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Querschnittsstudie zur Standstabilität abstinenter Alkoholabhängiger in der stationären Therapie

Titel: Querschnittsstudie zur Standstabilität abstinenter Alkoholabhängiger in der stationären Therapie

Wissenschaftliche Studie , 2008 , 26 Seiten

Autor:in: Christoph Hagen (Autor:in)

Sport - Sportmedizin, Therapie, Ernährung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Zusammenfassung
Ziel
Wie im Ausland schon geschehen wurden motorische Funktionen in einer stationären Rehabilitation von Alkoholabhängigen untersucht.
Methode
In einer Querschnittsstudie wurden 33 Alkoholabhängige auf Standstabilität, allg. körperlicher Kraft, Fallneigung und Problemlösungsfähigkeit mit Gesunden verglichen.
Ergebnisse
Alkoholabhängige schneiden in allen Untersuchungsgrößen teilweise hochsignifikant schlechter ab als die gesunden Kontrollgruppen. 42% der Alkoholabhängigen mussten als moderat sturzgefährdet eingestuft werden. Mit zunehmendem Alter erreichen Alkoholabhängige zumeist signifikant schlechtere Ergebnisse als die gesunden Kontrollgruppen.
Schlussfolgerung
Das schlechte Abschneiden älterer Alkoholabhängiger unterstützt die Forderung nach frühzeitigen Therapiemaßnahmen. Bei Dunkelheit und unebener Strecke sind Alkoholabhängige vermehrt sturzgefährdet. Die Wirkzusammenhänge von Abstinenz- und Trinkphasen sowie der Abhängigkeitsdauer auf motorische Funktionen und ihrer Rehabilitation bedürfen weiterer Untersuchungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Querschnittstudie zur Standfähigkeit abstinenter Alkoholabhängiger in der stationären Therapie

1.1 Einleitung

1.2 Stand der Forschung

1.3 Zielsetzung

1.4 Untersuchung

1.4.1 Probanden

1.5 Methodik

1.6 Statistik

1.7 Ergebnisse

1.7.1 Romberg-Versuch

1.7.2 Functional Reach Test

1.7.3 Time-chair-rise

1.7.4 5-Punkt-Test

1.7.5 Klassische Tests

1.7.6 Nikotin

1.7.7 Korrelationen zwischen Variablen und Einflußgrößen

1.8 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die motorische Funktion der Standstabilität bei abstinenten Alkoholabhängigen im Rahmen einer stationären Rehabilitation in Deutschland. Ziel ist es, durch den Vergleich mit einer gesunden Kontrollgruppe sowie den Abgleich mit internationalen Literaturergebnissen wissenschaftliche Grundlagen für die Gestaltung von Rehabilitationstherapien zu schaffen und das Fallrisiko der Betroffenen zu evaluieren.

  • Motorische Standstabilität und Fallneigung bei Alkoholabhängigen
  • Einflussfaktoren wie Alter, Abstinenzdauer und körperlicher Zustand
  • Vergleich der Ergebnisse mit internationalen klinischen Studien
  • Kognitive Leistungsfähigkeit mittels 5-Punkt-Test
  • Methodische Ansätze zur Evaluation in deutschen Rehabilitationskliniken

Auszug aus dem Buch

1.1 Einleitung

Während im Ausland vorrangig in den USA eine Reihe von Untersuchungen zu motorischen Funktionen bei Alkoholabhängigen stattgefunden haben, gibt es in Deutschland wenig aktuelle Untersuchungen zu diesem Thema (Bottlender & Soyka 2007 Juli 17). Mit dieser Untersuchung der motorischen Funktion der Standstabilität in der Rehabilitation von Alkoholabhängigen soll ein Schritt unternommen werden, die Ergebnisse an einer deutschen Rehabilitationsklinik mit den Literaturergebnissen aus dem Ausland zu vergleichen.

Kleinhirnatrophien und Polyneuropathien gelten als mögliche Folgeschäden langjähriger Alkoholabhängigkeit (Singer& Teyssen 2001, A-2109). „Atrophische Veränderungen vor allem des Kleinhirnoberwurmes sind schon lange bekannt“ (Gaspar & Mann & Rommelspacher 1999, 199; vgl. Mann & Gann & Günthner 2004, 398; vgl. Sullivan & Pfefferbaum 2005, 588). Für das Auftreten der alkoholbedingten Kleinhirnatrophie werden unterschiedliche Werte genannt. Schmidt & Schmidt (2003, 81) nennen ca. 30% der Alkoholabhängigen. Andere Veröffentlichungen sprechen von einem Vorkommen von 30-50% und weisen darauf hin, das die Symptomatik häufiger ist, als früher angenommen (Gaspar & Mann & Rommelspacher 1999, 199; Mann & Gann & Günthner 2004, 398). Im Bezug auf Polyneuropathien wird festgestellt: „Die häufigste chronische Nervenerkrankung bei Alkoholikern ist die Polyneuropathie (PNP). Sie ist klinisch bei etwa 50 Prozent, elektromyografisch sogar bei 70 Prozent der Alkoholiker nachweisbar“ (vgl. http://www.aerztezeitung.de/docs/1999/11/04/200a1501.asp?cat=/medizin/alkohol/suchtalk, 2007 Februar 13).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Querschnittstudie zur Standfähigkeit abstinenter Alkoholabhängiger in der stationären Therapie: Einleitende Betrachtung der Problematik motorischer Folgeschäden bei Alkoholabhängigkeit im deutschen Kontext.

