Soll der Staat aktiv Innovationen fördern? Das Beispiel Airbus A400M


Bachelorarbeit, 2010

70 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation und Einführung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Staatliche Förderung von Großtechnologien
2.1 Staatliche Nachfragepolitik - das Military model als Vorlage für staatliche Innovationspolitik von Großtechnologien?
2.1.1 Das Military model
2.1.2 Staatliche Zielvorgabe
2.1.3 Subventionierung privater Forschungsprogramme
2.1.4 Ausübung der Staatsnachfrage
2.1.5 Flankierende wettbewerbsfördernde Maßnahmen
2.1.6 Technologiepolitische Empfehlung
2.2 Großtechnologien
2.2.1 Charakteristika von Großtechnik: Kosten, Risiken, Ertrag
2.2.2 Gescheiterte Großprojekte durch Policy Failure
2.2.3 Großtechnologieförderung als Auslaufmodell?

3 Staatliche Technologiepolitik am Beispiel des Airbus A400M
3.1 Staatliche Zielvorgabe - Der A400M für Europa
3.1.1 Das „European Staff Requirement“ als staatliche Zielvorgabe
3.1.2 Der „commercial approach“ als Lösung bisheriger Probleme
3.2 Subventionierung privater Forschungsprogramme
3.2.1 Airbus in starker Konkurrenz - die Auftragsvergabe
3.2.2 F&E Subventionen für das erfolgsversprechende Projekt A400M
3.3 Ausübung der Staatsnachfrage
3.3.1 Kostenentwicklung
3.3.2 Auftragsentwicklung und Aufteilung der Abnehmerländer
3.3.3 Auftragsentwicklung bei Dritten
3.3.4 Break-Even
3.4 Flankierende wettbewerbsfördernde Maßnahmen
3.4.1 Aufteilung der Nachfrage auf mehrere Anbieter
3.4.2 Patentschutz
3.5 Das A400M-Programm am Rande des Abbruchs
3.5.1 Technische Probleme
3.5.2 Sieben zentrale Fehler des A400M-Programms
3.6 Technologiepolitische Aspekte
3.6.1 War die Entscheidung pro A400M als FLA richtig?
3.6.2 Rettung des A400M-Programms - trotz Kostenexplosion ein Ergebnis rationaler Entscheidung?
3.6.3 Trifft das „Military model“ auch für den A400M zu?
3.6.4 Soll der Staat Innovationen fördern?

4 Zusammenfassung und Implikationen

5 Anhang
5.1 Abbildungen
5.2 Tabellen

6 Literaturverzeichnis

7 Internetverzeichnis

Executive Summary

The purpose of this thesis is to analyze the importance of research, development and technology policy and to monitor whether a state should do active technology policy concerning large-technology projects or not. First Levin’s technologic and political conception “Military model” will be presented which is based on a successful cooperation between the state and private firms in the field of research and technology policy.

Following, exact characteristics of large-technology projects, as well as reasons why projects have failed will be determined.

These general findings are transferred to the case study of the Airbus A400M which is currently Europe’s biggest military procurement project. Having examined the development of the A400M in the context of the “Military model”, the reasons why this project accumulated a perennial delay as well as extra costs in the amount of several billion US$ will be analyzed.

The main conclusions of this thesis are as follows: Levin’s “Military model” should not be considered as the ultimate solution because it is restricted to certain industry sectors. The process of the A400M project shows that with exception of the competition-promoting measures it can be described with the “Military model” by Levin.

Despite the long delay and the cost overrun in the development and production of the Airbus A400M it is eligible that the involved countries and Airbus Military continue the project due to the very important technological, defense-political and European meaning of this project.

Even if the number of failed large-technology projects that have been subsidized by tax money is tremendous, state should support selected large-technology projects because of a big capital requirement and an important technologic spillover. However the quantity and dimension of failed large-technology projects must be reduced drastically.

Zusammenfassung

Ziel der Arbeit ist es, die Bedeutung staatlicher Forschungs- und Technologiepolitik zu untersuchen, und zu überprüfen, ob und inwieweit der Staat aktive Forschungs- und Technologiepolitik im Bereich von Großtechnologieprojekten betreiben soll. Zunächst wird auf Levins technologiepolitische Konzeption, das „Military model“, eingegangen, das sich aus einer erfolgreichen Zusammenarbeit des Staates und der privaten Wirtschaft im Bereich von Forschungs- und Technologieentwicklung zusammensetzt.

Anschließend werden die genauen Charakteristika von Großtechnologieprojekten festgehalten sowie gescheiterte Projekte und ihr Zustandekommen aufgezeigt.

Diese allgemeinen Erkenntnisse werden im Fallbeispiel „A400M“ des derzeit größten europäischen Rüstungsprojekts berücksichtigt. Dabei wird zunächst die Entwicklung des A400M im Rahmen des „Military model“ untersucht. Im Anschluss daran werden Gründe aufgezeigt, weshalb das A400M-Projekt eine mehrjährige Verspätung und Mehrkosten in Milliardenhöhe akkumulierte.

Folgende Ergebnisse können festgehalten werden: Levins „Military model“ sollte lediglich mit Vorsicht angewandt werden, da es sich in seiner bisherigen Form nur in bestimmten Fällen gewinnbringend anwenden lässt. Der Verlauf des A400M-Projekts zeigt, dass mit Ausnahme der flankierenden wettbewerbsfördernden Maßnahmen das Projekt dem „Military model“ von Levin weitestgehend entspricht.

