Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Romanistique - Philologie italienne et sarde

Die Zeichentheorie von Charles S. Peirce

Titre: Die Zeichentheorie von Charles S. Peirce

Dossier / Travail , 2009 , 12 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Samantha Weber (Auteur)

Romanistique - Philologie italienne et sarde
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Lehre von den Zeichen ist so alt wie die Philosophie selbst. Zahlreiche Philosophen und Theoretiker befassten sich durch die Geschichte mit den Eigenschaften und der Wirkung von Zeichen. Doch erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlangte die Semiotik ihren Durchbruch und fand Anerkennung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin. Als Begründer der modernen Semiotik gelten der schweizer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure und der amerikanische Naturwissenschaftler und Philosoph Charles Sanders Peirce. So zeitnah sie ihre Zeichentheorien aufstellten, so unterschiedlich sind deren Herangehensweisen. Ziel dieser Hausarbeit ist es erstens, die Unterschiede dieser beiden Ansätze, der Saussurschen sémiologie und der semeiotic Pierce‘, aufzuzeigen, sowie zweitens einen einführenden Überblick über die Zeichentheorie von Charles S. Peirce im Speziellen zu verschaffen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

2.1 Geschichte der Zeichenlehre

2.2 Saussures sémiologie

3 Peirce‘ semeiotic

3.1 triadische Relation und Semiose

3.2 Zeichentrichotomien

3.2.1 Eigenschaft von Zeichenträgern

3.2.2 Objekt-Beziehung

3.2.3 Interpretanten-Beziehung

4 Kritik

5 Quellen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Unterschiede zwischen dem semiologischen Modell von Ferdinand de Saussure und der semeiotic von Charles S. Peirce herauszuarbeiten sowie einen fundierten Überblick über Peirces Zeichentheorie zu geben.

  • Gegenüberstellung des dyadischen und triadischen Zeichenbegriffs
  • Die Rolle der Semiose als dynamischer Prozess
  • Die Analyse der Zeichentrichotomien nach Peirce
  • Unterscheidung von Ikon, Index und Symbol
  • Bedeutung der Interpretanten-Beziehung für die Erkenntnistheorie

Auszug aus dem Buch

3.1 triadische Relation und Semiose

Im Gegensatz zum dyadischen Zeichenbegriff Saussures bindet Pierce den Rezipienten als eigenständige Instanz des Zeichens mit ein. Ein Zeichen bezieht sich nicht nur auf ein Objekt, sondern entfaltet seine Wirkung erst durch die Interpretation einer Person:

A sign, or representamen, is something which stands to somebody for something in some respect or capacity. It addresses somebody, that is, creates in the mind of that person an equivalent sign, or perhaps a more developed sign. That sign which it creates I call the interpretant of the first sign. The sign stands for something, its object. It stands for that object, not in all respects, but in reference to a sort of idea, which I have sometimes called the ground of the representamen (Hawthorne, CP2.228).

Das Repräsentamen ist ein Stellvertreter für ein Objekt, z.B. ein Ding oder Sachverhalt. Es kreiert eine Vorstellung dieses Zeichens im Kopf einer Person, die es interpretiert. Dieser Gedanke, ein Abbild des Zeichens, kann dem eigentlichen Zeichen entsprechen, kann aber auch detaillierter entwickelt sein und ist gemäß Peirce der sogenannte Interpretant des ursprünglichen Zeichens. Das Repräsentamen ist jedoch nicht fest mit dem Objekt verknüpft, sondern in Bezug zu einer Idee als Basis zu setzen (vgl. Simon 1989, S.69).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Semiotik ein und stellt die beiden Hauptvertreter Ferdinand de Saussure und Charles S. Peirce gegenüber.

2 Definition: Hier wird der allgemeine Begriff der Semiotik als interdisziplinäre Wissenschaft der Zeichen definiert und die historische Entwicklung der Zeichenlehre seit der Antike skizziert.

2.1 Geschichte der Zeichenlehre: Dieser Abschnitt beleuchtet die philosophische Auseinandersetzung mit Zeichen von der Antike bis hin zur Moderne.

