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Grenzen der Verantwortungsübertragung – Die JuleiCa

Bedeutungsarme Anerkennungsgeste oder fachliche Ausbildung?

Titel: Grenzen der Verantwortungsübertragung – Die JuleiCa

Hausarbeit , 2010 , 8 Seiten

Autor:in: Christian Krüger (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen der außerschulischen Jugendbildungsarbeit bieten die
öffentlichen Träger der Jugendarbeit Seminare an, in denen Personen ab fünfzehn Jahren die so genannten JuleiCa´s (Jugendleiter/in-Card)
erwerben können. Hiermit ist es den Absolventen möglich, als
ehrenamtliches Mitglied der Jugendarbeit als Jugendleiter/in auf
Veranstaltungen wie z.B. Ferienfreizeiten, Workshops, (Tages-) Ausflügen usw. zu agieren bzw. mitzuwirken.
Im Zuge meines Studiums zum Sozialpädagogen/Sozialarbeiter führte ich
zusammen mit einigen Kommilitonen und unter dem Auftrag der
Jugendpflege eines Landkreises bereits mehrere dieser Seminare
eigenverantwortlich durch. Im Folgenden möchte ich auf den Aufbau eines solchen Seminars eingehen in Verbindung meines Aufgaben- und
Verantwortungsbereichs als Seminarleiter, um zu klären, in wie weit hier von einer fachlichen Ausbildung geredet werden kann, die die
Teilnehmer/innen nachhaltig auf ihre zukünftige Aufgabe als
Jugendleiter/innen vorbereitet, oder ob dies im Endeffekt lediglich eine bedeutungsarme Anerkennungsgeste seitens der Jugendarbeit darstellt.
Hierdurch sollen die Grenzen der Verantwortungsübertragung eines
JuleiCa-Seminars ausgelotet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau eines JuleiCa-Seminars

3. Aufgabenbereich des JuleiCa-Seminarleiters

4. Anforderungen an die Jugendleiter in der Praxis

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der JuleiCa-Ausbildung als fachliche Vorbereitung auf die ehrenamtliche Jugendleitertätigkeit und der möglichen Wahrnehmung als bloße Anerkennungsgeste, um die Grenzen der Verantwortungsübertragung auszuloten.

  • Struktureller Aufbau und Module von JuleiCa-Seminaren
  • Aufgaben und Vorbildfunktion von Seminarleitern
  • Rechtliche Anforderungen und Aufsichtspflichten in der Praxis
  • Organisation und Durchführung von Jugendfreizeiten
  • Reflektion der Qualifizierung und Praxiserfahrung

Auszug aus dem Buch

Aufbau eines JuleiCa-Seminars

Der Aufbau der fünftägigen JuleiCa-Seminare ist individuell von den jeweilig ausführenden Studenten zu gestalten, jedoch sind die einzelnen Module, die zu unterrichten sind, durch die Leitung der Jugendpflege des Landkreises (oder optional der kreisfreien Stadt etc.) und durch die Projektleitung der Universität verbindlich festgelegt. Lediglich die Reihenfolge und Ausgestaltung der einzelnen Module bleibt hierbei den ausführenden Studenten vorbehalten, wobei auch hier darauf geachtet werden muss, dass ein logischer, ggf. aufeinander aufbauender Seminarverlauf erhalten bleibt.

Zu den festgelegten Unterrichtsmodulen gehören Sozialisation, Gruppenpädagogik, Leitungsstile, Recht, Spielepädagogik, Konfliktlösung, Öffentlichkeitsarbeit, sowie das so genannte Planspiel.

In dem Modul „Sozialisation“ erstellen die Teilnehmer/innen ein Selbstportrait, auf dem sie alles bildlich darstellen, was ihr Leben, ihre Persönlichkeit und ihr Wesen geprägt hat. Weiterhin wird eine Collage erstellt, in der die Teilnehmer ihre ideale und ihre schlechteste Zukunft aufmalen und/oder basteln sollen. Diese Werke können anschließend in der Gruppe vorgestellt und besprochen werden. Ferner findet eine Gruppendiskussion statt über Dinge, Ereignisse und Menschen, die uns in unserem Leben geprägt haben. Außerdem wird in einem Spiel, in dem die Teilnehmer/innen in verschiedene gesellschaftliche Rollen schlüpfen, verdeutlicht, dass nicht alle Menschen die gleichen gesellschaftlichen Voraussetzungen besitzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der JuleiCa-Ausbildung ein und stellt die Forschungsfrage, ob es sich um eine fundierte fachliche Ausbildung oder eine bedeutungsarme Geste handelt.

2. Aufbau eines JuleiCa-Seminars: Dieses Kapitel erläutert die curricularen Bestandteile der fünftägigen Ausbildung, wie Sozialisation, Gruppenpädagogik und Recht, und beschreibt die methodische Gestaltung.

3. Aufgabenbereich des JuleiCa-Seminarleiters: Hier werden die organisatorischen Hauptaufgaben des Seminarleiters, die Aufsichtspflicht und die zentrale Bedeutung der Vorbildfunktion thematisiert.

4. Anforderungen an die Jugendleiter in der Praxis: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Pflichten, insbesondere die Aufsichtspflicht und den Umgang mit Konflikten sowie die Organisation von Veranstaltungen in der ehrenamtlichen Praxis.

5. Fazit: Das Fazit bewertet die Ausbildung als erfolgreich und notwendig, betont jedoch die Bedeutung einer anschließenden „zweiten Ausbildungszeit“ durch praktische Erfahrungen.

Schlüsselwörter

JuleiCa, Jugendleiter, Jugendarbeit, Sozialisation, Gruppenpädagogik, Leitungsstile, Aufsichtspflicht, Seminarleitung, Ehrenamt, Jugendbildung, Veranstaltungsplanung, Konfliktlösung, Planspiel, Verantwortungsübertragung, Qualifizierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Qualität und den Grenzen der JuleiCa-Ausbildung für ehrenamtliche Jugendleiter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die seminarinterne Wissensvermittlung, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die praktischen Anforderungen an Leitungspersonen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Ausbildung die Teilnehmer nachhaltig vorbereitet oder lediglich eine formale Anerkennungsgeste darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Reflexion der praktischen Erfahrungen des Autors als Seminarleiter in Verbindung mit einer Analyse der Seminarinhalte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der modulare Seminaraufbau, die Aufgaben des Seminarleiters und die praktischen Anforderungen an angehende Jugendleiter detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind JuleiCa, Aufsichtspflicht, Gruppenpädagogik, Ehrenamt und die pädagogische Vorbildfunktion.

Warum ist die Vorbildfunktion des Seminarleiters so entscheidend?

Der Seminarleiter dient als direktes Verhaltensmodell, da sein Vorgehen von den Teilnehmern in ihrer späteren Praxis kopiert wird.

Welche Rolle spielt die Praxiserfahrung für die Teilnehmer?

Praxiserfahrung wird als essenzielle "zweite Ausbildungszeit" angesehen, da theoretische Kenntnisse erst durch Anwendung Souveränität schaffen.

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Details

Titel
Grenzen der Verantwortungsübertragung – Die JuleiCa
Untertitel
Bedeutungsarme Anerkennungsgeste oder fachliche Ausbildung?
Autor
Christian Krüger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
8
Katalognummer
V155364
ISBN (eBook)
9783640692064
ISBN (Buch)
9783640692576
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Grenzen Verantwortungsübertragung JuleiCa Bedeutungsarme Anerkennungsgeste Ausbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Krüger (Autor:in), 2010, Grenzen der Verantwortungsübertragung – Die JuleiCa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155364
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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