Trotz der Kostensteigerung und der enormen Verspätung in der Fertigstellung des A400M ist ein Festhalten an dem Programm aufgrund der technologischen, verteidigungspolitischen und europäischen Bedeutung wünschenswert.

Auch wenn die Anzahl an gescheiterten Großtechnologieprojekten, die durch Steuergelder finanziert wurden, groß ist, soll der Staat dennoch ausgewählte Großtechnologieprojekte aufgrund ihres enormen Kapitalbedarfs und des technologischen Spilloverin weitere Industriesektoren unterstützen. Dabei müssen jedoch Anzahl und Ausmaß der gescheiterten Großtechnologieprojekte drastisch reduziert werden.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Schalenmodell der deutschen Forschungspolitik 1945-2010

Abbildung 2: Gründe der staatlichen FuT-Politik

Abbildung 3: Das Military model im Zusammenhang mit dem Produktlebenszyklus

Abbildung 4: Kostenzunahme A400M-Programm

Abbildung 5: Entwicklung der geplanten A400M- Nachfrage 1997-2010

Abbildung 6: Break-Even Analyse (A400M)

Abbildung 7: Aufteilung der Produktionsstandorte

Abbildung A 1: Nutzlast - Reichweite - Diagramm C-17, An-70, A400M, C-130

Abbildung A 2: Strategisch-industrielle Produktionsaufteilung A400M

Abbildung A 3: Aktuelle Entwicklungsagenda bis zur Erstauslieferung

Abbildung A 4: Programmkalender für militärische Flugzeugentwicklungen im Vergleich

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Förderinstrumente der FuT-Politik in Deutschland,

Tabelle 2: Zur Auswahl stehende militärische Transportflugzeuge

Tabelle 3: Für Verspätung verantwortliche Navigationssysteme

Tabelle A 1: Datenbasis Nachfrageentwicklung Airbus A400M 1997-2010

Tabelle A 2: Datenbasis/-auszug Break-Even Analyse

Tabelle A 3: Produktionsstandorte und Zulieferer

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Motivation und Einführung

„Der Bundestag wolle beschließen: Der Deutsche Bundestag stimmt der Entscheidung der Bundesregierung zu, die europäische Sicherheits- und Verteidigungsidentität durch die Beschaffung von 73 Transportflugzeugen A400M nachhaltig zu stärken“.1 So lautet derBeschluss des Deutschen Bundestages bezüglich des Vorhabens „Zukünftiges Transportflugzeug A400M“, womit eines der größten europäischen Rüstungsprojekte aller Zeiten beginnen konnte.

Sobald jedoch staatliche Großprojekte und insbesondere militärische Rüstungs- projekte ein gewisses Finanzvolumen erreicht haben, kommen generell kontroverse Debatten auf.2 Dabei beschränken sich diese Debatten nicht nur auf die Politik, in den Medien wird temperamentvoll debattiert, selbst im Web 2.03 wird über Sinn und Unsinn solcher Großprojekte heftig diskutiert.4 Die Kritiker solcher Projekte stützen ihre Argumente hauptsächlich auf die Verschwendung von Steuergeldern und vernachlässigen dabei den Einfluss von staatlicher Technologiepolitik auf industrielle Innovationen, auf den ich im Rahmen meiner Arbeit näher eingehen möchte.

Staatliche Forschungs- und Technologiepolitik (FuT-Politik) ist nahezu in allen Industriestaaten vorzufinden. Sie dient vor allem der staatlichen Förderung von Forschung, technologischer Entwicklung und industrieller Innovation. Innovations- politik bezeichnet hierbei die Schnittmenge von industrie-, forschungs- und technologiepolitischen Maßnahmen.5 Schumpeter ist hier als einer der Urväter des Innovationsbegriffs zu nennen, da er bereits 1912 Innovationen ins Zentrum seiner Arbeit über die Theorie der ökonomischen Entwicklung stellte.6 Nach Schumpeter (1942) kam „der fundamentale Antrieb […] von denneuen Konsumgütern, den neuen Produktions- oder Transportmethoden, den neuen Märkten, den neuen Formen der industriellen Organisation“.7 Langfristiges Wachstum ist also hauptsächlich durch technischen Fortschritt und durch die Erhöhung des Effizienzniveaus möglich.8

Um gewisse Innovationen voranzutreiben, betreibt die Bundesrepublik Deutschland staatliche Technologiepolitik, die sich besonders gut durch das Schalenmodell von Bräunling und Maas (1989) visualisieren lässt. Dabei ergeben sich aus der technologiepolitischen Entwicklungsgeschichte und den passenden Förderschwer- punkten sechs unterschiedliche Förderschwerpunkte, die in Abbildung 1 dargestellt sind.9

Abbildung 1: Schalenmodell der deutschen Forschungspolitik 1945-2010

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Bräunling, Fier, Kern und Maas

