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Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel als komplementäre Maßnahme während der Mammakarzinomtherapie

Titel: Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel als komplementäre Maßnahme während der Mammakarzinomtherapie

Diplomarbeit , 2009 , 67 Seiten , Note: 1

Autor:in: Agnes Budnowski (Autor:in)

Gesundheit - Ernährungswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Mammakarzinom ist weltweit die häufigste maligne Erkrankung der Frau.
Krebspatienten werden immer wieder mit Angeboten konfrontiert, die ihnen eine rasche Hilfe bei der Bekämpfung von Tumorerkrankungen und Stärkung des Immunsystems versprechen. Häufig verbergen sich dahinter sogenannte Nahrungsergänzungsmittel. Zielsetzung der hermeneutischen Diplomarbeit war es, den Einfluss pflanzlicher Nahrungsergänzungsmittel während einer Mammakarzinom- Standardtherapie auf das Immunsystem der Patientinnen zu recherchieren, und festzustellen, inwieweit DiätologInnen die Anwendung dieser Mittel empfehlen können.

Bei der Standardtherapie eines Mammakarzinoms werden mehrere sich ergänzende Therapieformen angewendet wie die Zytostatikatherapie, Strahlentherapie, chirurgische Therapie, hormonelle- sowie Antikörpertherapie. Die konventionelle Tumortherapie des Mammakarzinoms bringt verschiedene Nebenwirkungen mit sich, die häufig zu Nahrungsintoleranzen und in weiterer Folge zu Anorexie führen. Im ersten Abschnitt der Arbeit wurden die Nebenwirkungen der Medikamente, die bei Brustkrebserkrankungen eingesetzt werden, genau beschrieben sowie die ernährungstherapeutischen Maßnahmen, mit deren Hilfe die o.g. Nebenwirkungen gemildert werden können.

Viele krebskranke Patientinnen haben den Wunsch, zu ihrem Heilungsprozess selbst etwas beitragen zu können. Dabei greifen sie oft zu alternativen Therapieverfahren, die überwiegend über unspezifische Immunmodulation, antioxidativ oder die Zellmembran stabilisierend wirken. Komplementäre Methoden, die zum richtigen Zeitpunkt bei entsprechenden onkologisch-therapeutischen Maßnahmen wie Operationen, Zytostatikatherapie und Bestrahlung eingesetzt werden, sind in der Lage die Nebenwirkungen der Standardtherapien zu kompensieren.
Die Forschungsfrage der Diplomarbeit betraf die immunstimulierende Wirkung von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln während der Standardtherapie des Mammakarzinoms. Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel stellen nur einen kleinen Teil aller Nahrungsergänzungsmittel, die von Patientinnen als komplementäre Maßnahme verwendet werden, dar. Es wurden 17 Nahrungsergänzungsmittel beschrieben, die den Brustkrebskranken zur Stärkung der Abwehrkraft empfohlen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Mammakarzinom

1.1. Epidemiologie

1.2. Erkrankungsbild

1.3. Risikofaktoren

2. Standardisierte Therapie beim Mammakarzinom

2.1. Neoadjuvante (präoperative) Chemotherapie

2.2. Chirurgische Therapie.

2.2.1 Brust erhaltende Operation (BEO)

2.2.2 Axilläre Lymphonodektomie

2.2.3 Modifiziert radikale Mastektomie

2.2.4 Ablatio simplex

2.3. Adjuvante Therapie

2.3.1 Postoperative adjuvante Strahlentherapie

2.3.2 Postoperative adjuvante Chemotherapie

2.3.3. Hormonelle Therapie

2.4. Antikörper Therapie (Target Therapie)

3. Nebenwirkungen der konventionellen Therapie von Mammakarzinom

3.1 Nebenwirkungen der Strahlentherapie

3.2 Nebenwirkungen der Zytostatikatherapie

3.2.1 Cyclophosphamid

3.2.2 Methotrexat

3.2.3 Fluorouracil

3.2.4 Epirubicin

3.2.5 Docetaxel, Paclitaxel

3.3 Nebenwirkungen der Hormontherapie

3.3.1 Goserelin, Leuprorelin

3.3.2 Tamoxifen

3.3.3 Fulvestrant

3.3.4 Anastrozol, Lestrozol, Exemestan

3.3.5 Medroxyprogesteronacetat, Megestrolacetat

3.4 Nebenwirkungen der Antikörpertherapie

3.4.1 Trastuzumab

3.4.2 Bevacizumab

4. Ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Nebenwirkungen der Mammakarzinombehandlung

4.1 Übelkeit und Erbrechen

4.2 Diarrhoe

4.3 Mukositis/Stomatitis

4.4 Gewichtszunahme

4.5 Obstipation

4.6 Xerostomie

4.7 Geschmacks/Geruchsstörungen

4.8 Fatigue

5. Immunmodulation

5.1. Definitionen

5.1.1. Immunsystem

5.1.2. Immunmodulation

5.1.3. Immunstimulantien

5.2. Immunmodulation durch Ernährung

5.3. Die Wirkung onkologischer Therapien auf das Immunsystem

6. Komplementäre Therapien

6.1. Definition Komplementärmedizin

6.2. Immuntherapeutische Maßnahmen in der Komplementäronkologie

6.3. Anwendung und Gefahren der komplementären Heilmethoden

7. Nahrungsergänzungsmittel (NEM)

7.1. Definition Nahrungsergänzungsmittel

7.2. Definition von NEM aus ernährungsphysiologischer Sicht

7.3. Vertriebswege für NEM

8. Pflanzliche NEM als Immunstimulantien in der Komplementäronkologie

8.1. Aloe Vera

8.2. Avemar®

8.3. Béres Tropfen

8.4. BioBran

8.5. Carnivora

8.6. COD Tee

8.7. Essiac® Tee (Vitalitea)®, Flor Essence®

8.8. Ginseng

8.9. Haelan 951®

8.10. Kombucha

8.11. Krallendorn

8.12. Lapachotee

8.13. Man Koso

8.14. Noni

8.15. Rooibostee

9. Andere immunstimulierende NEM

9.1. Algen

9.2. Heilpilze

Conclusio

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern abwehrstärkende pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel als komplementäre Maßnahme das Immunsystem von Brustkrebspatientinnen während der Standardtherapie beeinflussen und ob eine Empfehlung durch DiätologInnen ausgesprochen werden kann.

  • Analyse der Standardtherapien beim Mammakarzinom und deren Nebenwirkungen.
  • Ernährungstherapeutische Strategien zur Linderung therapiebedingter Nebenwirkungen.
  • Wissenschaftliche Bewertung von 17 pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln als Immunstimulantien.
  • Kritische Reflexion über Risiken, Kontraindikationen und den Einfluss auf onkologische Standardbehandlungen.

Auszug aus dem Buch

8.2 Avemar®

Avemar® ist ein Pulverpräparat aus fermentierten Weizenkeimen (Triticum vulgaris), das seit den 90er Jahren zur Immunstimulation bei Tumorpatienten angewendet wird. [Hübner 2008, 44]

Nach Angaben des Herstellers soll es die Immunfunktion stimulieren, den Tumorstoffwechsel stören, antimetastatische Effekte zeigen, Nebenwirkungen der Chemotherapie verringern, die Gewichtszunahme von Krebspatienten fördern und deren Lebensqualität erhöhen. [URL 4]

Die Wirkung des Präparats wird den Polyphenolen zugeschrieben. Laut der Produktinformation der Firma Fresenius Kabi wurden im Avemar® unter anderem Flavonoide und Biochinone nachgewiesen, die nicht nur ein antioxidatives Potenzial haben, sondern vor allem die Umleitung der Glukoseverwertung der Krebszellen verursachen und somit die Metastasierung verhindern. [URL 4]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mammakarzinom: Darstellung der weltweiten Epidemiologie, der Definition des Krankheitsbildes sowie der relevanten Risikofaktoren.

2. Standardisierte Therapie beim Mammakarzinom: Übersicht über chirurgische, adjuvante sowie neoadjuvante Behandlungsformen inklusive Antikörper- und Hormontherapien.

3. Nebenwirkungen der konventionellen Therapie von Mammakarzinom: Detaillierte Auflistung der unerwünschten Wirkungen durch Strahlen-, Zytostatika-, Hormon- und Antikörpertherapien.

4. Ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Nebenwirkungen der Mammakarzinombehandlung: Empfehlungen zur Linderung von Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe oder Fatigue durch gezielte Ernährung.

5. Immunmodulation: Erläuterung der Grundlagen des Immunsystems sowie der theoretischen Möglichkeiten der Immunstimulation durch Ernährung und onkologische Therapien.

6. Komplementäre Therapien: Definition der Komplementärmedizin und Diskussion über den Stellenwert immuntherapeutischer Maßnahmen in der Onkologie.

7. Nahrungsergänzungsmittel (NEM): Rechtliche Einordnung, Definition sowie Analyse der gängigen Vertriebswege für Nahrungsergänzungsmittel.

8. Pflanzliche NEM als Immunstimulantien in der Komplementäronkologie: Ausführliche wissenschaftliche Betrachtung von 15 spezifischen pflanzlichen Mitteln, deren Wirkung und Nebenwirkungen.

9. Andere immunstimulierende NEM: Analyse von weiteren Mitteln wie Algen und Heilpilzen, die von Patientinnen oft fälschlicherweise als Pflanzen wahrgenommen werden.

Conclusio: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage mit dem Ergebnis, dass die Anwendung dieser Mittel mangels Evidenz derzeit abzulehnen ist.

Schlüsselwörter

Mammakarzinom, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstherapie, Immunmodulation, Zytostatikatherapie, Komplementärmedizin, Nebenwirkungen, Fatigue, Pflanzenpräparate, Onkologie, Evidence-based, Brustkrebs, Immunstimulantien, Ernährung, Therapiebegleitung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von abwehrstärkenden pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln bei Brustkrebspatientinnen, die sich gleichzeitig in einer onkologischen Standardtherapie befinden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen onkologische Standardtherapien, deren Nebenwirkungen, ernährungstherapeutische Ansätze zur Linderung dieser Nebenwirkungen und die kritische wissenschaftliche Überprüfung von komplementären pflanzlichen Präparaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, inwiefern pflanzliche Mittel das Immunsystem von Patientinnen beeinflussen und ob DiätologInnen deren Anwendung als ergänzende Maßnahme empfehlen können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine hermeneutische Arbeit, bei der eine umfassende Literaturrecherche in Fachbibliotheken und via medizinischer Fachjournale durchgeführt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Standardtherapien, die ernährungstherapeutische Bewältigung von deren Nebenwirkungen sowie die detaillierte Analyse von 15 pflanzlichen und zwei weiteren immunstimulierenden Produkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mammakarzinom, Nahrungsergänzungsmittel, Immunmodulation, Ernährungstherapie und Komplementäronkologie.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Aloe Vera während der Chemotherapie?

Der Autor rät von der Einnahme ab, da ein Wirkstoff in Aloe Vera die tumorbekämpfende Wirkung des Zytostatikums Cisplatin abschwächen kann.

Welches Fazit zieht die Arbeit bezüglich der Kosten von Nahrungsergänzungsmitteln?

Der Autor stellt fest, dass Patienten oft mehrere Präparate gleichzeitig einnehmen, was zu monatlichen Kosten führen kann, die im vierstelligen Euro-Bereich liegen.

Warum wird von der Einnahme von Kombucha besonders bei immungeschwächten Patienten gewarnt?

Da es sich oft um eine hauseigene Herstellung handelt, besteht die Gefahr, dass das Getränk pathogene Keime enthält, die für geschwächte Patienten lebensgefährlich sein können.

Ende der Leseprobe aus 67 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel als komplementäre Maßnahme während der Mammakarzinomtherapie
Hochschule
Akademie für den Diätdienst und ernährungsmedizinischen Beratungsdienst am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien
Note
1
Autor
Agnes Budnowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
67
Katalognummer
V155613
ISBN (eBook)
9783640686391
ISBN (Buch)
9783640686308
Sprache
Deutsch
Schlagworte
onkologie ernährung immunstimulation bei krebs komplementäre komplementäre onkologie ernähungswissenschaft nahrungsergänzunsmittel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Agnes Budnowski (Autor:in), 2009, Pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel als komplementäre Maßnahme während der Mammakarzinomtherapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155613
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Leseprobe aus  67  Seiten
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