In der vorliegenden Hausarbeit sollen jeweils das Frauenbild der Mutter und das Frauenbild der Geliebten in den Filmen „Das doppelte Lottchen“ von Josef von Baky und „Charlie und Louise- Das doppelte Lottchen“ von Joseph Vilsmaier bearbeitet und behandelt werden.
Dazu werden zunächst innerhalb beider Filme die zu beschreibenden Charaktere vorgestellt, beschrieben und erläutert.
Weiter sollen auch Szenen aus den Filmen beschrieben werden, um das jeweilige Frauenbild zu kennzeichnen.
In einem weiteren Schritt wird das vorherrschende Frauenbild dann analysiert.
Weiter sollen dann die Frauenbilder der Mütter und die Frauenbilder der Geliebten aus beiden Filmen miteinander verglichen und ein Fazit gezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DIE DARSTELLUNG DER CHARAKTERE:
3. VERGLEICH
4. SCHLUß
5. QUELLENVERZEICHNIS:
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht und vergleicht die filmische Darstellung von Frauenbildern in zwei Verfilmungen des Stoffes „Das doppelte Lottchen“. Dabei liegt der Fokus auf der Gegenüberstellung der Mutterfiguren sowie der jeweiligen Geliebten in den Filmen von Josef von Baky (1950) und Joseph Vilsmaier (1993), um Wandlungsprozesse und Konstanten in den Rollenbildern zu identifizieren.
- Analyse der Mutterfiguren in den Filmen von 1950 und 1993
- Untersuchung der Rollenbilder der Geliebten als Gegenspielerinnen
- Vergleich der äußeren Erscheinung und Charakterzüge
- Bewertung der Emanzipation und Selbstständigkeit der Frauenrollen
- Filmische Inszenierung und Charakterisierung durch ausgewählte Szenen
Auszug aus dem Buch
Die Darstellung der Charaktere:
Luiselotte Körner ist die Mutter der Zwillinge Lotte und Luise. Sie lebt mit ihrer Tochter Lotte in München. Frau Körner ist bei einem Verlag angestellt und arbeitet sehr viel (Minute 45). Bei ihrem Vorgesetzten ist Luiselotte Körner als Mitarbeiterin sehr geschätzt (Minute 122). Auch wenn sie nach Hause kommt, gibt es oft noch viel zu tun und sie muss sich so auch nach Feierabend noch oft ihrer Arbeit zuwenden (Minute 46). Sie liebt ihre Tochter sehr und steht immer hinter dieser und dem was diese tut (Minute 100). Auch um das Wohlergehen Lottes ist sie sehr bemüht. Sie möchte für ihre Tochter da sein und nimmt sich so oft es sich einrichten lässt Zeit, etwas mit Lotte zu unternehmen (Minute 102). Sie hat stets Verständnis für das, was ihre Tochter tut (Minute 125).
Luiselotte Körner ist immer korrekt gekleidet. Sie trägt zumeist Blazer, Bluse und Rock. Dabei ist die Bluse oft bis zum Hals hin zugeknöpft, der Blazer geschlossen und der Rock reicht bis über das Knie. Sie trägt keinen Schmuck und ist nur sehr dezent geschminkt und hat kürzere wilde Locken, welche nicht aufwendig frisiert sind. Als Frau Körner bemerkt, dass Lotte und Luise nach den Ferien jeweils zu den Elternteilen gefahren sind, bei denen sie nicht lebten, ist sie es, die mit Luise zu Ludwig Palfy, ihrem Ex- Mann und Vater der Zwillinge, und Lotte nach Wien fährt. Dort kümmert sie sich um die kranke Lotte. Aber auch nachdem Lotte wieder gesund ist, bleibt sie in der Wohnung ihres Ex-Mannes. Dort sorgt sie direkt wieder für ihn und kümmert sich um ihn (Minute 131).
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Es wird die Forschungsfrage dargelegt, die die unterschiedlichen Frauenbilder der Mutter und der Geliebten in den beiden Verfilmungen des Stoffes untersuchen will.
2. DIE DARSTELLUNG DER CHARAKTERE: Die jeweiligen Mutter- und Geliebtenfiguren aus den Filmen von 1950 und 1993 werden anhand ihrer Charaktereigenschaften, ihres Äußeren und exemplarischer Filmszenen detailliert vorgestellt.
3. VERGLEICH: Die zuvor beschriebenen Frauenbilder werden einander gegenübergestellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer Entwicklung, Unabhängigkeit und Funktion für das Familienglück herauszuarbeiten.
4. SCHLUß: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die Feststellung getroffen, dass sich das Bild der Mutter über die Jahrzehnte gewandelt hat, während die Figur der Geliebten weitgehend als negativ besetztes Element bestehen blieb.
5. QUELLENVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.
Schlüsselwörter
Frauenbild, Das doppelte Lottchen, Mutterrolle, Filmvergleich, Charakterdarstellung, Emanzipation, Filmanalyse, Geliebte, Rollenbild, Josef von Baky, Joseph Vilsmaier, Rollenwandel, Identität, Geschlechterdarstellung, Kino.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert die filmische Darstellung von Müttern und Geliebten in zwei verschiedenen Verfilmungen des Klassikers "Das doppelte Lottchen" aus den Jahren 1950 und 1993.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die Entwicklung der Mutterrolle im Zeitverlauf, das traditionelle Bild der "bösen" Geliebten und der Einfluss von gesellschaftlichen Rollenerwartungen auf die Filmcharaktere.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu ergründen, ob und wie sich die Darstellung der Frauenbilder in den beiden Filmen unterscheidet und welche Rolle dabei Faktoren wie Selbstständigkeit und Berufstätigkeit spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Es wird eine film- und charakteranalytische Methode angewandt, bei der Charaktereigenschaften und visuelle Merkmale einzelner Figuren detailliert beschrieben und anschließend im direkten Vergleich gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Frauenfiguren – Luiselotte Körner, Irene Gerlach, Sabine Kröger und Sunny – charakterisiert und ihre jeweilige Wirkung in konkreten Filmszenen analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Filmvergleich, Frauenbild, Mutterrolle, Geschlechterdarstellung und Charakterdarstellung.
Wie unterscheidet sich die Mutterfigur in der 1993er-Verfilmung von der aus 1950?
In der 1993er-Verfilmung ist die Mutter deutlich emanzipierter und erfolgreicher im Berufsleben, während die 1950er-Mutter eher in traditionellen, häuslichen Bahnen verbleibt.
Bleibt das Bild der "Geliebten" in beiden Filmen gleich?
Die Arbeit stellt fest, dass die Figur der Geliebten in beiden Filmen weiterhin als egoistisch und bedrohlich dargestellt wird, wobei sich nur ihre äußere Erscheinung – von elegant bis schrill – dem jeweiligen Zeitgeist angepasst hat.
- Citar trabajo
- Lena Müller (Autor), 2009, Frauenbilder. Die Mutter und die Geliebte in den Filmen „Das doppelte Lottchen“ von Baky und „Charlie und Louise" von Vilsmaier, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155509