In der ersten Phase versuchte man zunächst Forschung und Entwicklung in Deutsch- land wieder aufzubauen, was sich aufgrund eines Mangels an Akademikern10 und zerstörten Forschungseinrichtungen und Apparaten äußerst schwierig gestaltete. Vorrangiges Ziel war zunächst, die vielen Forschungseinrichtungen wieder auf- zubauen, um damit die Grundlagenforschung zu revitalisieren.11 Im Anschluss daran stand vor allem ein rasches Catching-Up im Vordergrund. Durch den zweiten Weltkrieg war der technologygap12 zu den europäischen Nachbarn und allen voran dem „Technologieprimus“ USA so groß geworden, dass unter der liberalen Wirtschaftspolitik von Erhard13 gleich mehrere Instrumente der FuT-Politik zum

Einsatz kamen. Insbesondere technologische Großprogramme14 wurden in den 60er- Jahren massiv gefördert, indem staatliche Forschungszentren gegründet wurden, die nun mit industriellen Großunternehmen kooperierten.15 Dieser Trend zu Groß- programmen reichte bis zum Beginn der 70er-Jahre. In der Innovationsphase kamen zusätzlich zu den bisherigen Großprojekten nun auch die Meeresforschung und „Neue Technologien“ mit hinzu. Die Effizienzsteigerungsphase unter Brandt und Schmidt bedeutete eine zunehmende Einbindung der Industrie in die Gesamt- verantwortung von Forschung und Entwicklung, was nahezu das Ende des intensiven Ausbaus der staatlichen Forschungsförderung von Großprojekten implizierte.16 Die Internationalisierungsphase zeichnete sich besonders dadurch aus, dass eine immer weiter steigende Anzahl an internationalen Abkommen über gemeinsame FuE-Projekte abgeschlossen wurde.17

„In der Forschung liegt der Schlüssel zur Innovation - und Innovationen sind der Motor für Wachstum und Wohlstand“.18 Neben demArgument, für Wachstum der Volkswirtschaft zu sorgen, gibt es noch weitere Gründe und damit auch verbundene Ziele, die die Förderung von Innovationsaktivitäten legitimieren. Auch wenndie Meinungen, inwieweit der Staat Forschung fördern sollte, weit auseinander gehen, so ist eine generelle Notwendigkeit der FuT-Politik durch den Staat weitgehend unstrittig. So lassen sich nach Klodt (1995) insgesamt sieben Gründe aufzeigen, die staatliche Intervention nötig machen und in Abbildung 2 grafisch zusammengefasst werden.

Abbildung 2: Gründe der staatlichen FuT-Politik19

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Klodt (1995)

Es ist ersichtlich, dass es vielerlei Gründe für staatliche FuT-Politik gibt. Die Ziele, die der Staat damit erreichen möchte, sind sehr vielseitig. In der Bundesrepublik Deutschland lassen sich vor allem die folgenden forschungspolitischen Zielsetzungen feststellen.

- Förderung von Spitzentechnologien als Innovationsmotoren,
- Vorsorge und Zukunftsgestaltung,
- Sicherung der wissenschaftlichen Exzellenz und
- Stärkung und Vernetzung der Forschungslandschaft.20

Die Förderung von FuE durch den Bund erfolgt zum einen durch mittel-und langfristig angelegte institutionelle Forschung und zum andern durch direkte und indirekte Projektförderung.21 Institutionelle Förderung bezieht sich auf den gesamten Betrieb und auf Investitionen in Forschungseinrichtungen, die über einen längeren Zeitraum gefördert werden.22 Die indirekte Projektförderung zeichnet sich beispielsweise durch Steueranreize, Bürgschaften und leichtere Kreditvergaben aus und dient vor allem der Unterstützung von KMU bei der FuE-Tätigkeit. Durch die Gewährleistung von Rechtssicherheit und ein effektives Patentsystem sollen die Rahmenbedingungen für innovierende und technologisch forschende Unternehmen deutlich verbessert werden.23

Die direkte Projektförderung, die in dieser Arbeit anhand des Airbus A400M im Fokus steht, bezieht sich jeweils immer auf ein konkretes Forschungsfeld, womit in einem bestimmten Bereich einim internationalen Maßstab hoher Leistungsstand von Forschung und Entwicklung erreicht werden soll.24 Hierbei sollen innovierende Unternehmen direkt durch Subventionen gefördert werden.

Tabelle 1: Förderinstrumente der FuT-Politik in Deutschland25,26

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Fier (2002)

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

Anhand eines Großprojekts wie dem Airbus A400M soll die Frage beantwortet werden, ob der Staat aktiv27 Innovationen fördern soll. Gegebenenfalls werden Handlungsempfehlungen vorgestellt

In 1.1 konnte man bereits sehen, dass der technische Fortschritt mit dem „technologygap" zusammenhängt. Auch in der Luftfahrtindustrie im Bereich der militärischen Transportflugzeuge existiert solch eine technologische Lücke zwischen Europa und den USA, die mit mehreren Flugzeugen nahezu den kompletten Markt28 für militärische Transportflugzeuge abdecken, weshalb Europa mit dem Airbus A400M versuchen möchte, diese Lücke zu schließen.

Zunächst wird in Kapitel 2auf die generelle Förderung von Großtechnologien näher eingegangen.Der Staat kann als Instrument auch künstlich die Nachfrageerhöhen und somit staatliche Nachfragepolitik ausüben. Viele grundlegende Technologien verdanken ihre Marktdurchdringung speziell der Nachfrage des Militärs. Das von Levin (1982) entwickelte „Military model“ basiert auf einer erfolgreichen Zusammen- arbeit von Staat und privater Wirtschaft und kann dort angewandt werden, wo der Staat als Nachfrager auftritt.29 Ob sich das „Military model“ als Vorlage für staatliche Innovationspolitik von Technologieneignet, wird in 2.1untersucht. Im Anschluss daran sollen in 2.2 Großtechnologien analysiert werden. Dabei sollen unteranderem einheitliche Charakteristika wie Kosten und Risiken aufgezeigt werden. Des Weiteren soll die Aktualität von Großtechnologieförderung überprüft werden.

Ob der Staat aktiv Innovationen fördern soll, wird anhand des Fallbeispiels „Airbus A400M“ in Kapitel 3 untersucht. Die Erkenntnisse aus Kapitel 2 dienen dabei als theoretische Basis für das Fallbeispiel. Die Unterteilung des Kapitels basiert dabei auf den vier Stufen des „Military model“. Dabei wird zunächst in 3.1 die staatliche Zielvorgabe präsentiert und näher auf das eigentliche Projekt und die Idee des „Future Large Aircraft“30 (FLA) eingegangen. In 3.2wird untersucht, ob und, wenn ja, in welchem Umfang private Forschungsprogramme finanziert und subventioniert wurden. Außerdem sollen auch die Instrumente der Projektförderung analysiert werden. Unterkapitel3.3 geht im Anschluss daran näher auf die Ausübung der Staatsnachfrage ein. Ob und inwieweit flankierende wettbewerbsfördernde Maß- nahmen ausgeführt wurden, soll in 3.4 dargelegt werden. Dabei wird speziell auf die Aufteilung der Nachfrage auf mehrere Anbieter und den Patentschutz eingegangen.Die Entwicklung und Produktion des A400M hatte mit mehreren Problemen zu kämpfen. So war das Projekt des Öfteren knapp vor dem Scheitern. Die Gründe, die hierzu führten, sollen in 3.5 erläutert werden. Unterkapitel 3.6resümiert die technologiepolitischen Aspekte des Fallbeispiels. Hier sollen Antworten auf die folgenden Fragen gefunden werden:

- War die Entscheidung pro A400M als Future Large Aircraft (FLA) richtig?
- War die Rettung des A400M-Programms trotz der Kostenexplosion ein

Ergebnis rationaler Entscheidung?

- Trifft das „Military model“ auch auf den A400M zu?
- Soll der Staat aktiv Innovationenim Bereich von Großtechnologien wie dem Kapitel 4fasst die Erkenntnisse zusammen, zeigt außerdem Implikationen und einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des A400M auf.

2 Staatliche Förderung von Großtechnologien

2.1 Staatliche Nachfragepolitik - das Military model als Vorlage für staatliche Innovationspolitik von Großtechnologien?

2.1.1 Das Military model

Großtechnologieförderung besitzt eine lange Tradition, die sich speziell anhand der Förderung von Forschung und Entwicklung von elektrotechnischen Bauteilen durch das US-Verteidigungsministerium nach dem zweiten Weltkrieg veranschaulichen lässt.

Für diverse Luft-und Raumfahrtprojekte waren höherwertige Technologien, insbe- sondere elektrotechnische Bauteile, nötig, die kleiner, sparsamer und vor allem weniger störanfällig sein sollten, um speziell zu Kriegszeiten das Militär noch effektiver im Einsatz zu unterstützen. Dies war jedoch nicht der einzige Grund, denn durch Wissens-Spillover sollten diese Technologien auch später in weiteren Industriesektoren, wie beispielsweise der Automobilindustrie oder der IT-Industrie eingesetzt werden.31 Nachdem im Jahr 1947 die „Bell Laboratories“32 verkündet hatten, dass sie einen Transistor33 entwickelt hatten, unterstützte das US- Verteidigungsministerium daraufhin eine Pilotfabrik mittels Subventionen sowie durch staatliche Nachfrage in der Absicht, diesem Technologiepfad zu folgen.34 In der Tat führte dies zu Spillover in andere Industriesektoren.

Das US-Verteidigungsministerium subventionierte dabei nicht nur die Forschung und Entwicklung der Transistoren, sondern nahm auch zwischen 1955 und 1963 pro Jahr über ein Drittel der Produkte ab.35 Der US-amerikanische Halbleiterhersteller Fairchild entwickelte im Anschluss darauf 1958 den integrierten Schaltkreis.36 Da sich die privaten Unternehmen aufgrund von Unsicherheit in Zurückhaltung übten, erwarben NASA37 und US Air Force integrierte Schaltkreise für den Einsatz im Apollo- Raumschiff sowie in der Minuteman Rakete.38 So wurden zwischen 1962 und 1964 jährlich über 85% der Gesamtproduktion von integrierten Schaltkreisen abgenommen.39 Die risikoaversen Unternehmen profitierten zum einen dadurch, dass die Verlässlichkeit festgestellt werden konnte. Zum andern führte die steigende Produktion zu „economiesofscale“ und damit einem Rückgang der Absatzpreise.40

Durch die Ausübung der staatlichen Nachfrage half der Staat privaten Unternehmen in einer Zeit der Unsicherheit, erhöhte die Anzahl und Vielfältigkeit der Produkte in der Halbleiterindustrie erheblich und sorgte für einen intensiven Wettkampf unter den amerikanischen Herstellern.41

Diese technologiepolitische Konzeption nennt Levin (1982) das „Military model“, welches aus den vier folgenden Stufen besteht, die anschließend genauer erklärt werden sollen.

- Staatliche Zielvorgabe
- Subventionierung privater Forschungsprogramme
- Ausübung der Staatsnachfrage
- Flankierende wettbewerbsfördernde Maßnahmen

Abbildung 3 fasst zur Veranschaulichung die vier Stufen des Konzepts im Zusammenhang mit dem Produktlebenszyklus zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Das Military model im Zusammenhang mit dem Produktlebenszyklus

Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Vernon (1966)

2.1.2 Staatliche Zielvorgabe

Die staatliche Zielvorgabe stellt die erste Stufe des „Military model“ dar. Zunächst ist eine sehr genaue Charakterisierung der geforderten Eigenschaften der angestrebten Innovation notwendig, um damit entsprechende Innovationsprojekte zu initiieren.42 Dabei sollte die gewünschte Innovation außerhalb der gegenwärtigen Produktions- möglichkeiten liegen, jedoch nicht unausführbar sein, sondern auf Basis des zu Verfügung stehenden Wissens realisierbar erscheinen.43 Mittels der staatlichen Ziel- vorgabe signalisiert und verspricht der Staat den Unternehmen, dass er, falls nötig, die Innovation speziell in der Einführungsphase des Produktlebenszyklus nachfragt.44 Dies ist für die innovierenden Unternehmen von besonderer Bedeutung, da in der Einführungsphase des Produktlebenszyklus zunächst wenig Produkte auf dem privaten Markt abgesetzt werden können, sodass die oft immensen Kosten aus der vorangegangenen Forschungs-und Entwicklungsphase zunächst nur marginal gedeckt werden können.

Jedoch reduziert dieses Versprechen des Staates die ökonomische und technologische Unsicherheit der privaten Unternehmen nur begrenzt.45 Denn es bleibt weiterhin offen, ob es längerfristig private Nachfrager gibt. Außerdem überlässt der Staat den ausgewählten Unternehmen die Verantwortung über den technologischen Weg, auf dem das Forschungsziel zunächst entwickelt und erreicht werden soll.46

2.1.3 Subventionierung privater Forschungsprogramme

Im Anschluss an die staatliche Zielvorgabe erfolgt die Selektion geeigneter Forschungsprogramme. Der Staat wählt private Unternehmen aus, bei welchen die Wahrscheinlichkeit am größten ist, die gewünschten Innovationen hervorzubringen. Die Selektion wird jedoch oft durch politische und protektionistische Maßnahmen geprägt, wobei kostengünstigere Varianten oft vernachlässigt und somit nicht gefördert werden.

Durch die Aufnahme von Programmen zur Forschung und Entwicklung der Innovation durch private Unternehmen erklärt sich der Staat bereit, aussichtsreiche Projekte durch Subventionen zu unterstützen, um somit die staatliche Zielvorgabe zu realisieren.47 Das Ziel hierbei ist, die ökonomische Unsicherheit der privaten, subventionierten Unternehmen zu verringern, indem der Staat teilweise oder vollständig die angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten trägt und damit die Innovationsgeschwindigkeit deutlich erhöhen kann.48

2.1.4 Ausübung der Staatsnachfrage

Die Ausübung der Staatsnachfrage ist das Kernstück des „Military models“ und zusammen mit der staatlichen Zielvorgabe der wichtigste Teil der Konzeption. Nachdem das Produkt entwickelt wurde und Marktreife erreicht hat, kommt der Staat nun seinem Versprechen aus der Zielvorgabe nach und nimmt während einer definierten Zeitspanne das neue, marktreife Produkt ab. Neben den vorausgegangenen Forschungs- und Entwicklungskosten sollen nun durch den Preis die variablen und fixen Kosten der Produktion gedeckt werden.49

„Economiesofscale“50 und Optimierungen durch “learning-by-doing”51 ermöglichen Preissenkungen, sodass die staatliche Nachfrage kontinuierlich durch private Nachfrage ersetzt werden kann.52

2.1.5 Flankierende wettbewerbsfördernde Maßnahmen

Als letzte Stufe sollen flankierende wettbewerbsfördernde Maßnahmen näher betrachtet werden. Durch „secondsourcing“53 verteilt der Staat seine Nachfrage auf mehrere Anbieter, um dadurch den Preis- und Produktwettbewerb zu beschleunigen und eine Monopolisierung zu verhindern.54 Bei diesen Maßnahmen, die vorwiegend dem Effizienzziel dienen, erhält der ursprüngliche Innovator darüber hinaus keinen oder einen nur sehr geringen Patentschutz in Form von kurzer Laufzeit. Ebenso ist es möglich, dass er von Beginn an das Wissen an Konkurrenten abtreten muss.

2.1.6 Technologiepolitische Empfehlung

Das „Military model“ kann funktionieren. Das US-Verteidigungsministerium konnte durch einen hohen militärischen Beschaffungsanteil in Höhe von 85% zwischen 1962-1964 sowie durch intensive Subventionierung von FuE, die zwischen 1960 und 1990 immer über 50% mit militärischem Hintergrund blieb, speziell in der Halbleiterund Luftfahrtindustrie,in großem Maße Innovationen fördern.55 Hinzu kommt, dass das US-Verteidigungsministerium im Bereich der Luftfahrt, Halbleiter und der Computer durch diese Technologiepolitik erheblichen technologischen Spillover in den privaten Sektor bewirkte.56

Jedoch gibt es auch vielerlei technologiepolitischeProbleme dieser Konzeption. Das erste wichtige Problem der Konzeption ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Staat über bessere Informationen als der Markt verfügt. Das bedeutet, dass die technologische Unsicherheit des Staates nicht geringer ist als die der privaten Unternehmen, sondern möglicherweise sogar noch größer. Daher ist es wahr- scheinlich, dass manchmal aussichtslose Projekte mit vielen Fördergeldern finanziell unterstützt werden, während potentielle Projekte nicht berücksichtigt werden.57

Da die Diffusion des Wissens mit im Vordergrund steht, wird das vom innovierenden Unternehmen erworbene Wissen nicht oder nur leicht patentschutzrechtlich geschützt. Daher ist es wahrscheinlich, dass das geförderte Unternehmen versucht, die Entwicklung von potentiell transferierbarem technologischem Wissen geheim zu halten oder ganz zu vermeiden, sodass die neu erworbenen technologischen Erkenntnisse nicht Dritten zugänglich gemacht werden und man sich stattdessen auf implizites Wissen beschränkt.58

Der dritte negative Aspekt ist der Zielkonflikt zwischen der Reduzierung der Unsicherheit vor und nach dem Setzen von Anreizen zur Effizienzsteigerung. So ist es ex ante sinnvoll und vorteilhaft, die Nachfrage über die entsprechenden Produkte langfristig zu gewährleisten. Jedoch wäre es ex post vorteilhafter, wenn die Unternehmen sich frühzeitig um entsprechende Kostenreduktionen bemühen und sich nicht auf eine längerfristige staatliche Nachfrage verlassen, da hierdurch wenig Anreize zur Effizienzsteigerung und Kostenreduktion entstehen.59

Das letzte Problem der Konzeption betrifft den Patentschutz. Ein Patentschutz ist für die Unternehmen sehr wichtig. Jedoch impliziert diese Konzeption, dass der Innovator nur geringen Patentschutz erhält, da das „Military model“ zur Diffusion neuer Technologien beitragen soll. Hingegen kommt es aber durch den geringen Patentschutz zu einer drastischen Verringerung der Attraktivität, als Innovator zu fungieren, zu forschen und Innovationen hervorzubringen.60

Insgesamt fällt auf, dass die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlags gerade dort sehr groß ist, wo sich die privaten Unternehmen bei der Nachfrage zurückhalten. Dies war auch bei vielen gescheiterten Großprogrammen, auf die in 2.2 noch näher eingegangen wird, der Fall.61

Dennoch hatten die verteidigungsbezogene Förderung von FuE und staatliche Nachfrage entscheidenden Einfluss auf die Hightech-Bereiche der amerikanischen Wirtschaft.62 Beispielsweise bewirkte die Förderung von Forschung und Entwicklung bei der Herstellung von Triebwerken für den militärischen Lufttransporter Lockheed C-5 Galaxy einen wesentlichen Spillover auf andere Hightech-Sektoren.63 Des Weiterensorgte die militärische Beschaffungspolitik für einen erheblichen und schnellen zwischenbetrieblichen Austausch von technologischem Wissen sowie für intensiven Wettbewerb auf den betroffenen Märkten.64,65

Während also die innovative Leistung der Halbleiter-Industrie bewiesen hat, dass diese technologiepolitische Konzeption funktioniert, ist sie jedoch in ihrer allgemeinen Anwendung auf andere Industriebereiche beschränkt. Daher sollte sie auf keinen Fall als ultimative Lösung verstanden werden. Hierbei stimme ich Streb (2003) zu, dass das „Military model“ einer Verfeinerung bedarf, um als eine allgemein brauchbare technologiepolitische Konzeption anerkannt zu werden.66,67

2.2 Großtechnologien

2.2.1 Charakteristika von Großtechnik: Kosten, Risiken, Ertrag

Mit demBau der V-2 im Dritten Reich und dem Bau der Atombombe in den USA begann in den 40er-Jahren die systematische Förderung von Großtechnologie- projekten durch den Staat.68,69 Franz Josef Strauß70 setzte in den 50er-Jahren in

Deutschland diese Politik fort und initiierte die staatliche Förderung der mit hohem politsch-symbolischen Wert verbundenen Luft-und Raumfahrtindustrie71 mit dem Ziel, technologische Vorteile für staatliche Zwecke zu erhalten, die vor allem der nationalen Sicherheit dienen sollten.72 Die Luft- und Raumfahrt zusammen mit der Kernenergie stellten dabei die Experimentierfelder des Staates dar, auf denen die Instrumente der Planung von Forschung sowie der direkten staatlichen Steuerung von Technik entwickelt wurden.73

Zweifel an der Legitimität einer derartigen staatlichen Intervention kamen mit den ersten Fehlschlägen in den 80er-Jahren auf. So wurde durch das Versagen des „Schnellen Brüter“-Projekts74 der gesellschaftliche Nutzen einer solchen Tech- nologieförderung erstmalig in Frage gestellt.75 In Folge dessen kam es in den folgenden Jahren zu einem Rückgang der Förderung von Großtechnologien. Zwar sind sie heutzutage, wie man anhand der Internationalen Raumstation ISSoder dem Satelliten-Navigationsprogramm „Galileo“ sehen kann, noch aktiv, jedoch bei weitem nicht mehr so zahlreich.