2.2 Saussures sémiologie: Hier wird das dyadische Modell von Saussure erläutert, das auf der festen Verbindung von Signifikant und Signifikat basiert.

3 Peirce‘ semeiotic: Dieses Kapitel führt in den pragmatischen Ansatz von Peirce ein, der eine ganzheitliche Betrachtung von Zeichen ermöglicht.

3.1 triadische Relation und Semiose: Der Fokus liegt hier auf dem triadischen Zeichenmodell, welches den Interpreten einbindet und Zeichen als dynamischen Prozess der Semiose versteht.

3.2 Zeichentrichotomien: In diesem Teil werden die verschiedenen Unterteilungsmöglichkeiten der drei Zeichenkomponenten durch Peirce erläutert.

3.2.1 Eigenschaft von Zeichenträgern: Hier erfolgt die Differenzierung in Quali-Zeichen, Sin-Zeichen und Legi-Zeichen.

3.2.2 Objekt-Beziehung: Dieser Unterpunkt analysiert die bekannteste Trichotomie, bestehend aus Ikon, Index und Symbol.

3.2.3 Interpretanten-Beziehung: Hier wird die dritte Trichotomie anhand der Begriffe Rhema, Dicent-Zeichen und Argument erklärt.

4 Kritik: Das Kapitel reflektiert die Komplexität der Peirceschen Theorie und würdigt gleichzeitig ihren innovativen Beitrag zur Erkenntnistheorie.

5 Quellen: Dieses Kapitel führt die verwendete Primär- und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Semiotik, Zeichenlehre, Charles S. Peirce, Ferdinand de Saussure, Triadische Relation, Semiose, Repräsentamen, Interpretant, Objekt, Ikon, Index, Symbol, Zeichentrichotomie, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung in die Zeichentheorie von Charles S. Peirce und vergleicht diese mit dem strukturalistischen Modell von Ferdinand de Saussure.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Zeichen, die Unterschiede zwischen dyadischen und triadischen Modellen sowie die Klassifikation von Zeichen in Trichotomien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede zwischen der Saussurschen sémiologie und der semeiotic von Peirce aufzuzeigen und die Peircesche Theorie verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis von Primärtexten (Collected Papers von Peirce) und einschlägiger Sekundärliteratur zur Sprachphilosophie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Semiotik, die Darstellung der Saussurschen Theorie sowie die detaillierte Analyse der Peirceschen Triade und seiner Zeichentrichotomien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Semiotik, Semiose, Zeichentrichotomien, Ikon, Index, Symbol sowie die Unterscheidung zwischen dyadischen und triadischen Zeichenstrukturen.

Inwiefern unterscheidet sich Peirce von Saussure beim Zeichenbegriff?

Während Saussure eine dyadische Struktur (Signifikat/Signifikant) definiert, führt Peirce den Interpreten als dritte Instanz ein, wodurch die Zeichenbeziehung triadisch wird.

Was versteht man unter der "unendlichen Semiose"?

Dieser Begriff beschreibt den Prozess, bei dem ein Interpretant selbst wieder zum Repräsentamen für ein neues Objekt wird, wodurch eine endlose Kette von Zeichen entsteht.

Warum spielt die Interpretation bei Peirce eine so zentrale Rolle?

Für Peirce ist die Zeichenwirkung nicht gegeben, sondern entsteht erst im Bewusstsein des Interpreten, der das Zeichen in einen kognitiven Prozess einbettet.

Fin de l'extrait de 12 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Zeichentheorie von Charles S. Peirce
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Romanistik)
Cours
Proseminar Spachphilosophie
Note
1,3
Auteur
Samantha Weber (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
12
N° de catalogue
V155396
ISBN (ebook)
9783640779239
ISBN (Livre)
9783640779178
Langue
allemand
mots-clé
peirce charles sanders peirce zeichentheorie saussure semiotik semiotics triadisches modell signifier signified object semiologie semeiotic
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Samantha Weber (Auteur), 2009, Die Zeichentheorie von Charles S. Peirce, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155396
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint