität und Kompromissfindung selbst zu erleben, anstatt nur theoretisches Wissen passiv aufzunehmen.

Welche Rolle spielt die „Hybris“ in der Betrachtung des Autors?

Hybris beschreibt das menschliche Selbstüberhebungsphänomen, das laut den historischen Quellen Herodot und Aristoteles dazu führt, dass Herrschaftsformen entarten und Staaten zerfallen, was als zentrale Warnung im Lehrstück fungiert.

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Details

Title
Aristoteles' Verfassungsratschlag. Welche ist nun aber die beste Verfassung?
College
University of Marburg  (Institut für Schulpädagogik)
Course
Lehrkunstwerkstatt. Didaktik und Methodik in fachunterrichtlichen Unterrichtsexempeln
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V1553376
ISBN (PDF)
9783389101582
ISBN (Book)
9783389101599
Language
German
Tags
Aristoteles Verfassung Verfassungsratschlag Aristoteles' Demokratie Aristokratie Monarchie Der Staat Herodot Platon Lehrkunst Lehrkunstdidaktik Wagenschein Lehrstück Verfassungsdebatte Mischverfassung Verfassungsstreit Regierungsformen Staatsformen
Product Safety
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Anonym (Author), 2018, Aristoteles' Verfassungsratschlag. Welche ist nun aber die beste Verfassung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1553376
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