Die eigentliche Bedeutung von Großtechnologie beziehungsweise Großtechnik variiert76. Bruzelius et al. (2002) fassen Großtechnologie und Großtechnik unter dem Begriff „Megaprojects“ zusammen. Hierbei handelt es sich um Projekte, deren Kosten eine Milliarde US$ übersteigen.77 Des Weiteren besitzt das Projekt mindestens eine Lebensdauer von 50 Jahren. Megaprojekte zeichnen sich vor allem durch einen hohen Grad an Unsicherheit aus, was sowohl Nachfrageentwicklungen als auch Kostenschätzungen betrifft. Dabei basiert die Unsicherheit auf Kosten-, Nachfrage-, Finanz-, Politik-, und Umwelt-Risiken.78 Außerdem stellt ein solches Projekt ein „clubgood“dar, was bedeutet, dass es nur für eine geringe Anzahl an Akteuren nutzbringend zur Verfügung steht und sich daher vom reinen öffentlichen Gut abgrenzt.

Im Gegensatz zu Bruzelius et al. deutet Mayntz die Entwicklung solcher Großprojekte modernisierungstheoretisch. So behauptet Mayntz, dass die Verbreitung und Nutzung von Großtechnologien maßgeblich die Ausdifferenzierung der aktuellen Teilbereiche unserer Gesellschaft beeinflusst hat, was bedeutet, dass es zwischen der Technologieentwicklung und der Bildung eines modernen Staates, insbesondere im Bereich der Militär- und Verteidigungstechnik, komplexe Interdependenzen gibt.79

Eine Kombination aus beiden Ansätzen scheint am sinnvollsten. So lässt sich in Anlehnung an Bruzelius et al. und Mayntz behaupten, dass Großtechnologie und Großtechnikprojekte Anlagen oder Netzwerke sind, die auf dieErzeugung innovativer, jedoch nicht utopischer Techniken ausgerichtet sind.Ihre Kosten belaufen sich auf mindestens eine Milliarde US$; dabei tragen sie ein hohes, jedoch nicht präzise quantifizierbares Maß an Unsicherheit. Die Ziele solcher Projekte sind insbesondere von politischen Motiven und Einflüssen abhängig80, die des Öfteren der Förderung von militärischer Stärke, der Energieversorgung oder der Infrastruktur dienen. Dabei erzielen solche Projekte mit Ausnahme der direkten Nutznießer wenig positive Resonanz, viel mehr polarisieren solche Projekte mit dem Ergebnis des Desinteresses, der Skepsis oder auch der Ablehnung durch die Öffentlichkeit.81

2.2.2 Gescheiterte Großprojekte durchPolicyFailure

„But although science and technology have made us more powerful than ever, there is no reason to suspect that we are now any less fallible than before, and there lies the rub.”82 Die Liste von spektakulär gescheiterten Projekten ist groß und scheint nichtaufzuhören.83 So kam es vor, dass oft nur ein Prototyp gebaut wurde und dann das Projekt wieder eingestellt wurde84.

Das senkrecht startende Transportflugzeug Do 31 dürfte dabei eines der ersten gescheiterten deutschen Großprojekte nach dem zweiten Weltkrieg gewesen sein.

[...]


1 BTDrs. 14/8024 (2002), S.1.

2 Vgl. BTDrs. 14/8281 (2002), S.1.

3 Beispielsweise auf Facebook oder Studivz

4 Vgl. Agüera (2006), S.19.

5 http://www.insm-lexikon.de/innovationspolitik.html (eingesehen am 13.05.2010)

6 Meyer-Krahmer (1993), S.4.

7 Schumpeter (1942), S.137.

8 Dazu gehört auch eine Steigerung der Kapitalausstattung pro Kopf sowie Wachstum des Humankapitalstocks.

9 Die erweiterte Darstellung von Fier in Anlehnung an Bräunling und Mass beinhaltet nur fünf Schalen. Der Förderschwerpunkt und die Zeitphase der sechsten Schale beruhen auf eigener Interpretation.

10 Viele Akademiker waren vertrieben worden, emigriert, im Krieg gefallen oder nationalsozialistisch belastet.

11 Fier (2002), S.30.

12 Technologische Lücke . Definition: Differenz im technologischen und organisatorischen Wissen und Können zwischen hoch entwickelten Industrieländern. Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/technologische- luecke.html (eingesehen am 15.05.2010)

13 Ludwig Erhard: Bundeswirtschaftsminister 20.9.1949-15.10.1963. Bundeskanzler 16.10.1963-1.12.1966

14 Darunter fallen insbesondere die Kerntechnik, die Luft- und Raumfahrt und die Datenverarbeitung

15 Meyer-Krahmer (1993), S.3.

16 Fier (2002), S.43f.

17 Ebd., S.46.

18 Bundesregierung Hightech Strategie www.hightech-strategie.de, (eingesehen am 14.05.2010)

19 Klodt (1995), S.5ff.

20 Vgl. BMBF (2010) http://www.bmbf.de/de/1000.php (eingesehen am 14.05.2010)

21 BMBF Bundesbericht Forschung und Innovation 2008 (2008), S.53f.

22 Fier (2002), S.68.

23 Levin (1982), S.75-82.

24 BMBF Bundesbericht Forschung und Innovation 2008 (2008), S.53f.

25 Fier (2002), S.67f.

26 Tabelle 1 zeigt die wichtigsten Profiteure und Mittel der Förderinstrumente der deutschen FuT-Politik auf. Selbstverständlich gibt es weitere Profiteure und Mittel, die aus Vereinfachungsgründen hier jedoch vernachlässigt werden.