1.1 Einleitung: Darlegung des Forschungsbedarfs und der Relevanz der Untersuchung für die deutsche Rehabilitationspraxis.

1.2 Stand der Forschung: Zusammenfassung internationaler Studienergebnisse zu Kleinhirnataxie, Polyneuropathie und posturographischen Messungen.

1.3 Zielsetzung: Definition der Forschungsfrage hinsichtlich motorischer Funktionen, Problemlösungsfähigkeit und beeinflussender Variablen.

1.4 Untersuchung: Beschreibung des Studiendesigns und der Rekrutierung der Alkoholabhängigen sowie der Kontrollgruppe.

1.4.1 Probanden: Detaillierte Charakterisierung der Stichprobe in Bezug auf Alter, Geschlecht, Abstinenzdauer und Vorerkrankungen.

1.5 Methodik: Erläuterung der eingesetzten Testverfahren wie Romberg-Versuch, Functional Reach Test, Time-chair-rise und 5-Punkt-Test.

1.6 Statistik: Angabe der verwendeten statistischen Verfahren (SPSS, Mann-Whitney-U-Test, Spearman-Test).

1.7 Ergebnisse: Präsentation und tabellarische Aufbereitung der erhobenen Daten zu den motorischen und kognitiven Testverfahren.

1.7.1 Romberg-Versuch: Analyse der signifikanten Unterschiede in der Standstabilität bei offenen und geschlossenen Augen.

1.7.2 Functional Reach Test: Auswertung des Sturzrisikos und der Leistungsunterschiede zwischen den Gruppen.

1.7.3 Time-chair-rise: Ergebnisdarstellung der motorischen Kraftmessungen bei Alkoholabhängigen im Vergleich zu Gesunden.

1.7.4 5-Punkt-Test: Evaluation der kognitiven Problemlösungsfähigkeiten und deren Korrelation zu motorischen Daten.

1.7.5 Klassische Tests: Darstellung der Ergebnisse zu Finger-Nase- und Knie-Hacke-Versuch.

1.7.6 Nikotin: Analyse des Einflusses des Rauchens auf die motorischen Testvariablen.

1.7.7 Korrelationen zwischen Variablen und Einflußgrößen: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Alter, Abhängigkeitsdauer und Testergebnissen.

1.8 Diskussion: Zusammenführung der Ergebnisse, Abgleich mit der Fachliteratur und Ableitung von Empfehlungen für die Rehabilitation.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Standstabilität, Motorik, Rehabilitation, Kleinhirnatrophie, Polyneuropathie, Romberg-Versuch, Functional Reach Test, Sturzrisiko, kognitive Fähigkeiten, 5-Punkt-Test, Gleichgewichtsschwankungen, Abstinenz, Neuropsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht motorische Beeinträchtigungen, insbesondere die Standstabilität, bei Menschen, die eine stationäre Therapie wegen Alkoholabhängigkeit durchlaufen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der Standstabilität umfasst die Untersuchung die Fallneigung, die motorische Kraft der Muskulatur und kognitive Aspekte wie die Problemlösungsfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, motorische Funktionseinschränkungen bei deutschen Rehabilitanden zu erfassen, mit internationalen Studien zu vergleichen und eine wissenschaftliche Grundlage für verbesserte Therapiemethoden zu schaffen.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?

Es handelt sich um eine Querschnittsstudie, bei der standardisierte Testverfahren (Romberg-Versuch, Functional Reach Test, Time-chair-rise, 5-Punkt-Test) eingesetzt und mittels SPSS statistisch ausgewertet wurden.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Durchführung der motorischen Tests, die statistische Auswertung der Ergebnisse im Vergleich zu einer Kontrollgruppe sowie die Korrelationsanalyse mit Einflussgrößen wie Alter und Abhängigkeitsdauer.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Studie?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Standstabilität, Alkoholabhängigkeit, motorische Defizite, Rehabilitation und Sturzrisiko zusammenfassen.

Welche Rolle spielt die Polyneuropathie bei den Ergebnissen?

Die Polyneuropathie wird als häufige Ursache für sensible Störungen der unteren Extremitäten identifiziert, was die Informationsübertragung aus dem Fußsohlenbereich für die Standstabilität negativ beeinflusst.

Warum zeigen sich im 5-Punkt-Test Unterschiede zur Schweizer Vergleichsstudie?

Die Autorin führt die abweichenden Ergebnisse primär auf die unterschiedliche Zusammensetzung der Rehabilitanden-Stichproben in Deutschland und der Schweiz zurück, insbesondere hinsichtlich des Bildungsniveaus.

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Details

Titel
Querschnittsstudie zur Standstabilität abstinenter Alkoholabhängiger in der stationären Therapie
Autor
Christoph Hagen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
26
Katalognummer
V155410
ISBN (eBook)
9783640693245
ISBN (Buch)
9783640693474
Sprache
Deutsch
Schlagworte
motorische Funktionen Alkoholabhänigkeit Standstabilität Rehabilitation Alkoholabhängige Gleichgewicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Hagen (Autor:in), 2008, Querschnittsstudie zur Standstabilität abstinenter Alkoholabhängiger in der stationären Therapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155410
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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