27 „aktiv“ impliziert in diesem technologiepolitischen Zusammenhang die direkte Projektförderung.

28 Russland, Ukraine und Japan bieten ebenfalls militärische Lufttransporter an, jedoch ist deren Marktanteil vergleichsweise gering und somit zu vernachlässigen.

29 Streb (2000), S.3.

30 Future Large Aircraft: Projektbezeichnung des späteren A400M in den 90er Jahren. Der Begriff wird in Kapitel 3 genauer erklärt.

31 Mowery, Rosenberg (1998), S.123.

32 Mittlerweile sind die „Bell Laboratories“ FuE-Abteilung von Alcatel-Lucent.

33 Ein Transistor ist ein elektrotechnisches Bauteil, das elektrische Signale ohne Nutzung von Mechanik schaltet und verstärkt.

34 Streb (2003), S.52.

35 Mowery, Rosenberg (1998), S.132.

36 Ein integrierter Schaltkreis verbindet mehrere Transistoren fest auf einem geeignetem Trägermaterial zu einem Mikrochip.

37 Bis 1.10.1958 noch NACA (National Advisory Committee for Aeronautics) 38 Levin (1982),S.62

39 Streb (2003), S.53.

40 Levin (1982), S.63.

41 Mowery, Rosenberg (1998), S.134f.

42 Streb (2003), S.55.

43 Streb (2000) S.3.

44 Ebd., S.3.

45 Streb (2003),S.55.

46 Streb (2003),S.55.

47 Streb (2000), S.3.

48 Ebd., S.4.

49 Streb (2000), S.4.

50 „economiesofscale”: Mit steigender Ausbringungsmenge sinken die Erzeugniskosten je Produktionseinheit. Skalen- oder Größenvorteile

51 „learning-by-doing“: Lernkurveneffekt.

52 Streb (2000),S.4.

53 Mowery, Rosenberg (1998), S.134.

54 Streb (2000), S.4.

55 Mowery, Rosenberg (1998), S.32

56 Ebd., S.134.

57 Streb (2000), S.4.

58 Ebd., S.4.

59 Ebd., S.4.

60 Ebd., S.5.

61 Vgl. Mowery, Rosenberg (1982), S.145.

62 Mowery, Rosenberg (1998), S.44.

63 Mowery, Rosenberg (1982), S.131

64 Mowery, Rosenberg (1998), S.134.

65 Der Spillover und Austausch zu Universitäten im Bereich der Grundlagenforschung war jedoch zunächst sehr gering. Mowery, Rosenberg (1998), S.135.

66 Vgl. Mowery, Rosenberg (1982), S.146.

67 Vgl. Streb (2003), S.56.

68 Weyer (2005), S.18

69 Darunter versteht man die Vergeltungswaffe 2, die während der nationalsozialistischen Diktatur als ArtillerieRakete für längere Strecken konzipiert wurde.

70 Franz Josef Strauß: 1953-1955: Bundesminister für besondere Aufgaben, 1955-1956: Bundesminister für Atomfragen, 1956-1962: Bundesverteidigungsminister

71 Weyer (2004), S.5.

72 Nelson (1983), S.505.

73 Weyer (2004), S.6.

74 Der Schnelle Brüter ermöglicht eine bis zu 60-fach größere Brennstoffausnutzung als die in Deutschland

verwendeten Leichtwasserreaktoren. Da dort anstatt von Uran Plutonium verwendet wird, sind mit dem schnellen Brüter wesentlich höhere Risiken verbunden. Aufgrund dieser Risiken und hohen Wartungskosten wurde das schnelle Brüter- Projekt in Deutschland 1991 eingestellt.

75 Ebd., S.6.

76 Weyer (2005), S.20.

77 Bruzelius et al. (2002), S.144.

78 Vgl. Bruzelius et al. (2002), S.145.

79 Weyer (2005), S.20.

80 Dazu zählt in hohem Maße auch Lobbyismus

81 Vgl. Weyer (2005), S.20.

82 Dumas (2002), S.281

83 Weyer (2004), S.11.

84 Ebd., S.11.

Ende der Leseprobe aus 70 Seiten

Details

Titel
Soll der Staat aktiv Innovationen fördern? Das Beispiel Airbus A400M
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
1,7
Autor
Jahr
2010
Seiten
70
Katalognummer
V155622
ISBN (eBook)
9783640686407
ISBN (Buch)
9783640686315
Dateigröße
1628 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Innovationen, A400M, Airbus, Innovationsförderung, FLA, Military Model
Arbeit zitieren
Tobias Karcher (Autor), 2010, Soll der Staat aktiv Innovationen fördern? Das Beispiel Airbus A400M, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/155622

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